Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

18.09.2019 in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II.

GFDK - Kultur und Medien

Fast zehn Jahre hat die GFDK Redaktion aus Wiesbaden heraus berichtet, und sehr viele Theaterstücke besprochen und angekündigt. Nun kommt es zu einem großen Jubiläum.

Am 16. Oktober 1894 fand in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. die feierliche Eröffnung des Großen Hauses statt. Ein Ereignis, das nicht nur die Stadtgesellschaft mit Spannung verfolgte, sondern auch über die Grenzen der Stadt hinaus Beachtung fand.

Seither ist das prachtvolle Gebäude, das zu einem der aufwändigsten Theaterbauten seiner Zeit zählt, das kulturelle Herz Wiesbadens. Schon damals zog das »Lieblingstheater des Kaisers« zahlreiche Besucher an.

Heute sind es pro Spielzeit durchschnittlich 300.000 Besucher*innen, die in jeder Spielzeit das vielfältige Programm des Fünf-Sparten-Hauses auf vier Bühnen erleben können.

Solisten aller Sparten, das Hessische Staatsballett, der Chor des Hessischen Staatstheaters sowie das Hessische Staatsorchester Wiesbaden unter der Leitung von GMD Patrick Lange zelebrieren diesen besonderen Geburtstag mit einer festlichen Gala.

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17.09.2019 geschäftliche Weihnachtsfeier

GFDK - Reisen und Urlaub

Eine ganz besondere Location für die private oder geschäftliche Weihnachtsfeier ist das Schlossgut Oberambach. Der herrschaftliche Landsitz oberhalb des Starnberger Sees liegt fernab des Trubels in einer parkähnlichen Landschaft.

Zum Sonnenuntergang auf der Terrasse mit Blick auf Alpen und See stimmen sich Gäste beim Glühweinempfang mit gebrannten Mandeln und Stockbrot am Holzfeuer auf den Abend ein. Im Anschluss gibt es je nach Wunsch ein rustikales oder Fine-Dining-Menü.

Regionale und saisonale Spezialitäten in Bio-Qualität sind so oder so gesetzt. Buchbar ist eine Weihnachtsfeier ab zehn Personen ab 59 €/Gast inkl. oben genannter Leistungen.

Wer nicht mehr nach Hause fahren möchte, bekommt das DZ zum vergünstigten Preis ab 119 €/Pers./Nacht.

Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

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14.09.2019 Zubereitung auf dem Grill

GFDK - Essen und Trinken

Mögen Sie Maronen? Nein, es sind nicht die Maronenröhrlinge, Boletus badius, gemeint: Es geht um die Edelkastanie, Castanea sativa. In Deutschland findet man den Baum meistens in den südlich gelegenen Bundesländern, und die Ernte ist auch oft nicht besonders überzeugend.

Geht man aber nach Italien, sieht das ganz anders aus. Im Herbst, Ende Oktober, Anfang November, ist Maronen-Zeit in den Wäldern der apuanischen Apen. Das ist jener Ausläufer des Appenin-Massivs, der den nördlichen Zipfel der Toskana bildet.

In Sichtweite des Meeres erheben sich die Gipfel auf deutlich über 1000 Meter. In den tieferen Lagen, bis ungefähr 500 Meter über dem Meeresspiegel, wachsen Oliven. Wo keine Oliven gepflanzt sind, wachsen üppige Bergwälder, die zu einem guten Teil aus Esskastanien bestehen.

Im Gegensatz zu den Rosskastanien-Bäumen sind die Edelkastanien von etwas filigranerer Gestalt. Die Schalen der Früchte sind mit einem Pelz aus Stacheln besetzt, und innen finden sich zwei bis fünf braune, meistens etwas abgeflachte Nüsse. Das sind die Maronen!

Um das ganze Mittelmeer herum sind Maronen seit jeher eine gesuchte Speise – oft für „zwischendurch“. So wie es schon in den Märchen von 1001 Nacht zu lesen ist, gibt es auch heute noch auf den Märkten Maronen-Verkäufer, die mit einem fahrbaren Grill die Kastanien frisch zubereiten.

