Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

08.11.2014 nach Honoré de Balzac

GFDK - Schauspielhaus Bochum

Mercadet ist ein Macher, ein Spekulant, ein Finanzjongleur. Ihn interessiert nur das ganz große Geschäft – auch wenn er selbst längst kein Kapital mehr besitzt.

Theater in Bochum

Er leiht sich, was er kriegen kann, verspricht astronomische Gewinne und macht kurzerhand seine Tochter selbst zum Spekulationsobjekt. Honoré de Balzac hat bereits 1840 in seinem Theaterstück „Le Faiseur“ den Irrsinn der finanzökonomischen Luftgeschäfte beschrieben, wie sie uns heute wieder beschäftigen.

Freunde der Kunst

Balzac zeigt, dass die Höhe der Schulden für den wahren Spekulanten nur die Rampe ist für eine umso rasantere Beschleunigung der Kapitalfahrt. Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer bearbeitet das Stück für die Kammerspiele neu und konfrontiert es mit der Gegenwart heutiger Finanzmarkt-Akrobatik.

choenmanns@remove-this.bochum.de

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08.11.2014 Kunstverein

GFDK - Bielefelder Kunstverein

Der Bielefelder Kunstverein richtet mit einer räumlichen Inszenierung herausragender, privater Sammlungen einen fokussierten Blick auf die Stadt Bielefeld.

Ausstellung in Bielefeld

In kabinettartigen Hängungen werden individuelle Sammlungskonzepte mit bedeutenden Werken zeitgenössischer Kunst präsentiert. Begleitet wird die Ausstellung von einer künstlerisch-fotografischen Reflexion der jeweiligen Sammlung, die in Zusammenarbeit mit Studierenden des Fachbereichs Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld entwickelt wird. Im Sinne einer »Sammlung von Sammlungen« thematisiert die Ausstellung den subjektiven Blick auf die Kunst. Sie eröffnet einen kulturgeschichtlichen Erfahrungsraum, der Unbekanntes zeigt und das Zeigen selbst zum Thema macht. Ebenso gibt das Projekt einen exemplarischen Einblick in die große Leidenschaft des Sammelns und die kulturellen Ressourcen der Stadt.

Freunde der Kunst

Eine Ausstellung des Bielefelder Kunstvereins in Kooperation mit Bielefelder Privatsammlern und dem Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld. Das Projekt ist eingebunden in das gemeinsame Ausstellungsprojekt »Bielefeld sammelt – wir zeigen’s euch« der Bielefelder Museen und der Initiative Pro Bielefeld im Rahmen des Stadtjubiläums 800 Jahre Bielefeld.

 

kontakt@bielefelder-kunstverein.de

 

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08.11.2014 Das RSB aus Berlin

GFDK - Christina Gembaczka

Im Konzert des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin am 13. November 2014 um 20 Uhr in der Philharmonie Berlin kombiniert Marek Janowski die in zwei Sätzen angelegte Sinfonie Nr. 6 für großes Orchester von Karl Amadeus Hartmann mit zwei Werken Ludwig van Beethovens. Der Brite Paul Lewis spielt zur Eröffnung des Abends Beethovens Drittes Klavierkonzert c-Moll, während Marek Janowski gegen Ende des Programmes beweist, dass sich die „Leonoren“-Ouvertüre Nr. 3 auch hervorragend als Schlussstein eignet.

Konzert in Deutschland 

In seinem Dritten Klavierkonzert verließ Beethoven die technischen Pfade seiner Vorgänger und verfeinerte seinen eigenen Stil, der sich auch in der Wahl der als düster geltenden Tonart c-Moll manifestierte. Das im Laufe mehrerer Jahre entstandene Werk bewegt sich stetig im Spannungsfeld zwischen stürmischer Dramatik und weihevoller Ruhe.
 
