06.04.2013 09:07 mythische, visionäre, religiöse und erotische Sujets

Ausstellung in Hamburg: Die Wiener Schule des Phantastischen Realismus in der Fabrik der Künste vom 27.04. bis 15.05.2013

Ausstellung in Hamburg: Die Wiener Schule des Phantastischen Realismus

Quelle: Fabrik der Künste

Von: GFDK - Katharina Hecker - 7 Bilder

Die Fabrik der Künste freut sich vom 27.04. – 15.05.2013 eine umfangreiche Ausstellung mit den fünf Gründern der Wiener Schule des Phantastischen Realismus präsentieren zu können: Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden.

Der unverwechselbare und international bekannte Stil der Wiener Phantasten zeichnet sich besonders durch die altmeisterliche Technik aus, mit der Sie vor allem  mythische, visionäre, religiöse und erotische Sujets figurativ darstellen. Von der zur Gründungszeit der Wiener Schule vorherrschenden Abstraktion distanzieren sich die Phantasten bewusst, zugunsten der gegenständlichen Darstellung phantastischer Themen. Dabei entwickelte jeder der Künstler einen eigenen individuellen und markanten Stil. Da sowohl frühe als auch aktuelle Arbeiten zu sehen sein werden, vermittelt die Ausstellung einen Eindruck der unterschiedlichen Entwicklungen, die die fünf Phantasten seit der Begründung der Wiener Schule - zum Teil bis heute - durchlaufen.

 

Die Wiener Schule Phantastischen Realismus kennzeichnet eine in den 1950er und 1960er Jahren in Wien wirkende Künstlergruppe, die durch ihren figurativen, surreal-manirierten Stil verbunden sind.  Dabei teilt die Gruppe vor allem die akribische Präzision, die ihnen erlaubt, ihre Ideen, Phantasien und Philosophien fein und überzeugend zu malen.  


Die Kerngruppe der Wiener Schule bilden die Maler Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden, deren Werke in der Ausstellung zu sehen sein werden. Als Gründungsvater der Bewegung und Lehrer kann der an der Akademie der bildenden Künste in Wien tätig gewesene Schriftsteller und Maler Albert Paris Gütersloh, bezeichnet werden. Er war Präsident der österreichischen Sektion des „Art-Club“, dem auch der  einflussreiche Surrealist Edgar Jené angehörte.    In einer an den Alten Meistern geschulten Technik, von den niederländischen Phantasten des 15. und 16. Jahrhunderts beeinflusst (z. B. Bruegel und Bosch), setzen die Maler der Wiener Schule surreale Sujets um, die oft von Traumvisionen, Mythen, apokalyptischen Inhalten oder okkulten Lehren beeinflusst sind. Die vorherrschende abstrakte Kunst lehnen sie ab.  


Ab der ersten gemeinsamen Ausstellung im Wiener Belvedere 1959 und weiteren Ausstellungen im Ausland erzielte die Wiener Schule des Phantastischen Realismus ihren Durchbruch zu internationaler Bedeutung.


Fabrik der Künste

Katharina Hecker

Kreuzbrook 10/12

20537 Hamburg

fabrikderkuenste@gmx.de

www.fabrikderkuenste.de