Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

17.10.2014 ein spannungsvoller Dialog

GFDK - Kunsthaus Zürich

Das expressive Werk des österreichischen Künstlers Egon Schiele (1890 –1918) wird zusammen mit Arbeiten der britischen Malerin Jenny Saville (*1970) in einer Ausstellung gezeigt.

Ausstellung in Zürich

Das Ausnahmetalent der Wiener Moderne tritt dazu in einen spannungsvollen Dialog mit einer zeitgenössischen Position. An der übersteigert und obsessiven Darstellung von Körperlichkeit wird Malerei selbst als körperliches Medium in unausweichlicher Direktheit erfahrbar.

Es ist eine offene Begegnung zweier Künstler, die zeitlich durch fast ein Jahrhundert voneinander getrennt sind. So sind es Kontrast wie auch Annäherung, die dieses Nebeneinander bestimmen. Die Autonomie beider Positionen bleibt sichtbar, es soll keine Nachwirkung von Schieles Kunst suggeriert werden. In der Ausstellung wird durch das Werk Schieles ein loser chronologischer Faden gelegt, und die Gemälde Savilles treten vereinzelt, manchmal in kleineren Werk- oder Motivgruppen, interagierend dazu. Eine sparsame Hängung bestimmt den visuellen Klang und zielt in herausfordernder Weise auf die Wahrnehmung des Betrachters.

Freunde der Kunst

Den 35 Gemälden von Egon Schiele stehen 16 grossformatige Werke von Jenny Saville gegenüber. Hinzu treten «Studies», die sich mit Textur und Materialität befassen – mit «mark-making» (Zeichensetzen), wie Saville selbst sagt. Rund 55 Arbeiten auf Papier vermitteln einen Einblick in Schieles zeichnerische Meisterschaft. In kleinen, ausgewählten Themengruppen lassen sie eine künstlerische Intensität zutage treten, die vor dem Extremen nicht zurückschreckt.

kristin.steiner@kunsthaus.ch

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17.10.2014 realistisch

GFDk - kino.de

Ebenso realistisches wie bewegendes Drama um eine junge Frau, die um ihren Job kämpft, von den preisgekrönten Dardenne-Brüdern.

Drei Jahre, nachdem sie bei "Der Junge mit dem Fahrrad" mit Cecile de France erstmals mit einer professionellen Schauspielerin gearbeitet hatten, steht mit Marion Cotillard nun abermals ein Profi vor der gewohnt unbestechlichen Kamera der Dardenne-Brüder. Reibung entstand keine: Die Oscar-Preisträgerin fügt sich nahtlos in die so dokumentarisch echte und nachvollziehbare Welt, die die zweifachen Goldene-Palme-Gewinner so mühelos evozieren. Wie sie mit ebenso großer Liebe wie Unerbittlichkeit trügerisch einfach von den Nöten ganz normaler Menschen auf der unteren Stufe der Unterschicht erzählen, ist auch hier wieder unwiderstehlich.

"Zwei Tage, eine Nacht" ist sozusagen "Die Faust im Nacken", wie er vielleicht von Bresson gedreht worden wäre, ein Film, der die Solidarität derer beschwört, die ohnehin nichts haben, ein Herzen brechendes Drama, das aus einer ganz einfachen Prämisse besteht: Eine Frau hat ein Wochenende lang Zeit, ihre 16 Kollegen davon zu überzeugen, bei einer am Montag bevorstehenden Wahl dafür zu stimmen, dass sie ihren Job behalten darf - dafür müssen sie allerdings auf den Jahresbonus von jeweils 1000 Euro verzichten. Das ist so high concept, wie man sich einen Film der Dardennes nur vorstellen mag. Aber wie sie daraus eine Geschichte entwickeln, die mit soviel Bodenhaftung soviel Wucht entfaltet, einen zutiefst rührt und bewegt, ist allergrößte Kinokunst, wie sie außer dem Brüderpaar nur wenige beherrschen. Zusätzliches Gewicht erhält das existenzbedrohende Dilemma dadurch, dass bei einer ersten Wahl nur zwei Kollegen für sie gestimmt haben - die Wahl nun nur wegen technischer Unregelmäßigkeiten wiederholt wird und weil Vorarbeiter Jean-Luc Druck auf die Arbeiter ausgeübt hat.

