Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

11.11.2014 von John Dryden und Henry Purcell

GFDK - Staatsschauspiel Dresden

Anlässlich des 100. Geburtstags des Schauspielhauses vereinen das Staatsschauspiel und die Semperoper ihr Können und ihre Künste. Schauspieler und Sänger der beiden Häuser stehen in der Semiopera „King Arthur“ gemeinsam auf der Bühne.

Theater in Dresden

König Arthur führt Krieg gegen den sächsischen König Oswald. Die Sachsen versuchen, mit Menschenopfern und Zauberei den Sieg zu zwingen, und auch Arthur hat mit Merlin einen großen Zauberer an seiner Seite. Aber nicht nur im Krieg sind Arthur und Oswald Gegner, sondern auch in der Liebe: Die blinde Emmeline ist Arthur versprochen, doch ihre Schönheit hat auch Oswald betört. Er versucht kurzerhand, seinem Glück nachzuhelfen und entführt Emmeline, die nun auch noch ein Dritter begehrt: Osmond, der böse Zauberer der Sachsen. Zwischen Schlachtenlärm, Geisterbeschwörung und Schäferidylle und mit Purcells zauberhafter Musik triumphiert die Zivilisation schließlich über die Barbaren: König Arthur erhält die Hand der schönen Emmeline, die Verhältnisse sind wiederhergestellt – und das Reich kann sich feiern.

Freunde der Kunst

Die Semiopera „King Arthur“ entstand 1691 mit der Musik von Henry Purcell und dem Text von John Dryden. Dryden hat sein Stück „A Dramatick Opera“ genannt, der Begriff „Sempiopera“ wurde erst später für eine Gattung geprägt, in der Schauspiel, Oper und Tanz eine einmalige Symbiose eingehen und die großes Spektakel ist.

martina.aschmies@staatsschauspiel-dresden.de

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11.11.2014 weibliche kunstszene

GFDK - Dr. Klaudia Nebelin

100 Künstlerinnen präsentieren vom 21. - 23. November 2014 ihre Arbeiten: Bilder, Objekte und Konzepte der Gegenwartskunst füllen an diesem Wochenende die Hallen des Frauenmuseums. Gezeigt wird ein Querschnitt innovativer Strömungen der weiblichen Kunstszene in Deutschland und dem europäischen Ausland.  


Die Projektleiterin der Messe, Julia Henkes, verspricht für dieses Jahr ein breites Spektrum: Videoarbeiten, Fotografie, Fotorealismus – das sind die Schlagworte auf der einen Seite. Daneben – ebenso umfangreich – abstrakte und konkrete Werke, figurative Arbeiten und Installationen.

In diesem Jahr haben viele junge Künstlerinnen das Angebot wahrgenommen, für einen verhältnismäßig günstigen Teilnahmepreis ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren. Die Möglichkeit, den Valentine Rothe Preis, den „Enkelinnen-Preis“ für junge Künstlerinnen, zu erhalten, bietet offenbar einen zusätzlichen Anreiz. Die Preisverleihung wird von den Stifterinnen Dr. Valentine Rothe und Renate Hendricks (MdL) während der offiziellen abendlichen Messeeröffnung vorgenommen. Nominiert sind in diesem Jahr Suse Haugk, Eveline Kooijman, Soim Lee, Gabriele Pia Leinenbach, Claudia Linde, Ana Matovska, Anastasiya Nesterova, Luca Marie Reinsch, Ute Schätzmüller, Alina Serebrennikov, Julia Ulrich und Mirjam Wingender. Luca Marie Reinsch ist mit 15 Jahren die mit Abstand jüngste Bewerberin.

Konzert-Highlight zur Kunstmesse

Zusätzliche Highlights bietet das diesjährige Rahmenprogramm: Am Eröffnungsabend sorgen Ulrike Reutlinger (Bratsche) und Katharina Schneider (Akkordeon) für die musikalische Begleitung. Am Samstag präsentiert sich die Gruppe ANTIQUARIAT, eine Band mit traditioneller Gipsy-Swing-Besetzung. Evamaria Schaller zeigt am Sonntag eine orts- und raumbezogene Performance. Das KinderAtelier betreut die kleinen Besucher. Und am Ende der Messe wird erneut der Publikumspreis verliehen. Die MessebesucherInnen haben hier das Sagen: Das Publikum wählt die beste Künstlerin selbst aus.      

