28.05.2013 09:00 Eröffnung Samstag 8. Juni, 16 - 19 Uhr

Ausstellung in Berlin: am 8. Juni, eröffnet die Galerie Michael Janssen die Einzelausstellung Burning Boundaries der indonesischen Künstlerin Titarubi

Ausstellung betont die Beziehung zwischen Sakti

Einzelausstellung Burning Boundaries der indonesischen Künstlerin Titarubi in der Galerie Michael Janssen; Courtesy Galerie Michael Janssen Berlin-Singapore

Von: GFDK - Galerie Michael Janssen

Die unter dem Künstlernamen Titarubi arbeitende Rubiati Puspitasari (geb. 1968) zählt zu den führenden Künstlerinnen Indonesiens. Nach dem Abschluss ihres Studiums der bildenden Künste am Bandung Institute of Technology erweiterte die ausgebildete Keramikerin jedoch ihre Technik und arbeitet heute hauptsächlich mit großformatigen Skulpturen und Installationen.

Ihre Werke werden sowohl in Asien als auch in Europa in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, darunter auf der Singapur-Biennale, am ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe und an der Museum and Art Gallery of the Northern Territory im australischen Darwin.

Austellung in Berlin

Ihre leidenschaftliche Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Problemen bringt sie in Form vieler verschiedener Medien zum Ausdruck. Oftmals wird ihre Arbeit dabei von sozialen, politischen und historischen Konstrukten inspiriert, wobei deren Mehrdeutigkeit und darüber hinausgehende Bedeutungsebenen eine entscheidende Rolle spielen. Der Blick ihres Oeuvres richtet sich auf den menschlichen Körper und setzt sich sehr stark mit der Entwicklung der weiblichen Selbstwahrnehmung auseinander.

Bildende Kunst

Mit einer Installation aus keramischen Kinderköpfen mit arabischen Inschriften bekam Titarubi erstmals öffentliche Aufmerksamkeit. Andere frühere Werke befassen sich mit dem Thema der In-vitro-Fertilisation und der ihr innewohnenden Problematik potenzieller sozialer Unterdrückung. Sie untersucht die Stellung von Männern und Frauen in der Gesellschaft und stellt so Sterotype und kulturelle Konstrukte infrage.

Freunde der Kunst

Die Ausstellung betont die Beziehung zwischen Sakti, einem indonesischen Begriff, der Magie, Göttlichkeit und Sakralität evoziert, und Bildung: für die Künstlerin beruht Zivilisation auf der Basis des Wissens. Ihre Installation besteht aus Schulbänken, die – aus verkohltem Holz gefertigt – den langen Lernprozess verkörpern, den Menschen während ihres Lebens durchlaufen. Auf jeder Bank liegen überdimensionierte Bücher mit leeren Seiten, die Besucher fast einzuladen scheinen, sie mit ihren persönlichen Geschichten zu füllen. Den Hintergrund der Installation bildet eine kolossale Kohlezeichnung eines Waldes, die Indonesiens tropische Wälder ebenso referenziert wie die vielen Brände, die diese regelmäßig zerstören, und das verkohlte Holz der Schulbänke.

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