27.01.2021 Facebook-Datenschutz

Cybersecurity-Unternehmen sind die großen Profiteure

von: GFDK - Kultur un Medien

Jeder zweite Deutsche wäre dazu bereit, für den Facebook-Dienst Geld zu bezahlen, wenn der Datenschutz besser wäre. Wie aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervorgeht, sehen die Bürger hier einen großen Nachholbedarf.

Während die Social-Media-Giganten Kritik ernten, profitieren die Unternehmen im Bereich Datenschutz und Cybersecurity.

Nur 26 Prozent der Bundesbürger vertrauen Facebook in Bezug auf ihre Privatsphäre. Nur Twitter und TikTok schneiden noch schlechter ab. Auf dem anderen Ende der Skala befindet sich Microsoft: immerhin 64 Prozent vertrauen dem Tech-Konzern.

Indes tritt eine deutliche Ambivalenz zutage. Obwohl die Deutschen erhebliche Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes bei Facebook und den dazugehörigen Diensten wie Instagram und WhatsApp äußern, nutzen 74 Prozent der Bürger täglich die Applikationen.

Unterdessen zeigen „Google“-Daten, dass das Thema zunehmend auf der Agenda der Bürger ist. Der Trend-Score für den Suchbegriff „Datenschutz“ notiert auf dem Höchstwert von einhundert. Dieser gibt das relative Suchvolumen an.

Ferner zeigt die Infografik, dass 65 Prozent der Deutschen auch aufgrund ihrer Regierung besorgt über ihre Daten im Internet sind. In Großbritannien sind es hingegen 70 Prozent, in den USA sogar 80 Prozent.

Zumindest Unternehmen aus den Bereichen Datenschutz und Cybersecurity dürften sich über das Nachfragehoch freuen. Dies lässt zumindest ein Blick auf die Kursentwicklung börsennotierter Branchenvertreter erahnen. Binnen des letzten Jahres kletterte der Preis der Zscaler Aktien um 263 Prozent nach oben.

"Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung scheint vieles dafürzusprechen, dass das Wachstum von Unternehmen im Bereich der Cybersecurity noch längst kein Ende erreicht hat", wie Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay konstatiert.