10.09.2014 Belvedere

Ausstellung in Wien: Josef Dobrowsky - Wahrnehmung und Farbe

von: GFDK - Belvedere

Im Herbst 2014 präsentiert das Belvedere im Rahmen der Ausstellungsreihe Meisterwerke im Fokus das Schaffen des österreichischen Malers Josef Dobrowsky (1889-1964), der zu den wichtigsten heimischen Künstlern der Zwischenkriegszeit und Wegbereitern der modernen Malerei in Österreich zählt. Von Experten geschätzt, blieben seine Arbeiten einem breiten Publikum bislang eher unbekannt.

Ausstellung in Wien

Im Jahre 1889 in Karlsbad geboren, zog Dobrowsky bereits im Alter von elf Jahren nach Wien, wo er ab 1906 an der Akademie der bildenden Künste bei Christian Griepenkerl und Rudolf Bacher studierte und 1919 der Wiener Secession beitrat, deren Ehrenmitgliedschaft er im Jahr 1955 erhielt. Seine frühen Arbeiten weisen Einflüsse nicht nur Bachers, sondern auch Gustav Klimts, Ferdinand Hodlers und Albin Egger-Lienz’ auf. Ab etwa 1920 setzte Dobrowsky sich mit der niederländischen Malerei, im Speziellen dem Werk von Pieter Breughel d. Ä., auseinander, was in den warmen, dunkelerdigen Farben seiner Bilder aus dieser Zeit deutlich wird. Der für sein Schaffen charakteristische Einsatz von Farbe und Lichtkontrasten verleiht besonders seinen zahlreichen Darstellungen des einfachen ländlichen Lebens eine melancholische Stimmung.

In den 1930er- und 1940er-Jahren wurde Dobrowskys Stil expressiver und er verwendete hellere, leuchtende Farben. In dieser Phase entstanden neben Landschaften auch vermehrt Porträts und Stillleben. Von 1946 bis 1963 unterrichtete er die Meisterklasse für Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien, zu seinen Schülern zählten u. a. Alfred Hrdlicka, Josef Mikl und Wolfgang Hollegha. Bis zu seinem Tod im Jahr 1964 schuf Dobrowsky ein umfassendes Œuvre, für das er mehrfach ausgezeichnet wurde – zuletzt 1962 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis.

Freunde der Kunst

17.09.2014 bis 18.01.2015

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