02.12.2013 08:00 Galerie SCHMALFUSS

Ausstellung in Berlin: What is a Man - Menschen und Hüllen - Malerei und Skulpturen

Albert Maria Puempel ausstellung berlin

Das Fragment trägt den Zauber des Ganzen in sich, ohne sogleich alles zu erzählen; Bild 1: (c) Albert Maria Pümpel

Eckhard Kremers galerie schmalfuss

Bild 2: (c) Eckhard Kremers

Heather Betts ausstellung berlin

Bild 3: (c) Heather Betts

Oliver Czarnetta ausstellung galerie schmalfuss

Bild 4: (c) Oliver Czarnetta

Von: GFDK - Galerie Schmalfuss

„Welch ein Meisterstück ist der Mensch! wie edel durch Vernunft! wie unbegrenzt in seinen Fähigkeiten! in Gestalt und Bewegung, wie ausdrucksvoll und wunderwürdig! in seiner Haltung, wie ähnlich einem Engel! im Denken, wie ähnlich einem Gott! die Zierde der Welt! das Muster aller lebenden Geschöpfe! Und doch, was ist mir diese Quintessenz des Staubes? Ich habe keine Lust am Manne, nein, und auch am Weibe nicht.“ William Shakespeare aus Hamlet II

Ausstellung in Berlin

Vier Künstler, zwei Bildhauer und zwei Maler realisieren Werke, die das Fragmentarische als Metapher verwendet um Wesentliches hervorzuholen. Ihre Arbeiten lenken den Blick vom rein Äußerlichen, von der Hülle auf das Inliegende - die Tiefe der menschlichen Seele und auf das Verborgene im Werk. Das Fragment trägt den Zauber des Ganzen in sich, ohne sogleich alles zu erzählen.

Albert Maria Pümpel (Malerei)

Die expressiven Bilder des ehemaligen Meisterschülers von Gotthard Graubner führen hin zur Grundlage menschlicher Existenz. Die figurative Auflösung und gleichzeitig extensive Hinwendung zur vielfältig variierten Farbe und prallem Kontrast lenken das Auge des Betrachters von der Innenform der Figur hin zu ihrem Innenleben. „Malerisch beherrscht er sein Handwerk wie wenige: ein Zauberer der Malerei, ein Meister der Farbe ...“ Dr. Harald Frisch.

Heather Betts (Malerei)

Die australische Malerin Heather Betts zeigt nach ihrer Rückkehr nach Berlin erstmals neue Gemälde zum Thema Hamlet. Immer wieder inspiriert durch Literatur, Philosophie und Musik, insbesondere Oper, schafft sie eine Bühne für ihre figürlich expressionistischen Werke. Die Farben sind oft primär und packend, die Gesten in Öl auf Leinwand impulsiv, die Linie aber poetisch. Eine sinnlich emotionelle Reaktion auf die Inspirationsquelle, Shakespeare.

Eckhard Kremers (Skulptur)

Für den Bildhauer und Maler Eckhard Kremers steht das konkrete Element als Stellvertreter für Erfahrung, Thema und Reflektion. Seine Kleiderskultpuren treten an die Stelle der menschlichen Existenz. Sie stehen niemals nur für sich, sondern verweisen immer auf die menschliche Figur, um die Kremers Oeuvre kreist. Den lebens- und überlebensgroßen Frauenkleidern aus Bronze und Papier sowie den Bronzeköpfen aus der Serie „vom Vergessen“ haben den Menschen in seiner Verletzlichkeit als Mittelpunkt.

Oliver Czarnetta (Skulptur)

Der deutsche Bildhauer und Philosoph Oliver Czarnetta beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Motiven der Häuser und Köpfe. Er schuf zahlreiche Köpfe aus verschiedenen Materialien, zuletzt aus durchsichtigem Harz, deren Inneres immer auch eine Aussage über den Geist des Menschen enthält. Czarnetta verbindet die Dialektik des von Innen und Außen mit seiner Vorstellung der menschlichen Beschaffenheit. Die Köpfe, inwendig durch Schrift und Objekte gestaltet, gewähren in ihrer Transparenz Durchblicke.

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