22.05.2012 08:25 liebt dramatische Inszenierungen des weiblichen Körpers

Ausstellung in Graz: Marc Lagrange - „Schönheit überdimensional“ bis 30.6.2012

(c) atelierjungwirth.com / Marc Lagrange

Von: Birgit Enge - 4 Bilder

1957 in Kinshasa im Kongo geboren, wendet sich Marc Lagrange zuerst dem Ingenieurwesen zu. Erst relativ spät entdeckt er die Fotografie für sich und beginnt in der Mode- und Magazinwelt Fuß zu fassen.

Bald wird er in der – stets nach Etiketten suchenden – Branche mit dem großen Helmut Newton und mit Peter Lindbergh verglichen. Kein Wunder, auch Lagrange liebt dramatische Inszenierungen des weiblichen Körpers, vorzugsweise spärlich bis gar nicht bekleidet.

Die Bilder sind oft in Schwarzweiß-Tönen gehalten, zuweilen verlassen sie sich ganz auf die Schönheit der Modelle. Schon im nächsten Moment, sprich beim nächsten Foto, interpretiert Lagrange die Rolle des Fotografen allerdings gänzlich anders und baut ein Setting auf, das an die Welt des Kinos erinnert.

Kein Wunder, dass der in Antwerpen lebende Belgier nicht nur wunderschöne Bildbände veröffentlicht hat, sondern auch zunehmend mit dem Medium Video arbeitet. In Sachen Fotografie bevorzugt Langrange seit den 1990er Jahren Polaroid-Bilder und großformatige Analog-Aufnahmen.

Kenner werden an den Arbeiten von Marc Lagrange auch Reverenzen an seine Geburtsstadt wiederfinden. Nicht nur, dass immer wieder dunkelhäutige Models im Mittelpunkt stehen, auch die Inszenierung erinnert zuweilen an traditionelle starke Frauenrollen in den afrikanischen Gesellschaften.

Übrigens: Auch wenn Lagrange oft sehr viel Haut zeigt, geht er dabei stets sensibel vor und überschreitet nie die letzte Grenze der Intimität.

Mittlerweile konstatieren Fotoexperten einen deutlich eigenen Stil, der sich von den erwähnten Altmeistern klar abhebt. Das erklärt wohl auch den immer größeren Erfolg von Ausstellungen, die sich seinen Fotografien widmen. „Die Umgebung und die Schönheit der Frauen motivieren mich jeden Tag“, sagt Marc Lagrange.

Daher ist nicht damit zu rechnen, dass die immer größere Popularität des Belgiers in absehbarer Zeit den Zenit überschreitet. Große Präsentationen in Belgien, den Niederlanden und Frankreich haben zuletzt auch international für Aufsehen gesorgt.

Nicht nur die Bilder von Marc Lagrange werden die Besucher fesseln, auch der Ort des Geschehens spielt eine entscheidende Rolle. Die Halle 8 in der Waagner Biro Straße wird nach dieser Großausstellung unwiderruflich dem Erdboden gleich gemacht. Insgesamt stehen für diese letzte Präsentation sensationelle 3.200 m2 zur Verfügung.

Weitere Informationen und Bilder finden Sie unter www.lagrange.be

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Birgit Enge

Atelier Jungwirth, Opernring 12, A-8010 Graz. l.

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