Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

24.09.2014 Buntes Finale der Natur im Aostatal

GFDK - Redaktion

Der Herbst kann kommen. Die Freunde der Künste empfehlen euch den Besuch der kleinsten Region Italiens. Delikatessen und Bräuche, Kunst und Kultur – und das alles inmitten einer märchenhaften Landschaft: Der Herbst eignet sich wirklich wunderbar, um die zahlreichen Schönheiten des Aostatals kennenzulernen! Ab Mitte September beginnt die blätterreiche Zeit der sogenannten „foliage“, in der sich die Natur in ihrem farbenprächtigsten Gewand zeigt.

Das Aostatal gehört zu den wohlhabendsten Regionen Italiens

Neben den beiden großen Naturschutzgebieten der Region – dem Nationalpark Gran Paradiso und dem Naturpark Mont Avic – laden noch viele weitere Gärten und Parks dazu ein, sich am leuchtenden Rot, Gelb und Orange des Laubs zu erfreuen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Abstecher zum Arboretum „Borna di Laou“ (Wolfshöhle) in Verrès, zum Wäldchen „Parque d‘Euntrebeun“ oberhalb von Aosta-Stadt oder zum Park „Abbé Henry“ in Courmayeur am Fuße des Mont Blanc?

Kulinarische Einblicke

Darüber hinaus ist der Herbst natürlich die Jahreszeit schlechthin, wenn es um kulinarische Einblicke geht: Gleich eine ganze Reihe valdostanischer Vorzeigeprodukte wird dann vermehrt angeboten, darunter Kastanien, Äpfel, Weintrauben und DOC Weine – nicht zu vergessen die zahlreichen erlesenen Honigsorten.

Volksfeste, Kastanienfeiern, Gastromessen

Die vielen Volksfeste, Kastanienfeiern, Gastromessen und Verkostungen stellen die Besucher natürlich vor die Qual der Wahl: Das Traubenfest „Feta di Resen“ vom 25. bis 28. September in Chambave, das Kastanienfest „Sagra della Castagna“ vom 09. bis 12. Oktober in Donnas, das Apfelfest „Mele Vallée“ am 11. und 12. Oktober in Antey-Saint-André und das Honigfest „Sagra del Miele“ vom 24. bis 26. Oktober in Châtillon sind nur einige der angebotenen Feierlichkeiten.

Auf keinen Fall verpassen sollte man den „Marché au Fort“ am 12. Oktober in Bard: Neben unzähligen Probier- und Verkaufsständen darf sich das Publikum auf ein buntes Begleitprogramm im Dorf und auf der Burg freuen.

Viehwirtschaft in den Mittelpunkt

Gegenüber diesen landwirtschaftlich-önogastronomischen Festen rückt bei den „Batailles de Reines“ die Viehwirtschaft in den Mittelpunkt. Die sich dahinter verbergenden Kuhkämpfe haben eine jahrhundertealte Tradition und zählen zu den authentischsten Ausdrucksformen der Talkultur.

Die für die Tiere unblutig verlaufenden Kämpfe, an deren Ende die Alm-Königin, die „regina degli alpeggi“ gekrönt wird, dienen nicht zuletzt der Verbesserung der Rasse. Das große Finale findet am 19. Oktober in der Arena Croix Noire in Aosta statt, wie immer werden Tausende von Zuschauern erwartet.

Weniger bekannt, aber ebenso eindrucksvoll sind die Abschlusskämpfe der „Bataille de moudzons“ am 26. Oktober, bei der die Crème de la Crème junger valdostanischer Rinder in den Ring steigt, sowie das Finale des „Concours de Bataille des chèvres“ am 09. November, bei dem Ziegen im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Auch für diese beiden ist der Veranstaltungsort Aosta-Stadt.

Almabtrieb mit Musik und Tanz

„Désarpa“ wiederum heißt das Volksfest, das in verschiedenen Berggemeinden des Aostatals anlässlich des Almabtriebs gefeiert wird. Wenn das Vieh nach den Sommermonaten im Hochgebirge festlich geschmückt zurück ins Tal geführt wird, ist die Stimmung stets vortrefflich: Neben leckeren Gaumenfreuden gibt es Musik und Tanz. In Valtournenche und Valgrisenche ist es am 27. September so weit, in Cogne ein Wochenende später am 04. und 05. Oktober.

