Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

18.08.2014 Vom 12. bis 13. September

GFDK - Redaktion

Ohne Seil und Haken, nur mit der eigenen Kraft und Geschicklichkeit gilt es eine 16 Meter hohe Wand hinauf zu klettern – frei und allein, eben „Free Solo“. Wer es in kürzester Zeit bis ganz nach oben schafft, darf sich „Free Solo Master“ nennen.

Der Titel für diese Disziplin wird zum ersten Mal vergeben – vor der würdigen Kulisse der Lienzer Dolomiten, die zu den attraktivsten Kletterbergen Europas zählen. Mit dabei: Stars wie David Lama, dem 2012 erstmalig die freie Begehung des berüchtigten Granit-Bergs „Cerro Torre“ in Patagonien gelang und sein Partner Peter Ortner, der das Kletterspektakel in Lienz mitorganisiert.

Und das Ganze mitten auf dem Hauptplatz der Osttiroler Bezirksstadt vor den Augen hunderter Zuschauer. Der Eintritt ist kostenlos. Eine Übernachtung mit Frühstück im Doppelzimmer gibt es ab 50 Euro.

Mitte September bekommt der Hauptplatz in Lienz ein neues Bauwerk. Die fünf Meter breite und 16 Meter hohe Wand, an der zum ersten Mal die Meisterschaften im „Free solo“-Klettern ausgetragen werden, wird teilweise überhängend und mit speziellen Winkeln konstruiert. „Wichtig ist natürlich die bombenfeste Verankerung und der drei Meter hohe Airbag, der für eine weiche Landung der Sportler sorgt“, erklärt Paula Müllmann vom Tourismusverband Osttirol.

Denn diese lassen sich, wenn sie oben angekommen sind oder ihnen ein Fehler unterläuft, einfach fallen. Ein Sicherungsseil gibt es im Freikletterstil nicht. Als heiße Favoriten gelten natürlich die beiden „Cerro-Torre“-Bezwinger David Lama und der Lienzer Peter Ortner – beide bekannt aus dem gleichnamigen Kinofilm. Die „Nadel aus Granit“ gilt wegen ihrer steilen, glatten Wände und den extremen Wetterbedingungen als einer der schwierigsten Gipfel der Welt.

Aber auch zahlreiche andere Topathleten der Kletter- und Boulderszene werden erwartet. Insgesamt wetteifern 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander, prämiert werden je die ersten drei Plätze der Damen- bzw. Herrenklasse.

Los geht es am Freitag, den 12. September, mit dem Training der Titelanwärter. Am Abend rockt man dann mit coolen Live-Bands zu spektakulären Kletter-Bildern in der BORG-Arena Lienz ab. Am Samstag wird es Ernst: Nur die Besten können sich für das Finale am Abend qualifizieren. Nach der Siegerehrung steigt die „Aftercontest-Party“, bei der die frisch gebackenen Meister mit ihren Fans gemeinsam am Hauptplatz und in den angrenzenden Lokalen feiern. Auf die Sieger warten Preisgelder von insgesamt rund 5000 Euro.

Kletterparadies Osttirol

Osttirol hat sich schon seit langem in der internationalen Kletterszene einen Namen gemacht: Für Sportkletterer gibt es 411 Routen in 4 verschiedenen Klettergärten im Umkreis von Lienz, von denen zwei auch für Familien geeignet sind. Im Kletterparadies Lienzer Dolomiten findet man außerdem insgesamt 70 alpine Mehrseillängenrouten und vierzehn Klettersteige.

Legendär: Der Falkenstein oberhalb von Matrei mit rund 100 Routen. Konditionsstarke Alpinisten lockt auch der „Große Kinigat“ im Hochpustertal, dessen hochalpiner Charakter mit Schwierigkeit D eingestuft wird. Ein besonderer Tipp sind die beide neuen Klettergärten in St. Jakob im Defereggental.

Über Osttirol: Osttirol mit der Bezirkshauptstadt Lienz und 32 Gemeinden gliedert sich in vier Regionen: Die Nationalpark-Region Hohe Tauern und das Defereggental im Norden, die Lienzer Dolomiten im Südosten und das Hochpustertal im Südwesten. Staufreie Anreise inklusive Landschaftserlebnis über die Felbertauernstraße.

Weitere Infos: Osttirol Information, Albin-Egger-Str. 17, A-9900 Lienz

Tel. +43 (0) 50 212 212, www.osttirol.com

 

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18.08.2014 28. bis 31. August 2014

GFDK - Projekt Spielberg GmbH & Co KG

Das Spielberg Musikfestival hat mit seiner Premiere im Vorjahr einen außergewöhnlichen musikalischen Nachklang in der Region um Spielberg und einen bleibenden Eindruck weit über die Grenzen der Steiermark hinaus hinterlassen. Drei Monate bevor erneut musiziert und leidenschaftlich aufgespielt wird, tüftelt man hinter den Kulissen intensiv am Feinschliff der zweiten Auflage.

