14.11.2013 07:00 Retrospektive

Ausstellung in Aachen: KLAUS NOMI - 2013 im Neuer Aachener Kunstverein

KLAUS NOMI – 2013 ausstellung in aachen

Die Ausstellung befragt die Entwicklung von frühen, stark an Performances angelehnten Auftritten Nomis in Clubs der New Yorker Undergroundszene ; (c) Neuer Aachener Kunstverein

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Von: GFDK - Neuer Aachener Kunstverein

Die Ausstellung ‘Klaus Nomi – 2013′ im Neuen Aachener Kunstverein nähert sich dem Phänomen ‘Klaus Nomi’ weniger in Form einer Retrospektive, sondern vielmehr als eine dokumentarische, visualisierte Recherche. Im Jahr 2013 jährt sich der Todestag des zum Countertenor ausgebildeten Sängers Klaus Nomi zum dreißigsten Mal, doch seine Form der Selbstinszenierung wirkt bis heute nach.

Nomis musikalische Vermischung von Oper und Pop sowie seine theatralische Bühneninszenierung und seine überstilisierten Kostüme machten ihn zu einem Vorreiter einer heutigen Generation von Musikern und Performancekünstlern.

Ausstellung in Aachen

Die Ausstellung ‘Klaus Nomi – 2013′ konzipiert sich aus drei Schwerpunkten – Dokumentation, Rezeption und Positionen zeitgenössischer Kunst. Eigens für die Ausstellung geführte Interviews mit Zeitzeugen wie beispielsweise mit dem Künstler Wolfgang Staehle oder der Künstlerin und Filmemacherin Ulrike Ottinger, die im Jahr 2008 das Musiktheater-Stück ‘Hommage à Klaus Nomi’ inszenierte, vermitteln einen Einblick in das kreative Treiben des East Village und New York City Ende der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre. In weiteren Gesprächen und Statements (u. a. mit Melissa Logan, Bandmitglied von ‘Chicks on Speed’ oder Jürgen Klauke) werden Fragestellungen der performativen Selbstinszenierung aufgegriffen.

Ein zweiter Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der medialen Repräsentation des Phänomens ‘Klaus Nomi’ und deren Wirkung. Für die Ausstellung konnten viele der im Internet weit verbreiteten Bilder Nomis als Originaldokumente gewonnen werden, wie die Fotografien Anthony Scibellis, die Klaus Nomi in inszenierten Posen Anfang der 1980er Jahre zeigen, und Fotografien von George DuBose, die Klaus Nomis frühe Live-Auftritte in den New Yorker Undergroundszene dokumentieren.

In der ersten Folge der Sendung ‘Na sowas!’ von Thomas Gottschalk, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist, wurde Nomi erstmals einem breiteren Publikum in Deutschland vorgestellt. Neben Dokumenten, die die Rezeption Nomis zu seinen Lebzeiten verdeutlicht, stehen aktuelle Referenzen (wie eine Folge der WDR-Radiosendung ‘Zeitzeichen’ vom 06.08.2013).

Bildende Kunst

Neben diesen Dokumenten sind Positionen zeitgenössischer Kunst zu sehen, die entweder in direkter Verbindung zu Nomi stehen, oder sich um Fragen der Selbstinszenierung drehen.

Innerhalb der verschiedenen in der Ausstellung versammelten Dokumente entstehen Querverweise und Rückkoppelungen, so entsteht ein offenes Netz, das die verschiedenen Elemente der Ausstellung miteinander in Bezug setzt.

Nomi und sein Werk sind wichtiger Bestandteil einer andauernden Diskussion über Selbstinszenierung und Performance. Korrespondierend dazu erhält die Form der Ausstellung etwas Prozesshaftes. Sie präsentiert verschiedene Rezeptionsreferenzen des Phänomens ‘Klaus Nomi’ und zeigt darüber hinaus die grenzübergreifende Verortung im Kontext der bildenden Kunst auf.

Auch im Rahmenprogramm der Ausstellung erhält das Performative einen Schwerpunkt: Am Abend der Eröffnung gab der niederländische Soundperformer Xavier van Wersch ein Konzert. Im Verlauf der Ausstellungszeit wird neben der Vorführung des Films ‘The Nomi Song’ ein weiteres Konzert (‘Hall & Rauch’), eine Performance (Martin G. Schmid) und eine Podiumsdiskussion stattfinden.

Freunde der Kunst

Die Ausstellung ‘Klaus Nomi – 2013′ ist der erste Teil einer Trilogie von Ausstellungen zu Performance und Inszenierung im NAK. Die weiteren Ausstellungen zeigen Patrycja German und Josephine Meckseper.

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