Es gibt Maronen-Mehl zur Herstellung von bestimmten Süßspeisen zu kaufen. Man kann die zerhackten inneren Früchte als Einlage in Suppen verwenden. Die klassische Zubereitung findet aber über dem offenen Feuer statt. Alles, was man dazu braucht sind Maronen, ein Messer, eine gelochte Blechpfanne und ein Feuer.

Die Maronen sind auf einem Spaziergang schnell gesammelt. Am besten, man zieht sich dicke Lederhandschuhe an. Denn die stachligen Früchte kann man eigentlich nirgendwo anfassen, ohne sich zu pieksen. Alternativ dazu öffnet man die Schalen vorsichtig mit den Füßen (wenn man nicht gerade Sandalen trägt).

Man muss ein bisschen aufpassen, dass man nicht in einen unkontrollierten Sammelrausch verfällt! Denn die nächste Kastanie ist schon wieder schöner als die eben erbeutete.

Was die Pfanne mit den Löchen betrifft, sind die Eisenwaren- und Landhandelsgeschäfte in den kleinen toskanischen Städten die richtigen Ansprechpartner. „Una pardella con bucche“ – für ein paar Euro kommen Sie in den Besitz dieses schmucken Küchengegenstandes.

Wenn Sie in einem Ferienhaus untergebracht sind, schauen Sie sich dort einmal sorgfältig um – es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es dort schon so eine Lochpfanne gibt!

Nun kommen die Kastanien und das Messer zum Einsatz. Man schaut sich jede einzelne Kastanie sorgfältig an. Die Natur versorgt mit den Maronen nicht nur die Menschen, sondern auch Insekten. Weisen sie also ein kleines Loch auf, wohnt wahrscheinlich eine dicke, stämmige Made in der Kastanie.

Weisen sie ein großes Loch auf, hat die Made die Frucht schon verlassen, um sich zu verpuppen und womöglich ein schöner Schmetterling zu werden. Aber die Hinterlassenschaften des Tiers sind auch nicht sonderlich lecker, also sind auch solche Maronen auszusortieren.

Jede einzelne Marone wird nun mit dem Messer angeritzt. Unterlässt man dies, kann sich beim Röstprozess nämlich in der braunen Schale ein solcher Druck aufbauen, dass die Marone regelrecht explodiert! Man tut gerade so viele Kastanien in die Pfanne, das sie schön umherkollern können.

Dann wird das Feuer entfacht – natürlich an einer sicheren Stelle – und das Kastanienrösten kann beginnen. Man hält die Pfanne über die Flammen und lässt sie locker kreisen. So werden die Kastanien zuerst heiß und die äußere Schale verfärbt sich schwarz. Schon sind die gerösteten Maronen genussfertig.

Genuss? Hier scheiden sich die Geister. Die einen behaupten, es handele sich um eine höchst mäßige, mehlige Speise, die leicht süßlich schmecke und an der man sich zuerst beim Abpulen der verbrannten Schale die Finger und bald darauf die Zunge verbrenne.

Die anderen schwärmen von dem köstlichen Aroma, den wunderbaren Duft und dem unvergleichlichen Geschmack der gerösteten Früchte. Zu welcher Richtung Sie neigen, müssen sie schon selbst ausprobieren.

Wenn Sie keine Lust haben, ein Feuer zu entfachen, oder es in der freien Natur zu trocken dafür ist, können Sie auch die Kastanien im Backofen zubereiten.

Dann legen Sie sie auf einen Rost, schalten die Grill-Funktion ein und drehen die Maronen hin und wieder mit einem Kochlöffel. Alternativ dazu können Sie die Maronen auch auf dem Gasherd rösten.Das funktioniert auch gut, aber ist natürlich etwas anderes als ein richtiges Feuer!