Mit der Hilfe ihres Ehemannes zieht Sandra, die wegen einer schweren Depression monatelang nicht in der kleinen Firma arbeiten konnte und in ihrer Abwesenheit sozusagen obsolet geworden ist, also los, in einer Mischung aus Kreuzweg und Sisyphusarbeit. Jede gewonnene Stimme treibt sie an, jede Absage wirft sie in ein immer noch größeres Jammertal, setzt ihr körperlich und seelisch zu. Schlussendlich steuert die Geschichte, eine Art Variante von "Zum Beispiel Balthasar", auf einen ebenso verblüffenden wie genialen Schluss zu, weniger versöhnlich wie der Vorgänger, aber mit einer kämpferischen Lust, wie man sie bei den Dardennes noch nicht gekannt hat: Aufrechten Hauptes verlässt die Heldin den Film, beseelt der Zuschauer den Kinosaal. ts.

Kinostart: 30.10.2014

Quelle: kino.de

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17.10.2014 Autumn-Tour 2014

GFDK - Andreas Fauser

Der Name klingt bombastisch, und tatsächlich sind COLOSSEUM so etwas wie Saurier in der Geschichte der Rockmusik: ein Zusammenschluss von ungeheuer virtuosen Solisten, dabei trotzdem mit einem geschlossenen, kompakten Sound und in den verschiedenen Konstellationen musikalisch stets sehr innovativ.

Die wohl erste Jazzrockband der Welt veröffentlichte zwischen 1969 & 1971 fünf Alben und tourte drei Jahre lang fast ununterbrochen durch die Welt. Dann brach die Band auseinander, gleichzeitig mit dem Split jedoch erschient das Doppelalbum “Colosseum Live“, das man sicherlich auch heute noch getrost als ein Juwel der Rockgeschichte bezeichnen kann.

Konzert in Deutschland

23 Jahre später reformierte sich die Band in der klassischen "Colosseum Live" - Besetzung, um da weiterzumachen, wo sie einst aufgehört hatte. Seither waren Jon Hiseman, Chris Farlowe, Clem Clempson, Dave Greenslade & Mark Clarke mit großem Erfolg auf zahlreichen Festivals und Europa - Tourneen unterwegs. Den Platz des im Dezember 2004 viel zu früh verstorbenen Saxophonisten Dick Heckstall-Smith hat dabei die großartige Barbara Thompson übernommen.

Konzert in Mainz

Nachdem es auf der letzten Tournee 2011 dann leider so aussah, als könne COLOSSEUM wegen der Parkinsonerkrankung von Barbara Thompson nicht mehr touren, wird die Band dank eines neuen Medikamentes nun im Herbst 2014 wieder in Originalbesetzung auf Tournee gehen können!

 

Sonntag, 02.11.2014 um 20:00 Uhr - Frankfurter Hof

Eintrittspreise €:

(Alle angegebenen Preise im Vorverkauf zzgl. VVK-Gebühr)

VVK 30,-

 

Veranstaltungsort:  

FRANKFURTER HOF MAINZ
Augustinerstrasse 55
55116 Mainz

Tickethotline: 06131-220438

 

 

Andreas Fauser
NuzzCom Music Office
Homburger Landstr. 122
60435 Frankfurt
Tel. 069-954 349 16
andreas@nuzzcom.com

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17.10.2014 Objekte

GFDK - Galerie Junge Kunst

Die Ausstellung "They have a plan" von Max Kosoric versammelt Objekte, die nicht dem klassischen Produktdesign entsprechen.

Ausstellung in Trier

So können Lampen und Grills sowohl filigrane Dreibeiner als auch insektenhafte Gestelle oder gar verlassene Hüllen sein. Max Kosoric verändert ihre Form, oftmals sogar ihre Bestimmung. Seine Grill-Skulpturen aus gefaltetem, schwarz lackiertem Stahl stellen drei Varianten dar, zu Raum gebogenen Flächen eine Funktion zuzuschreiben. Sie pendeln zwischen der Objektwelt der Kunst und des Designs.
Die Lampe "Frau B Punkt", ein Beispiel seiner neuesten Objektgeneration, spiegelt den objektimmanenten Gestaltungsdrang. Was zu vor ein ausrangiertes Herrenhemd war, stellt sich nun als eine weibliche Lampe vor. Getragen von einem starken Überlebenswillen und Veränderungsdrang hat das Kleidungsstück eine Metamorphose durchlaufen.

