Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

02.11.2014 Es war einmal...

GFDK -Redaktion

Bernkastel-Kues, Oktober 2014: In den meisten Hotels offenbart sich die Minibar als ein unter dem Fernseher befindlicher kleiner Kühlschrank, gefüllt mit eigens dafür konzipierten, oft langweiligen Produkten im Kleinstformat. Diesem unpersönlichen Charakter möchte man sich im Märchenhotel nicht weiter hingeben und ersetzt die bisherigen Minibars seit Mitte September durch attraktive Servicekörbchen.

Nachdem man in diesem Jahr zwei weitere Zimmer geschmackvoll renoviert sowie exklusiv ausgestattet hat und weitere Umbaumaßnahmen plant, sind die Minibars für Katja und Stefan Krebs, Inhaber des Märchenhotels in Bernkastel-Kues, ein wahrer Dorn im Auge. Sie passen so gar nicht mehr in das moderne und doch romantische Konzept.

Was aber bietet man seinen Gästen, die sich nach einem eindrucksvollen Tag in der malerischen Altstadt von Bernkastel ins Zimmer mit Kamin oder Whirlpool zurückziehen möchten, um dort die privaten Annehmlichkeiten zu genießen? Wer möchte schon einen Abend bei Kerzenschein verbringen und dabei auf die Snacks aus dem hölzernen Kühlschrank unter dem Fernseher zurückgreifen?

Wir lieben Reisen... weil sie unseren Horizont erweitern

„Wir haben lange überlegt, wie sich dieses Problem lösen lässt, ohne dass wir dem Gast einen Zimmerservice bieten, der in dem ein oder anderen Augenblick eher störend wirken könnte.“, erklärt Stefan Krebs, „Unaufdringlich und kompetent soll der diskrete Service durch die Aufmerksamkeit des Personals den Gast begleiten. Der Gast selbst bestimmt, wann und wie er den dezenten Service wünscht."

Da sich das alles anhört wie im Märchen, wundert es nicht, dass man im Märchenhotel auf die Hilfe dieser zurückgreift, um das ein oder andere Problem zu lösen. In diesem Fall ist es das Märchen „Der Korb mit den wunderbaren Sachen“, der des Rätsels Lösung mit sich bringt. Der Korb im Märchenhotel kommt zwar nicht direkt vom Himmel, aber quasi wie von Zauberhand ins Zimmer.

Zwei unterschiedliche Service-Körbe wurden von Katja und Stefan Krebs zur Auswahl kreiert: Der Entertainment-Korb für eine lange Filmnacht mit 2 DVD’s nach Wahl sowie natürlich erfrischend kalten Getränke und einer leckeren Snackauswahl für ein großes Kino. Oder alternativ den Romantikkorb für einen traumhaften Abend zu Zweit – gefüllt mit Massageöl, prickelndem Sekt, frischem Obst und Käsehäppchen. Zusätzlich sorgen Kerzen für den passenden Lichterschein und die CD für die Extra-Prise Kuschel(Rock)- Romantik.

Damit die Körbe ab Mitte September wie von Zauberhand im Zimmer bereitstehen, können die Service-Körbe mit den wunderbaren Sachen bereits im Vorfeld für 24,90 Euro hinzu bestellt werden oder natürlich vor Ort. Weitere Information und Buchung unter Telefon +49 6531 96550 oder www.maerchenhotel.com

Allgemeines über das Märchenhotel – anno 1640

In einem der schönsten Fachwerkhäuser, erbaut 1640, blickt das 4-Sterne Märchenhotel im Herzen der historischen Altstadt von Bernkastel-Kues, auf annähernd 375 Jahre gastliche Familientradition zurück. Katja und Stefan Krebs führen das mehrfach ausgezeichnete Haus (zweimal Gastgeber des Jahres, Gastronomiepreis, Profisieger Royal Creation, Qualitätssiegel der Stufe III der Initiative ServiceQualität Deutschland, Dehoga Umweltcheck Gold) bereits in der zehnten Generation.

Als Mitglied bei den Historic Hotels of Europe und Eurotoques Deutschland setzt man auf exklusives Wohnen und Speisen im Kulturdenkmal. Seit diesem Jahr ist zählt man sich stolz zu den Gastgebern der Schlosshotels & Herrenhäuser.