Um das Niveau der Messe zu halten, gibt es ein Juryverfahren, mit dem aus der Vielzahl der Bewerberinnen die besten und innovativsten Künstlerinnen ausgewählt werden. Dies sind in 2014:

Die weibliche Kunstszene in Deutschand präsentiert sich

Astrid Bergmann   Stefanie Blueaquin   Monika Buchen  .  Carola Credé  .  Martina Rovena Czeran  .  Sabine Endres  .  Jeanne Fredac  .  Christina Gaude  .  Elena Graure-Manta  .  Gabriele Gusinde  .  Ilka Habrich  .  Suse Haugk  .  Karin Heissen  .  Pascale Hussong-Renz  .  Annette Jellinghaus  .  Lucie Kazda  .  Petra Kolberg  .  Daphna Koll  .  Eveline Kooijman  .  Corinna Kraus-Naujeck  .  Sabine Krüger  .  Gerda Laufenberg  .  Soim Lee  .  Gabriele Leinenbach  .  Ingrid Lill  .  Claudia Linde   Katrin Lühmann  .  Lisa Lyskava  .  Ana Matovska  .  Karola Mittelstaedt  .  Ela Moonen  .  Heike Negenborn   Hanne Neß  .  Anastasiya Nesterova  .  Tatiana Ovrutschskaja  .  Carola Paschold  .  Ute-Marie Paul  .  Jeannette de Payrebrune  .  Eva Recordon  .  Luca Marie Reinsch  .  Martina Riedlberger   .  Katja Rohsmanith  .  Dagmar C. Ropertz  .  Sibylle M. Rosenboom   Gudrun Sailer  .  Ute Schätzmüller  .  Barbara Schmitz-Becker   Alina Serebrennikov   .  Katharina Sommer  .  Traudel Stahl   .  Prapatti Susanne Starke  .  Imke Stolle d'Silva  .  Brigitte Struif  .  Lina Sudholt  .  Zsuzsa Szvath   Christine Todt  .  Julia Ulrich  .  Dagmar von Beschwitz-Both  .  Karmen Vračun  .  Mercedes & Franziska Welte  .  Julia Wenz  .  Sibylle Will  .  Mirjam Wingender  .  Melanie Ziemons-Mörsch 

GALERIEN UND GRUPPEN:
Atelier Nuray Turan . Duo Movimiento . Künstlerkooperative extract . NONOS.

PROGRAMM
Freitag, 21.11.14 von 14:00-20:00 Uhr
Eröffnungsfeier: 19:00 Uhr
Renate Hendricks, MdL
Marianne Pitzen, Direktorin Frauenmuseum
Verleihung Valentine Rothe Preis: Dr. Valentine Rothe
Musik: Ulrike Reutlinger (Bratsche) und Katharina Schneider (Akkordeon)

Samstag, 22.11.14 von 14:00-20:00 Uhr
17:00 Uhr Musik mit ANTIQUARIAT, Gipsy-Swing

Sonntag, 23.11.14 von 11:00-18:00 Uhr
17:00 Uhr Performance von Evamaria Schaller
17:30 Uhr Vergabe Publikumspreis 17:30 Uhr


ÖFFNUNGSZEITEN:
Freitag,        21.11.2014  14:00 – 20:00 Uhr (offizielle Eröffnungsfeier 19 Uhr)
Samstag,      22.11.2014  14:00 – 20:00 Uhr
Sonntag,      23.11.2014  11:00 – 18:00 Uhr

Kinderatelier:  Sa + So 15:00-17:00 Uhr

Eintritt inkl. Katalog 7 €

 

Dr. Klaudia Nebelin
Kommunikation

Frauenmuseum
Im Krausfeld 10
53111 Bonn

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11.11.2014 erleuchtend

GFDK - Redaktion

Wer am 11. November in den frühen Abendstunden durch die Straßen geht, dem begegnet mit etwas Glück ein sogenannter „Martinszug“: Kinder, die mit ihren leuchtenden Laternen die Dunkelheit erhellen und dabei fröhliche Lieder singen.

Während für die Kleinen der Martinszug der Höhepunkt dieses Abends ist, freuen sich die Älteren auf das traditionelle „Martinsgans-Essen“. Und damit die stimmungsvolle Atmosphäre der bunten Laternen auch drinnen spürbar wird, sorgen Kerzen in RAL-Qualität für eine feierliche Tischdekoration: Ob leuchtende Teelichte in bunten Deko-Gläschen oder ausgehölten Kürbissen,  edle Stumpen-Kerzen zwischen herbstlichen Früchten – das flackernde Licht der Kerzen sorgt für das passende Ambiente.

Kerzenlicht sorgt für Stimmung

Übrigens: Laternen sind nicht nur an Sankt Martin bezaubernde Lichtquellen. Verziert mit herbstlichen Accessoires oder auch ganz pur mit einer Stumpen-Kerze in RAL-Qualität, sorgen Laternen drinnen und draußen für eine tolle Stimmung.

info@grimm-pr.de.

