Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

23.09.2014 Violinsonaten

GFDK - Festspielhaus Baden-Baden

Julia Fischer und Igor Levit –das ist eine aparte musikalische Kombination. Igor Levit bekam noch vor seinem Studienabschluss den Ritterschlag in Gestalt einer FAZ-Kritik, die dem Pianisten bescheinigte, „einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts“ zu sein.

Konzert in Deutschland

Die kühne Einschätzung wurde in der vorletzten Spielzeit im Festspielhaus glänzend bestätigt, als der Pianist einen Beethoven darbot, der schier auf der Messerspitze tanzte. Julia Fischers Rang müssen wir nicht mehr preisen – es gibt momentan eine Reihe junger, ungemein guter Geigerinnen, die jede für sich eine Entdeckung sind. Julia Fischer und die ebenfalls oft bei uns zu hörende Hilary Hahn sind so etwas wie deren ungekrönte Königinnen.

Konzert in Baden-Baden

Einführungsvortrag
Um 18.40 Uhr findet auf der Ebene 3 ein Einführungsvortrag mit Musikbeispielen statt. Der Vortrag dauert etwa 20 Minuten und wird um 19.10 Uhr wiederholt. Gegen eine Gebühr von € 5 haben Sie beim telefonischen Kartenkauf die Möglichkeit, einen Sitzplatz im Einführungsraum zu reservieren. Nicht in Anspruch genommene Reservierungen verfallen mit Vortragsbeginn.

 

Julia Fischer  Violine
Igor Levit Klavier


Ludwig van Beethoven
Sonate für Violine und Klavier Es-Dur op. 12 Nr. 3


Franz Schubert
Fantasie C-Dur für Violine und Klavier op. 159


Dmitri Schostakowitsch
Sonate für Violine und Klavier G-Dur op. 134

Patenschaft: Richard und Bettina Kriegbaum

Julia Fischer & Igor Levit
Violinsonaten
Fr | 31. Oktober 2014, 20:00 Uhr

Preise: € 110,00 / 92,00 / 74,00 / 58,00 / 34,00

Ermäßigt: € 105,00 / 88,00 / 69,00 / 54,00 / 31,00

 

 

Pressezentrum Festspielhaus Baden-Baden
Kontakt: presse@festspielhaus.de

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23.09.2014 von Leo Tolstoi

GFDK - Schauspiel Essen

“Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich. Jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise.” – Mit diesen berühmten Worten, die das Unglück als nur individuell erfahrbar beschreiben, beginnt der zwischen 1873 und 1877 entstandene große Roman von Leo Tolstoi.

Theater in Essen

Das Verlangen nach der absoluten Liebe als private Utopie wird anhand dreier Handlungsstränge erzählt. Den Mittelpunkt bildet die Dreiecksgeschichte: Die verheiratete Anna und Graf Wronski lernen sich zufällig kennen und taumeln umgehend in ausschweifenden Gefühlen. Doch die bedingungslose Liebe wird nur kurz glücklich er- und gelebt, denn moralische Verpflichtungen, die Anna ihrem Mann Karenin und vor allem dem gemeinsamen Kind gegenüber empfindet, sowie die gesellschaftliche Ablehnung, die das Liebespaar erfährt, trüben die Beziehung.

Schuldgefühle, Wahnvorstellungen und die Eifersucht Annas führen schließlich in die Katastrophe. Zur gleichen Zeit steht die Ehe zwischen Dascha und Stefan, Annas Bruder, auf der Kippe. Er frönt dem Rausch, dem Seitensprung, so oft, bis für Dascha die Kluft zwischen ihrem Anspruch an die Liebe und der tristen Realität zu groß wird. Dagegen endet das Verhältnis zwischen Kitty, Daschas Schwester, und Lewin nach einigem Kummer, Zögern und Zaudern schließlich doch gut: Die beiden heiraten. Und kontrastieren damit deutlich den Misserfolg der anderen Beziehungen. Oder sind die beiden nur noch glücklich?