Freunde der Kunst

Max Kosorics Objekte haben einen Plan: sie wollen um jeden Preis überleben und eine neue Bestimmung finden. Ihre Funktionen sind überraschend neu, denn ihre Formen stellen sich einem neuen Kontext und neuen Aufgaben.

1. bis 29. November 2014

kunstverein@remove-this.junge-kunst-trier.de

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17.10.2014 von Benjamin Britten

GFDK - Staatstheater am Gärtnerplatz

In einem kleinen Dorf an der stürmischen Ostküste Englands ist ein Junge gestorben. Der Fischer Peter Grimes steht vor Gericht, des Mordes an seinem Lehrling verdächtig. Zwar kommt es zu keinem Schuldspruch, doch die Dorfbewohner sind sich seines Verbrechens sicher.

Theater in München

Lediglich die verwitwete Lehrerin Ellen Orford und der pensionierte Kapitän Balstrode sind dem introvertierten und undurchdringlichen Außenseiter Grimes freundschaftlich zugetan. Als aber auch ein weiterer Lehrjunge Grimes’ Spuren von Misshandlung aufweist, ist der Argwohn der Meute nicht mehr zu tilgen, und Geschwätz und Tatsache, Verdacht und Wahrheit sind nicht mehr voneinander zu trennen.

Unerbittlich wie das Gerede des Pöbels, undurchdringlich und mysteriös wie Grimes, kalt und stürmisch wie die Wogen des Schicksals tobt das Meer an der Ostküste Englands, an der Benjamin Britten aufgewachsen ist und unter deren Eindruck er seine erfolgreichste Oper »Peter Grimes« komponiert hat.

Auf Grundlage der Gedichtsammlung »The Borough« von George Crabbe schuf Britten mit seinem Librettisten Montagu Slater einen musikdramatischen Psychothriller über individuelle und kollektive Abgründe, der seit seiner Uraufführung am 7. Juni 1945 im Londoner Sadler’s Wells Theatre aus dem internationalen Standardrepertoire nicht mehr wegzudenken ist. Mit diesem packenden wie poetischen Meisterwerk eröffnet das Staatstheater am Gärtnerplatz in der Regie des Britten-Kenners Balázs Kovalik und unter der musikalischen Leitung des Chefdirigenten Marco Comin seine neue Spielzeit.

Freunde der Kunst

Premiere am 21.10.2014

margarita.alber@remove-this.gaertnerplatztheater.de

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16.10.2014 Im Februar 2015

GFDK - MLK

Mit Slipknot kehrt die wohl kompromissloseste Alternative-Metal-Formation der letzten zwei Jahrzehnte nach einer sechsjährigen Auszeit endlich zurück! Die Band aus Des Moines/Iowa, die sich seit 1995 mit einem höchst martialischen Äußeren sowie einem brachial wütenden Sound in eine vollkommen eigene Liga der Härte gespielt hat, findet mit ihrem am 17. Oktober erscheinenden, fünften Album „.5: The Gray Chapter“ zu alter Stärke zurück.

Mehr als 20 Millionen verkaufte Tonträger, elf Platin- und 38 Gold-Schallplatten sprechen für ihre Ausnahmestellung in der zeitgenössischen Metal-Szene. Dennoch brauchte die Formation viel Zeit, um den tragischen Verlust ihres 2010 verstorbenen Bassisten Paul Gray zu verkraften. Das neue Album ist ein letzter Gruß an den ehemaligen Mitstreiter. Am 7. und 8. Februar 2015 haben die deutschen Fans Gelegenheit, Slipknot in Berlin und Hamburg live zu erleben.

