02.12.2014 07:00 »metro / -skopien«

Ausstellung in Bielefeld: Katrin Kamrau und Jeronimo Voss - GWK-Förderpreis Kunst 2014

Jeronimo Voss ausstellung

Katrin Kamrau und Jeronimo Voss erhalten in diesem Jahr die GWK-Förderpreise für Kunst der Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit; Bild 1/2: (c) Katrin Kamrau

katrin kamrau ausstellung

Bild 3/4: (c) Jeronimo Voss

ausstellung bielefeldbielefelder kunstverein
Von: GFDK - Bielefelder Kunstverein

Katrin Kamrau und Jeronimo Voss erhalten in diesem Jahr die GWK-Förderpreise für Kunst der Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit.

Ausstellung in Bielefeld

Der Bielefelder Kunstverein präsentiert den GWK-Förderpreis erstmalig in einer Ausstellung. Die GWK – Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit fördert neben Musik und Literatur auch herausragende junge Künstlerinnen und Künstler aus Westfalen-Lippe jährlich mit zwei Förderpreisen in der Sparte Bildende Kunst.

Katrin Kamrau und Jeronimo Voss verbindet eine Auseinandersetzung sowohl mit der gesellschaftlichen und historischen Rolle des Bildes als auch mit den technischen und soziopolitischen Bedingungen dessen Reproduktion. Vor dem Hintergrund des wechselseitigen Interesses für das jeweils andere Werk haben die beiden PreisträgerInnen Katrin Kamrau und Jeronimo Voss unter dem Titel »metro / -skopien« eine gemeinsame Präsentation für den Bielefelder Kunstverein entwickelt, in der sie aktuelle Arbeiten und Neuproduktionen in einen direkten Dialog zueinander setzen.

Katrin Kamrau beschäftigt sich mit Bildfindungs- und Wahrnehmungsprozessen in Bezug auf das Medium Fotografie. Neben grundlegenden Fragen an das technische Bild, interessiert sich die Künstlerin für die aktuelle wie historische Verwendung von optischen Bildern innerhalb unserer Gesellschaft. Ihren Blick richtet sie insbesondere auf soziale Interaktionen, Machtstrukturen, Rollenzuschreibungen und Beziehungsgeflechte, die rund um die gedruckte Abbildung bestehen. Kamraus künstlerische Praxis, in gewissem Sinne eine visuelle Auseinandersetzung über die Fotografie, entsteht im Aufeinandertreffen von kamerabasierten Bildern und ihrer Transformation in den Ausstellungsraum.

Jeronimo Voss interessiert sich für die erzählerischen Qualitäten von Projektionsapparaturen. In vielen seiner Arbeiten greift der Künstler auf technisch formale Prinzipien der Phantasmagorie zurück. Unter Verwendung restaurierter Glasbilder der historischen Laterna Magica sowie digital bearbeiteten Bildern schafft er zeitgenössische Filminstallationen und Fotocollagen. Voss verknüpft mit den Mitteln der Montage historische Weltanschauungen, politische Theorien und Beobachtungen der Stadtentwicklung. Auf diese Weise entstehen ebenso gesellschaftskritische wie poetische Werke, die den sozialen mit dem gebauten Raum, Vorstellungen eines unendlichen Raums mit Bildern des Kosmos sowie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinanderfügen.

Freunde der Kunst

Über die Vergabe der Kunstpreise entschied in diesem Jahr die Fachjury bestehend aus Sandra Dichtl (Dortmunder Kunstverein), Ben Kaufmann (Neuer Aachener Kunstverein) und Thomas Thiel (Bielefelder Kunstverein).

kontakt@bielefelder-kunstverein.de