Mitte, Ende November entlauben sich dann die Bäume und die Kastanienzeit geht dem Ende entgegen. Natürlich findet man weiterhin Kastanien in den Wäldern, aber die meisten sind dann angefressen oder wurmig. Also, verpassen sie die Zeit nicht – in diesem Jahr kommt sie nicht wieder!

www.urlaub-im-olivenhain.de

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14.09.2019 Shooting Stars der Street Art

GFDK - Kultur und Medien - Ausstellung

New York, Los Angeles, London – die Ausstellungen des Street-Art-Künstlers Danny Minnick sind binnen weniger Stunden ausverkauft. Hollywood-Größen, Sportler und Musiker sind verrückt nach seiner Kunst. Jessica Alba, George Clooney,

Gus Van Sant, Dave Navarro, Fred Durst, Cindy Crawford oder Robert Downey Jr. zählen zu seinen Sammlern. Sogar die Haus- und U-Bahnwände einiger  Metropolen dieser Welt tragen seine künstlerische Handschrift:

vom Wynwood District in Miami bis zur Londoner U-Bahn-Station am Barbican, wo Danny Minnicks Werk in direkter Nähe zu Banksys Hommage an Basquiat auftaucht und die beiden für die Ewigkeit hinter Plexiglas vereint.

Jetzt kommt der aufstrebende Street-Art-Künstler und ehemalige Skateboard-Star aus Los Angeles nach Ulm und bringt den urbanen Flair von New York, Los Angeles und London an die Donau.

Danny Minnick gehört er zu den Shooting Stars der Street Art. Rohe Formen und explosive Farben, stilisierte Figuren, Fragmente und Splitter – Danny Minnicks Oeuvre ist eine sehr persönliche Interpretation des Abstrakten Expressionismus.

Über 20, teils großformatige Leinwandarbeiten, werden im Kunstverein Ulm ausgestellt. Neben den Wänden wird auch der Fußboden des Kunstvereins miteinbezogen.

Eigens für die Ausstellung werden Teile vom Künstler live vor Ort bemalt, ganz so wie in seinem New Yorker Atelier auch. In seiner Arbeit kombiniert Minnick unterschiedliche Techniken, malt mit Pinseln und Filzstiften.

Sein äußerst frecher und wilder Malstil erinnert an Minnicks Stil-Ikonen Keith Haring, Willem de Kooning und Jean-Michel Basquiat. Zu Basquiat hat Minnick eine besondere Beziehung. Er arbeitet oft mit der New-Yorker Street-Art- Legende Al Diaz, einem engen Schulfreund und Weggefährten Basquiats, zusammen.

Inspiriert von internationalen Street-Art-Größen wie Lee Quiñones, RETNA und Harif Guzman, thematisiert der US-amerikanische Künstler in seinen Werken die Auseinandersetzung mit beiseitegeschobenen, schwierigen Erfahrungen, die es gilt, ins Positive zu verkehren.

Es sind neoexpressionistische Visionen aus seinem vielseitigen, höchst interessanten und turbulenten Leben. Danny Minnick: „Metaphorisch geht es wirklich darum, Wahrheit und Ehrlichkeit mit sich selbst zu finden.”

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Kunstvereins Ulm, der Geuer & Geuer Art Düsseldorf, die den Künstler exklusiv vertritt, und der BEGE Galerien Ulm.

Die Ausstellung im Kunstverein läuft bis zum 3. November 2019.

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12.09.2019 Geschosspartikel bei Dushi entdeckt

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Erst im April dieses Jahres fand Bärin Dushi nach jahrelangem Leiden ein neues Zuhause im BÄRENWALD Müritz, einem Tierschutzprojekt von VIER PFOTEN im Norden Deutschlands. Die globale Tierschutzorganisation rettete die dreibeinige Dushi im Oktober 2018 aus einem verwahrlosten Zoo in Albanien, der international für Schlagzeilen sorgte.

Nun wurde während einer Routineuntersuchung eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht: In Dushis Vorderbein und Stumpf stecken Geschosspartikel aus einer Schrotflinte.

Wildtierarzt Marc Gölkel vom Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) untersuchte insgesamt fünf der 17 im BÄRENWALD Müritz lebenden Braunbären. Röntgenaufnahmen, Ultraschall, Blutabnahme und Zahnuntersuchungen gaben Aufschluss über den Gesundheitszustand der Tiere.