In der einst historischen Weinstube (der ältesten Deutschlands) findet man heute das Restaurant „anno 1640“, das historische Wohnzimmer des Hauses. Hier werden Abend für Abend die Gäste mit echten Geschmackserlebnissen verwöhnt. Ob fangfrische Forelle — zubereitet nach einem Rezept aus der vierten Generation — oder ein frisches, saisonales Gourmetmenü. Stefan Krebs versteht es, seinem Anspruch unvergleichliche Gerichte zu zaubern, gerecht zu werden.



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02.11.2014 Spätgotik und Frührenaissance

GFDK - Staatliche Kunstsammlungen Dresden

In der italienischen Spätgotik und Frührenaissance erlebten die bildenden Künste einen epochalen Wandel.

Ausstellung in Dresden

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besitzen einen bemerkenswerten Bestand an Zeichnungen und Gemälden aus dieser Zeit, zu deren prägenden Meistern Fra Angelico, Filippino Lippi, Sandro Botticelli und Pietro Perugino zählen. In einer Auswahl von rund 60 Exponaten wird diese Werkgruppe nun der Öffentlichkeit präsentiert. Die Spanne reicht von Arbeiten aus der Werkstatt des um 1300 tätigen Florentiner Malers Giotto, der als Wegbereiter der Renaissance gilt, bis hin zu Schöpfungen aus dem frühen 16. Jahrhundert an der Schwelle zur Hochrenaissance.

In den letzten Jahren wurden die beiden Bestandsgruppen im Rahmen zweier Forschungsprojekte wissenschaftlich und kunsttechnologisch untersucht. Mit der Analyse verborgener Schichten von Gemälden wie Zeichnungen erschließen sich verschiedene Formen der Unterzeichnungstechnik, was wiederum Einblicke in die Werkstattpraxis jener Zeit erlaubt.

Freunde der Kunst

Die Zeichenkunst hatte dabei eine tragende Rolle: Immer stand sie am Beginn eines künstlerischen Schaffensprozesses, ob auf Papier skizziert oder als Unterzeichnung im Gemälde ausgeführt. Im vergleichenden Sehen von Zeichenkunst und Malerei ermöglicht die Ausstellung Einblicke in eine der faszinierendsten Epochen der abendländischen Kunstgeschichte.

presse@skd.museum

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02.11.2014 von Johann Wolfgang von Goethe

GFDK - KONZERT THEATER BERN

Darauf hat der Teufel nur gewartet: Doktor Heinrich Faust, von Zweifeln an seiner Erkenntnisfähigkeit, der Last sei­nes irdischen Lebens und Strebens niedergedrückt, würde alles für einen Moment andauernder Befriedigung geben.

Theater in Bern

Mephisto bietet sich Faust als Diener an, der in der Lage ist, seinem Herrn jeden Wunsch auf Erden zu erfüllen. Sobald jedoch Faust zu einem einzigen Augenblick sagen will: «Verweile doch, du bist so schön!», soll seine Seele im Jenseits dem Teufel gehören. Faust schlägt ein und Mephisto fängt an zu arbeiten. In einem Spiegel erkennt der von einem Zaubertrank verjüngte und wieder von lebensbejahender Leidenschaft erfüllte Faust das himmlische Bild eines Wesens, das ihm bald leibhaftig gegenübertritt. Es ist das junge, tiefgläubige Gretchen, das sich wider alle Ver­nunft in Faust verliebt. Am Ende ist Gretchens Mutter vergiftet, ihr Bruder getötet, ihr Kind ertränkt, und die Kindsmörderin sitzt – wahnsinnig geworden – im Gefängnis. Bei einer letzten Begegnung mit Faust und Mephisto erkennt sie den Teufel und unterwirft sich der Gnade Gottes.

Freunde der Kunst

Doch auch wenn sie von der Stimme eines deus ex machina als «gerettet» bezeichnet wird, ha­ben sich am Ende jene Worte nicht bewahrheitet, mit denen sich Mephisto seinem Partner vorgestellt hat: «Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.» Goethes Faustdichtung gilt als eines der grössten Werke der Weltliteratur. Seine lebenslange, sechzig Jahre andauernde Be­schäftigung mit dem Stoff reicht zurück bis in die «Sturm und Drang Zeit» seiner Strassburger Studententage. Auf einem mit­telalterlichen Mythos basierend formuliert der Dichter in sei­nem «Faust» grosse philosophische und religiöse Fragen, die bis heute Anlass zu Interpretationen liefern.

susanne.schaefer[at]konzerttheaterbern.ch

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02.11.2014 nach Bestseller von S. J. Watsen

GFDK - Sony

Was ist ein Mensch ohne seine Vergangenheit, ohne jegliche Erinnerung?

