01.04.2020 Livestreams mit Igor Levit

Die kostenlosen digitalen Konzertangebote mit Igor Levit

von: GFDK - Kultur und Medien

Die beiden Livestreams mit Igor Levit am vergangenen Donnerstag und Freitag, die den Start der Programmidee #DigitalUnterwegs des „Heidelberger Frühling“ markierten, haben insgesamt 94.804 Menschen erreicht.

Die Livekonzerte wurden auf der Website sowie auf dem Facebook- und Twitterkanal des Festivals gezeigt und waren noch 24 Stunden nach Ausstrahlung abrufbar.

Das am stärksten genutzte Medium war Twitter: Ca. 33.000 Besucher wurden hier am Donnerstagabend beim Konzert von Igor Levit mit Cellistin Julia Hagen gezählt, etwa 25.000 beim Soloabend von Igor Levit mit allen Präludien und Fugen von Dmitri Schostakowitsch.

Für die Liveproduktion dieser beiden Ausnahmekonzerte hatte die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin ihre Türen geöffnet.

Die kostenlosen digitalen Konzertangebote mit Igor Levit bildeten auch den Startschuss, um ein Zeichen der Solidarität mit allen FestivalkünstlerInnen 2020 zu setzen, die in dieser Krisenzeit in eine Notlage geraten könnten.

Die Zuschauer und Interessierten der Livestreams waren dazu eingeladen, ihre Wertschätzung für Kunst im digitalen Raum in Form von Spenden zu zeigen. Dafür hat die Stiftung Heidelberger Frühling ein Spendenkonto eingerichtet.

(Spendenkonto Stiftung Heidelberger Frühling, Verwendungszweck: „Zukunftsmusik“: IBAN: DE90 6729 0000 0055 0000 00). Bis zum gestrigen Sonntag sind hier Spenden in Höhe von 11.000 € eingegangen.

Festivalintendant Thorsten Schmidt: „Wir sind überwältigt von der Resonanz auf unsere Livestream-Angebote und die damit verbundene Spendenbereitschaft. Uns erreichen zahlreiche Nachrichten von Menschen, denen diese außergewöhnlichen Konzerterlebnisse sehr viel bedeutet haben.

Große Dankbarkeit und Freude sind es vor allem, die hier zum Ausdruck gebracht werden. Natürlich vor allem auch gegenüber unserem Freund Igor Levit, der hier etwas ganz Großes geleistet hat!“

Seit der Absage des „Heidelberger Frühling“ 2020, der unter dem Leitgedanken „Unterwegs“ gestanden hätte, beschäftigt sich das Festival intensiv damit, wie in Zeiten von notwendiger räumlicher Distanz trotzdem Gemeinschaftserlebnisse in der Kunst im digitalen Raum geschaffen werden können.

Entstanden ist die Programmidee #DigitalUnterwegs, die anknüpfend an das eigentliche diesjährige Festivalmotto auch den Prozess symbolisiert, in den sich die gesamte Kulturbranche in diesen Tagen in Rekordzeit hineinbegibt.

Die Programmidee #DigitalUnterwegs wird in den kommenden Wochen bis zum Ende des eigentlichen Festivalzeitraums 2020 am 24. April weiterentwickelt.

So wird Igor Levit in einem Podcast mit dem Georg-Büchner-Preisträger 2019 Lukas Bärfuss zu hören sein. Außerdem werden zahlreiche FestivalkünstlerInnen, die im Moment auf der ganzen Welt verstreut in ihren Häusern bleiben müssen, Videobotschaften für den „Heidelberger Frühling“ und sein Publikum verfassen.

Der „Heidelberger Frühling“ stellt zudem Konzertvideomitschnitte aus den vergangenen Festivaljahrgängen auf seinen Online-Plattformen bereit.

Und der Medienpartner SWR2 sendet über die kommenden Wochen Konzertaufzeichnungen der Festivaljahrgänge 2016, 2018 und 2019.