28.02.2020 Heinrich von Kleists „Die Marquise von O

Wer war‘s? die Zeugung ihres dritten Kindes

von: GFDK - Kultur und Medien - Theater

Essen. Mit „Die Marquise von O…“ steht ab dem 24. April ein Stück auf dem Spielplan des Schauspiel Essen, in dem der Autor Heinrich von Kleist – geprägt von den grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen seiner Zeit, vor allem von den Ideen der Aufklärung und der Französischen Revolution – von „der gebrechlichen Einrichtung der Welt“ erzählt.

Und darum geht’s:

In ohnehin schon brutalen Kriegszeiten macht die Marquise von O... eine besonders traumatisierende Erfahrung: Während eines nächtlichen Überfalls zerren marodie­rende Soldaten sie in einen Hinterhalt, und nur das Eingreifen des plötzlich auftauchenden Graf F... verhindert einen sexuellen Übergriff noch drastischerer Art.

Tags drauf werden die Täter ausfindig gemacht, nach kurzem Verhör exekutiert und der edle Retter mit Lobreden überhäuft. Einige Wochen nach diesem Vorfall stellt die junge, bereits verwitwete Frau fest, dass sie schwanger ist.

Verzweifelt beteuert sie, nicht die geringste Erinnerung an die Zeugung ihres dritten Kindes zu haben. Was zweifelhaft klingt, wird ihr auch von ihren Eltern nicht geglaubt.

Die Tochter von bislang „vortrefflichem Ruf“ muss das elterliche Haus, in das sie nach dem Tod ihres Mannes zurückgekehrt war, verlassen.

Fortan schlägt sich die Schwangere mit ihren Töchtern alleine durch, wächst an der Krise, gewinnt an Selbstbewusstsein – und entwickelt eine ungeahnte Radikalität, aus der heraus sie beschließt, mithilfe einer Zeitungsannonce der Wahrheit näherzukommen und den Mann zu finden, der ihr das angetan hat ..

Für das Schauspiel Essen hat Regisseur Christopher Fromm nach Kleists Novelle eine Bühnen­fassung erstellt, die speziell auf ein jugendliches Publikum (ab 16 Jahre) ausgerichtet ist.

Es spielen Stefan Migge, Philipp Noack, Sabine Osthoff, Silvia Weiskopf und Jens Winterstein. Bühne: Friederike Külpmann, Kostüme: Franziska Schweiger, Musik und Videografie: Hauke Beck, Choreografie: Helen Wendt, Dramaturgie: Simon Meienreis.

Die Premiere findet am Freitag, dem 24. April ab 19 Uhr in der Casa statt.

Eintritt: € 19,00

Erste Folgetermine: 29. April, 2. Mai, jeweils 19 Uhr. Eintritt: € 17,00

Karten unter 0201/81 22-200