19.11.2013 08:00 Sprengel Museum

Ausstellung in Hannover: Zoltán Jókay. Mrs. Raab wants to go home. 2009-2012

Zoltan Jokay ausstellung im sprengel museum hannover

Stets muss die Fotografie auf das verweisen, was nicht zu sehen ist; © Zoltán Jókay

Von: GFDK - Sprengel Museum

„Stets muss die Fotografie auf das verweisen, was nicht zu sehen ist. Und sie darf nicht alles zeigen, was zu fotografieren ist. Denn sonst würde hinter dem Offensichtlichen das Eigentliche verloren gehen.“ Zoltán Jókay, 2012  

Ausstellung in Hannover
 
Seit 2007 arbeitet der Fotograf  Zoltán Jókay (*1960)  in einer am Rande Münchens gelegenen Siedlung mit einkommensschwachen Bewohnern, anfänglich als Quartiers-, nach Wegfall dieser Stelle als Demenzbetreuer. Umgeschult zur billigen Hilfskraft kümmert er sich um an Demenz leidende Menschen. Der brutalen Ökonomie von Pflege und Betreuung und der Einsamkeit des Alters begegnet Zoltán Jókay mit einer fotografischen Reflektion, die von Respekt, Anteilnahme und Diskretion getragen wird.

Zoltán Jókay. Mrs. Raab wants to go home

Es entstand eine Serie, in der Bilder von Menschen und Dingen und sparsame Texte nebeneinander stehen. Die sich auf diese Weise fügenden Porträts sind ganz der Besonderheit jeder und jedes einzelnen Menschen verpflichtet. In ihrer hohen fotografischen Kultur sind sie dennoch oder gerade daher von geradezu ikonenhafter Existenzialität. 

Ausstellung im Sprengel Museum
 
Zur Eröffnung am Dienstag, 3. Dezember 2013, 18.30 Uhr laden wir herzlich ein. Im Anschluss spricht Zoltán Jókay über seine Arbeit.

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