Bei Bärin Dushi machte Gölkel eine überraschende Entdeckung. „Jemand muss auf Dushi geschossen haben. Vermutlich hat sie deshalb auch ihr linkes Vorderbein verloren. Richtig behandelt wurde der Stumpf anschließend nicht, die Wunde scheint von selbst verheilt zu sein“, sagt Gölkel und ergänzt:

„Grundsätzlich sind Bären nicht sehr schmerzempfindlich. Deswegen leidet Dushi wahrscheinlich nicht unter den Geschosspartikeln. Aus tierärztlicher Sicht müssen wir die Splitter auch nicht entfernen, da sie reaktionslos im Weichteilgewebe eingebettet sind. Die Wunde am Stumpf sieht soweit auch gut verheilt aus.“

Dushis qualvolle Vergangenheit

Die Entdeckung der Splitter gibt  Aufschluss über die Qualen und traumatisierenden Erfahrungen von Dushi. Lange Zeit lebte die dreibeinige Braunbärin in einem kleinen, dreckigen Käfig im albanischen Safari Park Zoo Fier, von internationalen Medien als „Europas schlimmster Zoo“ betitelt.

Stark verhaltensgestört verbrachte sie dort die Zeit, indem sie vor ihrer Käfigtür hin und her humpelte. Nach der gelungenen Rettungsmission brachte VIER PFOTEN sie vorübergehend im Zoo Tirana unter.

Dort konnte sie sich von den Strapazen ihrer Vergangenheit und der aufwendigen Evakuierung erholen. Im April 2019 wurde sie schließlich in den BÄRENWALD Müritz gebracht, wo sie die Pflege erhält, die sie braucht, um ein bärengerechtes Leben führen zu können.

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11.09.2019 70 Jahre DIE FAMILIENUNTERNEHMER

GFDK - Kultur und Medien - Unternehmer

Es ist ein Ort mit symbolischer Strahlkraft: Im Friedenssaal des Historischen Rathauses von Münster wurden 1648 Teile des berühmten „Westfälischen Friedens“ geschlossen – der Dreißigjährige Krieg war endlich vorbei und es wurde unter päpstlicher Vermittlung ein System der Balance installiert.

Jetzt empfing in diesem geschichtsträchtigen Saal Markus Lewe, Oberbürgermeister von Münster, mehr als 60 Unternehmer und Politiker aus der Region, um das 70-jährige Bestehen von DIE FAMILIENUNTERNEHMER feierlich zu würdigen. 

Eingeladen hatte der Regionalkreis Münsterland/Osnabrück des bundesweit organisierten Wirtschaftsverbands. Unter den Gästen waren u.a.: Aus Berlin Albrecht von der Hagen, Bundesgeschäftsführer von DIE FAMILIENUNTERNEHMER, Eva Maria Blank aus Düsseldorf, Vorstandsvorsitzende von DIE JUNGEN UNTERNEHMER.

Finn Wecker, Vorsitzender des Regionalkreises Münsterland/Osnabrück von DIE FAMILIENUNTERNEHMER, Bernhard Borchert, Vorstandsvorsitzender von DIE JUNGEN UNTERNEHMER Regionalkreis Münster/Osnabrück, Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH. 

In seiner kurzweiligen, pointierten Ansprache schlug OB Markus Lewe einen Bogen von der historischen zur wirtschaftlichen Bedeutung der Region, in der es zahlreiche kreative Köpfe und Hidden Champions gebe.

Lewe erläuterte: „In Münster herrscht ein besonderer Spirit – eine Balance aus Tradition und Erneuerung.“ Er ergänzte: „Wir verfügen hier über ein hohes Potential an Wissenschaft und Forschung.“

Das sei auch ein Grund, warum Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sich für Münster als Standort der geplanten Forschungsfabrik für Batterien entschieden habe.

Um dem Klimawandel erfolgreich zu begegnen, müsse man das Know-how von Forschern und Ingenieuren nutzen. Zurück in die Steinzeit sei nun wirklich keine Lösung.