Zahlreiche Volksmusikgruppen halten auch 2014 gemeinsam mit den Jungen Wilden den Leitgedanken „Tradition und Moderne, vertraut und ungewöhnlich, laut und leise“ hoch. Neuerungen bieten ein noch umfangreicheres Programm und mehr Möglichkeiten zum Mitmachen. Zudem überschreitet das Spielberg Musikfestival mit dem internationalen Star Goran Bregovic die Grenzen des deutschsprachigen Raumes. Details aus erster Hand waren beim Pressegespräch im Schloss Gabelhofen, der neunten Spielstätte des Spielberg Musikfestival 2014, vom Intendanten Herbert Pixner zu erfahren.

Die Grenzen der heutigen Volksmusik sind offen für Einflüsse aus vielen verschiedenen Genres, egal ob Jazz, Blues, Folk, Rock, Klassik oder Weltmusik. Tradition und Zeitgeist reichen einander die Hand. So unterschiedlich ihre Auftritte auf den ersten Blick auch sein mögen: Gestandene Musikanten und die Jungen Wilden verbinden die gemeinsamen Wurzeln in der alpenländischen Volksmusik. Die Leidenschaft vieler verschiedener Gruppen am Musizieren und den Reichtum der neuen Volksmusik an einem Ort zusammenzubringen ist die Idee des Spielberg Musikfestival, das bei seiner zweiten Auflage von 28. bis 31. August um einen Tag wächst und einige unüberhörbare Überraschungen parat hat.

Festival in Österreich

Intendant im zweiten Jahr und Festival-CD „Bergwild“. Wie schon im Vorjahr übernimmt der Südtiroler Komponist Herbert Pixner die Intendanz des Spielberg Musikfestival. Mit seinem „Herbert Pixner Projekt“ wird der Ausnahmemusiker selbst beim Open Air auftreten und auch in der einen oder anderen Spielstätte mitmusizieren, wenn sich die Gelegenheit bietet. Wer die faszinierende Welt der neuen Volksmusik zusätzlich in den eigenen vier Wänden genießen möchte, für den gibt es gute Nachrichten: Vor wenigen Tagen wurde die Festival-CD „Bergwild – Herbert Pixner und das Spielberg Musikfestival“ fertiggestellt.

Der Untertitel „Volksmusik überraschend anders“ macht neugierig auf ein außergewöhnliches Werk mit handverlesenen Stücken Mitwirkender des Spielberg Musikfestival. Ein wenig Geduld ist noch gefragt – die „Servus laut & leise“-Produktion des Monatsmagazins Servus in Stadt & Land mit 18 Titeln wird ab 20. Juni auf www.servusmarktplatz.at und im Musikhandel erhältlich sein.

Internationaler Star beim Open Air. Goran Bregovic, Musiker und Komponist aus Sarajewo sowie Gründer der erfolgreichsten Rockband Jugoslawiens der 70er- und 80er-Jahre, „Bjelo Dugme“, wurde international durch seine Filmmusik bekannt. Der Künstler komponierte vor allem für Emir Kusturicas Filme, aber auch zum Beispiel für Iggy Pop den Titel „In the Death Car“ des Streifens „Arizona Dream“. Mit dem „Wedding and Funeral Orchestra“ hat Goran Bregovic bereits weltweit für Furore gesorgt. Am Samstag, 30. August, wird Bregovic das Publikum vor der Open Air Bühne am Red Bull Ring in Spielberg in diese besondere musikalische Welt eintauchen lassen.

Wiedersehen mit Bands aus dem Vorjahr. An neun verschiedenen Spielorten wird von 28. bis 31. August beim zweiten Spielberg Musikfestival aufgespielt. Ende August gibt es im Herzen der Steiermark ein Wiedersehen mit Bands, die die Zuhörer im Vorjahr begeistert haben – allen voran die bayerischen Cowboys „Django3000“, sowie „HMBC“, „IRISHsteirisch“ oder „da Blechhauf’n XXL“ sowie die „Tanzgeiger“. Neu auf der Spielberger Bühne sind unter anderen „Aniada a Noar“ oder die „Wüdaramusi“.