Paul Lewis studierte bei Joan Havill an der Guildhall School of Music and Drama, bevor er weiter privat von Alfred Brendel ausgebildet wurde. Seine Beethoven- und Schubert-Zyklen der letzten Jahre mit Konzerten in mehr als 40 Städten weltweit begeisterten Publikum und Presse gleichermaßen. 2010 spielte der Pianist alle Klavierkonzerte Beethovens innerhalb einer Saison bei den BBC Proms und nahm sie für CD auf.

Konzert in Berlin

18.45 Uhr Hermann-Wolff-Saal: Einführung mit Steffen Georgi
Live-Übertragung auf Deutschlandradio Kultur und Übernahme durch
die European Broadcasting Union (EBU)
 
Konzertkarten zu 59 / 49 / 42 / 36 / 29 / 20 €
RSB-Besucherservice: 030 - 202 987 15
 


Donnerstag, 13. November 2014, 20.00 Uhr
Philharmonie Berlin, Großer Saal
Marek Janowski, Leitung
Paul Lewis, Klavier
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
 
Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37
Karl Amadeus Hartmann
Sinfonie Nr. 6 für großes Orchester
Ludwig van Beethoven
Ouvertüre „Leonore" Nr. 3 C-Dur op. 72 b
 
Karten zu 59 / 49 / 42 / 36 / 29 / 20 €
RSB-Besucherservice
Telefon 030 - 202 987 15
Charlottenstr. 56, 10117 Berlin
Mo-Fr 9-18 Uhr, Fax 030 – 202 987 29
 

    
    
Kontakt für die Redaktionen
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Christina Gembaczka
Charlottenstraße 56
10117 Berlin
presse@rsb-online.de

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08.11.2014 Kunstmuseum

GFDK - Kunstmuseum Bern

Die Ausstellung bietet einen repräsentativen Einblick in das zeitgenössische Schweizer Kunstschaffen von den frühen 1980er Jahren bis heute mit Werken aus der Sammlung der Stiftung Kunst Heute, die 1982 mit Sitz in Bern gegründet worden war.

Ausstellung in Bern

Mithilfe von einigen Berner Mäzenen hatte die Stiftung es sich zur Aufgabe gemacht, eine eigenständige Sammlung junger Schweizer Kunst aufzubauen. Diese wurde bis vor kurzem von einer Ankaufskommission, bestehend aus jungen Kunstvermittlern und Künstlern, stetig ergänzt. Für die Ausstellung wurden Werke ausgewählt, die danach fragen, was unsere gegenwärtige, sogenannte postmodernen Lebenswirklichkeit auszeichnet.

Zwischen 1982 und 2013 hat die Stiftung Kunst Heute eine hochkarätige Sammlung von Schweizer Gegenwartskunst zusammengetragen. Die Stiftung mit Sitz in Bern wurde 1982 von Marianne Gerny initiiert. Mithilfe von einigen Berner Mäzenen hatte sie es sich zur Aufgabe gemacht, eine eigenständige Sammlung junger Schweizer Kunst aufzubauen. Diese wurde bis vor kurzem von einer Ankaufskommission, bestehend aus jungen Kunstvermittlern und Künstlern, stetig ergänzt. Die gesamte Sammlung der Stiftung Kunst Heute, die rund 300 Werke und Werkgruppen von nahezu 60 namhaften Schweizer Künstlerinnen und Künstlern beinhaltet, wurde 2003 dem Kunstmuseum Bern als Schenkung übergeben, darin inbegriffen die von der Stiftung in den folgenden Jahren noch angekauften Werke. Nach über dreissig jähriger Aktivität stellte die Stiftung Ende 2013 ihre Tätigkeit ein.