Lewe verwies auch auf das hohe Ansehen von Familienunternehmern in der Gesellschaft – das seiner Meinung nach vor allem durch die Verantwortung der Unternehmer gegenüber ihren Mitarbeitern und der Gesellschaft entstanden sei. Dennoch wünsche er sich noch ein Mehr an Willkommenskultur gegenüber Unternehmern – daran würde es in Deutschland häufig mangeln. 

Im Anschluss an den Empfang ging es zum gemeinsamen Dinner in ein Münsteraner Restaurant, wo Finn Wecker, Vorsitzender des Regionalkreises Münsterland/Osnabrück, einen kurzen Einblick in seine Arbeit vor Ort gewährte.

Für begeisterten Applaus sorgte Albrecht von der Hagen, der als Bundesgeschäftsführer von DIE FAMILIENUNTERNEHMER in seiner fulminanten Rede einen weiten Bogen von den Anfängen des Verbands bis hin zu aktuellen politischen Entwicklungen spannte und besonders auf die Verdienste von Ludwig Erhard um die Soziale Marktwirtschaft hinwies. 

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11.09.2019 Tierquälerei für die Unterhaltungsindustrie

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

VIER PFOTEN deckt Ausbeutung von Wildtieren in Deutschland, Spanien, Frankreich und Tschechien auf.

Hamburg, 10. September 2019 – Der skrupellose Missbrauch von Wildtieren zu Unterhaltungszwecken findet nicht nur in Asien, sondern auch mitten in Europa statt.

Das belegen aktuelle Recherchen der internationalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. Das der Organisation zugespielte Material zeigt Touristenattraktionen in Deutschland, Spanien, Frankreich und Tschechien.

VIER PFOTEN fordert die betroffenen Länder auf, Wildtiere endgültig aus der Unterhaltungsindustrie zu verbannen. Touristen werden dazu aufgerufen, derartige Attraktionen zu meiden und an VIER PFOTEN zu melden.  

Überall in Europa werden Wildtiere unter nicht artgemäßen Bedingungen für Unterhaltungszwecke gehalten und gezwungen, Tricks vorzuführen, die ihren natürlichen Instinkten widersprechen. Doch, um ein Wildtier zu solch einem Verhalten zu bringen, muss sein Wille gebrochen werden.

„Dies ist meist nur durch die frühe Trennung von der Mutter und durch gewaltsames Training möglich. Daneben sind diese Touristenattraktionen nicht nur Tierquälerei, sondern befeuern auch die unregulierte Zucht und den Handel mit Wildtieren", sagt Kieran Harkin, Leiter Internationale Wildtierkampagnen bei VIER PFOTEN.

Mit schmerzhaften Methoden gefügig gemacht

Für nur fünf Euro kann man in Deutschland auf einem Elefanten reiten. Für 180 Euro kann man noch mehr Zeit mit einem Elefanten verbringen. Dann darf das Tier auch gefüttert, gewaschen und spazieren geführt werden. Sind die Elefanten gerade nicht gebucht, müssen sie in der Manege Kunststücke vorführen.

Dabei sitzen sie auf kleinen Stühlen, spielen Fußball, stehen auf einem Bein oder lassen Artisten auf sich klettern. „Elefanten sind sensible Herdentiere. Um sie gefügig zu machen, werden schmerzhafte Methoden angewendet.

Durch den Bewegungsmangel in Gefangenschaft leiden die Tiere unter Gelenk- und Rückenproblemen. In freier Wildbahn wandern sie kilometerweit, suchen frische Nahrung, spielen oder baden", so Kieran Harkin.

Als Ware gehandelt

Außerhalb der spanischen Hauptstadt Madrid lebt Tigerin Noa gemeinsam mit einhundert weiteren Tieren, die für Filmproduktionen vermietet werden. Für einhundertfünfzig Euro pro Stunde dürfen Touristen mit der Großkatze an der Leine spazieren gehen, sie streicheln und Selfies mit ihr machen.

„In freier Wildnis leben nur noch etwa 3.900 Tiger. Es ist erschreckend, dass diese Tiere weiterhin kommerziell gehandelt und wie Ware behandelt werden“, erklärt Harkin.