Burgen, Schlösser und Museen

Und für diejenigen schließlich, die mit Haut und Haar in die Kunst und Geschichte des Aostatals eintauchen möchten, bietet die Region noch bis zum 28. September das Kulturevent „Plaisirs de Culture en Vallée d’Aoste“ an. Das reichhaltige, abwechslungsreiche Programm beinhaltet eintrittsfreie Besuche diverser Burgen, Schlösser und Museen, Theatervorstellungen und Konferenzen, Themenworkshops und verschiedene Führungen.

Und um beim Thema zu bleiben: Anlässlich des zehnjährigen Bestehens eröffnet das Archäologische Museum (MAR) in Aosta am 15. Oktober seine neue Ägypten- und Orientabteilung „Egizia e orientalizzante“. Viele weitere Informationen, Tipps und Hinweise sowie attraktive Reiseangebote finden Sie auf der offiziellen Homepage des Aostatals unter www.lovevda.it.

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24.09.2014 rau und kraftvoll

GFDK - Unterfahrt

Grainne Duffy ist ein einzigartiges Talent, rau und kraftvoll, lebhaft und elegant. Aufgewachsen in Irland stand sie früh unter dem Einfluß so prägender Musiker wie The Rolling Stones, Fleetwood Mac und The Pretenders, die sie in der Plattensammlung ihrer älteren Schwester fand.

Konzert in Deutschland

Obgleich erst am Beginn ihrer Karriere stehend hat Grainne bereits dreimal auf der Bühne von Glastonbury geglänzt, eine Tournee durch Europa hinter sich und war bereits am Nordpol. Mit einem wunderbaren Mix aus Blues, Rock und Soul, getragen von authentischen Emotionen, gewinnt sie das Publikum für sich. Mit ihrer Leidenschaft, die ihr niemand, der sie singen hört, absprechen kann, ist sie ein Talent, das einem in dieser Form selten begegnet.

Konzert in München

"There are flavours of Bonnie Raitt in this superb young lrish blues singer with a strong pop-soul sensibility." (The Independent) KOOPERATION MIT EINSTEIN KULTUR: Ermäßigung für Förderkreismitglieder.

Eintritt 18.00 EUR / Mitglieder 9.00 EUR

So. 12.10. 20:00 Uhr
Einstein Blues - Einstein Kultur, Halle 1


Christiane Böhnke-Geisse
eMail: cbg@unterfahrt.de

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24.09.2014 Kunstmuseum

GFDK - Kunstmuseum Bonn

Am 6. Januar 1910 besuchte August Macke zum ersten Mal Franz Marc in seinem Münchener Atelier.


Ausstellung in Bonn

 

Damit begann eine Freundschaft, die nicht nur in menschlicher, sondern vor allem in künstlerischer Hinsicht eines der besonderen Ereignisse der Kunst der frühen Moderne ist. Die Einsichten, die diese Bekanntschaft erbrachte, beschränkten sich in ihrer Bedeutung nicht nur auf die beiden Künstler, sondern waren wirksam für die künstlerische Diskussion der Zeit überhaupt. 1914 starb August Macke zu Beginn des Ersten Weltkriegs. 1916 wurde auch Franz Marc ein Opfer des Krieges.

 

Aus Anlass des 100. Todesjahrs von August Macke zeigen das Kunstmuseum Bonn und die Städtische Galerie im Lenbachhaus, München zum ersten Mal eine Ausstellung, die sich ausschließlich mit der Freundschaft von August Macke und Franz Marc und ihrer Kunst beschäftigt. Eine umfassende Auswahl von rund 200 Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Skizzenbüchern, kunstgewerblichen Objekten und Dokumenten wird das Leben und das Werk der beiden Künstler zwischen 1910 und 1914 zusammenführen und erfahrbar machen.

 

Freunde der Kunst

 

Neben den Sammlungen des Kunstmuseums Bonn und des Lenbachhauses in München verdeutlichen zahlreiche Werke aus internationalen Museen und Privatsammlungen, wie Macke und Marc trotz der Unterschiedlichkeit ihrer Charaktere in wechselseitiger Auseinandersetzung ihren künstlerischen Weg fanden, wie sie ihre Themen, ihre Formen der Farbe entwickelten und in einem äußeren und inneren Sehen das Verhältnis der Malerei zur Welt bestimmten.