Diese Frage allein verursacht schon Gänsehaut. Nach dem gleichnamigen Bestseller von S. J. Watsen hat Drehbuchautor und Regisseur Rowan Joffe ("Brighton Rock") nun einen nervenaufreibenden Psychothriller inszeniert, der es bis zur letzten Sekunde in sich hat und mit einem überraschenden Ende aufwartet. Nicole Kidman ("The Others") brilliert dabei in der Hauptrolle als Christine. Eine spannende Abendunterhaltung für Genre-Fans, die keine Wünsche offen lässt.

Christine ist in einer Amnesie gefangen: Tag für Tag wacht sie auf und weiß nicht, wer sie ist, wie alt sie ist und was vor zwölf Jahren bei einem Unfall wirklich geschehen ist. Jedes Mal ist sie schockiert, dass sie gar nicht mehr Mitte zwanzig, sondern Ende vierzig ist, scheinbar verheiratet und Mutter. Doch wer ist der fremde Mann wirklich, neben dem Sie morgens immer aufwacht und der sich scheinbar liebevoll um sie kümmert? Christine kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur - doch sie darf nicht wieder vergessen, was sie herausgefunden hat.

Kinostart: 13.11.2014

Quelle: kino.de

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02.11.2014 MMK

GFDK - MMK Frankfurt

Das MMK zeigt die erste große Museumsausstellung zum zeichnerischen Werk der Amerikanerin Sturtevant (1924–2014).

Ausstellung Frankfurt

Die Ausstellung, die 2015 an die Albertina in Wien und die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof in Berlin geht, ermöglicht einen fokussierten Blick auf ihre grafischen Arbeiten aus fünf Jahrzehnten. Darunter sind 80 Zeichnungen, die erstmals öffentlich ausgestellt werden. Die intensive Recherche und Auseinandersetzung mit ihrer Grafik zeigt, dass die frühen Zeichnungen der 1960er Jahre der Schlüssel zum Verständnis ihres rigoros konzeptuellen Werkes sind.

Freunde der Kunst

In den letzten fünfzig Jahren erarbeitete Sturtevant das vielleicht radikalste Werk ihrer Generation, das durch ein beharrliches konzeptuelles Denken bestimmt wird. Sie irritiert und provoziert gleichermaßen Kunstbetrachter und Kunstbetrieb durch die Wiederholung von Originalwerken zeitgenössischer Künstler.

presse.mmk@stadt-frankfurt.de

 

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01.11.2014 anspruchsvolle Tischkultur in Perfektion

GFDK - Redaktion

Wie versetzt man Gäste in festliche Stimmung? Am besten gelingt das mit einem liebevoll gedeckten Tisch, der sich deutlich von der Alltagssituation abhebt.

Wer die Besucher nicht nur kulinarisch, sondern auch optisch verwöhnen will, setzt auf edles Geschirr und sorgfältig aufeinander abgestimmte Accessoires. VEGA macht es leicht, für festliche Anlässe die geeigneten Produkte zu finden – und bietet dazu in den Katalogen wie auch im Online-Shop unter www.vega-direct.com eine Fülle an Inspirationen.

Schöne Kristallgläser mit feinem Mundrand sind auf jedem festlich gedeckten Tisch ein „Muss“. Klassisch-elegante Formen, wie zum Beispiel die exklusiven Kristallglas-Serien LAUDATIO und PREMIUM, bringen das Aroma bestens zur Geltung und machen das Trinken zum vollendeten Genuss.

Anspruchsvolle Tischkultur

Der Star auf dem Festtagstisch ist – neben der Kulinarik selbstverständlich – das dem Anlass entsprechende hochwertige Porzellan. Schlicht, aber edel – Bone China-Serien wie LIBERTY mit seinem dezenten cremigen Farbton betören das Auge und eignen sich wunderbar dafür, anspruchsvolle Tischkultur in Perfektion umzusetzen

Die Kunst der Tischkultur

Die vielteilige Serie bietet von der Suppentasse bis zur Espressotasse alles, was man fürs festliche Menü braucht. Der besondere Clou: Eine Glas-Cloche krönt die Köstlichkeiten auf dem Gourmet-Teller und sorgt dafür, dass sie garantiert heiß auf den Tisch kommen.