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11.11.2014 "Pint of no return"

GFDK - Andreas Fauser

Man soll bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist. Nachdem das Irish Folk Festival (IFF) letztes Jahr mit Pauken und Trompeten ein großartiges 40jähriges Jubiläum gefeiert hat, wurde kurz darüber nachgedacht. Die Entscheidung war ähnlich wie sie Piloten treffen müssen zwischen umkehren oder weiterfliegen. Man nennt es den "Point of no return". Passend zur grünen Insel heißt es dann mit einem Augenzwinkern: "Pint of no return" . Der Sprit für ein Irish Folk Konzert ist das irische Dunkelbier und dessen Maßeinheit ist eben das Pint.

Ein anderer Treibstoff verleiht aber noch viel größere Flügel: Es ist der Irish Folk selbst. Er sprudelt aus einer nicht zu versiegenden Quelle. Immer wieder entstehen neue kreative Bands und diese brauchen einen Heimatflughafen mit einer gut angelegten Startbahn. Das IFF will genau diese sein, damit die Irish Folk Bands weiterhin gut abheben können.

Festival in Deutschland

Als Beweis für die innovative Kraft des Irish Folk sind an Bord der Flugnummer IFF 2014 so junge Musiker/innen, wie sie bisher kaum dabei waren. Diese Generation an jungen Genies wird dafür sorgen, dass das IFF eine spannende Perspektive hat. Das IFF sorgt wiederum dafür, dass diese jungen Genies nicht bei einer dieser unsäglichen "Celtic Dingsbums Shows" anheuern müssen.

Festival in Koblenz

Statt ein authentisches Irland zu präsentieren, geht es bei diesen Shows um gefällige Klischees, die massentauglich möglichst viele Karten verkaufen sollen. Damit kann zwar ein Künstler seinen Lebensunterhalt verdienen, aber kann er sich damit auch identifizieren? Beim IFF blühen Künstler auf, weil sie sich unzensiert verwirklich können. Deshalb ist bei der gemeinsamen Session am Ende die Stimmung immer so ausgelassen wie es keine "Celtic Dingsbums Show" je wird erreichen können.

  • Niamh Dunne & Sean Óg Graham
    Sweet moments in the making
  • Réalta
    A new bright star in Irish Folk
  • Goitse
    Irish tradition - A fresh take
  • Dónal Clancy
    Voice of the next generation


Sonntag, 16.11.2014 um 19:00 Uhr - Frankfurter Hof

Eintrittspreise €:
(Alle angegebenen Preise im Vorverkauf zzgl. VVK-Gebühr)
VVK 19,- 22,- 25,- 28,-

Veranstaltungsort: 

FRANKFURTER HOF MAINZ
Augustinerstrasse 55
55116 Mainz

Tickethotline: 06131-220438



Andreas Fauser
NuzzCom Music Office
Gwinnerstr. 5
60388 Frankfurt
andreas@nuzzcom.com

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11.11.2014

GFDK - Stefan Becht/ Marta Herford

Was sehen wir? Ein aufgeschlitztes Hemd, darunter ein Brustkorb und der Bauch eines Toten, die Haut gezeichnet von der Struktur des Stoffes. Daneben das Bild einer minzgrün gefliesten Badezimmerwand, über dem Duschkopf noch die obligatorische Badehaube aus durchsichtigem Plastik. Ein großer, traditionell gekleideter Mann aus Ghana, der nagelneue Fußballschuhe in Knallblau und Neongrün an den Schnürsenkeln hält. Eine Fotografin, offenbar im kommerziellen Dauereinsatz, die u.a. in einem Film eine Fotografin spielt, dabei aber keine Fotografien macht. In Schwarz-Weiß abgelichtete Häuserfassaden, Ein- und Ausgänge, Wege, Straßen, Zäune, Garagen, Parkplätze, alles in graues Herbstlicht getaucht, auf über 160 kleinformatigen Bildern …

 

Im 11. Jahr von „gute aussichten“ beschäftigt sich die junge Generation von Fotograf/inn/en mit den grundlegenden, den existenziellen Fragen unseres Lebens: der Alltäglichkeit des Sterbens und dem, was bleibt oder mit den Toten spurlos verschwindet. Der Verwurzelung der Menschen in ihrer Tradition bzw. Herkunft und wie sie, diese Menschen, doch längst die Gadgets und Alltagsgegenstände der westlichen (Überfluss-) Gesellschaft in ihr Leben integriert haben – moderne Migration.