 

anne.fischer@bonn.de

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24.09.2014 Oper von Jacques Offenbach

GFDK - Theater Basel

Ein Schriftsteller, drei Frauen, drei Erzählungen: In seinem Berliner Stammlokal trinkt Hoffmann, der Dichter. Begleitet von seiner Muse, umgeben von ausgelassenen Gästen. Auch Lindorf ist da, der finstere Stadtrat.

Theater in Basel

Der hofft auf Hoffmanns frühere Geliebte. Und diese ist keine Geringere als … Stella! Stella, die berühmte und umjubelte Operndiva wird von der trinkenden Gesellschaft erwartet, als Star des Abends, gerade singt sie noch in der benachbarten Oper. Die Warterei auf die Ersehnte soll Hoffmann mit Erzählungen aus seinem Werk verkürzen und der lässt sich nicht lange bitten – doch: Unversehens präsentiert sein Phantasieren Episoden aus des Dichters Liebesleben. Mit Olympia begehrte er irrtümlicherweise einen Automaten, die Künstlerin An­­tonia sang sich tragisch zu Tode und mit Giulietta liebte er eine trügerische Kurtisane …

Hoffmann erzählt von seinem grössten Liebesglück und seiner tiefster Verzweiflung, von Sehnsucht nach Erfüllung und bitteren Enttäuschung, sein Erzählen gilt Stationen des Scheiterns, mit finsteren Gegenspielern und unerreichbaren Geliebten. Der Dichter trinkt und schreibt, weil er schreiben muss … zugleich will er leben und lieben. Derart wandelnd auf den verschwimmenden Grenzen zwischen Realität, Traum und künstlerischer Imagination produziert er sich und sein Werk, Literatur und Leben am Abgrund.

Elmar Goerdens Arbeit führt das Publikum durch eine Erzählung des Erzählens, diese wird zum road trip durch eine Aussenwelt, in der sich Innenleben und Phantasie Hoffmanns beständig neu erschaffen. Im Mittelpunkt, als Erfinder und Gezeichneter seines Geistes: Hoffmann, der Künstler. Zerrissen zwischen Wunsch und Realität, Entsagung und sprühender Lebenslust.

Oper in Basel

Jacques Offenbachs (1819-1880) letzte, unvollendet gebliebene Oper «Les contes d’Hoffmann», uraufgeführt 1881, verdichtet Erfindungen, Figuren und Motive aus dem Werk des romantischen Dichters E.T.A. Hoffmann (1776-1822) und ist eine Oper über Kunst und Künstlertum, über Psyche, Phantasie und das Leben der Seelen angesichts des Schicksals der modernen Gesellschaft. Aus dem gleichnamigen, gemeinsam mit Michel Carré (1821-1872) entwickelten Theaterstück formte Jules Barbier (1825-1901) das Libretto für Offenbachs Komposition. Der, als Genie der Operette geliebt und verachtet, komponierte in künstlerischer und gesellschaftlicher Einsamkeit am Ende seines Lebens diese Opéra fantastique als grossangelegte seröse Oper. Ihre Vollendung wurde von Offenbachs Tod kurz vor der Uraufführung verhindert.

Freunde der Kunst

Das hinterlassene Material bezeugt Phantasie und Könnerschaft seines Komponisten und führt den Hörer durch einfühlenden Lyrismus, Parodie und Satire, versammelt Erfahrung von Alptraum und Dämonie und wartet mit grandiosen Klangekstasen auf. Dieses wunderbar-abgründige Vermächtnis gehört zu den bedeutendsten Kompositionen für Musiktheater des späten 19. Jahrhunderts, es ist eine grosse Hommagen an Literatur und Kunst E.T.A. Hoffmanns und erklingt zur Spielzeiteröffnung des Theater Basel mit dem Sinfonieorchester Basel unter der musikalischen Leitung von Enrico Delamboye.

presse@remove-this.theater-basel.ch

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24.09.2014 Museum Wiesbaden

GFDK - Museum Wiesbaden

Im Jahr 1977 gelang es dem Museum Wiesbaden gemeinsam mit dem Bund aus Frankfurter Privatbesitz eines der bedeutendsten Werkkomplexe der deutschen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts zu erwerben: Den vollständigen Zyklus — bestehend aus 143 Federzeichnungen — von Max Beckmann (1884—1950) zur Dichtung Faust II von Johann Wolfgang von Goethe (1749—1832).

