05.04.2015 07:00 neue Impulse

Ausstellung in Bonn: Karl Lagerfeld. Modemethode - zählt zu den weltweit renommiertesten Modedesignern und gilt als Ikone des Zeitgeists

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Seine Entwürfe sind profiliert und eigen, atmen aber gleichsam den Geist der Zeit; Bild 1/2/3/4: © 2015 Karl Lagerfeld

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Bild 5: © Chloé archive

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Bild 6: Courtesy Fendi Archives

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Von: GFDK - Bundeskunsthalle

Karl Lagerfeld zählt zu den weltweit renommiertesten Modedesignern und gilt als Ikone des Zeitgeists.

Ausstellung in Bonn

Mit der Ausstellung Karl Lagerfeld. Modemethode beleuchtet die Bundeskunsthalle erstmals und umfassend mit mehr als 120 Looks den Modekosmos des Ausnahmedesigners und erzählt auf diese Weise ein Kapitel der Modegeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. „ Karl Lagerfeld prägt die Modewelt bereits seit über 60 Jahren und ist dabei so aktuell wie kein Zweiter.  Seine Entwürfe sind profiliert und eigen, atmen aber gleichsam den Geist der Zeit und lassen – je nach Modehaus und Kollektion – einen klaren Stil erkennen,“ so Rein Wolfs, Kurator der Ausstellung.

Karl Lagerfeld ist dafür bekannt, klassische Formen zeitgemäß zu erneuern und der Mode neue Impulse zu geben. Über eine Zeitspanne von nunmehr 60 Jahren –  von 1955 bis heute –  zeugen seine Kreationen für Modehäuser wie Chloé, Fendi, Karl Lagerfeld oder Chanel von einem außergewöhnlichen Gespür für das Lebensgefühl und die Strömungen der jeweiligen Zeit, sowohl in der Haute Couture als auch beim Prêt-à-porter. Als künstlerischer Direktor und Chefdesigner von Chanel seit 1983 gilt er unter Experten als einzig legitimer Nachfolger der Gründerin und Modelegende Coco Chanel. Für das  italienische Modehaus Fendi entwirft Karl Lagerfeld bereits seit 1965 regelmäßig zwei, neuerdings vier Kollektionen pro Jahr, ohne von der Firma Karl Lagerfeld zu sprechen.

Als Genie der Mode gilt Karl Lagerfeld nicht nur, weil er Klassiker wie das Chanel-Kostüm durch unkonventionelles Design stetig erneuert und sich seit Jahrzehnten als Gestalter fortwährend neu erfindet. Neben der Haute Couture wandte sich Karl Lagerfeld bereits früh und sehr bewusst dem jüngeren Prêt-à-porter zu. Dort sah er in den frühen 1960er Jahren die eigentliche Zukunft der Mode, die tragbarer werden sollte. Neben seinen Entwürfen für Kleider und Kostüme kreiert der Designer außerdem Accessoires aller Art, die er auf seine Kollektionen abstimmt. Auch was Vertrieb und Vermarktung betrifft, steht Karl Lagerfeld für mutige Ideen und einen Paradigmenwechsel innerhalb des Modebetriebs: Neben seiner Tätigkeit für die Luxuslabels arbeitet er bereits seit den 1990er Jahren mit Firmen zusammen, die erschwingliche Serienware produzieren. 2004 ist er der erste namhafte Designer, der für das schwedische Textilunternehmen H&M eine exklusive Linie entwirft – ein Erfolgskonzept, das die Firma daraufhin mit Modeschöpfern wie Stella McCartney, Comme des Garçons oder Versace fortsetzt.

Freunde der Kunst

Die „Modemethode“, das Prinzip von Karl Lagerfeld, ist eine Gesamtkonzeption: Von den ersten Entwurfsskizzen bis zum fertigen Kleidungsstück,  von den Accessoires über die Architekturkulisse und Musik der Modenschau bis zu den Fotos und dem Grafik-Design für Presse, Werbung, Katalog und Schaufensterdekoration entstammt jedes Detail dem Kopf und der Hand des Designers selbst.

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