Die Ausstellung bietet einen repräsentativen Einblick in das zeitgenössische Schweizer Kunstschaffen von den frühen 1980er Jahren bis heute. Ausgewählt wurden Werke, die danach fragen, was unsere gegenwärtige, sogenannte postmodernen Lebenswirklichkeit auszeichnet. Während in den Arbeiten der 1980er Jahre das Erbe der vorangegangenen konzeptuellen Strömungen insofern nachklingt, als dass das künstlerische Medium selbst im Zentrum der Aufmerksamkeit steht und mit seinen eigenen Mitteln untersucht wird, wenden sich die ab Mitte der 1990er Jahre entstandenen Arbeiten vermehrt der Darstellung komplexer Zusammenhänge von Lebensrealitäten in einer zunehmend globalisierten Welt zu. Sie richten den Fokus gewissermassen nach aussen in die Welt, aber ebenso nach innen und fragen nach der Verortung des Selbst.

Die Ausstellung knüpft mit der Auswahl der Werke an die Präsentation mit Werken aus der Sammlung der Stiftung Kunst Heute von 1995 im Aargauer Kunsthaus an und zeigt im Überblick mit wenigen Ausnahmen die seither getätigten Ankäufe und vorwiegend Werke, die bisher noch nie präsentiert worden sind. Gegliedert ist die Auswahl der Werke in vier verschiedene Kapitel, welche aus unterschiedlichen Perspektiven die engen Verflechtungen zwischen Mensch und Welt befragen.

Die Ausstellung ist nach Don’t Look Now (2010) und Merets Funken (2012) die dritte einer Reihe von regelmässig stattfindenden thematischen Sammlungspräsentationen der Abteilung Gegenwartskunst im Kunstmuseum Bern. Sie wird von einem umfangreichen Katalog begleitet, der im Kerber Verlag erscheint.

Freunder der Kunst

Mit Werken von: Judith Albert, Ian Anüll, John M Armleder, Katia Bassanini, Miriam Cahn, Mauricio Dias & Walter Riedweg, Christoph Draeger, Yan Duyvendak, Pierre André Ferrand, Fischli / Weiss, Florian Germann, Alex Hanimann, Thomas Hirschhorn, Christian Marclay, Luc Mattenberger, Claudio Moser, Marco Poloni, David Renggli, Pipilotti Rist, Roman Signer, Loredana Sperini, Studer / van den Berg, Matteo Terzaghi & Marco Zürcher, Bernard Voïta

info@remove-this.kunstmuseumbern.ch

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08.11.2014 radikales Drama

GFDK - kino.de

Mit dem Preis der Jury beim Festival de Cannes ausgezeichnetes radikales Drama von Xavier Dolan über eine außergewöhnliche Mutter-Sohn-Beziehung.

Das Mutter-Sohn-Verhältnis treibt Xavier Dolan seit seinem ersten Film um. Mit "I Killed my Mother" wollte er seine Mutter bestrafen, heute, fünf Jahre später, will er sie mit "Mommy" rächen, wie er sagt. Und es handelt sich nicht mehr um eine Pubertätskrise, sondern um eine existenzielle. Wenn er von seiner Mutter spricht, meint er "die Mutter" im Allgemeinen, die Frau, die Leben schenkt und ihre Kinder liebt, egal wie sie sind.

Ihren 15jährigen Sohn liebt auch Diane, genannt "Die", die laut und prollig durchs Leben stapft und nur möchte, dass Steve die Schule schafft und nicht wieder in einem dieser Heime für schwer erziehbare Kinder landet, die ihn nur noch aggressiver machen. Doch selbst zu Hause kann die Witwe ihn kaum bändigen, wie vom Himmel geschickt, taucht die traumatisierte und sprach gestörte Nachbarin auf, zu der der kaum zähmbare Junge Vertrauen fasst. In der Dreier-Gemeinschaft keimt Hoffnung auf ein Quäntchen Glück.