Die Fotografie als ausübende Handlung, als Job, der zu erledigen ist, bei dem zwar ein Bild entsteht, dieses aber, wie die Fotografin selbst, zur Nebenrolle verkommt. Gleichzeitig wird damit die Kehrseite der Medaille eines langjährigen Kunststudiums sichtbar – "ein Bild abgeben" in vielerlei Hinsicht. Eine gezielte Spurensuche auf ganz alltäglichen Wegen, die  zeigt, wie aus dem, was wir in unserer täglichen Routine längst übersehen, durch Aufmerksamkeit und Perspektivwechsel etwas Sichtbares, Spürbares wird.

Nachwuchstalente für Fotografie gekürt

Mit anderen Worten: Die acht für "gute aussichten 2014/2015" ausgewählten Preisträger sind mit ihren Arbeiten dem Leben dicht auf Spur. Die Themen Tod, Migration, gesellschaftliche Diskriminierung, Einsamkeit, Isolation, Verzweiflung stehen Freude, Erkenntnis, Vielfalt und schöpferischer Kraft gegenüber. Mit ihren Werken fordern uns die Fotografen unverblümt heraus. Sie geben sich nicht zufrieden mit dem einfachen Ablichten. Sie sind auf der Suche nach Anzeichen, Hinweisen, nach Anklängen, Fährten, Zwischentönen. Sie zeigen die Spuren, die das Leben bei uns hinterlässt. Sie geben uns einen Geschmack davon, wie es um uns und unsere Gesellschaft bestellt ist – wie es William Gibson, der amerikanische Autor und Erfinder des „Cyberspace“, so treffend formulierte: "Misstrauen Sie (stets) dem unverwechselbaren Geschmack."

Ausstellung im Museum Marta Herford

Bereits zum dritten Mal präsentiert das Museum Marta Herford die talentiertesten NachwuchsfotografInnen aus Deutschland und zeigt in der Gruppenschau „gute aussichten – junge deutsche fotografie 2014/2015“ ausgewählte Arbeiten, die von Fotografie, über Bücher bis hin zu Videoprojekten reichen. Den Themen Tod, Migration, Einsamkeit oder gesellschaftliche Diskriminierung stehen Freude, Erkenntnis, Vielfalt und schöpferische Kraft gegenüber. Unterschiedlicher könnten die Arbeiten kaum sein.

PreisträgerInnen des Wettbewerbs

Unter den über hundert Einreichungen des Wettbewerbes aus 40 Institutionen wurden acht PreisträgerInnen von einer siebenköpfigen Jury ausgewählt, zu der dieses Jahr auch der britische Künstler Paul Graham gehörte:

Karoline Back (*1980 Stuttgart, lebt in Frankfurt am Main), verarbeitete den Berg der Berge, das Matterhorn, zu einer installativ angelegten Video-Projektion.

Katharina Fricke (*1982, Rostock) ging mit ihrer Kamera auf Fährtensuche im Bielefelder Stadtteil Sennestadt.

Andrea Grützner (*1984 Pirna, lebt in Berlin) ertastete mit ihrer Kamera einen alten Gutshof und erzeugte verblüffende grafische, bisweilen malerische Einsichten.

Marvin Hüttermann (*1987 Oberhausen) setzte sich mit dem Tod, den Toten in Krematorien und mit deren Wohnungen auseinander.

Stefanie Schroeder (*1981 Weimar, lebt in Leipzig) dokumentierte acht Jahre ihre Nebenjobs, die ihr das Kunststudium finanziell ermöglichten.

Jannis Schulze (*1987, Berlin) suchte die Spuren seines Vaters auf der geteilten Insel in der Karibik, auf der die Dominikanische Republik und Haiti liegen.

Kolja Warnecke (*1988, Hamburg) folgte sechs Monate lang mit seiner Kamera dem Leben von Bea, einer Frau, die er in einem Swinger-Club kennengelernt hatte.

Edouard Zent (*1983, Orsk (Russland), lebt in Bielefeld und Köln) porträtierte Menschen, die sich zwischen zwei Kulturen bewegen.

Die Auftakt-Ausstellung von "gute aussichten 2014/2015" findet am Sonntag, 23. November 2014 im Museum Marta Herford um 11.30 statt.

23. November 2014 – 11. Januar 2015, Marta Herford (Lippold-Galerie, 1. Stock)

sarah.niesel@marta-herford.de

info@guteaussichten.org

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11.11.2014 Exhibition / Exposition

GFDK - Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Annette Messager zählt zu den wichtigsten Figuren der aktuellen internationalen Kunstszene und bereitete mit ihrem Oeuvre das Terrain für die französische zeitgenössische Kunst vor.

