13.08.2013 08:00 Freiheitsbewegungen

Ausstellung in Hamburg: Kairo - Neue Bilder einer andauernden Revolution

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Geschichte wird erzählt von ägyptischen Künstlerinnen und Fotografen, Aktivistinnen und Kuratoren, die ihrer Sicht auf das Geschehen Ausdruck verleihen; Abb: Protestmarsch von Frauen zum Pressesyndikat, Kairo, 20.12.2011, Foto: Ali Hazza

Von: GFDK - MKG Hamburg

Die Ausstellung „Kairo. Neue Bilder einer andauernden Revolution“, die ab dem 16. August im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) zu sehen ist, handelt vom politischen und sozialen Erwachen einer Generation, die mit dem Beginn der Massenproteste am 25. Januar 2011 auf dem Kairoer Tahrir-Platz für die Weltöffentlichkeit sichtbar wird und bis heute andauert.

Ausstellung in Hamburg

Diese Geschichte wird vor allem erzählt von ägyptischen Künstlerinnen und Fotografen, Aktivistinnen und Kuratoren, die ihrer Sicht auf das Geschehen Ausdruck verleihen. Die einzelnen Kapitel und Stationen sind von namhaften Persönlichkeiten der Kairoer Kunstszene kuratiert, darunter die Künstlerinnen Lara Baladi und Heba Farid, die Fotografen Thomas Hartwell und Tarek Hefny, die Künstlerin und Aktivistin Jasmina Metwaly, der Filmemacher Philip Rizk und die Journalisten Rowan El Shimi und Alex Nunns.

Bildende Kunst

Gleichzeitig fragt das Projekt nach der Rolle der Bilder und der digitalen Netzwerke, die teilweise dazu dienten den Aufstand zu initiieren, aufzuzeichnen und in die Welt zu tragen, und dokumentiert damit ein neues Kapitel in der Geschichte der Bilder. Zu sehen sind Arbeiten von 38 Künstlerinnen und Künstlern, darunter klassische fotojournalistische Arbeiten professioneller Fotografen, bildjourna-listische  Berichte der ägyptischen Tageszeitung El Shorouk, Fotos und Videos von Amateuren, Künstlerarbeiten und eine Wand mit Twitter-Nachrichten und Zeitungsausschnitten.

Freunde der Kunst

Wie die jüngsten Freiheitsbewegungen in der arabischen Welt selbst ist die Ausstellung ein experimentelles, sich stets erneuerndes Ausstellungsprojekt. Es repräsentiert keinen abgeschlossenen Vorgang, sondern erhebt vielmehr das Offene des politischen Prozesses zum formalen Prinzip, reflektiert aktuelle politische Veränderungen und bezieht neue Arbeiten mit ein. So sind im (MKG) auch Arbeiten nach dem Sturz des Präsidenten Mohamed Mursi zu sehen.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Künstlern, Aktivisten, Fotografen und Kuratoren der Kairoer Kunstszene entwickelt. Eine Ausstellung des Museum für Photographie Braunschweig und des Museum Folkwang. Sie wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und enstand in Kooperation mit dem Goethe Institut.

presse(at)mkg-hamburg.de