02.09.2013 08:00 neue Arbeiten

Ausstellung in Düsseldorf: STEFAN SEHLER - seine Bilder sind keine Fotografien

STEFAN SEHLER neue ausstellung in cosar hmt

Großformatig, Diasec, gerahmt, präsentieren sich monochrome Flächen; Bild 1: Courtesy COSAR HMT

STEFAN SEHLER ausstellung duessledorf

Bild 2/3/4: Fotografie: Nick Ash, Berlin

STEFAN SEHLER maler werk duessledorf

STEFAN SEHLER ausstellug
Von: GFDK - COSAR HMT

Stefan Sehler zeigt in seiner aktuellen Ausstellung neue Arbeiten, die die Grenzen des Mediums Malerei auf paradoxe Art überschreiten. In ihrer Anschauung sind Stefan Sehlers Bilder auf den ersten Blick der Fotografie zugehörig. Ihre Rezeption scheint nahezu deckungsgleich mit den gelernten Codes der jüngeren Fotografiegeschichte.

Ausstellung in Düsseldorf

Großformatig, Diasec, gerahmt, präsentieren sich monochrome Flächen, die motivisch mit ihren zerklüfteten Oberflächen und Kratern unmittelbar Analogien zu alten Schwarzweißfotografien des Mondes aus Nasa-Archiven herstellen.

Bildende Kunst

Doch Stefan Sehler ist Maler und seine Bilder keine Fotografien, sein Werk dreht sich zentral um den Begriff der Oberfläche, doch zielt dieser in erster Linie auf die medialen Unterschiede von Malerei und Fotografie und nicht auf die mimetische Nachahmung  extraterrestischer Landschaftsreliefs.
Malerei besitzt haptische Oberfläche und künstlerische Spur, Fotografien sind glatte Oberflächen virtueller Information.

Freunde der Kunst

Stefan Sehler malt seine Bilder hinter Glas und verweigert der Malerei damit eben dieses konstituierende Merkmal. Er legt einen Filter zwischen Malerei und Betrachter und entzieht sie somit dem tastenden Auge.

Stefan Sehler malt abstrakt, doch in ihrer Rezeption werden seine Bilder doppelt gegenständlich wahrgenommen. Zum einen imitieren sie das Foto und auf der zweiten Ebene sehen wir Landschaftsoberflächen, wo Farbe rein autonomes Zeichen ist. Somit spielt der Künstler mit unseren gelernten Sehkonventionen und indem er diese immer wieder durch seine Bildstrategien unterläuft definiert er das Medium Malerei eben über dessen scheinbare Verleugnung.

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