Freunde der Kunst

In rasanten Wechseln aus epischen und dialogischen Passagen hat Armin ­Petras Tolstois Geschichte auf die wesentlichen Figuren komprimiert sowie die Konflikte zwischen den jeweiligen Partnern geschärft, womit er einen sehr aktuellen Beziehungsreigen entwirft. In dem behutsam modernisierten Text findet er poetische Sprachbilder, die die verzweifelte Sehnsucht nach persönlichem Glück und emotionaler Unbedingtheit illustrieren.

martin.siebold@tup-online.de

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23.09.2014 Martin-Gropius-Bau

GFDK - Martin-Gropius-Bau Berlin

Furchterregende Krieger und Eroberer, welterfahrene Seefahrer, Handelsleute, Bauern und hoch spezialisierte Handwerker – all diese Beschreibungen prägen das Bild der Wikinger.

Ausstellung in Berlin

Vom 9. bis zum 11. Jahrhundert dominierten sie den Nord- und Ostseeraum und unternahmen Reisen bis nach Nordamerika oder Byzanz.

Im Zentrum der Ausstellung steht das größte bekannte Kriegsschiff der Wikinger mit einer Länge von 37 Metern. Es wird erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Das Schicksal des Schiffes bestimmt die vier Themenbereiche der Ausstellung: Kontakte und Austausch, Krieg und Eroberung, Macht und Herrschaft, Glaube und Ritual. Eine Ausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.

Freunde der Kunst

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22.09.2014 CD "The Tides of Life"

GFDK - Jazzclub UNTERFAHRT

Der in Würzburg geborene und in Neubeuern am Inn aufgewachsene Kontrabassist Holger Scheidt stellt sein drittes Album "The Tides of Life" beim renommierten Münchner Label ENJA vor. Schon in jungen Jahren bewegte sich Scheidt in der internationalen Szene und kehrte nach einer Dekade künstlerischen Schaffens in Spanien, Frankreich und den USA nach Deutschland zurück .

Konzert in Deutschland

Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete sein Spiel 2011 als "eine Hommage an den Weltgeist des Jazz" und die spanische Tageszeitung La Vanguardia lobte "preziöse Kompositionen von klarer Struktur und kompromisslos kontemporärem Klang". In München präsentiert er nun das Produkt einer kreativen Rückbesinnung auf seine Anfänge als Jazzkomponist und eine Liebeserklärung an den Jazzquintet-Sound der 1960er Jahre.

Konzert in München

In New York entstand ein thematischer Zyklus von sechs Stücken auf klassischer Grundlage. Die Titel beschreiben gegensätzliche menschliche Stimmungen, die in ihrer Reihenfolge eine wohlvertraute Dramaturgie zum Ausdruck bringen und letztendlich Optimismus hinterlassen. Musik wie Ebbe und Flut. "The Tides of Life" erscheint am 8. Oktober.

Eintritt 16.00 EUR / Mitglieder 8.00 EUR

Fr. 03.10. 21 Uhr
ENJA Records - CD-Präsentation "The Tides of Life"

Holger Scheidt Group

Holger Scheidt (b), Rich Perry (ts), Florian Menzel (tp), Victor Gould (p), Sebastian Merk (dr)

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstrasse 42
81675 München


Christiane Böhnke-Geisse
eMail: cbg@unterfahrt.de

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22.09.2014 Museum LA8

GFDK - Museum LA8

Mehr als dem bösen Bildfaszinosum des Krieges widmet sich diese Ausstellung der heilen und bewohnbaren Welt, die im Krieg unterging. Die Widersprüche der Zeit – technologischer Fortschritt und obrigkeitsstaatliche Repression, souverän gesteuerter Wirtschaftsboom und mitunter schwankende politische Führung - werden in vielen Gegenständen und Bildern der Alltagskultur seit 1900 sichtbar.

Ausstellung in Baden-Baden

Bevor der große Krieg kam, wurde an vielen Stellen innerhalb einer friedlichen Alltagswelt bereits Krieg gespielt. In der Ausstellung wird das damalige Leben in idyllisch anmutenden Städten, Gartenlauben, behaglichen Wohnungen und auf Familienfesten auf den historischen Fotografien von Caspar, Wilhelm und Robert Martin Eltner aus der Sammlung Simone Demandt lebendig. Aus diesem spektakulär umfangreichen, erstmals gezeigten Fundus erwächst ohne merklichen Übergang auch die Bildwelt der nahenden Katastrophe. Begeistert werden Flugzeuge und mobile Röntgenapparate bewundert – atemberaubende technische Neuheiten, die nur zu bald zu brutalem Einsatz kommen sollten.