Festival in Spielberg

Workshops, Familiensonntag. Das Spielberg Musikfestival wächst 2014 zu einem viertägigen Erlebnis für die ganze Familie. Am Donnerstag, 28. August, und am Freitag, 29. August, gibt es verschiedene Musik- Workshops für Steirische Harmonika, Blechblasinstrumente und Saiteninstrumente im G’Schlössl Murtal, im Hofwirt und im Steirerschlössl. Am Freitagabend geben zahlreiche Volksmusikgruppen an diesen drei Orten sowie im Landhotel Schönberghof, im Café Wasserturm und im Kulturzentrum Spielberg ihr Können zum Besten. Nach dem großen Open Air am 30. August klingt das Spielberg Musikfestival 2014 am Sonntag, 31. August, bei einem Familiensonntag mit Frühschoppen am Red Bull Ring mit regionalen Schmankerln, einer Oldtimer-Weihe und einer Feldmesse aus.

Tickets, Infos zum Programm und den Spielstätten gibt es unter www.spielbergmusikfestival.at.

Stimmen vom Pressegespräch, 22. Mai, Schloss Gabelhofen, Fohnsdorf:

Herbert Pixner (Festivalintendant): „Das Spezielle des Spielberg Musikfestival ist die Zusammenführung traditioneller Volksmusikantinnen und -musikanten mit Vertretern der jungen neuen Volksmusik. Tolle Reaktionen hatten wir im Vorjahr auf das gesamte Programm, deshalb war uns wichtig, es auch 2014 wieder ähnlich zu gestalten. Besonders freut es uns, heuer an zwei Tagen Instrumental-Workshops mit tollen Referenten anbieten zu können. Dazu ist wirklich jeder eingeladen, auch Leute, die noch nie ein Instrument in der Hand hatten. Am Freitag können alle Musikanten ihre Instrumente mitbringen, um gemeinsam zu musizieren. Das Festival soll langsam wachsen und unter anderem eine Plattform für junge Musiker sein. Das Augenmerk liegt dabei auf Qualität und nicht auf Masse.“

Rudi Weißenbacher (Kulturamtsleiter der Stadtgemeinde Spielberg): „Das Spielberg Musikfestival hat voriges Jahr für die ganze Region überaus positive Impulse gesetzt. Die Premiere wurde vom Publikum und in der Bevölkerung sehr gut aufgenommen. Das Schöne am Festival ist die Vielfalt und dass Brauchtum und echte Volksmusik vermittelt werden. In den zwei Jahren habe ich neben der Arbeit auch viele neue Freundschaften geschlossen und hoffe, dass es das Spielberg Musikfestival noch lange gibt. Ich freue mich schon sehr darauf!“

GR Adi Mayer (Kulturreferent der Stadtgemeinde Spielberg): „Die Stadtgemeinde Spielberg ist stolz, dieses Festival hier in Spielberg zu haben. Es ist ein starker kultureller Impuls für die Region Murtal. Aus der Zusammenarbeit im ersten Jahr hat sich eine Liebe entwickelt. Wir sind glücklich, das Spielberg Musikfestival in den kommenden Jahren in der Region zu haben und mitwirken zu dürfen.“



Projekt Spielberg GmbH & Co KG
Red Bull Ring Straße 1
8724 Spielberg, Austria
information@spielbergmusikfestival.at

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18.08.2014 Highlights

Filmfest Hamburg

Das Programm für die 22. Ausgabe von Filmfest Hamburg ist fast fertig. Bevor die endgültige Terminierung am 9. September 2014 bekannt gegeben wird, verraten wir vorab weitere Highlights.

HIN UND WEG (Deutschland) von Christian Zübert
Ausgerechnet Belgien! Was soll es dort schon geben – außer Pommes und Pralinen? Doch Hannes und seine Frau Kiki bestimmen in diesem Jahr, wohin die jährliche Radtour mit ihren engsten Freunden gehen soll. Erst unterwegs erfahren sie, dass Hannes an einer unheilbaren Krankheit leidet. Die Gruppe reagiert zunächst geschockt und ratlos, doch dann beginnt eine wilde, einzigartige Tour; denn durch Hannes erkennt sie, wie kostbar das Leben wirklich ist.

GET, DER PROZESS DER VIVIANE AMSALEM (Israel, Deutschland) von Ronit und Shlomi Elkabetz
In Israel entscheidet allein der Rabbiner über die Ehe oder ihre Auflösung. Trotzdem will Viviane Amsalem unbedingt die Scheidung. Die Unnachgiebigkeit ihres Mannes und die ambivalente Rolle des jüdischen Gerichts liefern den Stoff für ein jahrelanges Verfahren, das zwischen Tragik und Absurdität schwankt.