Die aus der Perspektive der Mutter erzählte Geschichte beginnt als schwieriges Miteinander im White Trash-Milieu, entwickelt neben der emotionalen Wucht eine unglaubliche Zärtlichkeit, wobei Ausbrüche von Hass und Liebe wechseln. Trotz dunkler Momente überrascht das Drama mit Licht und warmen Farben als Kontrapunkt zur alltäglichen Misere. Dolan vermeidet das Etikett von Losern, das man diesen Menschen gerne aufdrückt, beschreibt lieber ihre Gefühle und Träume und macht sie zu Gewinnern über widrige Umstände. Das Gefangensein ihrer selbst unterstreicht das enge und ungewöhnliche Leinwandformat 1:1, das die Gesichter quadratisch umrahmt und Nähe schafft. Fast tut es weh, die Protagonisten auf so begrenztem Raum zu sehen. Umso befreiender die Szene, in der sich das Bild öffnet bei einem sommerlichen Ausflug des Trios. Wenn Steve die Bildränder mit den Händen wegschiebt und quasi in ein neues und unbeschwertes Leben abhebt, ist der Atem lang vermisster Freiheit zu spüren. Bis die schnöde Wirklichkeit die Drei einholt und das Format wieder schrumpft.

Eins drauf setzt Dolan mit dem Soundtrack mit Songs von Dido, Oasis oder Céline Dion, die im Kontext mit André Turpins Bildern eine ganz neue Wirkung entfalten und Erinnerungen wecken. Das Zuschauerglück komplettieren die grandiosen Darsteller. Neben einer sexy und leicht ordinären Anne Dorval als überfordertes, aber kämpferisches Muttertier, die schon in "I Killed my Mother" auftrumpfte, steht als ausgleichendes Element die zurückhaltende Suzanne Clément. Kaum zu toppen ist Antoine-Olivier Pilon, der wie ein Tornado über die Leinwand rast, ungestüm, wild und verletzlich. mk.

Kinostart: 13.11.2014

Quelle: kino.de

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08.11.2014 Oper

GFDK - Theater Basel

Don Pasquale leidet die Nöte alternder Geizkragen: Gut gelebt, gut verdient und jetzt will er eine junge Frau. Doktor Malatesta soll ihm dabei helfen. Es geht ums Ganze, ums Erbe. Denn Ernesto, Pasquales Neffe und einziger Erbe, liebt ein armes Mädchen: Norina. Die sich auf Don Pasquales Wohlstand freut …

Theater in Basel

Gaetano Donizetti und sein Librettist Giovanni Ruffini schufen ein reines Theater­vergnügen: «Don Pasquale» ist eine Intrige, ein Spiel ums Geld, ein Spiel um die Macht, eine Verwechslungsgeschichte, ein Liebesabenteuer, ein heiter-ironischer Kampf der Typen, der Generationen, der Geschlechter und eine Buffo-Oper, die jene uralte Tradition der italienischen Commedia dell’arte mitten im neunzehnten Jahrhundert zu neuer, später, Blüte führte.

Freunde der Kunst

Nach seinem Opernregie-Debüt 2012/2013 mit Haydns «Lo speziale» nimmt sich Massimo Rocchi dieses Stoffes an. Das Treffen des ­italienischen Schauspielers, Komikers und Wahlschweizers mit Donizetti verspricht ­einen spannungs- und humorvollen Abend; dynamisch, mit Witz und bitterer Ironie deutet Rocchi die Titelpartie als Bild des Mannes, der besessen ist von der Idee, im Leben alles neu beginnen zu können: Das «Don-Pasquale-­Syndrom» …

presse@remove-this.theater-basel.ch

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07.11.2014 C/O Berlin

GFDK - C/O Berlin

Der entscheidende Augenblick – in der Fotografie ist dieser alles bestimmend. Er ist eine Synthese aus Wissen, Sensibilität, Technik, Form, Zufall und purer Intuition. Wenn all diese Elemente zusammentreffen, entstehen so starke, einzigartige Bilder, dass sie über das Alltägliche hinausgehen und etwas vom Wesen des Lebens enthüllen.