Konzert in Deutschland

Des Moines in Iowa ist ein hartes Pflaster. Oftmals steht der Ort sinnbildlich für das, was der Amerikaner „White Trash“ nennt: Aufgrund einer hohen Arbeitslosenquote leben viele Menschen in Trailerparks, für einen Großteil bietet die Zukunft wenig Positives. In dieser Atmosphäre wuchsen auch neun junge Männer auf, die sich nach einigen ersten Versuchen zu Slipknot zusammentaten. Neben einem Sound, der in Härte und krachender Vielschichtigkeit seinesgleichen sucht, legte die Band auch viel Augenmerk auf die visuelle Darstellung. Bis vor einigen Jahren traten die Mitglieder in der Öffentlichkeit versteckt hinter Masken auf, die dem Horrorfilm-Genre entlehnt sind, und nannten sich schlicht „Nummer 0“ bis „Nummer 8“.

Mit diesem martialischen Auftritt sowie einem Sound, der neben den typischen Metal-Zutaten mit intensiver Rhythmik, angsteinflößenden Klanglandschaften und zahlreichen DJ-Samples aufwartet, konnten Slipknot zügig viele Fans auf der ganzen Welt finden. Nach dem bereits beachtlich erfolgreichen Debüt „Slipknot“ (1999) stieg das neunköpfige Kollektiv mit dem zweiten Album „Iowa“ zu weltweiten Stars auf – das Album platzierte sich in den Top 5 der USA, Englands und Deutschlands. Seither folgte jedes weitere Album – „Vol. 3: (The Subliminal Verses“ (2004) und „All Hope Is Gone“ (2008) – diesen Erfolgen. Ihr bislang letztes Album stieg in sieben Nationen sogar bis an die Spitze der Hitlisten, darunter auch in den USA. Sieben Grammy-Nominierungen sowie der Gewinn zahlloser Preise wie den Kerrang! Award, Revolver Golden Gods Award, NME Award und Metal Hammer Award untermauerten ihre Einzigartigkeit.

Konzert in Hamburg und Berlin

Im Anschluss an die ausgedehnte Tournee zu „All Hope Is Gone“ erlebte die Band eine Zäsur. Gründungsbassist Paul Gray erlag 2010 einem Herzversagen. Als internes Vermächtnis erschien die DVD „(sic)nesses“, woraufhin sich die Mitglieder eine längere Auszeit verordneten. 2012 wurde die Best Of-CD „Antennas From Hell“ veröffentlicht. Zudem verkündete Drummer Joey Jordison 2013 seinen Ausstieg. Doch davon abgesehen, war es für mehrere Jahre ruhig um Slipknot.

Erst zu Beginn dieses Jahres wurden die Arbeiten an einem neuen Album aufgenommen. Gitarrist Jim Root machte den Anfang mit ersten Songentwürfen, nach und nach stießen die weiteren Mitglieder wieder hinzu: Frontmann Corey Taylor, die Percussionisten Shawn „Clown“ Crahan und Chris Fehn, Gitarrist Mick Thomson, DJ Sid Wilson sowie Sampler-Experte Craig Jones. Gemeinsam schufen sie das zugleich wütendste als auch liebevollste Slipknot-Werk, das sich in vielen Songs mit dem Verlust von Paul Gray auseinandersetzt. „Er hätte das Album geliebt“, erklärt Corey Taylor. „Wir kreieren Wutanfälle, lösen Explosionen aus reiner Energie mit unserer Musik aus. Und wir werden es auch weiterhin tun.“

 

Marek Lieberberg & Live Nation in association with 5B and CAA present

Slipknot

Prepare For Hell Tour

 

Sa.      07.02.15         Berlin               Max-Schmeling-Halle

So.      08.02.15         Hamburg         o2 World

 

Allgemeiner Vorverkaufsstart: Mi., 15.10.2014, 09:00 Uhr

Bundesweite Ticket Hotline: 01806 – 57 00 00

(0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz)

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16.10.2014 ein neuer Werkzyklus

GFDK - Galerie Friedmann-Hahn

„Nikolai Makarovs intensive Auseinandersetzung mit Künstlern wie Tizian, Rembrandt oder Caravaggio hat ihn zu ganz neuen eigenständigen gestalterischen Möglichkeiten geführt, die sein Schaffen so einzigartig machen“, freut sich Alexander Friedmann-Hahn, Inhaber und Betreiber der gleichnamigen Galerie, auf seine nächste Einzelausstellung.