JAUJA (Argentinien, Dänemark, Frankreich, Mexiko, USA, Deutschland, Niederlande) von Lisandro Alonso
Gunnar Dinesen (Viggo Mortensen) ist im 19. Jahrhundert in einem Tross von Ingenieuren und Militärs unterwegs, die in Patagonien einen Vernichtungsfeldzug gegen die indigene Bevölkerung führen. Begleitet wird der Däne von seiner 15-jährigen Tochter. Als diese sich in einen jungen Mann verliebt und mit ihm flieht, macht sich Dinesen halb verrückt vor Sorge auf die Suche – und bricht zu einem einsamen halluzinatorischen Trip tief in feindliches Gebiet auf.

LOVE AT FIRST FIGHT (Les Combattants) aus Frankreich von Thomas Cailley gewann dieses Jahr in Cannes in der Sektion Quinzaine des Réalisateurs drei Preise.
Es sieht alles nach einem friedlichen Sommer aus für Arnaud. Doch dann lernt er Madeleine kennen, eine junge Frau, die so schön ist wie hart, ein Betonblock aus gespannten Muskeln und Endzeitprophezeiungen. Arnaud ist überwältigt und hingerissen von diesem menschlichen Tornado – und lässt sich mit ihr auf ein zweiwöchiges Boot Camp ein. Eine Liebesgeschichte oder eine Überlebensgeschichte?

XENIA (Griechenland) von Panos H. Koutras

Dany ist 15 ½, schwul, hat immer ein weißes Kaninchen dabei und lutscht am liebsten Lollies. Als seine Mutter an den Folgen ihrer Alkoholsucht stirbt, überredet er seinen Bruder Odysseas mit ihm nach Thessaloniki zu reisen. Die griechische Tragödie zeigt mit einem gehörigen Schuss an Schrillheit und Surrealität, wie die Krise im Land das Leben der Menschen durcheinander bringt.

Das Québecer Kino ist bei Filmfest Hamburg zuhause und das Regietalent Xavier Dolan verfolgen wir seit seinem ersten Film.

MOMMY (Kanada) von Xavier Dolan gewann in Cannes den Preis der Jury.
Die resolute Diane liebt ihren 15-jährigen Sohn Steve über alles, obwohl er sie mit seinen extremen Wut- und Gewaltausbrüchen in den Wahnsinn und in den Ruin treibt. Mit seinem fordernden Anspruch auf die Rolle des Mannes im Haus und seiner überbordenden Liebe zu ihr stellt er sie auf die Probe. Einmal mehr ein Dolan mit visueller Extravaganza.

Filme aus Afrika haben 2014 ein starkes Jahr und sind auch bei Filmfest Hamburg vertreten. Wir zeigen unter anderem:

ADY GASY, ein Dokumentarfilm aus Madagaskar von Lova Nantenaina
Madagaskar ist ein Horror für Kapitalisten. Die Wirtschaft der bitterarmen Insel vor Afrika basiert auf anderen Prinzipien. Sie heißen: Recycling, Kreativität und Solidarität. Der Film zeigt, wie die Menschen dem tagtäglichen Mangel mit Einfallsreichtum, Kunst, Nachbarschaftshilfe und purer Lebensfreude begegnen. Stück für Stück entsteht ein faszinierendes Puzzle einer Gesellschaft, in der nichts geht, aber alles funktioniert.

Mehr Informationen zu den Filmen und den Regisseuren finden Sie hier.

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18.08.2014 PLANET KULTUR E.V.

GFDK - Schauspiel Köln

Im Jubiläumsjahr, zum Geburtstag von William Shakespeare, wagt Planet Kultur mit seiner neuen Musicalproduktion den Brückenschlag über 450 Jahre zu wahrscheinlich Shakespeares letztem Stück DER STURM.

Theater in Köln

Die Geschichte um Prospero, den ehemaligen Herzog von Mailand und seine Tochter Miranda, den Luftgeist Ariel und seinen Sklaven Caliban, beginnt mit einem Sturm. Ausgelöst hat ihn der Magier Pros­pero, der vor 12 Jahren von seinem Bruder Antonio und dem König von Neapel vom Thron gestürzt wurde und nun seinen Bruder und die ganze in dessen Begleitung befindliche Königsgesellschaft zu Schiffbrüchigen macht.

Die Konflikte und Themen des Bühnengeschehens: Macht und Rache, Enttäuschung und Wut, Verantwortung und die Grenzen der Erziehung verbinden die 20 Jugendlichen aus 12 Nationen unter professioneller Anleitungmit ihren eigenen Erfahrungen und Sichtweisen.

Freunde der Kunst

am 30.08.2014

info@remove-this.schauspielkoeln.de

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18.08.2014 Kunsthaus

GFDK - Universalmuseum Joanneum

Dino Zrnec (*1983 in Zagreb, lebt in Wien und Zagreb) widmet seine Malerei dem Testen von Materialien.

