20.02.2012 07:04 „Übersetzung“ als Modell und als Metapher

Ausstellung in Berlin: Found in Translation ist die dritte Ausstellung im Rahmen der „Deutsche Bank Series at the Guggenheim“ bis 9.4.2012

Patty Chang, The Product Love, 2009

Von: Deutsche Guggenheim

Die Übersetzung in unserer globalisierten Welt, in der politische, ökonomische und soziale Fragen über nationale Grenzen hinweg miteinander verflochten sind, zu einem elementaren Werkzeug geworden. Übersetzungen sind korrekte Übertragungen in eine andere Sprache, sie prägen darüber hinaus auch unser Verständnis der Wirklichkeit.
Der Begriff der „Übersetzung“ als Modell und als Metapher ist der Ausgangspunkt für die Ausstellung Found in Translation. Präsentiert werden zeitgenössische Arbeiten, die sich mit geschriebenen oder gesprochenen Texten beschäftigen, in denen kulturelle Unterschiede aufscheinen. Mit ihren Videos, Installationen, Fotografien und anderen Medien zielen die Künstler dieser Ausstellung auf die Schnittstellen von Sprache, Politik, Geschichte und Imagination. Mit ihren Beiträgen liefern sie einen kritischen Kommentar zur Vergangenheit und eröffnen zugleich eine reiche Ideenwelt für die Gegenwart.

Die Schau zeigt elf Werke von elf Künstlern, „die Übersetzungen als Modell und Metapher für kritische Kommentare über die Vergangenheit und zur Schaffung phantasievoller Möglichkeiten für die Gegenwart betrachten”.

Die Werke der Ausstellung stammen aus privaten Leihgaben sowie der umfangreichen Sammlung an Videos, Filmen und neuen Medien des Guggenheim-Museums. Der Fokus liegt dabei auf Künstlern, die in den vergangenen 15 Jahren ihren Durchbruch erlebten.

Found in Translation ist die dritte Ausstellung im Rahmen der „Deutsche Bank Series at the Guggenheim“. Anfang 2012 wird sie im Deutsche Guggenheim in Berlin zu sehen sein.

Die gleichermaßen historischen wie fantasievollen Werke der Ausstellung befassen sich mit diversen politischen und sozialen Kontexten. Das Medium Sprache stellt hierbei die entscheidende Verbindung zwischen den Kulturen und der Zeitlichkeit dar, die sie erkunden. Da Sprache in Echtzeit erlebt wird, konzentriert sich Found in Translation auf die zeitbasierten Medien Video, Film und 35 mm Dia-Installation, die es den Künstlern zudem ermöglichen, virtuelle Welten zu schaffen, in die sie für ihre konzeptionellen Forschungen eintauchen können.

 

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