Ausstellung in Wiesbaden

Die Blätter entstanden im Auftrag von Georg Hartmann (1870—1950), ehemaliger Vorsitzender des Freien Deutschen Hochstiftes, zwischen dem 15. April 1943 und dem 15. Februar 1944 in Amsterdam. Für Beckmann selbst, der für Hartmann bereits den Zyklus Apokalypse illustrierte, handelte es sich um ein großes Werk, an dem er intensiv, teilweise bis zur körperlichen Erschöpfung arbeitete. Es existieren nur Bleistiftskizzen und diese Tuschezeichnungen, da eine geplante Auflage kam nie zustande.

Die allgemeine Auseinandersetzung mit dem großen Dichter Goethe, dessen Text, der „eine höhere, breitere, hellerer, leidenschaftslosere Welt“ schildert als noch in Faust I, in der Vermengung des eigenen starken Charakters und seiner eigenen „Bombensorgen“ im Exil ließen das Werk zu einem gleichnishaften, überzeitlichen Spiegel unserer Gesellschaft werden. Beckmann gestaltet in diesen Zeichnungen an und mit Goethes dichtem Text seine Themen, immer und immer wieder: das Verhältnis von Mann und Frau, die irdische Welt als Bühnestück, das ganz im Sinne Shakespeares gespielt werden muss, sein Selbstbild — er zeigt sich als Faust und Mephisto —, die letzten Dinge und das bewegte Zeitgeschehen.

Aufgrund dieser Verquickung der eigenen Themenwelt mit Goethes Dichtung konnte Beckmann nach Fertigstellung selbstbewusst schreiben: „Glauben Sie nur nicht, dass ich den alten Optimisten für diese Zeichnungen gebraucht hätte. Ich bewege mich in den gleichen Regionen, dort bin ich auch zu Hause.“

Freunde der Kunst

Der komplette Zyklus, der dem Goethe-Museum in Frankfurt als Dauerleihgabe übergeben wurde, wird nach über zehn Jahren erstmals wieder präsentiert.

3 Okt 2014 - 18 Jan 2015

annika.haas@museum-wiesbaden.de

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24.09.2014 Dokumentarfilm

GFDK - FBW

Fabienne, Laura, Lisa und Stephanie feiern schon bald ihren 18. Geburtstag. Vor dem Gesetz sind sie dann erwachsen. Doch eigentlich sind sie das schon längst.

Denn alle vier sind bereits Mutter. In ihrem Dokumentarfilm VIERZEHN - ERWACHSEN IN 9 MONATEN begleitete die Filmemacherin Cornelia Grünberg die Mädchen, die als Teenies Kinder bekamen. Nun, vier Jahre später, besucht sie diese erneut und fragt sie, wie es ihnen nun geht, auf der letzten Schwelle zum offiziellen Erwachsensein. Was erwarten sie sich vom Leben? Was für Ziele haben sie? Und wie ist die Rolle als Mutter mit der Freiheit und Unbeschwertheit einer jungen Frau zu vereinbaren? In den Erzählungen der Protagonistinnen spürt man deutlich das Vertrauensverhältnis, das alle zu Cornelia Grünberg aufgenommen haben. Keine von ihnen entwirft ein geschöntes Bild oder macht den Eindruck, etwas "schönzureden".

Jede einzelne liebt ihr Kind und ist dankbar dafür. Doch der Zuschauer spürt auch die Schwere und die harte Konsequenz für das einzelne Schicksal. Da ist Fabienne, die einen neuen Partner hat und nun die Einmischung ihres Ex-Freundes, dem Vater des Kindes, fürchtet. Da ist Lisa, die mit ihren Eltern auf Hawaii lebt, inzwischen zwei weitere Kinder hat, und sich nach Liebe sehnt. Da ist Laura, die überfordert ist von der Rolle als Mami und der Rolle als fleißige Schülerin, aber unbedingt ihren Abschluss machen möchte. Und Stephanie, die sich mit ihrer eigenen Mutter um das Sorgerecht für ihr Kind streitet. Grünberg zeigt all diese Probleme, lässt den Zuschauer in die Welt und Probleme der Mädchen eintauchen, geht aber immer respektvoll damit um. In sechs Jahren wird Cornelia Grünberg wieder zu ihnen fahren, um ihre Kinder zu porträtieren. Jetzt aber geht es um Fabienne, Laura, Lisa und Stephanie. Sie sind Mütter - aber auch junge Frauen, die ihr Leben noch vor sich haben. Feinfühlig erzählt und spannend aufbereitet.