Ausstellung in Graz

Praktische Prozesse, die einem Gemälde stets innewohnen, für die Betrachter und Betrachterinnen aber für gewöhnlich unsichtbar bleiben, rückt er in den Vordergrund, indem er bewusst malerisch-technische Fehler begeht: Er macht durchscheinende Rückseiten zum Bildmotiv, überspannt Leinwände, verzichtet auf Grundierungen oder wendet sie „falsch“ an, er lässt Ölfarbe auf Leinwände tropfen, löst diese mit Terpentin über Nacht auf oder fügt der Malgrundlage Brüche, Faltungen und Knicke zu. Die Kontrolle über das Ergebnis überlässt Zrnec zwar nicht dem Zufall, aber dem Experiment. Die Dekonstruktion der Malerei gestattet keine Narration und macht die Bilder zu minimalistischen Versuchsobjekten. Nichtsdestotrotz und auch ohne den Hintergrund des Prozess-orientierten Ansatzes funktionieren Zrnec‘ Arbeiten als eigenständige Gemälde.

Freunde der Kunst

In der letzten Projektraum-Ausstellung mit dem vieldeutigen Titel ensure for size kämpft der Maler Dino Zrnec gegen den Raum von Zobernig und Kläring, wie es kein anderes Projekt zuvor getan hat, während er gleichzeitig die bestmögliche Lösung sucht, seine eigene Arbeit in die Skulptur einzupassen. 

12.09.-16.11.2014

kunsthausgraz@remove-this.museum-joanneum.at

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18.08.2014 Mit dem Rad

Piroth Kommunikation

Kloster, Kräuter, Kneipp - in der grünen Landschaft des Unterallgäus "erfahren" Genuss-Radler auf dem Kneipp-Radweg den Lebensweg von Pfarrer Sebastian Kneipp und entdecken das Erbe seiner ganzheitlichen Naturheillehre. Der 56 Kilometer lange Weg mit Start im Kneipp-Original Bad Wörishofen ist Teil der Radrunde Allgäu und eignet sich optimal für einen Tagesausflug. Er führt durch die schönsten Ecken der südschwäbischen Moränenlandschaft. Unterwegs auf idealem Radfahr-Terrain mit flachem, leicht hügeligem Gelände zählen das Sebastian Kneipp-Museum in Bad Wörishofen, die Basilika der Benediktinerabtei in Ottobeuren und der Kreislehrgarten am Hohen Schloss in Bad Grönenbach zu den Höhepunkten der Route. Ganz à la Kneipp erfrischen sich die Radler an zahlreichen Armbade- und Tretbecken an der Strecke, machen Rast in bunten Kräutergärten und stärken sich bei lokalen Gastgebern mit Gerichten der Kneipp-Küche. Retoure geht es dann in knapp einer Stunde mit der Bahn von der Endstation des Kneipp-Radwegs Bad Grönenbach.

Der Kneipp-Radweg verbindet die wichtigste Wirkungsstätte des Wasserdoktors, Bad Wörishofen, mit seinem Geburtsort Stephansried bei Ottobeuren und seiner Lehrstätte in Bad Grönenbach. 40 Jahre seines Lebens verbrachte Pfarrer Kneipp in Bad Wörishofen. Auf der Route des Kneipp-Radwegs ist ein kurzer Halt an einem der über 22 Wassertret- und Armbadebecken in und um den Ort ein willkommener Zwischenstopp und belebt Arme und Beine für die weitere Fahrt. Mit dem Rad geht es danach weiter bis zum 163.000 Quadratmeter großen Kurpark in Bad Wörishofen. Hier lohnen der Gang über den Barfußwanderweg und ein Abstecher durch die Rosen-, Duft- und Kräutergärten im Park. Bei einem Besuch des Sebastian-Kneipp-Museums erfahren Gäste Wissenswertes zu den Lebensstationen und der ganzheitlichen Naturheillehre des Stadtpatrons. Nach seinem Theologiestudium in München, bei dem er sich bereits intensiv mit der Wassertherapie befasste, kam Sebastian Kneipp am 2. Mai 1855 als Beichtvater in das Dominikanerinnenkloster nach Wörishofen. Als Pfarrherr von der Kirche St. Justina in Wörishofen veröffentlichte er sein erstes Werk "Meine Wasserkur" zu seinem gesammelten heilkundlichen Wissen. Mit den drei Stiftungen - dem Sebastianeum, der Kneippschen Kinderheilstätte und dem Kneippianum - wird Wörishofen zum Kurort, in den tausende Heilsuchende pilgerten, um Mithilfe der Kneipp-Therapie Linderung zu finden. Am 17. Juni 1897 verstarb Sebastian Kneipp in Wörishofen.

