13.12.2013 09:00 Galerie Noah

Ausstellung in Augsburg: Anke Doberauer zeigt ihre Werke in der Ausstellung Frauen

Anke Doberauer ausstellung augsburg

Das Thema „Frauen“ wird von der Künstlerin in besonderer Art und Weise behandelt; (c) Anke Doberauer

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Von: GFDK - Galerie Noah

Anke Doberauer zeigt in ihrer ersten Ausstellung in der Galerie Noah neue Aspekte ihres malerischen Werks. Bekannt ist die Professorin für Malerei  an der Akademie der Bildenden Künste in München vor allem für lebensgroße Figurenbilder mit Darstellungen von Männern.

Ausstellung in Augsburg

Die Landschaften, ein wesentlicher Teil ihres künstlerischen Schaffens, sind immer en plein air gemalt und häufig als mehrteilige Panoramen konzipiert.   Die möglichst vollkommene Übereinstimmung der Harmonie von Farbe, Licht und Personen ist ihr wichtig.

Das Thema „Frauen“ wird von der Künstlerin in besonderer Art und Weise behandelt.

Freunde der Kunst

Anke Doberauer wendet sich von der Darstellung schöner Männer ab. Sie dreht den Spieß um und malt aufblasbare Venuspuppen aus Gummi, die vor einer Bergkuppe oder einem kleinen Wasserfall liegen.
Diese  Bilder verstören den Betrachter, weil er sich unwillkürlich als Voyeur empfindet. Und er ist doppelt irritiert, weil diese „Sexpuppen“ eher komisch als erotisch wirken.

 neue Aspekte ihres malerischen Werks

Die Künstlerin bezieht sich bei diesem Thema auf eine rätselhafte Installation von Marcel Duchamp: „Étant donnés“ aus dem Jahr 1966, Duchamps letztem Meisterwerk, welches im Philadelphia Museum of Art hängt. Dort blickt der Betrachter durch zwei Löcher in einer schweren Holztüre – gleichsam wie in einer Peepshow – auf eine Ansammlung von Materialien, die um einen liegenden Frauenakt gruppiert sind.

Das, was Duchamp im Verborgenen seiner Szenerie minutiös rekonstruierte, wird nun von Anke Doberauer ans Tageslicht gezerrt. Die Künstlerin zeigt in ihren neuen Arbeiten ein differenziertes Frauenbild: ein Portrait junger Mädchen, ein Hochzeitsbild, ein verliebtes Paar und benutzte Gummipuppen. Im Gegensatz zu Duchamp, der die Malerei für tot erklärte, macht Anke Doberauer den Eros der Frau in vielen Facetten malerisch sichtbar.

eva.wiest@galerienoah.com