04.01.2013 07:02 gehört zu den Pionieren der Kunst im Kino

Ausstellung in Hannover: ulrike ottinger | weltbilder - sich über mehrere Räume erstreckende Installation vom 22.2.2013 bis zum 20.5.2013

Ausstellung in Hannover: ulrike ottinger | weltbilder - sich über mehrere Räume erstreckende Installation vom 22.2.2013 bis zum 20.5.2013

© Ulrike Ottinger

Von: GFDK - Kestnergesellschaft Hannover - 5 Bilder

Die kestnergesellschaft freut sich, das Jahr 2013 mit der Ausstellung »Weltbilder« der Künstlerin und Filmemacherin Ulrike Ottinger zu beginnen. Die verschiedenen Aspekte ihres Œuvres – Film, Oper- und Theaterinszenierung, Bühnenbild, Fotografie sowie von ihren Reisen inspirierte rituelle Objekte – fließen in eine großangelegte, sich über mehrere Räume erstreckende Installation. In Ergänzung zeigt das Kino im Künstlerhaus Hannover eine Retrospektive ihrer Filme seit den 1970er Jahren bis heute.

Die Filme und Werke von Ulrike Ottinger bewegen sich zwischen ethnografischer Beobachtung, kultureller Begegnung und mythologischer Erzählung. In der kestnergesellschaft verbindet die Künstlerin in einer einzigartigen Inszenierung was sonst unverbunden bleibt, wodurch sie die Grenzen und Unterschiede zwischen den Kulturen zugleich verwischt, als auch klarer hervortreten lässt. Mit Postkarten und Stickereien versehene Schulwandkarten sind der Ausgangspunkt ihrer zwischen Realität und Fiktion mäandernden Installation, die zusammen mit Fotografien aus der Mongolei, Osteuropa und Mexiko verschiedene Welten erfahrbar macht. Thematisch verknüpfte Objekte, Wandarbeiten und bearbeitete Fotografien verwebt die Künstlerin im Ausstellungsraum zu einem dichten Netz der Bilder und Geschichten. Ergänzt wird die Inszenierung mit der Präsentation eines Ausschnitts aus »Taiga« (1992) – ein Film Ottingers, der ihre Reise zu den Yak- und Rentier-Nomaden im nördlichen Teil der Mongolei sowie zu der eigenen Geschichte dieser beiden Völker beschreibt – und mit der raumfüllenden Dia-Installation »Bildarchive«. Die Ausstellung ermöglicht eine faszinierende Begegnung mit den einfühlsamen bis schrillen, offenen bis persönlichen Blicken Ottingers auf die Welt, die Geschichte und die Kultur.

Ulrike Ottinger (*1942 in Konstanz, lebt in Berlin) gehört zu den Pionieren der Kunst im Kino, die das Medium Film schon früh als Möglichkeit der Fortsetzung ihrer Kunst entdeckte. Bis heute geht ihr Werk allerdings weit über das einer Filmemacherin hinaus: Sie ist Künstlerin, Fotografin, Autorin, Film- und Theaterregisseurin. Mit ihren Filmen, die auf den wichtigsten internationalen Festivals gezeigt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden, hat sie seit den 1970er Jahren Filmgeschichte geschrieben. Ihr künstlerisches Werk erregte Aufsehen auf den international bedeutendsten Kunstausstellungen wie der Biennale di Venezia (1980), documenta 11 (2002) und der 3. Berlin Biennale (2004).

Kontakt

konstantin wenzel

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