Vorbei an Dirlewang und Gottenau führt der Kneipp-Radweg von Bad Wörishofen aus über die flachhügelige Allgäuer Landschaft nach Stephansried bei Ottobeuren, dem Geburtsort des bekannten Pfarrers. Am 17. Mai 1821 geboren, wuchs Sebastian Kneipp hier als Sohn armer Webersleute auf und entwickelte bereits früh den Wunsch Priester zu werden. Schon aus der Ferne sehen die Radler die beeindruckende Basilika der Benediktinerabtei, in der Kneipp getauft wurde und seine erste Heilige Messe als Priester feierte. Das Kneipp-Denkmal in Stephansried zeugt noch heute von seinen Wurzeln in der Marktgemeinde.

Von Ottobeuren führt der Tagesausflug weiter über Benningen nach Bad Grönenbach, der Endstation des Kneipp-Radweges. Hier erfüllte sich Kneipps Wunsch, Priester zu werden. Kaplan Merkle nahm sich seiner an und unterrichtete den 21-Jährigen, mittellosen Webersohn in Latein. Parallel verdiente er sich als landwirtschaftlicher Knecht beim Dorfvorsteher am Marktplatz seinen Lebensunterhalt. Seine Tätigkeit dort und die Begegnung mit dem anerkannten Botaniker Christoph Ludwig Köberlin, dem evangelischen Pfarrer Bad Grönenbachs, weckten sein Interesse für die Kräuterkunde. Im Kreislehrgarten des ehemaligen Klostergartens am Hohen Schloss entdecken Radfahrer bei einer Rast altbekannte Heilkräuter, die noch heute bei der Kneippschen Heilpflanzen-Therapie, auch Phytotherapie, in Form von Tee, Tinkturen, Säften, Badezusätzen, Salben oder Tabletten Anwendung finden. Nach dieser Station kam Pfarrer Kneipp nach Wörishofen, wo er den Rest seines Lebens wohnte und wirkte. Die Radausflügler nehmen von Bad Grönenbach die Regionalbahn zurück zum Bahnhof Bad Wörishofen.

Der Kneipp-Radweg ist Teil der Radrunde Allgäu, die sich auf acht verschiedene Erlebniswelten - die Glückswege, Heimatstätten, Naturschatzkammern, Wasserreiche, Alpgärten, Gipfelwelten, Panoramalogen und den Schlosspark - aufteilt. Auf 450 überwiegend asphaltierten Kilometern führt die 4-Sterne-ADFC klassifizierte Radrunde durch sechs Landkreise in Bayern, dem angrenzenden Baden-Württemberg und Tirol. Die zwei Achsen Iller- und Allgäu-Radweg sowie 50 Bahnhöfe entlang der Route sorgen für insgesamt neun mögliche Befahrungsvarianten und individuellen Genuss. So erleben Rad-Urlauber entlang der Runde zu den schönsten Ecken des Allgäus die Landschaft und ihre Geschichten. Neben den Glückswegen der Wandertrilogie Allgäu und dem Kneipp-Waldweg ergänzt der Kneipp-Radweg den Kneipp-Aktiv-Urlaub in und um Bad Wörishofen.

Passend zum Kneipp-Radurlaub im Allgäu ist die Radwoche für sieben Übernachtungen mit Frühstück ab 240 Euro pro Person im Doppelzimmer vom 1. April bis 31. Oktober buchbar. Zwei Kneippsche Schnupperanwendungen, ein Leih-Rad pro Person, zwei geführte Radtouren, eine Radwanderkarte sowie die Kurtaxe sind inklusive.

Alle Informationen zum Kneipp-Radweg und der Radwoche in Bad Wörishofen und weiteren buchbaren Pauschalen gibt es bei der Gäste-Information telefonisch unter +49-(0)-8247-9933-55 oder unter www.bad-woerishofen.de. News und Bilder auch auf Facebook.

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18.08.2014 30 Jahre Posthof Linz

GFDK - Karl Zabern

Der 22. August 1994 gilt für die deutschsprachige Popmusik als historisches Datum. An diesem Tag erschien "L'Etat Et Moi", das zweite Album von Blumfeld, das gleich in mehrerer Hinsicht bis heute nachwirkt. War deutscher Pop/Rock zuvor ein in Post-NDW-Schlagerspaß und Altherrenposen erstarrtes Gewerbe, so bemächtigten sich im Hamburg der späten 80er und frühen 90er eine Reihe von Bands der vermaledeiten deutschen Sprache und versuchten sich in ihrer eigenen Deutung des damals aufkeimenden Grunge und anderer Indie-Musiken.