Ausstellung in Düsseldorf

Dennoch liegt ihre letzte Einzelausstellung in einem deutschen Museum fast 25 Jahre zurück. Die Ausstellung im K21 bietet nun die Möglichkeit, ihr Werk neu zu entdecken. Gezeigt werden Arbeiten, die sie seit den späten 1980er-Jahren bis heute geschaffen hat. Eigens für die Ausstellung ist die Serie Les interdictions en 2014 entstanden.

Die raumgreifende Installation Sous vent (2004–10) hat die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2011 angekauft und damit ihre Sammlung um eine wichtige Position zeitgenössischer Kunst bereichert. Diverse Objekte wie eine übergroße Hand, ein Fuß, Organe oder Stofftiere werden von einem schwarzen  Seidentuch bedeckt, das die Luftströmung aus drei Ventilatoren in Bewegung setzt. Mit diesem Werk  bezieht sich die Künstlerin auf die Naturgewalten, aber auch auf das Unbewusste und auf Ängste, die in tieferen Schichten verborgen liegen. Während der Ausstellung im K21 ist Sous vent in einer Installationslänge von über 20 Metern zu sehen.

In über 40 Jahren künstlerischer Aktivität entwickelte Annette Messager (geb. 1943) eine konzentrierte Bildsprache. Arbeitet sie Anfang der 1970er-Jahre noch hauptsächlich mit ausgestopften Vögeln, Strickereien und Bildkollektionen, so weitet sich ihr Material- und Themenspektrum schnell aus.

Hinzu kommen Fotografien, Installationen mit Plüschtieren und Kleidern, ab 2001 auch große mechanische Systeme. Insbesondere der menschliche Körper und seine Attribute spielen bei  Messager eine zentrale Rolle. Sie werden von der Künstlerin zerstückelt, um dann mit Fäden und Netzen zu etwas Neuem zusammengeflochten zu werden. Durch das Ansammeln und Aneinanderreihen auch feingliedrigster Elemente entsteht bei Messager ein bildgewaltiger Kosmos.

Freunde der Kunst

Zu den jüngsten Arbeiten Annette Messagers zählt die beeindruckende Installation Continents noirs (2010–12). Wie kleine Inseln schweben schwarze zerknitterte Elemente in der Luft. Sie muten wie eine Kulisse eines Science-Fiction-Films an, lassen aber ebenfalls eine düstere Zukunft denken. Inspiriert von Gullivers Reisen geht die Arbeit auch auf eine Aussage von Sigmund Freud zurück, für den die weibliche Sexualität einen schwarzen, in der Psychoanalyse unergründlichen Kontinent darstellte. Die neue Arbeit Les interdictions en 2014 besteht aus 68 Zeichnungen (eine Anspielung auf den  revolutionären Pariser Mai 1968) die unterschiedliche Verbote aus der ganzen Welt darstellen. Die Palette reicht von alltäglichen Einschränkungen wie dem Fotografier- oder Rauchverbot bis zu kulturell-politisch begründeten kritischen  Gesetzen, wie etwa Autofahrverbot für Frauen in Saudi-Arabien. Auch hier spricht Annette Messager auf poetische und  humorvolle Weise ernste Themen an, die den Menschen in seinem Alltag beschäftigen und bestimmen.

presse@kunstsammlung.de

 

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11.11.2014 Ikonographie des Krieges

GFDK - Lehmbruck Museum

„Der Krieg ist wie die Liebe, er findet immer einen Ausweg“ schreibt Bert Brecht in Mutter Courage. Er meint damit nicht nur den „Erfindungsreichtum“ des Krieges, sondern den Krieg als menschliche Konstante, der – ebenso wie die Liebe – untrennbar zum Menschsein dazugehört.

Ausstellung in Duisburg

Gleichwohl nehmen Kriege und kriegerische Konflikte immer wieder neue Formen an. Am Anfang des 21. Jahrhunderts betreffen uns nicht nur reale, unmittelbare Bedrohungen, sondern auch globale als allgegenwärtig empfundene, oft unsichtbare Konflikte an entfernten Orten der Welt.

Die Ausstellung „Zeichen gegen den Krieg“ zeigt Werke von insgesamt 21 Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit unterschiedlichen Erscheinungsformen und Begleiterscheinungen kriegerischer Konflikte beschäftigen. Die Werke der Ausstellung machen in unterschiedlicher Weise unsere eigene Verletzlichkeit spürbar. Das Spektrum der künstlerischen Ausdrucksformen ist vielfältig: Zu sehen sind Skulpturen, Installationen, Rauminszenierungen, Wandarbeiten, Video- und Fotoarbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus Ländern wie Libanon, Israel, USA, Deutschland, Chile, Bosnien und Herzegowina, England, Peru, Serbien, Spanien, Tschechien und Vietnam.