Wer seine Gäste mit moderner Optik überraschen möchte, der hat an TABLADO seine Freude: Mit ihren geometrischen Grundstrukturen bieten die Platten aus hochwertigem Hotelporzellan kreative Spielräume für ungewöhnliche Arrangements. Eine hochwertige Besteck-Serie wie NATIVE Kupfer ergänzt außergewöhnliche Tabletop-Linien perfekt: Aufs Wesentliche reduziert, besticht dieses Besteck durch seine ästhetische und klassische Form. Besonderen Glanz verleiht ihm der warme Kupferton.

Gäste freuen sich immer über unerwartete Präsentationen. Kleine Leckerbissen, stylisch angerichtet, machen den Verwöhn-Faktor perfekt. Eine spannende Variante fürs Buffet: kulinarische Häppchen, mundgerecht serviert in trendigen Mini-Elementen auf ansprechenden Buffetplatten.


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01.11.2014 Albertina

GFDK - Albertina Museum Wien

Joan Miró zählt mit seinen phantasievollen Bildmotiven zu den populärsten Künstlern des 20. Jahrhunderts.

Ausstellung in Wien

Die Albertina widmet dem katalanischen Künstler eine rund 100 Gemälde, Zeichnungen und Objekte umfassende Personale, in der die poetische Qualität seines Schaffens hervorgehoben wird.

Mirós Werke sind von Leichtigkeit und Spontaneität geprägt und doch sorgfältig geplant. Mit einer unbeschwerten, fast kindlichen Faszination für alle Dinge betrachtet er die Welt. Seine unverwechselbare Bildsprache ist zugleich magisch wie universell.

Freunde der Kunst

Monde, Sterne und Kometen, Augen und Insekten, Vögel und Frauen bevölkern seine Bilder und zählen zu den bekanntesten Motiven seiner Kunst. Mirós Werke geben Einblick in seine poetischen Visionen vom Ursprünglichen, vom eigentlichen Wesen der Dinge und des Universums.

info@remove-this.albertina.at 

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01.11.2014 meisterhafte Komposition

GFDK - Papageno Musiktheater am Palmengarten

Ab dem 8. November zeigt das Papageno Musiktheater am Frankfurter Palmengarten an drei Abenden dieser Spielzeit jeweils um 19.30 Uhr wieder die Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß.

Theater in Frankfurt

Die Inszenierung stammt von Kammersängerin June Card und Hans-Dieter Maienschein. „Die Fledermaus“ zählt zu den berühmtesten Strauß-Operetten aufgrund der ausgesprochen feinsinnigen, mitreißenden und meisterhaften Komposition. Höhepunkte sind das Uhren-Duett, der Czardas, die Arie des Prinzen Orlofsky und der Chorwalzer "Brüderlein und Schwesterlein - Du und Du" im zweiten Akt. Karten sind zu 23,50 Euro und 26,50 Euro erhältlich über die Ticket-Hotline 069 - 13 40 400. Weitere Informationen im Internet: www.papageno-theater.de

Der Wiener Lebemann Gabriel von Eisenstein wird auf den Ball des Prinzen Orlofsky eingeladen. Eigentlich warten einige Tage Arrest im Gefängnis auf ihn, doch das gesellschaftliche Ereignis und die Gelegenheit zum Flirten möchte er nicht verpassen. Also beschließt er, seine Strafe erst am Morgen danach anzutreten, verabschiedet sich von seiner Frau Rosalinde und nutzt die verbleibende Gnadenfrist auf dem Ball heimlich zum Amüsement.

Eisenstein wirbt dort nichtsahnend um seine eigene Gattin: Nach einem Hinweis argwöhnisch geworden, erscheint sie als ungarische Gräfin verkleidet auf dem rauschenden Fest. Ihr Verehrer Alfred ist unterdessen durch einige Verstrickungen anstelle von Eisenstein verhaftet worden. Erst am nächsten Morgen im Gefängnis klären sich die Verwechslungen auf. Dort begreift Eisenstein auch, dass er der „Rache der Fledermaus“ zum Opfer fiel.