Ausstellung in Berlin

Makarovs Arbeiten laden ein zur Kontemplation, sie sind leise. In geradezu altmeisterlicher Weise illusionistisch und handwerklich perfekt gearbeitet, wirken seine Gemälde zugleich abstrahierend reduziert und geben ihren tief verborgenen Bildkern nicht einfach preis. Hell- Dunkel-Effekte und ein im Airbrush-Verfahren hauchdünn über die Motive gelegter Schleier verleihen Makarovs herausragendem Werk eine beinahe metaphysische Qualität.

Der russischstämmige Ausnahmekünstler, dessen Gemälde von Prominenten wie Al Pacino oder Pierce Brosnan erworben wurden, erzielt mit seinen Arbeiten auf internationalen Auktionen mittlerweile sechs- stellige Summen. Neben der Charlottenburger Galerie Friedmann-Hahn wird Makarov auch durch die Mimi Ferzt Gallery in New York vertreten.

Über Nikolai Makarov Der 1952 in Moskau geborene Nikolai Makarov siedelte 1975 nach Ost-Berlin über, bevor er Meisterschüler bei Werner Klemke an der Berliner Akademie der Künste wurde. Es folgten Studienreisen nach Österreich zu Rudolf Hausner, der an der Akademie der Künste in Wien lehrte. Makarovs Arbeiten befinden sich in zahlreichen Museen und Sammlungen im In- und Ausland und werden international ausgestellt, zuletzt unter anderem in der Moskauer Tretjakow-Galerie. Der Künstler gründete 1994 sein „Stilles Museum“ in der Berliner Linienstraße, das jetzt wiedereröffnet wurde.

Freunde der Kunst

In Zusammenarbeit mit Architekten wie Franco Stella, Stephan Braunfels oder Max Dudler arbeitet er außerdem an seinem fortlaufenden Projekt eines „Raumes der Stille“, das individuelle Raumkonzeptionen mit der Präsentation eines einzigen Werkes verbindet. Es ermöglicht – wie auch das „Stille Museum“ – einen besonderen Dialog zwischen Kunst und Betrachter. Nikolai Makarov lebt und arbeitet in Berlin und engagiert sich mit seiner im Jahr 2000 gegründeten Sergej Mawrizki Stiftung für den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und den Ländern der ehemaligen UdSSR.
14. November 2014 bis 17. Januar 2015

info@galeriefriedmann-hahn.com

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16.10.2014 von Bertolt Brecht

GFDK - Schlosstheater Mörs

Galy Gay, der Mann, der nicht „Nein“ sagen kann, geht morgens einen Fisch kaufen und ist am Abend zum kampfbereiten Soldaten Jeraiah Jip mutiert. 

Theater in Mörs

Bertolt Brechts frühes Lustspiel „Mann ist Mann“ ist eine Parabel auf die Austauschbarkeit menschlicher Identität. Es veranschaulicht in atemberaubender Geschwindigkeit und mit gnadenloser Ironie die Mechanik der Bestimmung menschlicher Identität durch den sozialen Kontext. Der Mensch, der nicht „Nein“ sagen kann, geht an dem Platz auf, an dem er gebraucht wird – allerdings erst, nachdem er aufgehört hat, ein Individuum zu sein.

“Das epische Theater Bertolt Brechts beruht zentral auf den Mechanismen der industriellen Moderne, die in den urbanen Metropolen ebenso greifen wie auf den technisierten Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges. Hier wie dort verliert die Masse der Individuen nach Brechts Worten »ihre Unteilbarkeit durch ihre Zuteilbarkeit«. Symbol und Vollstrecker der Vernichtung des Individuellen ist das Maschinengewehr, das den Tod massenhaft austeilt und die Aura des Einmaligen vernichtet.” Thomas Weitin