Die politische Karikatur, von der hervorragende Exemplare in der Ausstellung zu sehen sind, lief vor 1914 zu beißender, hellsichtiger Hochform auf - und konnte bei aller Übertreibung den kommenden Horror kaum voraussehen. Aus heutiger Sicht ist eine andere Bildwelt fast aufschlussreicher. Kinderspiele waren oft Kriegsspiele. Dass sich ein Markt für Bausätze und Miniatureisenbahnen etablierte, zeugt vom sich ausbreitenden Wohlstand im Bürgertum.

Wer man aber als anständiger Deutscher sei, war hinter der bürgerlichen Fassade gar nicht so selbstverständlich. Die junge (Wieder-)Erfindung der Deutschen Nation stabilisierte sich durch aggressive Abgrenzung zur wirtschaftlichen und geopolitischen Konkurrenz aus Frankreich und England. Unter der Hand zog mit Schiffs-, Festungs- und Burgenbausätzen der Militarismus in die bürgerliche Kinderstube ein.

Freunde der Kunst

Einerseits war Deutschland seit dem deutschfranzösischen Krieg 1870/71 zu einer wirtschaftlichen Weltmacht herangewachsen. Nicht alle, aber immer mehr Deutsche genossen den wachsenden Wohlstand. Andererseits waren die freiheitlichen und demokratischen Rechte nicht so schnell gewachsen wie die technologische und militärische Kraft Deutschlands. „Unsere Zukunft liegt auf dem Meer“ – ein Ausspruch des deutschen Kaisers Wilhelm II. von 1898, ebenso expansionistisch forsch wie unfreiwillig abgründig. Das Deutsche Reich sollte Seemacht werden – und damit grausam baden gehen.

kpavicevic@museum.la8.de

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22.09.2014 On Stage Together

GFDK - MLK

Sting und Paul Simon, zwei der einflussreichsten und erfolgreichsten Interpreten der modernen Musik, präsentieren ihr gefeiertes „On Stage Together“-Programm 2015 auf ausgewählten Konzerten in Europa. In Deutschland stehen drei gemeinsame Auftritte in Berlin (16.03.), Köln (25.03.) und München (28.03.) auf dem Tourneeplan.

Idee und Konzept für Paul Simon & Sting: On Stage Together entstanden bei einem Benefizkonzert der Robin Hood Foundation 2013, wo die beiden zum ersten Mal gemeinsam auftraten. Die für ihre musikalische Vielseitigkeit und Ausflüge in die unterschiedlichsten Genres bekannten Künstler haben die Grenzen der populären Musik erweitert und Generationen von Fans für sich begeistert.

Konzerte in Deutschland

Die Konzerte vereinen zwei ikonische Singer/Songwriter, deren Stimmen und Bands miteinander verschmelzen, während sie ihre größten Erfolge einzeln und gemeinsam performen. Zwei legendäre Talente vereinen sich zu einem unvergesslichen Erlebnis.

„Wir freuen uns außerordentlich, diesen herausragenden Event nach dem überragenden Erfolg in den USA nach Europa zu bringen“, erklärte Arthur Fogel.

Konzerte in Berlin, Köln und München

Das mehr als 30 Songs umfassende Programm beinhaltet Favoriten wie „Boy In The Bubble“, „Fields Of Gold“, „Driven To Tears“, „Mother & Child Reunion“, „Desert Rose“, „Every Breath You Take“,  „The Boxer” und „Diamonds On The Soles Of Her Shoes”. Fans und Medien waren sich in ihrem Urteil absolut einig, dass Paul Simon & Sting: On Stage Together ein denkwürdiges Ereignis ist.

 

Produced by Live Nation. Promoted by Marek Lieberberg in association with Wizard Promotions.