Freunde der Kunst

Das Papageno Musiktheater zeigt die Operette „Die Fledermaus“ ab dem 8. November, jeweils um 19.30 Uhr. Weitere Termine: 31. Dezember (Silvestergala) und 3. Januar 2015  – Nur drei Vorstellungen in dieser Spielzeit!

ruecker@papageno-theater.de

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31.10.2014 Alte Oper Frankfurt

GFDK - hr-Pressestelle

Der polnische Dirigent und Komponist Stansilaw Skrowaczweski ist in den hr-Sinfoniekonzerten am Donnerstag, 27., und Freitag, 28. November, jeweils um 20 Uhr, in der Alten Oper Frankfurt zu erleben. Er präsentiert Anton Bruckners 9. Sinfonie sowie seine eigene Komposition „Passacaglia Immaginaria“.

Stanislaw Skrowaczewski ist stets ein Garant für außergewöhnliche Konzertereignisse. Dreimal schon hat er in den vergangenen Jahren beim hr-Sinfonieorchester das Publikum mit seinen beeindruckend vitalen Interpretationen in den Bann gezogen. Dieses Mal ist der 91-jährige Dirigent mit Bruckners 9. Sinfonie zu erleben. Diese Sinfonie, in dem der spät berufene österreichische Komponist sein bewegendes musikalisches Vermächtnis schuf, ist ein Werk der Transzendenz und Vollendung. Annähernd ein Jahrzehnt hat Bruckner an dem unvollendet gebliebenen Werk gearbeitet, das in seiner Dreisätzigkeit gleichwohl eine mächtige sinfonische Einheit bildet.

Konzert in Deutschland

Doch vor diesem Schlüsselwerk der Spätromantik, stellt Stanislaw Skrowaczewski eine seiner eigenen Kompositionen vor: die 1995 entstandene „Passacaglia Immaginaria“, die 1997 für den Pulitzerpreis nominiert wurde.

Vor beiden Konzerten gibt es um 19 Uhr die Einführung „Musik im Gespräch“. hr2-kultur überträgt das Konzert am Donnerstag, 27. November (Wiederholung Dienstag, 9. Dezember), jeweis von 20.05 Uhr an.

Konzert in Frankfurt

Auf www.hr-sinfonieorchester.de und http://concert.arte.tv/de ist das Konzert am Freitag im Internet live zu erleben (als Video auch danach).

Konzertkarten zwischen 17 und 52 Euro (halber Preis für Schüler, Studierende und Auszubildende) sind unter anderem erhältlich beim hr-Ticketcenter, Telefon 069/155-2000, oder unter www.hr-ticketcenter.de.

Das hr-Sinfonieorchester hat im Social Web das Hashtag #hrSO.


Pressekontakt:
Ulrike Schmid
hr-Pressestelle
ulrike.schmid@hr.de

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31.10.2014 Staatsgalerie

GFDK - Staatsgalerie Stuttgart

Die Große Landesausstellung 2014 würdigt das facettenreiche Werk des Stuttgarter Bauhauskünstlers, das alle Varianten der Malerei ebenso wie Skulptur und Bühnenkunst umfasst.

Ausstellung in Stuttgart

Seit rund 40 Jahren sind die Arbeiten Schlemmers, die in ihrer unvergleichlichen Bandbreite und gedanklichen Tiefe einmalig sind, nicht mehr so umfassend in Deutschland zu sehen gewesen. Neben zahlreichen Gemälden, Skulpturen, graphischen Arbeiten und Originalkostümen werden auch bislang unveröffentlichte Dokumente die künstlerische Vision Schlemmers vermitteln. Schlemmers Auffassung vom Menschen als »Maß aller Dinge« war zu seiner Zeit am Bauhaus einzigartig. Dabei spricht er der Kunst die Kraft zu, die Erschaffung einer neuen Welt zu bewirken.

Oskar Schlemmer (1888-1943), ohne Zweifel einer der bedeutendsten Künstler der Klassischen Moderne, ist besonders für jüngere Kunstinteressierte heute vor allem eines: ein geheimnisvoller Künstler. Seine primär in deutschen und Schweizer Museen ausgestellten Arbeiten und – natürlich – die ikonische „Bauhaustreppe“ im New Yorker MoMA wirken mit ihren stillen Figurenräumen auf den heutigen Betrachter zunächst fremd und unnahbar.