Touristenattraktionen mit Wildtieren sind Tierquälerei

Bei einem Volksfest in Watten/Nordfrankreich können Besucher zusehen, wie Wölfe durch Reifen springen und auf schmalen Balken balancieren. Ein Bär unterhält die Touristen mit Rutschen und Tanzen.

Zwischen und nach den Aufführungen werden die Wildtiere in kleine Anhänger gesperrt. In einem Zirkus in Tschechien muss ein sichtlich geschwächter Bär aufwendige Tricks wie Skateboardfahren oder Tanzen mit einem Hula-Hoop-Reifen aufführen.

"Touristenattraktionen mit Wildtieren sind Tierquälerei. Bis strengere Gesetze zum Schutz der Wildtiere in Europa durchgesetzt werden, bittet VIER PFOTEN Touristen darum, wachsam zu sein und Wildtier-Attraktionen umgehend zu melden: wildlife-tourism@four-paws.org.", so Kieran Harkin, Leiter der Internationalen Wildtierkampagnen bei VIER PFOTEN.

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07.09.2019 VISION EINER BESSEREN WELT

GFDK - Kultur und Medien

VISION EINER BESSEREN WELT - Spektakuläre Kunstaktion - Müllmenschen von HA Schult vor den “Höhlen von Matera” und Kunst schlägt James Bond

Vor dem Kloster „Chiesa di Sant´Agostino“ im berühmten süditalienischen Matera”, der Höhlensiedlung, die seit 1993 UNESCO-Welterbe und in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas ist, stellte der Aktionskünstler HA Schult seine lebensgroßen Skulpturen - die legendären Müllmenschen - auf. Gleichzeitig werden dort Szenen des brandneuen James Bond mit Daniel Craig gedreht.

Einen Tag nach der Eröffnung seiner Aktion im Klostergarten - unter starkem Zuschauer- und Medieninteresse - auch der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff war unter den teils sehr prominenten Gästen, ließ HA Schult überraschend seine Müllmenschen wieder abbauen.

Der Künstler begründet das so: „Das Volk meiner Trash People soll nicht in dem James Bond Film auftreten. Dafür ist meine Kunst nicht zu haben.“

Vorab gab es Spekulationen, dass die Müllmenschen in der geplanten Verfolgungsjagd, die in unmittelbarer Näher der Ausstellung gedreht wird, auftreten könnten. HA Schult: „"James Bond ist selber Trash genug." Mit ihrem Rückzug setzen die Trash People ein klares Zeichen: Gegen Trash und für Nachhaltigkeit. 

Wieder einmal hält HA Schult unserer Konsumgesellschaft schonungslos den Spiegel vor, seine Kunst ist radikal, unbequem und aktueller denn je. Schon vor 50 Jahren machte er auf  das Thema Umweltschutz aufmerksam, setzte sich erstmals bereits 1969 mit der Luftverschmutzung und dem ökologisch-  und soziokulturellen Ungleichgewicht auseinander.

Auf der documenta 1972 ließ er einen Vietnam-Veteranen einen Berg leerer Coca Cola-Flaschen bewachen – die MP im Anschlag.

Sein Volk der “Trash People” stand schon auf dem Roten Platz in Moskau, im Ariel Sharon-Park von Tel Aviv, auf dem Grand-Place in Brüssel, der römischen Piazza del Popolo, dem Plaza Real von Barcelona, vor dem Kölner Dom, auf der Großen Mauer Chinas und vor den Pyramiden von Gizeh, in 2.600 m Höhe unter dem Matterhorn, 860 m unter der Erde, im Salzstock von Gorleben und im nicht mehr ewigen Eis der Arktis.

"Seit Jahrzehnten gelingt es HA Schult immer wieder, das öffentliche Bewusstsein durch gelebte Bilder zu beleben, indem er auf öffentlichen Plätzen Themen inszeniert, die genau diese Öffentlichkeit zu verdrängen beliebt.

Stets stellen seine Arbeiten dabei Beziehungen her zu dem Ort, an dem sie ausgestellt sind“", erklärt Peter Weibel, Vorstand des ZKM – Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe.