“Der Krieg gilt einigen Philosophen  als gesellschaftlicher Grundzustand und der Frieden ist nur eine temporäre Ausnahme. Jede Nachkriegsgeneration ist demnach immer schon eine Vorkriegsgeneration. Wir begreifen Krieg inzwischen nur mehr als weit entferntes abstraktes Geschehen, virtuell, medial in Grünlicht getaucht, ohne reale Anbindung. Das dem nicht so ist, davon könnten hunderte amerikanische und europäische Soldaten und tausende Opfer in Afghanistan und im Irak erzählen, wenn man sie denn fragen würde. Bert Brecht untersucht in “Mann ist Mann” aber nicht nur  die absurde Kriegslogik, sondern auch das Vorläufige jeder Identität. Der Soldat ist eine Konstruktion, eine Montage, die im Menschen das gewaltgeile Kriegsgerät freilegt. Schon Arthur Rimbaud meinte ‘Ich ist etwas Anderes’:  Identität ist demnach eine Illusion mit Ablaufdatum und die Verwandlungsmöglichkeiten und Optionen unserer Identitäten könnte man “Freiheit” nennen. Und die will gegen Gewalt verteidigt werden. Sei es mit Gewalt. Diese Freiheit nehmen wir uns.” Philipp Preuss

Freunde der Kunst

„Mann ist Mann“ ist Philipp Preuss’ vierte Inszenierung am Schlosstheater. Seine Interpretation von „Der Geizige“ nach Molière begeisterte drei Spielzeiten lang das Publikum und wurde beim NRW-Theatertreffen 2012 mit dem Publikumspreis und dem Preis der Jugendjury ausgezeichnet. Auch seine Inszenierung „Kein Licht. / Prometheus“ aus der vorigen Spielzeit wurde zum NRW-Theatertreffen eingeladen.

info@schlosstheater-moers.de

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16.10.2014 Berliner Salonkultur

GFDK - Thomas Petersen

Der internationale Cello-Wettbewerb GRAND PRIX EMANUEL FEUERMANN steht wieder vor der Tür. Bevor sich vom 17. bis zum 23. November 2014 zwölf junge talentierte Cellistinnen und Cellisten in Berlin miteinander messen, wird eine Reihe von Hauskonzerten einen ganz speziellen Funken in die Stadt tragen. Mit dabei sind auch die erfolgreichen Teilnehmer des kürzlich zu Ende gegangenen ARD-Musikwettbewerbs Andrei Ionita, Meisterschüler der UdK Berlin bei Prof. Jens-Peter Maintz (2. Platz) und Bruno Philippe (3. Platz und Publikumspreis).

Einzig in dieser Art verbindet der Grand Prix damit einen künstlerischen Wettbewerb mit gemeinsamem Musizieren und Konzerten auf höchstem Niveau. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Grand Prix spielen vor einem vom jeweiligen Veranstalter eingeladenen Publikum an außergewöhnlichen Orten und schaffen so eine besondere Atmosphäre – ganz im Sinne der Berliner Salonkultur.

Konzerte in Deutschland

Auch in anderer Hinsicht geht der Wettbewerb neue, aufgeschlossene Wege. Die Veranstalter bieten Schulklassen vom 18. bis zum 21. November 2014 die Möglichkeit, bei der öffentlichen Austragung des Wettbewerbs dabei zu sein. So können Schülerinnen und Schüler ganz direkt miterleben, wie sehr Interpretationen Werke prägen und wie unterschiedlich die jungen Künstlerinnen und Künstler einzelne Stücke auslegen.

Zudem laden die Veranstalter im Rahmen des Preisträgerkonzerts am 23. November 2014 um 11.00 Uhr im Kammermusiksaal der Philharmonie mit ihrer Aktion „Jugend ins Konzert“ junge Menschen im Alter von 11 bis 18 Jahren ein, das Konzert für einen symbolischen Eintrittspreis von einem Euro zu besuchen. Eine spannende Gelegenheit, um herausragende Solistinnen, Solisten und Dirigenten sowie große Orchester live zu erleben.

Konzerte in Berlin

Der internationale Cello-Wettbewerb wird von der Kronberg Academy und der Domenico-Gabrielli-Stiftung der Universität der Künste Berlin ausgerichtet. Die Schirmherrschaft hat Maestro Daniel Barenboim übernommen.

