19.11.2013 07:00 experimentelle Auffassung

Ausstellung in Hamburg: Gego - Line as Object in der Galerie der Gegenwart

gego line as objekt ausstellung in hamburg

Die Ausstellung umfasst ca. 120 Skulpturen und Zeichnungen aus allen Werkphasen der Künstlerin; © Fundación Gego

gego ausstellung in der galerie der gegenwartgego zeichnung skulptur Gertrud Goldschmidt
Von: GFDK - Hamburger Kunsthalle

Gertrud Goldschmidt (Hamburg, 1912 – Caracas, 1994) genannt ‚Gego', zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen Südamerikas. In Hamburg geboren und aufgewachsen, studierte sie in Stuttgart Architektur, bevor sie wegen ihrer jüdischen Abstammung 1939 nach Venezuela emigrieren musste. Dort begann Gego als freie Künstlerin zu arbeiten und zu lehren.

Ausstellung in Hamburg

Mit ihren filigranen, rhizom-artig angelegten Objekten aus Draht und Metall stellte Gego ein Verständnis von Skulptur in Frage, das traditionell über Masse und Volumen definiert wird. Das Bestreben der Künstlerin nach Transparenz und Leichtigkeit kommt auch in ihren zahlreichen Arbeiten auf Papier zum Ausdruck, bei denen sie die Linie als Objekt einsetzte.

Gego Line as Objekt

Ihre revolutionäre und zugleich experimentelle Auffassung von Skulptur und Zeichnung im Raum wurde in Südamerika wegweisend für eine junge Generation von Künstlern und hat die zeitgenössische Kunst weit über Venezuela hinaus geprägt. In Europa hingegen ist Gegos Werk bislang wenig bekannt. Die Ausstellung umfasst ca. 120 Skulpturen und Zeichnungen aus allen Werkphasen der Künstlerin und bietet damit eine seltene und in Deutschland erstmalige Gelegenheit, das einzigartige Werk Gegos in dieser Fülle zu erleben.

Galerie der Gegenwart in Hamburg

Zeitgleich zur Ausstellung Gego ist im 3. Obergeschoss der Galerie der Gegenwart die Ausstellung Eva Hesse. One More than One zu sehen. Mit den beiden Ausstellungen werden erstmals zwei international hochkarätige Künstlerinnen und gebürtige Hamburgerinnen im Dialog vorgestellt. So gelten Gego und Eva Hesse (Hamburg, 1936 – New York, 1970) auf je eigene Weise als Pionierinnen für Rauminstallationen und die Verwendung ungewöhnlicher Materialien im Kunstkontext.

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