Im Jahr 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Mit dem „Gestürzten“ von Wilhelm Lehmbruck besitzt das Lehmbruck Museum ein Schlüsselwerk dieser Zeit: Der „Gestürzte“ entstand 1915 als Reaktion auf die erste Phase des Ersten Weltkriegs und seine Grausamkeit. Die Skulptur ist das Gegenbild des heldenhaften Soldaten und steht im krassen Unterschied zu den weit verbreiteten Heldendenkmalen, die zu dieser Zeit ein populäres Sujet der Bildhauerkunst waren.

Freunde der Kunst

In der Ausstellung geht es nicht darum, eine Ikonographie des Krieges nachzuzeichnen, sondern um die Präsentation und Diskussion unterschiedlicher Haltungen gegenüber (kriegerischer) Gewalt und politischen Entwicklungen, die in kriegerische Auseinandersetzungen münden (können). Themen, die in diesem Zusammenhang ins Zentrum rücken, sind Fragen nach heute gültigen Formen der Repräsentation und der Erinnerung. Wie äußert sich das Gefühl nationaler und kultureller Zugehörigkeit im Werk von Künstlerinnen und Künstlern, die in ihren Heimatländern Krieg erlebt haben? Wie reflektieren sie kriegerische Konflikte, die sie der aus der geographischen Distanz bei gleichzeitiger medialer Nähe verfolgen?

info [at] lehmbruckmuseum [punkt] de

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10.11.2014 erfrischend

GFDK - Rebecca Wolter

STJÄRNA, Schwedisch für Stern, ist inspiriert von der Skandinavischen Kultur, dem dortigen Stil und Lebensgefühl. Strahlende Farben, matte Pastelltöne und geometrische Muster zeichnen die vielfältige Frühjahr/Sommer-Mode 2015 von SIEGER aus.

Für die neue Kollektion ließ sich Michael Sieger von der skandinavischen Kultur, dem dortigen Stil und Lebensgefühl inspirieren. So prägen klare strahlende Farben und grafische Muster die Frühjahr/Sommer-Mode 2015, die ausschließlich in deutschen und italienischen Manufakturen gefertigt wird. Dazu gehören Anzüge, Blazer, Hosen, Jacken/Blousons, ein Mantel sowie Krawatten in drei Breiten, Schleifen, Pochettes, Schals und Socken.

Accessoires von Sieger Design

Als blicke man durch ein Kaleidoskop – das Spiel mit geometrischen Grundformen wie Dreiecken und Quadraten verleiht den vielfältigen Mustern eine optische Tiefe und beinahe kristallartige Wirkung. Neben Blau, Rot, Weiß und weiteren klaren Farben zeigen sich die Accessoires in matten Pastelltönen oder gleich einem ganzen Reigen an starken strahlenden Nuancen.  

Bekannte Fabelwesen, die im skandinavischen Einrichtungsstil häufig anzutreffen sind, finden sich teils versteckt in der Kollektion. So zieren beispielsweise die Piktogramme von Eule und Fuchs das Futter der Krawatten. Und auch die nordische Natur lässt sich entdecken: Damenschals präsentieren – fotorealistisch umgesetzt – eine farbprächtige Blumenwiese blühender Windröschen. 

 Sieger Mode und Accessoires

„Stjärna“ ist Schwedisch und heißt übersetzt „Stern“. Das Markensignet von SIEGER ist ein häufiges Motiv in den Accessoires. Sie werden voraussichtlich ab Anfang Dezember 2014 in den ersten Modegeschäften und – eine Auswahl – in dem SIEGER Online-Shop (www.sieger-germany.com) erhältlich sein. Über die „Händlersuche“ auf der Website können User erste Standorte und Adressen einsehen, um einen Eindruck von lokalen Partnern zu erhalten.

Rebecca Wolter
Head of Public Relations
SIEGER
Schloss Harkotten
D-48336 Sassenberg
wolter@sieger-germany.com

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10.11.2014 belesene runde

GFDK - Messe Leipzig

David Wagner, Robin Detje, Katja Petrowskaja und Helmut Lethen – diese vier Autoren haben nicht nur herausragende Werke geschrieben, sondern sind auch Gewinner und Nominierte des Preis‘ der Leipziger Buchmesse der letzten beiden Jahre.

Zum Auftakt der Preissaison 2015 kommen die vier Autoren am 11. November in Berlin zusammen, um gemeinsam über ihre Werke und Preise als Instrument der Literaturvermittlung zu sprechen.