Der Düsseldorfer Galerist und Kurator des Projekts Dirk Geuer ergänzt: "In Matera zeigt HA Schult mit seinen Trash People eindrucksvoll, dass die Kunst frei ist und sich nicht in Regieanweisungen einbinden lässt. Es ist ein klarer Sieg für die Kunst und ihre Nachhaltigkeit. HA Schult entsendet wieder einmal ein starkes Zeichen an die Menschen!“

In der zweiten Oktoberhälfte, wenn James Bond schon lange den Ort wieder verlassen hat, werden die Skulpturen wieder aus den Höhlen von Sassi in die Öffentlichkeit ziehen.

HA SCHULT: „Aufgrund der unglaublich positiven Reaktion der Bewohner Materas auf den Auftritt der "Trash People" wird das Tableau in der zweiten Oktoberhälfte erneut gezeigt. Bis dahin werden die Trash People an einem sicheren Ort verwahrt.“ – In Containern wie Asylanten, sind sie doch "Asylanten der Konsumzeit".

Bei der Eröffnung im Klostergarten gab es zahlreiche prominente Gäste: Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff mit Freunden, Senatore Tito Di Maggio, Kurator Fabio Di Gioia aus Rom, Kunstprofessor Massimo Guastella, Bank CEO Prof. Dr. Harald Schmitz, Sammlerpaar Günther Ketterer und Carola Ertle-Ketterer aus Bern.

Der Unternehmer Martin Steinbrecher mit Family und Freunden, Galerist Enrico Filippucci, Galerist Dirk Geuer, Art Karlsruhe-Chef, Kunstpapst Ewald Schrade, Sammlerpaar Jean-Claude und Michele Schmitz aus Luxemburg, Gräfin Dr. Edda von Wedel und die Weltspediteure Navid Thielemann von OLS  und Christian Flick von Recht Logistics.

Die längste Anreise hatte Mr. Keli Tian aus Peking mit mehr als zwanzig der einflussreichsten Chinesen.

Christian Wulff zu BILD: „Die Müllmenschen stehen für den gewaltigen Trash, den wir gerade weltweit produzieren und auf die Spitze treiben. Wir Menschen müssen jetzt unbedingt etwas dagegen unternehmen. Da können diese Skulpturen nur zu Mahnern werden. Ich würde sie umbenennen in Nachhaltigkeitshelden – aber das klingt vielleicht ein bisschen lang, oder?“

In Matera werden insgesamt mehr als zwei Millionen Besucher erwartet.

Derzeit kann man die Werke in Matera noch an folgenden Orten bestaunen

Maison D´AX - Via Muro 35  Matera

Galerie “Opera Arte & Arti” - Via Ridola 4 - 75100 Matera

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07.09.2019 Shootingstar aus Polen

GFDK - Kultur und Medien - Konzert

Kinga Glyk spielt beim „HÖMMA“-Festival in Oberhausen 

„Musik ist nicht nur Klang, und es geht nicht darum, schneller oder langsamer zu spielen. Es ist mehr. (Kinga Glyk

Eine junge Frau sitzt ganz entspannt im Schneidersitz auf dem Boden – ihren elfenbeinfarbenen E-Bass in den Händen. Und plötzlich geht’s los, aber wie.

Die 20-jährige Kinga Glyk lässt ihre Finger so virtuos über die vier Saiten fliegen, dass dem Zuschauer förmlich der Atem stockt. Dieses YouTube-Video von 2016 mit ihrer faszinierenden Interpretation von Eric Claptons „Tears In Heaven“ wurde mehr als 1,6 Millionen mal geklickt, es folgten zahlreiche umjubelte Konzerte sowie die Veröffentlichung ihrer CD „Dream“.

Am Sonntag, dem 8. September 2019, spielt der junge Shootingstar aus Polen beim Jazzfestival „HÖMMA“ in Oberhausen.

Von Freitag, dem 6. September 2019 bis Sonntag, dem 8. September 2019 wird Oberhausen wieder zum Hotspot für Jazzfans aus der Region. Zum dritten Mal beschenken lokale, nationale und internationale Top-Künstler das Publikum mit unvergesslichen Musikerlebnissen.

