29.11.2020 Im Tiroler Lechtal Dämonen vertreiben

Das Tor zur „Anderswelt“ - „Racha geha“ eine Tradition aus dem Tiroler Lechtal

von: GFDK - Reisen und Urlaub

„Racha geha“ für einen guten Start ins neue Jahr - Während das Räuchern früher in weiten Teilen Tirols üblich war, wird die jahrhundertealte Tradition inzwischen nur noch in wenigen Gebieten ausgeübt.

Grund für das Räuchern war ursprünglich der Aberglaube der Menschen, denn demnach sollte zur Zeit der Raunächte das Tor zur „Anderswelt“ besonders weit offen stehen für finstere Mächte und Dämonen.

Im Tiroler Lechtal heißt es in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember zum ersten Mal „Racha geha“ und Haus sowie Hof von negativen Energien befreien.

Dabei werden Kräuter vom Frauenbuschen, der am 15. August zu Mariä Himmelfahrt geweiht wurde, auf ein Stövchen gegeben und die Kerze darunter angezündet.

„Die Familie geht damit gegen den Uhrzeigersinn Raum für Raum durchs ganze Haus“, erklärt Expertin Daniela Pfefferkorn den Ablauf.

Sie ist eine von zwei Dutzend Kräuterhexen aus der Region mit zertifizierter Ausbildung.

Wichtig seien vor allem die Ecken und das gründliche Lüften im Anschluss, so die gebürtige Lechtalerin.

„Es darf kein Familienmitglied fehlen, das würde Unglück bringen.“

Das Ritual wird jeweils in der Nacht vor Silvester und dem Dreikönigstag wiederholt. So starten die Hausbewohner mit guten Gedanken ins neue Jahr.

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