17.04.2014 09:00 Bundeskunsthalle

Ausstellung in Bonn: Abenteuer Orient Max von Oppenheim und seine Entdeckung des Tell Halaf

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Eine prachtvolle Auswahl der Sammlungsstücke wird in Bonn zum ersten Mal gemeinsam mit Oppenheims archäologischer Entdeckung präsentiert; Bild 1: © Max Freiherr von Oppenheim-Stiftung im Orientalischen Seminar, Universität zu Köln

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Bild 2/3/4/5: © Max Freiherr von Oppenheim-Stiftung im Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln

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Von: GFDK - Bundeskunsthalle

1899 entdeckte der Kölner Bankierssohn, Diplomat und Forschungsreisende Max Freiherr von Oppenheim (1860–1946) auf dem Tell Halaf einen aramäischen Fürstensitz aus dem frühen 1. Jahrtausend v. Chr., Damit rückte er zum ersten Mal das Habur-Gebiet an der heutigen syrisch-türkischen Grenze in den Blickpunkt der archäologischen Forschung.

Ausstellung in Bonn 

Der zentrale Bereich der Ausstellung lässt die lang vergangene Welt der Aramäer wiederauferstehen und präsentiert herausragende archäologische Funde, die bereits 2011 in Berlin Furore gemacht haben. Monumentale steinerne Bildwerke, fantastische Reliefs und kostbare Grabbeigaben belegen den Reichtum des Palasts vom Tell Halaf und anderer aramäischer Fürstensitze.

In der Ausstellung wird zum ersten Mal die berühmte Eingangsfassade des West-Palasts mit den originalen Bildwerken nachgestellt, ergänzt durch eine virtuelle Rekonstruktion des gesamten antiken Siedlungshügels. Eine Nachbildung von Oppenheims ikonischer Fassadenrekonstruktion aus den 1930er-Jahren ziert heute den Eingang des Nationalmuseums im syrischen Aleppo.

Freunde der Kunst

Leitfaden der Ausstellung ist Max von Oppenheims Biografie und seine lebenslange Liebe zum Orient. Sie spricht aus jedem einzelnen der luxuriösen orientalischen Gewänder und Accessoires, die Oppenheim privat gesammelt hat. Eine prachtvolle Auswahl dieser Sammlungsstücke wird in Bonn zum ersten Mal gemeinsam mit Oppenheims archäologischer Entdeckung präsentiert. Die Funde vom Tell Halaf, die in einer Berliner Bombennacht des Jahres 1943 zerstört und rund 60 Jahre später auf spektakuläre Weise restauriert werden konnten, erzählen nicht nur von einer 3000 Jahre alten Kultur, sondern sind auch zu einem bewegenden Zeugnis deutscher Zeitgeschichte geworden.

30. April bis 10. August 2014

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