15.06.2013 09:00 vielschichtige Bildfragmente

Ausstellung in Berlin: Valentin Magaros Kunstwerke erinnern an virtuelle Computerwelten

Raumgebilde werden in Valentin Magaros Malereien zu neuen Kompositionen zusammengefügt

Mit dem akribischen Strich eines wissenschaftlichen Zeichners und Vorliebe für kühle Neon; Fotos courtesy Valentin Magaro

Valentin Magaro BerlinAusstellung Valentin MagaroWerkzyklus Berlin von Valentin Magaro
Von: GFDK - Pavillon am Milchhof - 4 Bilder

Mit dem akribischen Strich eines wissenschaftlichen Zeichners und Vorliebe für kühle Neon- und Bildschirmfarben malt Valentin Magaro gegenständliche Bilder in Acryl, die in ihrer synthetischen Künstlichkeit an die Ästhetik der virtuellen Computerwelt erinnern. Seine Bilder bestehen aus vielen – teils selbst schon vielschichtigen – Bildfragmenten, die in einem langen Überlegungsprozeß zu homogenen Bildwelten zusammenwachsen.

Es gelingt ihm, im tradierten Medium der Malerei, die Sehnsüchte und Ausflüchte seiner Generation in einer zeitgemäßen, unserer technisch-konstruierenden Sehweise entsprechenden Formensprache auszudrücken.

Ausstellung in Berlin

Dabei ist Raum wichtig für Magaro – das Atelier als Innenraum, als Außenraum die Stadt, der Denkraum im Kopf. Verschiedene Raumgebilde werden in seinen Malereien zu neuen Kompositionen zusammengefügt. Die Linien und Flächen seiner Zeichnungen und Gemälde sind so präzise und perfekt platziert wie die eines Renaissancekünstlers, der mit malerischen Mitteln ein illusionistisches Loch in eine Wand reißt... sie ...beschreiben unheimliche Volumina mechanischer Perspektiven, die zu Universen gehören, die außerhalb unserer vertrauten Vorstellungen liegen und uns vor neue Herausforderungen der Wahrnehmung stellen. Der Schweizer Maler und Zeichner ist dabei kein Konzeptkünstler – seine Ideen entstehen immer direkt beim Arbeiten.

Bildende Kunst

Im Herbst 2012 war Magaro auf Einladung des Art Kapital Verlags für zwei Monate Gast in der artist-in- residency der Ateliergemeinschaft Milchhof.

Er kam bewußt ohne inhaltliche Ideen in die Metropole, um hier neue Inspirationen für seine Bilderwelt zu finden. Auf langen Spaziergängen versuchte er, die Atmosphäre der neuen Umgebung einzuatmen und den fremden pulsierenden Rhythmus der Stadt aufzunehmen.

Freunde der Kunst

Während seines Aufenthalts entstanden 60 Zeichnungen in verschiedenen Techniken, meist im Format A3, die Fiktionalität und Perfektionismus im Detail verbinden und die nun – über den Zwischenschritt mehrerer zeichnerische Kompositionsentwürfe im Format A2 – in großformatige, komplexe Malereien umgesetzt wurden und vom 21. Juni bis zum 09. Juli 2013 im Pavillon am Milchhof erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Ateliergemeinschaft Milchhof e.V.
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