Die Teilnehmer des Grand Prix Emanuel Feuermann 2014:
Cameron Crozman, Kanada
Simone Drescher, Deutschland
Chiara Enderle, Schweiz
Johannes Gray, USA
Andrei Ionita, Rumänien
Minji Kim, Südkorea
Hee-Young Lim, Südkorea
Aurélien Pascal, Frankreich
Bruno Philippe, Frankreich
Ella van Poucke, Niederlande
Daniel Wachsmuth, Deutschland
Valentino Worlitzsch, Deutschland

Die diesjährige Jury des Grand Prix Emanuel Feuermann:
Vorsitz: Uzi Wiesel (Israel/Australien)
Wolfgang Boettcher (Deutschland)
Young-Chang Cho (Korea)
David Geringas(Deutschland/Litauen)
Ivan Monighetti (Schweiz)
Philippe Muller (Frankreich)
Esther Nyffenegger (Schweiz)
Torleif Thedéen (Schweden)
Raimund Trenkler (Deutschland)


Die Konzerte im Überblick:

16. Oktober 2014, 19.00 Uhr
FEUERMANN - DÜTTMANN CROZMAN
Hauskonzert mit Cameron Crozman, in einem der stimmungsvollsten Sakralräume des Architekten Werner Düttmann.
Katholische Kirche St. Martin, Wilhelmsruher Damm 144, 13439 Berlin, Eintritt frei

03. November 2014, 19.30 Uhr
Hauskonzert der Musikschule Béla Bartók mit Valentino Worlitzsch
Rathaus, Pankow Ratssaal, Breite Straße 24a-26, 13187 Berlin, Eintritt frei

17. November 2014, 20.00 Uhr
Eröffnungskonzert
Vorstellung der Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie musikalische Beiträge von Alexander Buzlov (Cello, Preisträger 2010), Danjulo Ishizaka (Cello, Preisträger 2002), Alina Pogostkina (Violine)
Berlin, Philharmonie, Kammermusiksaal

18.– 19. November 2014, 11.00 – 13.00 und 17.00 – 21.00 Uhr
Berlin, Philharmonie, Kammermusiksaal
Zweite Runde mit zwölf Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern

21. November 2014, 18.00 – 21.00 Uhr, Berlin, Philharmonie, Kammermusiksaal
Dritte Runde, Finalrunde mit drei Wettbewerbsteilnehmerinnen und –teilnehmern

22. November 2014, 20.00 Uhr, Berlin, Universität der Künste, Joseph-Joachim Konzertsaal
Preisträger-Kammerkonzert des Grand Prix Emanuel Feuermann 2014

23. November 2014, 11.00 Uhr, Berlin, Philharmonie, Kammermusiksaal
„Jugend ins Konzert“
Preisträgerkonzert und Preisverleihung
Christoph Poppen, Dirigent
Kammerakademie, Potsdam



Thomas Petersen
thomas@albion-media.com

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16.10.2014 Das Esszimmer

GFDK - Das Esszimmer

Im ESSZIMMER zeigt Andreas Marti aktuelle Arbeiten, die als Zeichnungsmaschinen,
bewegte Skulpturen oder zeichenhafte Installationen bezeichnet werden können – und in ihrem eigenen Rhythmus Farbpigmente auf Papierbögen reiben – denen aber weder etwas maschinenhaftes noch skulpturales zu eigen ist – dafür sind sie zu fragil und immateriell.

Ausstellung in Bonn

Der Schweizer Künstler Andreas Marti (*1967) lebt und arbeitet in Zürich.
Ausgebildet an der Zürcher Hochschule der Künste war er seither mit seinen vielschichtigen Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellung in der Schweiz und im Ausland präsent. Er ist Gründungsmitglied des seit 2008 bestehenden artist-run space DIENSTGEBÄUDE in Zürich.
Seine Arbeiten sind unter anderen Teil der Julius Bär Collection, Zürich, der Sammlungen der Stadt Zürich, des Kanton Zürich, der Zürcher Kantonalbank, der Credit Suisse, der Stadt Aarau, sowie von privaten Sammlungen.

Freunde der Kunst

24. Oktober – 5. Dezember 2014

info@dasesszimmer.com

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Treffer: 5000