Jurybegründung:

Vor mehr als vier Jahren begann für die Filmemacherin Cornelia Grünberg und ihre vier Protagonistinnen Steffi, Lisa, Laura und Fabienne eine aufregende Zeit. Alle waren zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt, ungewollt schwanger und hatten sich entschieden, das Kind zu behalten, In VIERZEHN - ERWACHSEN IN NEUN MONATEN hatte die Regisseurin ihre Protagonistinnen auf dem schweren Weg durch die Schwangerschaft und all die Probleme, die durch ihre Lebenssituation entstanden waren, begleitet. Nun, rund vier Jahren später, schaut sie nach, was aus den Mädchen von einst geworden ist und wie sie das neue Leben gemeistert haben.

Zwar ist es für den Film nicht unbedingt notwendig, den vorhergehenden Film gesehen zu haben, doch die Entwicklung der vier jungen Frauen kann man wohl erst zur Gänze ermessen, wenn man mit ihnen vertraut ist, ihre Vorgeschichte kennt und um das weiß, was dem Jetzt und Heute vorausging. Insofern dauert es eine Weile, bis man sich in den manchmal recht sprunghaft montierten und zwischen den vier Protagonistinnen wechselnden Episoden und Lebenswegen zurecht findet, die einander bei aller Unterschiedlichkeit auch wieder ähneln.

Das "Fly-on-the-Wall"-Prinzip der stillen und nicht teilnehmenden Beobachtung, die sich jedes Kommentars enthält, trägt zudem nicht dazu bei, dem Zuschauer die schnelle Einordnung in den ihm fremden Lebensgeschichten zu erleichtern. Der Film verlangt von dem Zuschauer die gleiche Aufmerksamkeit und Geduld, die auch die Filmemacherin aufbringen musste, es ist ein Film des bedächtigen, ruhigen und minutiös registrierenden, aber keineswegs rein objektiven Hinsehens, ohne dass dadurch das Gefühl einer voyeuristischen Teilhabe am Leben der vier jungen Frauen entstünde.

Dies spricht für das sorgsam aufgebaute Vertrauensverhältnis zwischen der Regisseurin und den jungen Müttern, die sich ihr und dem Zuschauer gegenüber auf berührende Weise öffnen. Insgesamt fällt aber auf, dass die Gewichtung der einzelnen Geschichten ein wenig unausgewogen erscheint. Zudem ist zu bemerken, dass bei einzelnen Protagonistinnen deren Umfeld sehr viel Platz einnimmt, während es bei anderen kaum oder gar nicht in Erscheinung tritt - gut möglich, dass dies seine Gründe hat, diese bleiben dem Zuschauer aber verborgen.

Ohne Zweifel ist Cornelia Grünbergs auf drei Teile angelegtes Langzeitprojekt ein mutiges Unterfangen, das Geduld und Einfühlungsvermögen verlangt. In ein paar Jahren, so der Plan, wird der nächste und letzte Teil der Trilogie erscheinen und schildern, wie es den Müttern und ihren Kindern bis dahin ergangen ist. Man darf und muss gespannt sein.

Die Jury der FBW erteilte ACHTZEHN - WAGNIS LEBEN als sehr ambitioniertem Film das Prädikat "wertvoll".
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Filmstart: 02.10.2014

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23.09.2014 bis auf die grünen freuen sich alle

Gottfried Böhmer - Marek Lieberberg

Rock am Ring 2015 - Marek Lieberberg hat nicht zuviel versprochen und die Fans sind sofort begeistert und in euphorischer Stimmung. Einzig die grüne Landtagsabgeordnete Nicole Müller-Orth sprach sich gegen das Festival aus. Na ja, die Freunde der Künste wundert das nicht. Menschen die sich amüsieren wollen, gute Laune haben und auch gerne mal feiern, dabei eine rauchen, stehen bei den Grünen nicht hoch im Kurs.

Dafür freut sich die gesamte Region auf Rock am Ring das 2015 ersmalig auf dem Flugplatz Mendig in der Vulkaneifel stattfindet um so mehr. Vom 5. bis 7. Juni 2015 wird die Region und Mending gerockt. 85.000 Rockfans werden dann ein sehr langes Wochenende den Flugplatz in einen ausnahmezustand versetzen.

Jörg Lempertz (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig sieht eine dgroße Chance für die Region und auch der Landrat des Kreises Mayen-Koblenz, Alexander Saftig (CDU), beglückwünschte die Stadt Mendig zu ihrem Erfolg.