Paul Simon & Sting

On Stage Together

 

Mo.     16.03.2015     Berlin               o2 World

Mi.       25.03.2015     Köln                 LANXESS arena

Sa.      28.03.2015     München         Olympiahalle

 

 

Fanclub-Presale: Di., 16.09.2014, 10:00 Uhr bis Do., 18.09.2014, 15:00 Uhr (Ticketmaster)

Online-Presale: Mi., 17.09.2014, 10 Uhr bis Do., 18.09.2014, 15:00 Uhr (Eventim/Ticketmaster)

Allgemeiner Vorverkaufsstart Fr., 19.09.2014, 09:00 Uhr (Eventim/Ticketmaster)

 

Eventim:

Bundesweite Ticket Hotline: 01806 – 57 00 00

(0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz)


Ticketmaster:

Ticket Hotline:  01806-999 0000 (Mo-Fr 9-22 Uhr / Wochenende u. Feiertage 9-20 Uhr)

(0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz)

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22.09.2014 trägt dokumentarische Züge

GFDK - kino.de

Wunderbar beobachtetes italienisches Drama über eine Familie auf dem Land in Umbrien in den Achtzigerjahren, die an sich selbst und einer Fernsehshow zu zerbrechen droht.

Land der Wunder

Mit "Wunderwerk" lässt sich der Titel der zweiten Regiearbeit der erst 32-jährigen Italienerin Alice Rohrwacher übersetzen, was auch ganz gut auf den Film selbst zutrifft, der sich dem Kino der Dardenne-Brüder und damit unbedingtem Realismus verpflichtet fühlt, aber doch ganz wundersam in die Erlebenswelt seiner 14-jährigen Hauptfigur eindringt. So erzählt der Film mit ganz unmittelbaren Bildern, die immer nah an ihren Figuren bleiben, von einer Bauernfamilie Ende der Achtzigerjahre mitten in Italien, die sich seinerzeit wohl aus radikalen politischen Gründen von der Gesellschaft losgesagt hat und mittlerweile einfach nur frei und nach eigenen Regeln auf ihrem Hof von der Honigherstellung lebt.

Klar ist die Rollenaufteilung: Wolfgang ist der deutschstämmige Patriarch, der mit eiserner Faust über sein kleines Königreich herrscht und unter dessen schwelender Wut und Aggression der Rest der Gemeinschaft zu leiden hat: seine deutlich gebildetere Frau, ihre vier Töchter und eine deutsche Freundin, die immer schon zum Familienverband zu gehören scheint und deren Rolle sich auch nicht wirklich erschließt.

Der offenkundig autobiographisch gefärbte Film rückt die älteste Tochter Gelsomina - so hieß auch Giulietta Masinas Figur in Fellinis "La strada", die ihrerseits einer dominanten Vaterfigur in inniger Hassliebe verbunden ist - in den Mittelpunkt, eine 14-Jährige, die ihrem Vater bei allen Arbeiten stets zur Hand gehen muss, aber innerlich gegen die rigorose Weltsicht aufbegehrt, weil sie eigene Bedürfnisse zu entdecken beginnt.

Als ein schwer erziehbarer Junge in die Obhut der Familie gegeben wird, damit die sich ein bisschen Geld dazu verdienen und damit womöglich auch den eigenen Hof retten kann, beginnt das fragile Gefüge aus den Fugen zu geraten. Zur offenen Konfrontation kommt es schließlich, als Gelsomina die Familie zu einem Wettbewerb in einer lokalen Realityshow anmeldet.

Freunde der Kunst

Toll beobachtet ist der Film, der oftmals dokumentarische Züge trägt, wenn man den Menschen bei ihrer Arbeit zusieht. Erst spät in der Handlung beginnt das Wunder zu wirken, von dem im Titel die Rede ist, beginnen nicht leicht erklärbare Dinge und Bilder in den Alltag zu fließen: Veränderung ist unausweichlich, Entscheidungen müssen getroffen werden.

"Le meraviglie" sollte ursprünglich beim 67. Festival de Cannes in Un certain regard gezeigt werden und wurde von Thierry Frémaux erst am Tag vor Bekanntgabe des Programms in den Wettbewerb aufgenommen. Da wirkte er auch ein bisschen überfordert, als würde diesem kleinen, scharf betrachteten Film eine etwas zu große Last aufgebürdet werden. Der Jury um Jane Campion war der Film dennoch der Jurypreis wert. Und ein Talent, das man im Auge halten sollte, ist Alice Rohrwacher allemal. ts.