Blumfeld fanden sich - neben Die Sterne und Tocotronic - an der Spitze einer Szene, für die schnell die Etiketten "Diskurspop" und "Hamburger Schule" erfunden wurden. Dies war auch und vor allem auf die Texte des Blumfeld-Kopfes Jochen Distelmeyer gemünzt, der auf eigentümlich ironisch-intellektuelle Art die Grenzen zwischen Selbstbefindlichkeit und Politik verwischte, während es die Band aufs Herrlichste krachen ließ.

Konzert in Österreich

"Verstärker" heißt denn auch eines der zentralen Stücke auf "L'Etat Et Moi", jenes mit dem "Gestus des revoltierenden, poetischen Individuums... meisterhaft getexteten und gespielten Konvoluts" (Spex, 1994), das einer neuen Generation deutschsprachiger Bands und Musikern den Weg ebnen und über alle Genregrenzen hinweg inspirieren sollte. Bis heute gilt dieses Album, mit dem Blumfeld an der Seite der US-Indiehelden von Pavement durch Europa und die USA tourten, als stilprägend und wird regelmäßig in allen Bestenlisten geführt.

Nach vier weiteren, mitunter beherzt diskutierten, bei der Kritik und am Ladentisch aber immer höchst erfolgreichen Alben sowie einigen Umbesetzungen am Bass löste sich das Trio 2007 schließlich auf. Heute verfolgen die drei Gründungsmitglieder ganz unterschiedliche Wege: André Rattay sitzt gelegentlich bei der aus Superpunk hervorgegangenen Liga der außergewöhnlichen Gentlemen am Schlagzeug. Eike Bohlken entschied sich schon 1996 gegen eine Karriere als Berufsjugendlicher und doziert heute Philosophie. Und von Jochen Distelmeyer, dessen Solo-Album "Heavy" nun auch schon wieder 5 Jahre alt ist, heißt es, er sei unter die Literaten gegangen. Sein Debütroman "Otis", von dem schon eine Inhaltsangabe im Netz kursiert, ist für Jänner 2015 bei Rowohlt avisiert.

Konzert in Linz

Zuerst heißt es aber mal ordentlich Jubiläum feiern: 20 Jahre nach Erscheinen von "L'Etat Et Moi" und 7 Jahre nach der Trennung findet sich die Band nämlich überraschend in Originalbesetzung für eine exklusive und wohl auch einmalige Jubiläumstournee wieder zusammen. Und diese führt Blumfeld - eine glücklichere Fügung lässt sich kaum denken - haarscharf zum Reinfeiern in den 30. Posthof-Geburtstag am 1.9. zurück nach Linz!

Besetzung: Jochen Distelmeyer: Gesang, Gitarre; Andre Rattay: Drums; Eike Bohlken: Bass

Sonntag, 31. August, 20:00 Uhr, Pop

Posthof Linz

 

POSTHOF - Zeitkultur am Hafen  
Posthofstrasse 43  A-4020 Linz / Austria
Medienreferent: Mag. Karl Zabern  
zabern@posthof.at

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18.08.2014

Sasse

Die Feinbrennerei Sasse setzt auf Bio-Qualität: Ab sofort wird zur Herstellung des „Münsterländer Lagerkorns“ regionaler Weizen vom Hof Rülfing aus Rhede verwendet. Der Hof ist Mitglied im Bioland e.V. und setzt sich für den Erhalt von Artenvielfalt und Pflanzenkulturen ein, die zum Teil aus der konventionellen Landwirtschaft verschwunden sind. Neben dem Bio-Weizen enthält der „Münsterländer Lagerkorn“ Wasser aus einer Quelle am Schöppinger Berg.

„Wir entwickeln unser Spitzenprodukt kontinuierlich weiter. Die Umstellung auf regionalen Bio-Weizen ist der logische nächste Schritt“, sagt Rüdiger Sasse, Geschäftsführer der Feinbrennerei Sasse. Nachdem bereits der Kräuterlikör „Gerlever“ im vergangenen Jahr das EG-Biosiegel erhalten hat, ist der „Münsterländer Lagerkorn“ das zweite Produkt aus dem Hause Sasse, das dieses anstrebt. „Wichtiger als ein Siegel ist mir jedoch, den bewussten Genuss in den Mittelpunkt zu stellen und das Produkt mit seinen Besonderheiten zu erklären“, sagt Sasse. Dazu gibt es in der Gastronomie verschiedene Getreidesorten zum Probieren. Für Konsumenten und Fachhandelspartner wird es Informationsmaterial wie zum Beispiel eine Broschüre zum neuen Lagerkorn geben.