Wir möchten noch anmerken: In Zeiten wo wieder viel von Krieg geschrieben und gesprochen wird, ist es ein gutes Omen wenn auf einem ehemaligen Militärflugplatz Musik gemacht wird.

Wir sind der Ring“ skandierten 85.000 Fans gemeinsam mit Marek Lieberberg beim Abschied vom Nürburgring. Nur knapp 30 km von der alten Spielstätte entfernt, schreiben die Erfinder und künstlerischen Produzenten des Kultfestivals jetzt ein neues Kapitel ihrer Festivalgeschichte. Der Flugplatz Mendig in der Vulkaneifel ist die neue Heimat von Rock am Ring.

Am ersten Juni-Wochenende 2015 steigt dort das 30-jährige Jubiläum. Das riesige, grüne Areal inmitten der Vulkanlandschaft bietet komfortabel Platz für mehrere Open Air- und Zeltbühnen sowie über 85.000 Festivalfans. Darüber hinaus können alle Besucher auf dem nahezu ebenen Gelände selbst campen, ein Novum in der Geschichte der größten deutschen Festivals.

Ausschlaggebend für Mendig war auch, dass hier zeitgerecht sämtliche Voraussetzungen und Genehmigungen für das Festival sichergestellt werden konnten. „Ein einzigartiges Festivalgelände sowie Enthusiasmus, Engagement und Kompetenz auf Seiten der Verantwortlichen gaben den Ausschlag für Mendig“, erklärte Marek Lieberberg.

Gleichzeitig bedankte er sich ausdrücklich bei der Stadt Mönchengladbach und ihren Bürgern für ihre außerordentlichen Bemühungen. „Ich bin zutiefst berührt von der Leidenschaft und Emphase, die mir in Mönchengladbach entgegengebracht wurde.“ Leider habe die für die Vermietung zuständige BImA einen unverständlichen Rückzieher gemacht. Dennoch bleibt das JHQ in Mönchengladbach für ein Festival im Spätsommer im Fokus, sofern die Vermietung sichergestellt werden kann.

Mendig liegt in der Osteifel in einer von Vulkanen geformten Landschaft und ist über die Bundesautobahn 61 sowie die Bundesstraßen 256 und 262 sowie einen direkten Bahnhof verkehrstechnisch problemlos zu erreichen. Der Flugplatz Mendig war bis 2007 ein Bundeswehr-Standort, der in eine zivile Fläche umgewandelt wurde. Dieses knapp 190 Hektar große Areal besteht weitgehend aus Rasenflächen, die ein ideales Festivalgelände bilden, während die Bühnen auf festem Untergrund stehen können.

Nach Auffassung der Veranstalter lässt sich hier das Festival der Zukunft verwirklichen. Ein weitläufiges, landschaftlich reizvolles Open Air-Gelände, hervorragende Verkehrsanbindung, unbeschwertes Parken und Campen in unmittelbarer Nähe zum Schauplatz des Geschehens, kurze Wege zwischen den Bühnen und genügend Platz zum Chillen und Erholen, das sind die Vorzüge von Rock am Ring in Mendig.

„Ohne räumliche und topografische Restriktionen können wir den Fans jetzt ein noch besseres Festival bieten“, erklärten Marek und Andre Lieberberg in einer Stellungnahme. „Rock am Ring in Mendig ist ein Quantensprung, der uns neue Dimensionen eröffnet, sowohl was die inhaltliche Gestaltung angeht als auch die Inszenierung unseres Festivals. Wenn die Ringrocker auf dem Flugplatz Mendig eingetroffen sind, entfallen lange Fußmärsche oder Shuttlefahrten, denn die Campingplätze sind zentraler Teil des Festivalgeländes.“

Rock am Ring 2015 auf dem Flugplatz Mendig findet wie das Zwillingsfestival Rock im Park in Nürnberg vom 5. bis 7. Juni statt. Der Vorverkauf beginnt im Oktober. Gleichzeitig werden Headliner und weitere Bands bekanntgegeben.