Ausstellung in Berlin

Was jedoch ist ausschlaggebend dafür, dass bestimmte Fotografien zu Ikonen werden und sich ins kollektive Gedächtnis brennen? Was geschah kurz vorher, was folgte im Anschluss? Der Kontaktbogen dokumentiert weit mehr als die Entstehung des entscheidenden Moments. Er gibt einen intimen Einblick in den Arbeitsprozess des Fotografierens. Seine Bildsequenzen zeichnen die Spur einer Bewegung durch den Raum nach und zeugen zugleich vom Anspruch der Fotografie auf eine transparente Darstellung der Wirklichkeit.

Gleichzeitig ist die Veröffentlichung dieses Rohmaterials ein absoluter Tabubruch. Denn die Publikation dieses Mediums ist meist nicht vorgesehen und bleibt als Zwischenprodukt im geschützten Raum des Ateliers oder der Fotowerkstatt. Der Kontaktbogen ist in erster Linie das Logbuch des Fotografen, eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl und der Index von späteren Negativarchiven. Gleichzeitig ist er jedoch mehr als ein künstlerisches Skizzenbuch; er zeigt die misslungenen Schritte auf dem Weg zum Endprodukt mit all seinen Irrtümern, Fehltritten, Sackgassen – und glücklichen Fügungen.

Hier ist jede Drehung und Wendung, jede Entscheidung verzeichnet. Mit dieser totalen Transparenz und Entblößung seiner Arbeitsmethode macht sich der Fotograf angreifbar. Er riskiert, die Aura des Einzelbildes zu brechen und den kreativen Prozess zu entzaubern. So entsteht auch beim Betrachten des Kontaktbogens die Faszination, einerseits unmittelbar am Geschehen teilzunehmen und dem Fotografen über die Schulter zu sehen, andererseits damit etwas Verbotenes zu tun – wie in ein fremdes Tagebuch oder einen fremden Kleiderschrank zu blicken.

Umso mutiger ist daher der seltene Einblick, den die legendäre Fotoagentur Magnum mit dieser Ausstellung gewährt. Sie umfasst aus sieben Jahrzehnten über 100 Kontaktbögen der renommiertesten Fotografen weltweit – von Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, David (Chim) Seymour, Werner Bischof, George Rodger und Elliott Erwitt, über Inge Morath, René Burri, Eve Arnold, Leonard Freed, Thomas Hoepker, Josef Koudelka und Gilles Peress bis hin zu Martine Franck, Martin Parr, Jim Goldberg, Trent Parke, Jonas Bendiksen, Bruno Barbey, Paolo Pellegrin und Alec Soth.

In chronologischer Reihenfolge zeigt die Ausstellung leidenschaftlich engagierte Reportagen aus dem Zweiten Weltkrieg, Straßenszenen des Prager Frühlings, Ikonen wie Che Guevara, Mohammed Ali und Malcom X, Balkankrieg und Blutigen Sonntag, Brennpunkt Nahost, Porträts der japanischen, brasilianischen und britischen Gesellschaft sowie zahlreiche, weltweit historische Ereignisse mehr. Anhand dieser einzigartigen Zusammenstellung der Kontaktbögen werden in der Ausstellung drei unterschiedliche Ebenen sichtbar: Die jeweiligen politisch-sozialen Inhalte der Fotografien an sich, die allgemeine Historie der Reportagefotografie sowie die Entstehungsgeschichte der einzelnen Bilder.

Sämtliche analogen Bildformate sind in der Zusammenstellung von Magnum enthalten – vom Standardkleinbild über Panorama-Aufnahmen bis hin zum Großformat in Schwarz-Weiß und Farbe. Oft sind die Kommentare und Markierungen der Fotografen oder Bildredakteure sichtbar, die das beste Motive der Serie oder den exakten Ausschnitt eines Fotos bestimmen.