Rüdiger Sasse entwickelte den „Münsterländer Lagerkorn“ nach dem Niedergang des Korngeschäfts in den 1980er als ein Produkt der Region und passend zu ihrer Geschichte. Er setzte auf eine höhere Qualität und ein spezielles Finishing statt auf Masse. Der neu entstandene Brand wurde 1997 das erste Mal verkauft. Entgegen des Trends in der Spirituosenbranche etablierte sich der Korn, der Absatz entwickelte sich positiv. „Für uns ist der Lagerkorn das wichtigste Produkt in unserem breiten Sortiment“, sagt Sasse. „Mit der Umstellung auf Bio-Weizen vom Hof Rülfing investieren wir weiter in seine Qualität.“

Für den „Münsterländer Lagerkorn“ werden ausschließlich Malzdestillate verwendet. Durch sein Herstellungsverfahren und die Lagerung in Eichenfässern erinnert er in Geschmack und Farbe eher an einen Grappa oder Whisky als an einen herkömmlichen Korn. Der Münsterländer Lagerkorn ist der einzige Korn in Deutschland, der die Bezeichnung very superior old pale (V.S.O.P.) trägt.

Auf Basis des Bio-Weizens wird er nach dem Barrique-Ausbau in etwa vier Jahren auf den Markt kommen. Sasse plant, den Verkaufspreis im Direktvertrieb konstant bei etwa 18 Euro pro 500 ml-Flasche zu halten. 

Weitere Informationen unter:

www.sassekorn.de

www.hof-ruelfing.info

 

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18.08.2014 Nach den Regeln des Goldenen Schnitts

lux

lux – ein natürlich schönes, höchst variables Einzelmöbelprogramm für den Wohnbereich. Kernstück bilden zehn wohl proportionierte Grundformate, die konsequent nach den Regeln des Goldenen Schnitts gestaltet sind und zu 156 spannenden Korpussen kombiniert wurden. Jedes Grundformat kann in Material, Farbe und Öffnungsfunktion einzeln definiert werden und erlaubt damit ein Höchstmaß an individueller Gestaltung.

Erweitert werden die Variationsmöglichkeiten nun noch mit dem neuen TV-Element. Die zwischenschlagenden, zurückspringenden Fronten des lux Programms lassen das gliedernde Raster der Korpuskanten sichtbar werden. Stark facettiert wirkt die Materialstärke so in einer für Naturholz einzigartigen Filigranität.

Die zarte Anmutung wird durch Steckboarde, effektvoll hinterleuchtete Hängeelemente und filigrane Griffe aus Holz unterstrichen. Gläserne Elemente erlauben es, die Korpusse zu raumgreifenden Systemen zu verbinden und dabei ihren Solitärcharakter zu bewahren.

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18.08.2014 Kunsthalle

GFDK - Kunsthalle zu Kiel

Netz. Vom Spinnen in der Kunst präsentiert rund 55 Werke von 25 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern sowie einen historischen Exkurs mit graphischen und naturkundlichen Werken des 16. bis 19. Jahrhunderts.

Ausstellung in Kiel

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Idee des Netzes: Die ausgestellten Werke zeigen natürlich gesponnene Spinnennetze, verknüpfe Begriffe und Daten in Diagrammstrukturen oder arbeiten mit den flexiblen Daten des Internets. Netzstrukturen verbinden Bilder, Texte und akustische Signale miteinander. Sie sind ständig in Bewegung und wesentlicher Bestandteil der globalisierten Welt.

Naturwissenschaftlich-mathematische Fragestellungen, kreative Formen von Codierungen und kartographische Visualisierungen spielen ebenso eine Rolle wie die sozial-politischen Dimensionen von Netzwerken. Netz widmet sich damit Fragen unserer Gegenwart und folgt zugleich einem jahrtausendealten Thema – denn das Netz ist eine Metapher, die bereits seit der Antike Gegenstand künstlerischer Fragen ist.

Die Künstler der Ausstellung:

Monica Baer, Felix Bonowski, Edward Burtynsky, Silvie Deutsch, William Engelen, Daniel Franke und Cedric Kiefer, Peter Kogler, Pia Linz, Barrett Lyon, Jenny Michel, Trevor Paglen, Dan Perjovschi, Julius Popp, Jens Risch, Tomás Saraceno, Julia Schmid, Chiharu Shiota, Marcus Steinweg, Thomas Stellmach und Maja Oschmann, Philip Topolovac, Clement Valla, Jorinde Voigt, Otto Zitko, Erhard Schön, Petrarcameister, Giovanni Paolo Cimerlini, Jost Amman, Hans Vredeman de Vries, Matthäus Merian der Ältere, Gregor Fentzel, Ernst Ludwig Creite, Johann Rudolf Metzger, Bernhard Rode, Theodor Rehbenitz, Friedrich Olivier, Herbarien

Freunde der Kunst

presse@kunsthalle-kiel.de

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Treffer: 5000