Marek Lieberberg

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23.09.2014 3 Deutschlandkonzerte

GFDK - MLK

In seiner Heimat England wird der Produzent und DJ Aaron Jerome alias SBTRKT (gesprochen: ‚sub-tract’) als Zeremonienmeister der Pop- und Clubkultur gefeiert. Dem ehemaligen Resident-DJ des angesagten Londoner Clubs „Plastic People“ gelang es, mit seiner eigenwilligen Verschmelzung unterschiedlichster Genres und nur wenigen Remixen landesweit auf sich aufmerksam zu machen.

Seit Veröffentlichung seines Debütalbums „SBTRKT“ 2011 überschlagen sich die internationalen Medien, denn hinter dem mysteriösen Projekt steht ein neuer, hymnischer Sound für Clubs und Tanzböden. Dies bewies er unlängst mit seinen drei aktuellen EPs „Transitions I-III“, die jeweils zwei brandneue instrumentale Tracks beinhalten und als Vorbereitung für das im Herbst erscheinende, zweite Album dienen. Begleitet von seinem kongenialen Live-Partner Sampha, kommt SBTRKT Mitte November für drei Shows in München, Berlin und Hamburg nach Deutschland.

Die britische Clubszene zeigt sich zuletzt wieder von ihrer kreativsten Seite. Fast im Monatsturnus verändern sich Stile, Einflüsse und ihre Bezeichnungen. Von 2Step zu Dubstep zu Post-Dubstep. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass diese Produzenten unkonventioneller Musik zwischen den Tanzflächen und Popcharts in eklektischer Weise ständig neue Elemente in ihrem Sound zu einem spannenden Menü futuristischer Klänge verweben.

Konzert in Deutschland

So auch Aaron Jerome. Bereits 2007 veröffentlichte er unter seinem bürgerlichen Namen das Album „Time To Rearrange“, auf dem er Clubbeats mit Weltmusik, Soul und abstraktem Instrumental-HipHop verband. Anschließend schuf Jerome ein Alter Ego: Seine Bühnenfigur SBTRKT tritt in der Öffentlichkeit ausschließlich verborgen hinter selbst designten afrikanischen Masken auf. Jerome erklärte: „Ich finde es irrelevant, dass die Leute wissen, was ich vorher gemacht habe. Meine Musik und die Bilder, die sie auslöst, sollten im Mittelpunkt stehen.“

Sein Vorhaben gelang. Zunächst fertigte er spannende Neuinterpretationen von Radiohead- und Goldie-Songs an, die zwar ursprünglich illegal waren, den Urhebern jedoch so gut gefielen, dass sie ihm die Pressung einer kleinen Stückzahl EPs erlaubten. Hiermit empfahl sich SBTRKT als Remixer für Genregrößen wie M.I.A., Underworld, Basement Jaxx oder Mark Ronson, bevor er zwei EPs mit Eigenkompositionen produzierte. Von diesem Moment an war der futuristische Genius seiner Produktionen in aller Munde. „Perfekte Musik für Kopfhörer und Tanzflächen“, jubelte etwa der britische Guardian. Die BBC sekundierte: „SBTRKT ist die Versprechung auf den neuen Timbaland dieses Jahrzehnts.“ Und die taz erklärte Jerome zum „Hexenmeister der urbanen Popmusik des 21. Jahrhunderts“.

Konzerte in München, Berlin, Hamburg

Auf seinem gleichnamigen Debütalbum mixt SBTRKT auf aufregende Weise die unterschiedlichsten Dance-, Club- und Popstile und vermengt sie mit mitreißenden Gast-Vocals. Und auf den aktuellen EPs „Transitions I-III“ dreht er die Schraube der Innovation noch weiter und entwirft futuristische Dance-Klänge, wie man sie noch nie gehört hat. Live wird SBTRKT, der im Konzert parallel Sampler, Sequencer, sein Notebook sowie ein analoges und ein E-Schlagzeug bedient, von seinem Langzeitkollaborateur, dem Sänger und Keyboarder Sampha, sowie weiteren Musikern unterstützt. Wer die Zukunft von Pop und Dance erleben möchte, der sollte sich ein SBTRKT-Konzert live anschauen. Danach ist nichts mehr, wie es vorher war.

 

Marek Lieberberg presents

SBTRKT

 

Mo.     10.11.14         München         Theaterfabrik

Di.       11.11.14         Berlin               Astra

Do.      13.11.14         Hamburg         Uebel & Gefährlich

 

 

 

Allgemeiner Vorverkaufsstart: Do., 31.07.2014, 09:00 Uhr

Bundesweite Ticket Hotline: 01806 – 57 00 00

(0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz)

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23.09.2014 von Eric-Emmanuel Schmitt

GFDK - Theater Baden-Baden

Der Journalist Erik Larsen besucht den berühmten Schriftsteller Abel Znorko auf der Insel, auf die er sich seit Jahren zurückgezogen hat.