Leipziger Buchmesse

Vor Ort diskutiert David Wagner (Preisträger 2013 in der Kategorie Belletristik für „Leben“) mit Robin Detje (Preisträger 2014 in der Kategorie Übersetzungen für „Europe Central“), wie facettenreich und interpretativ Übersetzungen sind. David Wagner blickt dabei auf eine kürzlich gemachte Erfahrung zurück: So habe er die Übersetzung seines Buches für den chinesischen Markt begleitet und sein Werk dabei ganz neu kennenglernt.

Katja Petrowskaja (Nominiert 2014 in der Kategorie Belletristik für „Vielleicht Esther“) und Helmut Lethen (Preisträger 2014 in der Kategorie Sachbuch für „Der Schatten des Fotografen") haben in ihren Werken historische Ereignisse aufgegriffen. Trotz verschiedener Herangehensweisen in unterschiedlichen Genres zeigen sich Parallelen, die sie in der Veranstaltung gemeinsam erörtern wollen. Die Moderation übernimmt Dirk Knipphals, Literaturredakteur der taz und Mitglied der Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse. Die Lesung findet am 11. November 2014, 20 Uhr im Literarischen Colloquium Berlin (Am Sandwerder 5) statt. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro.

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10.11.2014 Der Vorverkauf startet

GFDK - Verena Bierl

Im kommenden Jahr finden die Ludwigsburger Schlossfestspiele von 15. Mai bis 25. Juli statt. Zu den Orchesterkonzerten mit dem neuen Chefdirigenten Pietari Inkinen gesellen sich kammermusikalische Abende mit Isabelle Faust, Gautier Capuçon und Jean-Yves Thibaudet. Auch Till Brönner, Sergei Nakariakov, Angelika Kirchschlager, Rufus Wainwright und die zwölf Cellisten der Berliner Philharmoniker sind in Konzerten bei den Schlossfestspielen zu erleben. Mnozil Brass sind mit ihrem neuen Programm »YES YES YES« zu Gast. Israel Galván und Akram Khan präsentieren ihren Tanzabend »TOROBAKA«, Alain Platel sein neues Projekt »En avant, marche!«. Der Vorverkauf beginnt am 8. November 2014. Das vollständige Programm erscheint Ende Februar 2015.

Pietari Inkinen, der neue Chefdirigent des Orchesters der Schlossfestspiele, stellt sich mit drei vielschichtigen Programmen vor. Im Eröffnungskonzert (15.5.) leitet er nicht nur das Orchester, sondern greift beim Doppelkonzert für zwei Violinen von Johann Sebastian Bach auch selbst zum Instrument und wird so zum elementaren Bestandteil seines Klangkörpers. Zusammen mit dem finnischen Männerchor Ylioppilaskunnan Laulajat bringt er darüber hinaus Jean Sibelius’ heroische Sinfonie »Kullervo« zur Aufführung. Im zweiten Konzert erklingt Igor Strawinskys »Le sacre du printemps« (11.7.). Außerdem stehen Leopold Stokowskis Orchesterbearbeitung von Johann Sebastian Bachs »Passacaglia & Fuge« und Einojuhani Rautavaaras Sinfonie »The Journey« auf dem Programm. Zusammen mit dem weltberühmten Geiger Pinchas Zukerman spielt das Festspielorchester im Abschlusskonzert (25.7.) Ludwig van Beethovens Violinkonzert D-Dur sowie Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 5.

Konzerte in Deutschland

Neben Pietari Inkinen wird das Orchester der Schlossfestspiele im kommenden Jahr auch unter der Leitung von André de Ridder und Duncan Ward konzertieren. Zusammen mit Uri Caine widmet sich das Festspielorchester dem Schaffen des jungen Mozarts (20.6.). André de Ridder stellt Uri Caines jazziger Interpretation des Klavierkonzerts Es-Dur Mozarts Sinfonien Nr. 1 und Nr. 37 gegenüber. Im Klassik Open Air & Feuerwerk (18.7.) erklingen unter der Leitung von Duncan Ward Ouvertüren und Arien italienischer Operngranden wie Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini und Gaetano Donizetti.

Angelika Kirchschlager & Rufus Wainwright (14.6.) begeben sich gemeinsam auf ein musikalisches Abenteuer. Die österreichische Mezzosopranistin und der amerikanisch-kanadische Singer-Songwriter nähern sich dem Repertoire des jeweils anderen an und zeigen die Brandbreite der europäischen und amerikanischen Song- und Liedkultur. Neben Werken von Komponisten wie Hector Berlioz und Kurt Weill stehen auch Songs von Rufus Wainwright auf dem Programm.

Die zwölf Cellisten der Berliner Philharmoniker (23.5.) bringen neben Péter Eötvös’ Kompostion »Dodici« für zwölf Celli Bearbeitungen von Johann Sebastian Bachs »Brandenburgischen Konzerten«, Astor Piazzollas Tangos und Chansons wie »Sous le ponts de Paris« zur Aufführung.  