Freunde der Kunst

Der Kontaktbogen ist mittlerweile das Relikt einer Technologie, die heutzutage obsolet ist. Mit der Digitalisierung haben sich die Arbeitsprozesse und -formate grundlegend geändert. Als Folge dieser Entmaterialisierung ist der Kontaktbogen nur noch ein Phänomen der Archivierung, rückt jedoch gleichzeitig verstärkt inhaltlich in den Fokus und wird selbst zum Artefakt. Denn er symbolisiert ein eigenes Genre mit enger Verbindung zum Film, zur Narration und zur traditionellen Fotoreportage. So ist diese Ausstellung von Magnum eine Hommage an die analoge Arbeit und an die Authentizität des Mediums Fotografie – oder auch der Abgesang auf eine verlorene Kunstform.

nowak@remove-this.co-berlin.org

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07.11.2014 Mit neuer CD im Gepäck

GFDK - Neuland Concerts

Noch bevor sich ALEXA FESER im November auf ihre erste eigene und nahezu ausverkaufte Headliner Tour begibt, kündigt die Sängerin neue Termine für 2015 an. Als Support von Maxim im vergangenen Jahr und vor kurzem von Adel Tawil, begeisterte die Wahl-Berlinerin bereits ihr Publikum. Ihr Debüt-Album „Gold Von Morgen“ ist Ende September bei Warner Music erschienen. Fans wie Kritiker überschlagen sich seither mit Lob. Aufgrund der großen Nachfrage und bereits ausverkauften Club-Shows 2014, wird ALEXA FESER im Februar 2015 erneut auf Tournee gehen.

Sie wird ihr Programm mit neuer Produktion und eigener Band in größeren Clubs präsentieren, denn vor allem live entfalten ihre Songs erst ihr raumgreifendes Potenzial aus Leise, Laut und emotionaler Wucht. „Ich bin absolut überwältigt, dass meine Tour im Vorhinein auf so ein wahnsinniges Feedback stößt. Dass mittlerweile bereits mehrere Städte ausverkauft sind, macht mich überglücklich. Meine Band freut sich ebenfalls und wir können es kaum erwarten, dieses Gefühl bald mit allen auf Tour zu teilen. "Live Spielen" ist für mich als Künstlerin die schönste Sache der Welt. Danke, dass das passiert und der Traum sogar im Februar weitergeht.“

Konzerte in Deutschland

ALEXA FESER macht Songs, die Mut zur ganz großen Geste haben. Ihre Texte sind bestechend präzise formulierte Kurzgeschichten über die Liebe und das Leben, das Scheitern und wieder aufstehen, ihre Songs sind getragen von großartigen Melodien. Geboren in Wiesbaden, nahm Alexa schon früh so Einiges in Kauf, ohne jedoch den großen Traum einer Musikkarriere aus den Augen zu verlieren. Dieser Zielstrebigkeit verdankt die sympathische Singer/Songwriterin heute auch ihren bereits beachtenswerten Werdegang.

TICKETS für die „Gold Von Morgen Live 2015“ Tour sind ab Freitag, den 07.11.2014 an allen bekannten VVK-Stellen erhältlich.

11.11.2014    München, Ampere
12.11.2014    Köln, Werkstatt
13.11.2014    Frankfurt, Ponyhof ( ausverkauft )
14.11.2014    Hamburg, Prinzenbar ( ausverkauft )
15.11.2014    Berlin, Privatclub ( ausverkauft )

08.02.2015     Neumünster    Altes Stahlwerk
09.02.2015     Hamburg    Mojo Club
11.02.2015     Stuttgart    Club Cann
14.02.2015     Frankfurt    Das Bett
15.02.2015     Berlin    Frannz

 

Neuland Concerts
Alter Wandrahm 14, 20457 Hamburg
info@neuland-concerts.com

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07.11.2014 Verleihung am 28.03.15

GFDK - Ronald Hackelberg

Im März 2015 wird wiederum der Deutsche Tanzpreis durch den Förderverein Tanzkunst Deutschland e.V. vergeben. Seit 1983 findet diese Auszeichnung an herausragende Künstler, die sich um den deutschen Tanz verdient gemacht haben, jährlich statt. Am 6. November hat Jaš Otrin, der 1. Vorsitzende des Fördervereins, die Preisträger bekannt gegeben.

