11.01.2013 08:02 Eröffnung am 25.1.2013

Ausstellung in Hamburg: Giacometti. Die Spielfelder - zeigt das kaum bekannte surrealistische Frühwerk des Ausnahmekünstlers, bis zum 19.5.2013

Ausstellung in Hamburg: Giacometti. Die Spielfelder - zeigt das kaum bekannte surrealistische Frühwerk des Ausnahmekünstlers, bis zum 19.5.2013

Jacques-André Boiffard: Alberto Giacometti, 1931, © Jacques-André Boiffard / Sammlung der Fotostiftung Schweiz, Winterthur, © Alberto Giacometti Estate (Fondation Alberto et Annette Giacometti, Paris) 2012

Von: GFDK - Hamburger Kunsthalle

Giacometti. Die Spielfelder zeigt erstmals, wie wegweisend das kaum bekannte surrealistische Frühwerk des Ausnahmekünstlers für sein Œuvre ist: In der neuartigen horizontalen Ausrichtung der fragilen Unikate entwickelt Giacometti die Idee der „Skulptur als Platz". Werk und Sockel, Präsentiertes und Präsentationsform fallen ineinander. Entscheidend wird die Positionierung der einzelnen, geheimnisvoll auf Eros, Tod und Erinnerung anspielenden Elemente – wie auf einer Spielfläche.

Die groß angelegte Schau umfasst rund 120 Werke aus 40 Jahren legt offen, dass die „Spielbrettskulpturen" als Modelle auf riesige Platzgestaltungen verweisen, in die der Künstler auch den Besucher einbezog. Giacometti selbst umgab sich über Jahrzehnte mit vergrößerten „Spielelementen" in seinem winzigen Atelier. Dieser zu recht zum Mythos gewordene Arbeitsraum wird in seiner räumlichen Gedrängtheit und zugleich ideelen Bedeutung in der Ausstellung erstmals erlebbar. Seine berühmten Sammelskulpturen der Nachkriegszeit zeigen, wie weitgehend er die Idee der Plätze in der nun typisch überlängten Formensprache immer wieder aufnimmt.

Überlebensgroße Skulpturen, die Giacometti 1960 für den Vorplatz einer Bank in Manhattan entwarf, bilden schließlich im Œuvre wie in der Ausstellung den Höhepunkt der Suche nach einer idealen Platzgestaltung zwischen Kunst und Leben. Eine Vielzahl bisher selten gereister Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Photos aus internationalen Museen sowie unbekannteren Privatsammlungen offenbart die Spannweite und die Bedeutung von Giacomettis Kunst bis heute.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher wissenschaftlicher Katalog auf Deutsch, Englisch und Spanisch, der in den Museumsshops, unter www.freunde-der-kunsthalle.de und im Buchhandel erhältlich sein wird.

Kuratorin: Dr. Annabelle Görgen-Lammers

Kontakt

Mira Forte

Hamburger Kunsthalle

presse@hamburger-kunsthalle.de