Filmstart: 02.10.2014

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22.09.2014 Künstlerhaus

GFDK - Künstlerhaus Dortmund

31 KiLO ist ein Ausstellungs- und Kooperationsprojekt zwischen the Space İstanbul und dem Künstlerhaus Dortmund, in dem vier zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler mit vier deutschen zusammentreffen, gemeinsam arbeiten und jeweils eine Ausstellung in Istanbul und eine Dortmund realisieren. Istanbul und Dortmund sind zwei im künstlerischen Wandel steckende und in ihrer Anmutung und Infrastruktur höchst unterschiedliche Städte.

Ausstellung in Dortmund

Acht Künstlerinnen und Künstler versenden ein Paket mit Arbeitsmaterialien in das jeweilige Ausstellungsland für die zweiwöchige Aufbauphase vor Ort. 31 KiLO meint nicht nur die Angabe des Maximalgewichts eines Paketes, das mit der Post zwischen der Türkei und Deutschland verschickt werden kann, sondern steht ausserdem für die Setzung einer gemeinsamen Basis, auf der die eingeladenen Gäste eine Diskussion um Stadt und Architektur, Innen- und Aussenraum und deren Veränderungen führen.

‚Analyse von Raum’ als Thema ist die verbindende Grundlage der deutschen und türkischen künstlerischen Ansätze innerhalb beider Städte. Das Projekt hat eine flexible Struktur, die eine Erweiterung und Transformation der Kunstwerke aus der Istanbuler Ausstellung vom April 2014 in die Dortmunder Ausstellung im Oktober 2014 möglich macht.

Freunde der Kunst

Daniel Burkhardt
Özgür Demirci
Uygar Demoğlu
David Kroell
Can Kurucu
Daniela Löbbert
Patrick Presch
Sümer Sayın

1. November – 21. Dezember 2014


press[a]kh-do.de

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21.09.2014 Schauspiel

GFDK - Landestheater Linz

Mit seiner ersten Premiere in der neuen Spielzeit eröffnet das Schauspiel an der Promenade eine neue, temporäre Bühne: Die „Arena“ im Schauspielhaus.

Für die Dauer eines Jahres wird das Parkett auf Höhe des ersten Rangs von einer Spielfläche verdeckt. Diese reicht bis auf die Hinterbühne, wo ein gespiegelter Rang die ovale Fläche abschließt. Dadurch entsteht eine Bühne, die neue Dimensionen des Spielens und Staunens ermöglicht. Womit ließe sich diese Arena besser einweihen, als mit einem Werk von William Shakespeare.

Theater in Linz

Leontes, der König von Sizilien, hat Besuch von Polyxenes, dem König von Böhmen, mit dem er seit der Kindheit befreundet war. Doch nun ist er derart eifersüchtig auf seinen Gast, dass er ihn töten lassen will. Polyxenes wird gewarnt und kann fliehen, was Leontes in seiner grundlosen Eifersucht noch bestärkt. Sein Zorn richtet sich nun auf seine hochschwangere Gattin Hermione. Er bezichtigt sie des Ehebruchs, wirft sie ins Gefängnis und behauptet, die Tochter, die sie dort zur Welt bringt, stamme nicht von ihm. Das Mädchen wird als Bastard verbannt, ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. Zornig weist Leontes sogar den Orakelspruch aus Delphi zurück, der ihn als eifersüchtigen Tyrannen brandmarkt, der ohne Erbe bleiben werde, so lange das, was verloren ging, nicht wieder gefunden wird. Als auch noch ihr Sohn stirbt, bricht Hermione über ihrem Unglück zusammen. Zu spät sieht Leontes sein Unrecht ein und wird von bitterer Reue geplagt.