Mit dem Hauptpreis wird 2015 Peter Breuer gewürdigt; er gehörte zu den wenigen deutschen Tänzern des 20. Jahrhunderts, die international Aufsehen erregten. Seine Karriere begann an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und endet noch längst nicht mit der Position des Chefchoreografen und Ballettdirektors am Salzburger Landestheater, die er seit über zwanzig Jahren innehat.

Konzert in Deutschland

Elisa Badenes, Erste Solistin beim Stuttgarter Ballett, erhält 2015 den Deutschen Tanzpreis ZUKUNFT. Die wandlungsfähige Spanierin prägt seit 2009 das Gesicht der Compagnie, Choreografen wie Christian Spuck und Demis Volpi kreierten aufregende Rollen für sie.

Der Anerkennungspreis geht 2015 an Ricardo Fernando, der seit über zehn Jahren als Ballettdirektor und Choreograf am Theater Hagen in Nordrhein-Westfalen arbeitet.

Konzert in Essen

Die Gala zur Verleihung der drei Auszeichnungen findet im kommenden Jahr am 28. März 2015, 18:00 Uhr traditionsgemäß im Aalto-Theater Essen statt. Das Publikum erwartet ein stilistisch vielfältiger und virtuoser Abend.

Karten (€ 38,50 - € 88,00) für die Ballettgala im TicketCenter der Theater und Philharmonie Essen unter Tel. 02 01.81 22-200

 

Förderverein Tanzkunst Deutschland e.V.
Ronald Hackelberg (Mitglied des Vorstands)
Hollestr. 1, 45127 Essen
r.hackelberg@international-dance-art.de

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07.11.2014 Kunstmuseum

GFDK - Kunstmuseum Basel

Modernes Leben findet in Systemen statt. In Gesellschaftssystemen, Wirtschaftssystemen, Wertesystemen, Kommunikationssystemen, Justizsystemen, Denksystemen, Gesundheitssystemen, Erziehungssystemen, Fortbewegungssystemen, Wissenschaftssystemen, Wohnsystemen, Bildungssystemen, Produktionssystemen und in vielen anderen mehr.

Ausstellung in Basel

Systeme sind einerseits unsichtbar, andererseits allgegenwärtig. Systeme ordnen die Dinge und steuern den Alltag. Sie bestimmen Abläufe und Beziehungen. In Systemen wird Komplexität zu funktionalen Gebilden organisiert. Systeme sind Muster. Ihr Prinzip bleibt nur durch stete Wiederholung erkennbar. Oder das Muster löst sich auf. Ein Muster, das sich auflöst, ist verloren. Deswegen sind Systeme darauf ausgelegt, Widersprüche aufzuheben. Sie prüfen die Kompatibilität der Teile mit ihrem Muster. Sie folgen ihrer eigenen Logik, nur so erhalten sie sich selbst. Und was ihrer Logik folgt, fügt sich ein. Sei dies der genormte Regalboden eines weltweit vertriebenen Möbelsystems, das Datum innerhalb eines Kalendersystems, der Sprachbaustein im Telefonskript einer Service-Hotline oder schlicht die Bereitschaft der BürgerInnen, am Arbeitsmarkt teilzunehmen.

Nur das, was passt, hat Platz im System. Das Verhältnis des Systems zur Umwelt ist daher selektiv und zugleich normativ, sagt der Soziologe Niklas Luhmann. Was mit der Norm des Systems nicht kompatibel ist, wird auf symptomatische Weise zum Problem. Symptome entstehen dort, wo Systeme Komplexität reduzieren. Als Symptom kehrt zurück, was im System verdrängt wird. Nichts ist per se schon symptomatisch. Was in dem einen System als anormal bezeichnet wird, kann in dem anderen für normal befunden werden – was hier als kontraproduktiv gilt, erscheint dort als produktiv. Allein die Selbsterhaltungslogik des jeweiligen Systems setzt den Massstab dafür, was eins oder null sei.

