11.12.2013 09:00 Kunstverein

Ausstellung in Hannover: Hängt hoch den Baum! - Die Weihnachtsshow

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Werke internationaler Künstler unterschiedlicher Generationen rund um Weihnachten, den Tannenbaum und damit verbundene Rituale; Bild 1: (c) Mariusz Mandan, Foto: Raimund Zakowski

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Bild 2: (c) Courtesy Catriona Jeffries Gallery, Vancouver

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Bild 3: (c) Courtesy FELDBUSCHWIESNER, Berlin; Galerie Dorothea Schlueter, Hamburg

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Bild 4: © Roman Signer, St. Gallen Courtesy Galerie Barbara Weiss, Berlin

Von: GFDK - Kunstverein Hannover

Es weihnachtet sehr – in der Weihnachtsshow »Hängt hoch den Baum« zeigt der Kunstverein Hannover Werke internationaler Künstler unterschiedlicher Generationen rund um Weihnachten, den Tannenbaum und damit verbundene Rituale.

John M. Armleder (geb. 1948, lebt in Genf), der 2006 im Kunstverein mit der Einzelausstellung »Too Much is not Enough« verteten war, deklariert mit 52 künstlichen, silbern glitzernden Kunststofftannenbäumen »All Night Party (FS)« (2003) den Christbaum auch ohne Schmuck zum Kitschobjekt; er mischt ironisch Kunst und Alltag und lässt das Triviale glamourös leuchten. Triviale Realität kommt auch bei den Fotografien von Nicolas Hallbaum (geb. 1967, lebt in Hannover) zum Tragen.

Die Fotografien von nach dem Fest zur Entsorgung verpackten und abgestellten Weihnachtsbäumen »The Trees« (2004–2006) des Künstlers erscheinen wie anonyme Skulpturen, die ein ambivalentes Zeugnis der Mentalität ihrer ehemaligen Besitzer abgeben. Eine Fotoserie von Porträts unterschiedlicher Schokoladen-Nikoläuse von Dieter Froelich (geb. 1959, lebt in Hannover) verleiht der Massenware eine Spur der Individualität, während bei Dieter Roths (geb. 1930 in Hannover, †1998 in Basel) Objekt »Der Lauf der Welt« (1969) schließlich der Verfall im Vordergrund steht.

Ausstellung in Hannover

Mit slapstickartiger Experimentierfreude begegnen der polnische Künstler Mariusz Mandan (geb. 1972, lebt in Dublin und Berlin) sowie Roman Signer (geb. 1938, lebt in St. Gallen) dem Thema. Signers filmische Arbeit »Weihnachtsbaum« (1993) dokumentiert die Flugversuche eines Tannenbaums, und Mariusz Mandan verwandelt einen mit Lametta und Kugeln geschmückten Nadelbaum in ein riesiges, mit »Spannung« geladenes, fragiles Katapult. Die Beobachtung der Vorbereitungen zu einer Baumfällung geraten in Olav Raschkes (geb. 1965, lebt in Hannover) 2-minuütiger Videoarbeit »Spitzweg« (2013) zu einer fast absurden Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum.

Kunstverein Hannover

Als amüsante Referenz der Eventkultur verfremdet der Kanadier Kevin Schmidt (geb. 1972, lebt in Vancouver, Berlin und Braunschweig) in seiner großformatigen Videoprojektion »EDM House« (2013) (EDM = Electronic Dance Music) ein altes Holzhaus in einer einsamen Winterlandschaft zur bunten, hell erleuchteten und rhythmisch blinkenden Outdoor-Disco. Stefan Panhans (geb. 1967, lebt in Hamburg) stellt im temporeichen und sorgsam inszenierten Monolog in seiner Videoarbeit »Sieben bis Zehn Millionen« (2005) die Sucht nach Kauf und Konsum sowie den Prozess der geeigneten Objektsuche an sich in den Vordergrund.

Freunde der Kunst

Darüber hinaus präsentiert der Kunstverein Hannovers größten PET-Flaschen-Weihnachtsbaum, der mit Hilfe der Besucher vollendet wird, sowie Arbeiten von Studierenden der Hochschule Hannover, die Weihnachtsrituale künstlerisch-kritisch hinterfragen.

Es weihnachtet sehr – in der Weihnachtsshow »Hängt hoch den Baum«

Als besondere Weihnachtsshopping-Idee bietet der Kunstverein neben einer Auswahl an künstlereditionen ein Panorama außergewöhnlicher Geschenke an, Kunsttauchkurse für Kinder an allen Adventssamstagen, Kurzführungen und Wunschpunsch an den Adventssonntagen, einen Knusperhäuschen-Workshop und eine skurrile Weihnachtsbastelaktion mit Frau Holle für Besucher von 8 bis 88 Jahren.

presse@kunstverein-hannover.de