Sechzehn Jahre vergehen. Bei böhmischen Schäfern aufgewachsen verliebt sich das dereinst ausgesetzte Mädchen in einen vermeintlichen Hirten, der in Wirklichkeit ein Prinz ist. Da König Polyxenes gegen die Verbindung seines Sohnes mit einer einfachen Schäferin ist, fliehen die jungen Liebenden und gelangen ausgerechnet nach Sizilien, wo sich alsbald die königliche Herkunft des Hirtenmädchens herausstellt. Auch die tot geglaubte Hermione erwacht zu neuem Leben und die Geschichte gelangt wie im Märchen an ein gutes Ende.

Freunde der Kunst

In Shakespeares Wintermärchen liegt Böhmen am Meer und Delphi ist eine Insel. Die Figuren glauben an das Orakel wie die ­Griechen und an die Nächstenliebe wie die Christen. Shakespeare ­verbindet in diesem späten Stück auf faszinierende Weise Komödien- und Tragödienelemente. Der winterlichen Kälte des tragischen Beginns stehen die unvermittelt heitere, frühlingshafte Pastorale des komischen Zwischenspiels und die sommerlich-herbstliche Altersmelancholie des Schlusses gegenüber.

brunnader@landestheater-linz.at

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21.09.2014 einzigartige Wanderausstellung

GFDK - Museen Stade

Das Staatliche Archäologische Museum in Warschau gibt mit dieser einzigartigen Wanderausstellung Einblicke in die mittelalterliche Gesellschaft der Slawen.

Ausstellung in Museen Stade

Wertvolle Schmuckstücke haben die Menschen seit Tausenden von Jahren begeistert, sagenumwoben war der Reichtum am Hofe der Herrscher aus dem Hause der Piasten. Die Ausstellung zeigt beeindruckende Objekte von Fundplätzen im heutigen Polen, Weißrussland und der Ukraine. Mehr als 20 Jahre nach der Wende in Polen und über sieben Jahre nach dem Beitritt des Landes zur EU wird diese Sammlung nun europaweit in der breiten Öffentlichkeit präsentiert.Viele der Schätze stammen aus dem frühen 11. Jahrhundert, einer Zeit, in der sich Stade ganz langsam zu einer aufstrebenden Handelsstadt mit eigenem Münzrecht entwickelte. Damals war Stade noch größer als Hamburg.

Die frühen Münzfunde dieser Zeit im Ostseeraum zeigen deutlich, dass die Stader Fernhändler mit dem gesamten Baltikum Handelskontakte unterhielten, die zum Teil auch weit in das Landesinnere hineinreichten. Sie gehörten zur frühen Gruppe der Gotlandfahrer, die in Visby ihren zentralen Warenumschlagplatz hatten. Die Stader Grafen waren im 11. Jahrhundert auch Markgrafen der Nordmark. Ihr Einflussgebiet grenzte damit fast direkt an das Reich der Piasten im heutigen Polen.

Schmuck ist ein spannender Aspekt der menschlichen Kultur. Seine Verwendung reicht bis in die Anfänge der Menschheitsgeschichte zurück. Schmuck dient in erster Linie als Zierde und erfüllt ästhetische aber auch funktionale Ansprüche. Darüber hinaus kann er die Zugehörigkeit des Trägers zu einer bestimmten gesellschaftlichen und ethnischen Gruppe anzeigen, dessen wirtschaftlichen Statusunterstreichen oder religiöse Inhalte vermitteln. Die ausgestellten Schmuckstücke belegen, dass silberne Halsringe und Ketten auch von Männern getragen wurden. Gleichzeitig lassen sich anhand von Schmuckstücken aber natürlich auch Geschlechterdifferenzierungen vornehmen.

Freunde der Kunst

Die Exponate aus den Beständen des Staatlichen Archäologischen Museums in Warschau zeigen Schmuckstile, die typisch für Metallarbeiten der westlichen und östlichen Slawen sind. Die unterschiedlichsten Zierstile, Dekore und Schmuckformen lassen die großen technischen Fähigkeiten der frühmittelalterlichen Handwerker erkennen, auf die in der Ausstellung ein besonderes Augenmerk gerichtet wird. Im Zentrum steht aber der ästhetische Genuss, diese einzigartigen Kunstwerke auf sich wirken zu lassen.

presse@museen-stade.de

 

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