Wenn ein bestimmtes Handeln auf die Grenzen eines Systems stösst, zeigt sich die Logik desselben. Oft erst dann. Denn an sich sind die Grenzen von Systemen und die durch sie errichteten Normen unsichtbar. Im symptomatischen Moment des Grenzfalls, der Ausnahme oder des Verstosses enthüllen sie dagegen ihr Gesicht. Aber ist es automatisch von Nachteil, wenn menschliches Handeln in Konflikt mit der Logik von Systemen gerät, symptomatisch wird? Der Philosoph Slavoj Žižek findet, man solle sein Symptom lieben wie sich selbst. Denn im Symptom ist ein „Kern des Genießens enthalten“, ein letzter Bereich innerhalb der eigenen Existenz, der „jeder Interpretation widersteht“.

Die Ausstellung One Million Years – System und Symptom behandelt die ästhetischen, kulturellen und politischen Implikationen der Systemlogik aus der Perspektive der Gegenwartskunst. Sie führt künstlerische Projekte zusammen, die auf unterschiedliche Weise mit Systematik umgehen. Die Ausstellung präsentiert zum einen KünstlerInnen, deren Werk selbst der Errichtung präziser und ihrer ästhetischen Eigenlogik verpflichteter Systeme folgt, zum Beispiel Josef Albers, Hanne Darboven, On Kawara, Sol LeWitt, Jan J. Schoonhoven oder Simon Starling.

Diese KünstlerInnen erproben das Prinzip der Systematik auf kühle, auf spielerische oder oft auf derart extreme Weise, dass sie absolut systematisch jedes normale Systemdenken unterlaufen. Zum anderen zeigt die Ausstellung Arbeiten, die unsichtbare gesellschaftliche Systeme, Normen und Ausschlussmechanismen sichtbar werden lassen, zum Beispiel von Henrik Olesen, Martha Rosler, Octavian Trauttmansdorff, Andreas Slominski oder Heimo Zobernig. Diese Werke spüren Situationen auf, in denen die Logik eines Systems klar zutage tritt. So werfen sie Fragen darüber auf, wie soziale Identität und das vermeintlich normale Leben in Haushalt, Schule oder Justiz durch gesellschaftliche Systeme hervorgebracht werden und wo Repressalien lauern. So treffen in der Ausstellung One Million Years – System und Symptom die Arbeiten von KünstlerInnen, die sich Systematik auf besondere Weise zu eigen machen, auf solche Werke, in denen die systematische Ordnung des Lebens dargestellt und der Kritik unterzogen wird.

Die Ausstellung führt Werke aus der Sammlung des Kunstmuseum Basel, der Emanuel Hoffmann-Stiftung, der Hanne Darboven Stiftung Hamburg und weitere Leihgaben aus Amsterdam, Berlin und Wien zusammen. Einige der gezeigten Werke wurden neu produziert bzw. adaptiert. Im Falle einiger KünstlerInnen ermöglichte die Ausstellung auch die aufwendige Restaurierung und Wiederinstandsetzung von Werken und Videomaterial – ein Aspekt, der für die Arbeit des Kunstmuseum Basel, Museum für Gegenwartskunst grosse Bedeutung hat.

Freunde der Kunst

Mit Vito Acconci, Josef Albers, Christian Boltanski, Hanne Darboven, Thomas Demand, Andrea Fraser, Katharina Fritsch, On Kawara, Sol LeWitt, Bruce Nauman, Henrik Olesen, Falke Pisano, Martha Rosler, Jan J. Schoonhoven, Andreas Slominski, Simon Starling, Octavian Trauttmansdorff und Heimo Zobernig

pressoffice‎@‎kunstmuseumbasel.ch

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Treffer: 5000