Theater in Baden-Baden

Anlass ist dessen jüngst erschienenes Buch, eine Liebesgeschichte in Briefen. Das Gespräch beginnt, und zunächst scheint das Muster klar: Grimmiges Genie zerpflückt unbedarften Anfänger. Doch dann tauchen Fragen auf: Funktioniert das Aufnahmegerät eigentlich? Wer verbirgt sich hinter den Initialen HM, die in der Widmung des Buches stehen? Und warum verhindert Abel immer wieder, dass Erik das Gespräch abbricht und geht? „Die Wahrheit ist immer enttäuschend“, sagt Abel einmal. Doch wer besitzt sie?

„Enigma“ bedeutet im Altgriechischen „Rätsel“. Im zweiten Weltkrieg bezeichnet man so die Maschine, die zur Verschlüsselung militärischer Funksprüche verwendet wurde. Eric-Emmanuel Schmitts 1996 entstandenes Theaterstück ist ein spannendes Duell zweier Männer, die ein Geheimnis teilen, ohne einander je begegnet zu sein.

Freunde der Kunst

carola.vongradulewski@baden-baden.de

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23.09.2014 Kunstmuseum

GFDK - Kunstmuseum Bern

Das Kunstmuseum Bern durfte im Sommer 2013 ein grosses Konvolut mehrheitlich kleinfiguriger Plastiken, aber auch die grosse Skulptur eines jungen Elefanten von August Gaul (1869-1921) als Dauerleihgabe der Zwillenberg-Stiftung entgegen nehmen.

Anlässlich der Überführung der 1973 gegründeten Martin Lauterburg-Stiftung in die Stiftung Kunstmuseum Bern gibt die Ausstellung zudem einen Einblick in das Schaffen des Berner Malers Martin Lauterburg (1891-1960). 

Ausstellung in Bern

Die Sammlung wurde ab 1900 in Berlin durch die Familie Zwillenberg- Tietz begründet. Der in Hessen geborene August Gaul schuf im Berlin der Gründerzeit beinahe ausschliesslich Tierplastiken. Die Teilnahme an der Pariser Weltausstellung brachte ihm bei Privaten und Museen grössere Bekanntheit und eine Wertschätzung, die durch die Vermarktung über die Galeristen Bruno und Paul Cassirer tatkräftig gefördert wurde. Gaul war auch als Gründungsmitglied der Berliner Secession. Sein Repertoire reichte von realistischen Darstellungen einheimischer Tiere wie Schafe, Ziegen und Gänse bis zu den Exoten wie Löwen, Elefanten und Pinguinen, deren Verhalten er im Berliner Zoologischen Garten studierte.

Gezeigt wird auch eine Auswahl von Werken aus den Beständen der Martin Lauterburg-Stiftung und der Sammlung des Kunstmuseums Bern, darunter symbolhafte Atelier-Szenen, Blumenbilder und Porträts. Der heute beinahe vergessene Lauterburg war zu Lebzeiten in der Schweiz und in Deutschland ein hoch geschätzter Künstler, dessen eigenwilliger Stil sowohl expressionistische als auch altmeisterliche Züge aufweist. Neben Porträts (u.a. von Ricarda Huch), Stadt-Landschaften und religiösen Werken schuf der als «Geranienmaler» bekannte Lauterburg Blumenstillleben sowie eine Reihe von Atelier-Bildern, auf denen er sich selbst inmitten geheimnisvoll belebter Requisiten zeigt.

Freunde der Kunst

Martin Lauterburg wurde am 14. Mai 1891 in Neuenegg geboren und verbrachte seine Kindheit nach dem frühen Tod des Vaters im Burgerlichen Waisenhaus Bern. Er besuchte das Freie Gymnasium und erhielt ersten Unterricht beim Landschaftsmaler Ernst Linck. 1910 reiste Lauterburg nach München, wo er die Kunstgewerbeschule besuchte und Mitglied der Künstlervereinigung Neue Sezession wurde. 1935 kehrte er nach Bern zurück und lebte bis zu seinem Tod am 9. Juni 1960 im Länggass-Quartier.

info@remove-this.kunstmuseumbern.ch

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