08.02.2012 07:27 galt im Nachkriegsdeutschland als der Filmbösewicht

Ausstellung in Berlin: Akademie der Künste zeigt "Mario Adorf … böse kann ich auch" bis 15. April 2012

Mario Adorf, Angela Winkler in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, 1975

Von: Akademie der Künste

Mario Adorf galt im Nachkriegsdeutschland als der Filmbösewicht schlechthin. Nach seiner eindrucksvollen Charakterstudie des Triebmörders Lüdke in Robert Siodmaks „Nachts, wenn der Teufel kam“ (1957) legten ihn die europäischen Western der sechziger und die italienischen Mafiafilme der siebziger Jahre auf den Typ des brutalen Schurken fest. Doch Adorf entzog sich diesem Rollenklischee. In internationalen Filmen von Jerzy Skolimowski, Robert Enrico oder Claude Chabrol bewies er seine Wandlungsfähigkeit und profilierte sich als Charakterdarsteller. Deutsche Autorenfilmer wie Edgar Reitz, Michael Verhoeven, Reinhard Hauff, Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff besetzten ihn mehrfach, so u.a. in „Die Reise nach Wien“ (1973), „Die Blechtrommel“ (1978/79) oder „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975). Später spielte Adorf in populären Fernsehmehrteilern wie „Via Mala“ (1985) oder „Der große Bellheim“ (1992).

Die Ausstellung verdeutlicht diese Entwicklung und den Facettenreichtum von Adorfs Spielweise. Zahlreiche Fotos und Dokumente aus seinem umfangreichen persönlichen Archiv, das die Akademie der Künste übernommen hat, werden erstmals öffentlich gezeigt. >> mehr

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit einem Essay von Moritz Rinke, Texten zur Ausstellung und zahlreichen Abbildungen >> mehr

 

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