Konzerte in Ludwigsburg

Im kleinen Kreis begegnen sich Isabelle Faust & Friends (25.5.), Reinhard Goebel & Mozarteum Salzburg (24.6.) sowie Gautier Capuçon & Jean-Yves Thibaudet (12.7.) im Ordenssaal des Ludwigsburger Residenzschlosses. Nach Igor Levit lädt die Geigerin Isabelle Faust im nächsten Jahr Freunde ein, um gemeinsam mit ihnen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms aufzuführen. Im Zentrum des Konzerts der Studenten der »Historischen Aufführungspraxis« des Mozarteum Salzburg (Musikalische Leitung: Reinhard Goebel) steht Antonio Vivaldis Zyklus »L’estro armonico«, in dem abwechselnd vier, zwei oder auch nur eine Violine im solistischen Rampenlicht stehen. Gautier Capuçon und sein langjähriger Duo-Partner Jean-Yves Thibaudet spielen Werke zwischen Beethoven und Schostakowitsch.

Till Brönner & Sergei Nakaraiakov (16.5.) – beides Meister an der Trompete, jedoch aus ganz unterschiedlichen musikalischen Welten – begegnen sich bei Werken von Johann Sebastian Bach, George Gershwin und Astor Piazzolla. Auch bei Mnozil Brass stehen die Blechblasinstrumente im  Mittelpunkt. Das Wiener Septett präsentiert sein neues Programm »YES YES YES« (7.6./5.7.) zweimal im Forum am Schlosspark. Thomas Gansch, dem Mnozil-Brass-Trompeter, widmen die Ludwigsburger Schlossfestspiele im nächsten Jahr ein Künstlerportrait: Zusammen mit dem Gitarristen Wolfgang Muthspiel (28.6.) interpretiert er Standards, Schlager, Popsongs und Volkslieder; mit dem Don Ellis Tribute Orchestra (17.7.) wandelt er auf den Spuren des legendären Trompeters und seiner Bigband. Mit diesem Konzert sind die Ludwigsburger Schlossfestspiele erstmals im renovierten und neu eröffneten Scala zu Gast.

Auch in der nächsten Saison bringen internationale Tanz-Koryphäen die Ludwigsburger Schlossfestspiele in Bewegung. Akram Khan und Israel Galván verbinden in »TOROBAKA« (12./13.6.) indische Tanzkunst mit spanischem Flamenco. Der belgische Choreograf Alain Platel begibt sich für »En avant, marche!« (26./27.6) zusammen mit dem Regisseur Frank Van Laecke in die Welt der Blasmusik. Auf der Bühne bewegen sich eine Blaskapelle aus der Region, Schauspieler des NTGent sowie weitere Musiker, die Kompositionen von Giuseppe Verdi, Richard Strauss und Gustav Holst zum Klingen bringen.

Das vollständige Programm der Ludwigsburger Schlossfestspiele erscheint Ende Februar 2015.

 

ABONNEMENTS & FESTSPIEL-CARD

In der kommenden Saison werden drei unterschiedliche Abonnements angeboten. Das Tanz-Abonnement beinhaltet »TOROBAKA« von Akram Khan und Israel Galván sowie Alain Platels und Frank Van Laeckes Produktion »En avant, marche!«. Im Orchester-Abonnement sind »Der junge Mozart« mit Uri Caine, »Le sacre du printemps« unter der Leitung von Pietari Inkinen und das Klassik Open Air & Feuerwerk zusammengefasst. Individualisten können sich ein Wahl-Abonnement mit mindestens drei unterschiedlichen Veranstaltungen der »Ausblicke 2015« zu einem ganz persönlichen Arrangement zusammenstellen. Die Festspiel-Cards, die einen garantierten Rabatt für jede Veranstaltung der Saison 2015 gewähren, werden auch für die kommende Spielzeit wieder angeboten.

 

VORVERKAUF

Karten sind ab 8. November bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen sowie landesweit bei allen Easy-Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich und können telefonisch, per E-Mail oder über die Homepage (auch print@home) gebucht werden. Das Kartenbüro der Ludwigsburger Schlossfestspiele ist zum Vorverkaufsstart am Samstag, 8. November 2014, von 10.00 bis 14.00 Uhr geöffnet.

 

Verena Bierl
Ludwigsburger Schlossfestspiele gGmbH
Internationale Festspiele Baden-Württemberg
Palais Grävenitz
Marstallstr. 5
71634 Ludwigsburg
Presse@schlossfestspiele.de

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Treffer: 5000