Uwe Muth und Peter Baumgärtner, den Machern des Festivals, ist es gelungen, ein hochkarätiges Programm auf die Beine zu stellen – mit Unterstützung der Stadt Oberhausen, einer Landesförderung sowie zahlreicher Sponsoren.

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05.09.2019 Video dokumentiert grausame Zustände

GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Brisantes Filmmaterial aus deutschen und anderen EU-Ställen bestätigt VIER PFOTEN und die anderen Tier- und Umweltschutzorganisationen des “End the Cage Age”-Bündnisses in ihren Forderungen:

Die Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ hat das Ziel, die Käfighaltung von Muttersauen und anderen Nutztieren in der EU abzuschaffen.

Die Petition endet am 11. September 2019. Nur noch bis dann bleibt den Bürgerinnen und Bürgern Zeit, die EU-Kommission mit ihren Unterschriften zum Handeln zu bewegen und sich des Themas anzunehmen.

Die Aufnahmen, die der Initiative zugespielt wurden, sind verstörend und schwer zu ertragen. Sie dokumentieren die qualvolle Haltung von Muttersauen im sogenannten Kastenstand – einem körpergroßen Käfig, der in der EU nach wie vor gang und gäbe ist.

„Die Filmaufnahmen zeigen die grausame Realität für Millionen Muttersauen in der EU. Die Tiere leiden extrem unter der Käfighaltung. Dass diese Haltungsform in der EU noch legal ist, ist ein Skandal.

Die Europäische Bürgerinitiative ‚End the Cage Age‘ zeigt, dass EU-Bürgerinnen und -Bürger nicht mehr bereit sind, ein derartiges Tierleid länger hinzunehmen. Die EU-Kommission muss endlich handeln und Käfige in der Nutztierhaltung verbieten“, sagt Martin Rittershofen, Kampagnenverantwortlicher bei VIER PFOTEN.

Nur noch wenige Tage Zeit zum Handeln

Die Europäische Bürgerinitiative fordert das Ende der Käfighaltung von Muttersauen und anderen sogenannten Nutztieren in der EU. Bis zum Petitionsende am 11. September sind es nur noch wenige Tage. Bereits jetzt haben über 1,4 Millionen Menschen unterzeichnet – „End the Cage Age“ ist ein Riesenerfolg.

Mehr als ein Drittel aller bisher gesammelten Stimmen kommt aus Deutschland. Je mehr Menschen die letzten Tage der Petition noch nutzen und unterschreiben, desto größer wird der Druck auf die Politik.

Kastenstand und Käfighaltung in der EU

Im Kastenstand werden die Sauen nah am Körper mit Metallstangen fixiert. Sie sind nahezu bewegungsunfähig, ohne jede Möglichkeit, Kontakt zu ihren Ferkeln oder Artgenossen aufzunehmen.

Auch können sie kein natürliches Verhalten ausleben, wie den Bau eines Nestes für ihre Ferkel. Davon betroffen sind in Deutschland fast alle Sauen. Sie müssen auf diese Weise die Hälfte ihrer ohnehin kurzen Lebenszeit verbringen.

Das ist nur ein Aspekt der Käfighaltung: In der EU fristen mehr als 300 Millionen Tiere ihr gesamtes Leben, oder zumindest einen Großteil davon, in Käfigen – von den Sauen im Kastenstand bis hin zu Legehennen in sogenannten „ausgestalteten“ Käfigen.

Tiere sind fühlende Wesen, die Schmerz und Freude empfinden. Diese Haltungssysteme führen nach Meinung von VIER PFOTEN und zahlreicher weiterer Organisationen zu ungeheurem Leid.

Die Initiative „End the Cage Age“

Die Europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“ will die Käfighaltung von Nutztieren in der EU abschaffen. Zu dem von der englischen Tierschutzorganisation "Compassion in World Farming (CIWF)" ins Leben gerufenen Netzwerk aus über 170 europäischen Tier- und Umweltschutzorganisationen gehören in Deutschland unter anderem die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Animal Equality Germany e.V., PROVIEH e.V., Deutsches Tierschutzbüro e.V. und VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz.

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