Und auch das berühmte „Triadische Ballett“, dessen Originalkostüme in Stuttgart zu sehen sind, ist aufgrund fehlender Filmdokumente und seltener Tanzrekonstruktionen das vielleicht bekannteste unbekannte Meisterwerk des 20. Jahrhunderts. Dazu kommt, dass man Schlemmers facettenreiches Oeuvre, das alle Varianten der Malerei ebenso umfasst wie Skulptur und Bühnenkunst, seit der letzten großen Stuttgarter Retrospektive 1977 in seiner unvergleichlichen Spannweite und gedanklichen Tiefe kaum mehr würdigen konnte. Denn die verdienstvollen Präsentationen 1994 in Düsseldorf oder 1999 in Marseille waren eher schwerpunktmäßig auf Schlemmers innovative Theaterarbeit fokussiert.

Schlemmers Auffassung des Menschen als „Maß aller Dinge“ war zu seiner Zeit, als besonders am Bauhaus abstrakte Tendenzen vorherrschten, ungewöhnlich, sein von dieser leiblichen Basis ausgehendes, unablässiges Ringen um Harmonie und Universalität einzigartig. Sein Kunstwollen war auf ein befreites, lichtes und in umfassendem Sinne modernes Dasein ausgerichtet und ist nur in Zusammenhang mit den ganzheitlichen Reformbestrebungen seiner Zeit zu verstehen.

Schlemmer sprach der Kunst weltverändernde Kräfte zu, verortete sie jedoch letztendlich nicht in individuell-politischer Tat. Seine Visionen eines „neuen“, im Kollektiv und in funktionaler Architektur aufgehenden Menschen reichte eher in metaphysisch-religiöse Sphären und war zunehmend jenseits vom tagesaktuellen Kontext angesiedelt. Wie sich diese Vision im Laufe seines Schaffens verändert hat, wird ein Fokus der Ausstellung und der Katalogbeiträge sein. Herausgearbeitet werden soll, auch anhand bislang unveröffentlichter Dokumente, wie Schlemmer während des Krieges und kurz danach noch auf politische Reformen setzte, während er im Laufe der 1920-er Jahre zunehmend spiritueller, idealistischer dachte und seine Vorstellungen einer neuen Welt im Kontext eines ästhetischen Staates ansiedelte. Nahegebracht wird dem Besucher aber auch, wie Schlemmer, „vom Hellen“ herkommend, nach 1933 die „Rückkehr ins Dunkle“ als desillusionierte Konsequenz seines Weges betrachtete.

Das Faszinierende an diesem Werk ist das Oszillieren zwischen Vision und Utopie. Diese Ambivalenz ist wohl der Grund, warum Schlemmers Werke trotz ihrer Verankerung in der Moderne des Bauhauses zu jenen ganz singulären Andachtsbildern wurden, auf die wir uns immer wieder neu einlassen müssen, wollen wir ihren umfassenden Radius verstehen. Ihr Geheimnis werden wir auch in dieser Ausstellung nicht restlos lüften, doch gilt es aus der Distanz des heutigen Betrachters auch zu fragen, was jenseits des Ästhetischen für uns außerdem die wegweisenden Aspekte dieses Oeuvres sind – zu denken wäre etwa an Schlemmers beachtliche Aussage, wonach er sich als deutscher Künstler aus einem „Land der Mitte“ kommend sah und daher zum Versöhner zwischen Gegensätzen berufen.

Die geplante Werkschau wird chronologisch und thematisch in sechs Sektionen aufgebaut sein, wobei der Bühnenarbeit und er Wandgestaltung je eine Sektion gewidmet wird. Mittels einer konzisen Auswahl seltener Zeitdokumente aus dem Schlemmer Archiv der Staatsgalerie und dem Berliner Bauhaus Archiv wird die Werkentwicklung kontextuell begleitet. Über 200 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Skulpturen und Kostüme aus der umfangreichen Sammlung der Staatsgalerie sowie aus nationalen und internationalen Sammlungen sollen den singulären künstlerischen Rang Oskar Schlemmers vor Augen führen – wobei die drei großformatigen Entwurfsserien für die Wandbilder im Folkwang-Museum eine zentrale Würdigung erfahren werden.

Freunde der Kunst

Die Ausstellung wird die visionäre Leistung dieses Pioniers eines modernen, Technik und Kunst, Mensch und Zivilisation, Körper und Geist versöhnenden Weltverständnisses würdigen. Und auch die Tragik dieses Weltverständnisses, dem nach der Machtübernahme 1933 Maß, Zahl und Gesetz, d.h. der vermeintlich „unpolitische“ Impetus seiner Kunst, kaum mehr als Bollwerk gegen den Totalitarismus dienen konnten.

21.11.2014 - 06.04.2015

a.frankenberger@staatsgalerie.de

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Treffer: 5000