17.09.2013 07:00 Ev. Diakoniekrankenhaus

Ausstellung in Freiburg: „Phantasie und Topographie“- Malerei und Zeichnung von Ludwig Quaas

Malerei und Zeichnung von Ludwig Quaas neue ausstellung in freibrug

Kunst und Malerei hat in seinem Leben immer eine große Rolle gespielt; (c) Ludwig Quaas, Zartes Glück, 2013, 30x40 cm, Mischtechnik

Von: GFDK - Friederike Zimmermann

Ludwig Quaas – sein Name ist im Evangelischen Diakoniekrankenhaus untrennbar mit der Gynäkologie und Geburtshilfe verbunden. Dennoch hat die Kunst und Malerei in seinem Leben immer eine große Rolle gespielt. Allein, es fehlte die Zeit.

Ausstellung in Freibrug
 
Dies hat sich im Jahr 2010 und mit der Beendigung seiner Position als Chefarzt im Evangelischen Diakoniekrankenhaus grundlegend geändert. Bereits im vergangenen Jahr trat Ludwig Quaas in einer ersten Ausstellung an die Öffentlichkeit. „Auf-Bruch und Veränderung“ lautete der Titel dieser Ausstellung, in der Quaas Fotografien seiner Frau Almut übermalte.

Bildende Kunst
 
Seine neue Ausstellung „Phantasie und Topographie“ in den Räumen des Evangelischen Diakoniekrankenhauses zeigt, dass dieser Titel für ihn Programm wurde. Während noch vor einem Jahr das bereits bildnerisch Vorhandene den Motor für seine künstlerischen Eingriffe bildete, übermalt der Künstler inzwischen keine Aufnahmen mehr. Vielmehr wandte er sich einem künstlerischen Verfahren zu, das durchaus ähnliche Strukturen zu erzeugen imstande ist. Sein Vorgehen ist dabei von einer großen Experimentierfreude geprägt. Ludwig Quaas arbeitet mit Eisensand und Eisenpigmenten, er drückt Schwämme auf und kratzt ins Bild hinein.

Freunde der Kunst
 
Das Arbeiten in Serie ist dem Künstler wichtig. „Topographie“, „Griechenland brennt“, „Phantasie“ lauten die Titel der ausgestellten Bildgruppen, die tief Empfundenes nach außen – auf Papier und Leinwand bringen. Immer wieder finden sich zarte Anklänge an Landschaftliches, etwa an den Himmel und das Meer Griechenlands, doch nie wird dies zum dominierenden Element. Einerseits sucht der Künstler die volle Freiheit der Form, andererseits prägt der Zusammenklang von gezeichnetem Linienspiel und kraftvoller Malerei seine Gestaltungen.

Dabei mögen sich Assoziationen an Netzstrukturen oder an Gewebeschnitte unter dem Mikroskop, an Zellen und Neuronen einstellen. In jedem Fall bestechen diese Kompositionen durch ihre lyrische Feinheit von Linie und Farbe, und so finden sich Bilder von großer materieller Dichte, die das Eruptive elementarer Prozesse zum Ausdruck bringen.


Vernissage: Mittwoch, 23. Oktober 2013, 19 Uhr 
Begrüßung: Michael Decker. Kfm. Direktor 
Einführung: Dr. Antje Lechleiter

Ausstellungsdauer: 24. Oktober 2013 bis 15. April 2014 
Besichtigung während der üblichen Besuchszeiten möglich.


fri.zi@t-online.de