30.04.2019 Wurzel haben und die Flügel ausbreiten

Das bessere Deutschland - Zu Gast bei Teekanne

von: GFDK - Kultur und Medien - Unternehmer

Tee - eines der ältesten Kulturgüter der Menschheit: Laut Handelsblatt genießt jeder Deutsche davon pro Jahr durchschnittlich 28 Liter, am meisten trinken die Ostfriesen.

Wie Tee zum erfolgreichen Produkt wurde, erfuhren jetzt mehr als 60 Familienunternehmer bei einer äußerst aufschlussreichen Betriebsbesichtigung mit Vorträgen und einem Filmbeitrag bei dem in Düsseldorf ansässigen Familienunternehmen Teekanne GmbH & Co. KG.

Geschäftsführer Frank Schübel und eine Gesellschafterin der 4. Generation des Familienunternehmens erläuterten die eindrucksvolle Historie des 1882 gegründeten Traditionsunternehmen, das aktuell allein in der Landeshauptstadt 650 Mitarbeiter beschäftigt und seit Jahrzehnten Marktführer in Deutschland ist.

Zu den Meilensteinen der Unternehmensgeschichte gehören Erfindungen wie die Teebeutelpackmaschine und der weltweit verbreitete Doppelkammerbeutel. Neben den beliebten klassischen Mischungen setzt Teekanne zunehmend auch auf zeitgemäße Lifestyle-Produkte und Nachhaltigkeit.

Mit exotischen Kompositionen wie „Sweet Mint“ aus Pfefferminz und Süßholz oder „Calm & Relax“ aus 12 Zutaten, darunter auch Orangenblätter, Hopfen und Lemongrass - allesamt aus biologischem Anbau -, entspricht der Teespezialist den Wünschen des modernen Konsumenten.

„An der Schnittstelle zwischen Tradition und Innovation sehen wir uns als echte Trendsetter im Teemarkt“, so Frank Schübel. „Wir haben Wurzeln und breiten unsere Flügel aus“, ergänzte ein Mitglied der Gesellschafterfamilie.

Der Abend endete nach einer ausführlichen Betriebsbesichtigung mit Teatime, anregenden Gesprächen und schmackhaftem Imbiss.

Zur Begrüßung hatte Marco van der Meer, Regionalvorsitzender von DIE FAMILIENUNTERNEHMER, die Bedeutung politischer Arbeit gerade in Zeiten gesellschaftlicher Debatten über eventuelle Eingriffe in Eigentumsrechte akzentuiert: „Wir setzen uns konsequent dafür ein, dass freies Unternehmertum in unserem Land auch zukünftig gewährleistet bleibt.“

Gabor Steingart im Morning Briefing am 29. April 2019 - Das bessere Deutschland

Wieder einmal findet Gabor Steingart deutliche Worte. "Die Aufmerksamkeit der Politik gilt meist den Dax-Unternehmen, die mit großen Zahlen und prominenten Vorstandschefs auftrumpfen können. Dabei sind es vor allem die Familienunternehmen, die im Maschinenraum unserer Volkswirtschaft, da wo der Wohlstand für 82 Millionen Menschen täglich neu erzeugt werden muss, die Kohlen schaufeln.

Hier unten, wo der glühend heiße, der produktive Kern des Landes befeuert wird, gibt es keine Firmenjets, keine nur mit Mikrochip begehbare Chefetagen und auch keine Offiziers-Casinos. Verantwortung und Risiko sind nicht wie bei den Banken entkoppelt. Der Bonus wird nur bei Erfolg gezahlt und nicht wie im Fall Volkswagen auch bei Betrug.

Eine neue Studie der Stiftung Familienunternehmen („Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen“) soll in Kürze vorgelegt werden. Das Leibniz-Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung und das Institut für Mittelstandsforschung haben diese Studie gemeinsam erstellt. Gabor Steingart hatte vorab die Möglichkeit, einen Blick hineinzuwerfen.

Die Studie zeigt das andere, oft auch das bessere Deutschland. Sein Schlußwort lautet. In den familiengeführten Firmen gilt das Leitbild des ehrbaren Hamburger Kaufmanns, nicht das der Finanzjongleure der Wall Street."

Die Teekanne Gruppe ist in acht Ländern mit Produktionsstätten bzw. Niederlassungen vertreten und beschäftigt weltweit 1.500 Mitarbeiter. In der neuen Produktionshalle werden auf insgesamt 6.000 m² Produktionsfläche ca. 3,2 Milliarden Teebeutel pro Jahr produziert. Als Marktführer hat sich Teekanne höchster Qualität verschrieben und setzt durch neue Technologien und verantwortungsvollem Umgang mit den natürlichen Ressourcen internationale Standards.