Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

25.01.2017 Verwirrung, Witz und beste Unterhaltung

GFDK - Staatstheater Mainz

In dem guten, alten Operetten-Film „Im Weißen Rössl" aus dem Jahr 1960 war die Welt noch in Ordnung: Die Haartolle saß, Waltraud Haas lächelte bedeutungsvoll in die Kamera und Peter Alexander durfte sich durchs Salzkammergut singen. Der Film trug sicherlich zur Popularität der ursprünglich 1930 entstandenen gleichnamigen Operette bei, er tat dem Werk und dem Genre aber auch einen Bärendienst.


Denn „Im Weißen Rössl" steht keineswegs für betuliche Heimatromantik und Schunkelharmonie, sondern es handelt sich um eine bitterböse, ironiegetränkte Berliner Operette. Der beginnende Massentourismus wird hier genauso auf die Schippe genommen, wie mit alpenländischem Kolorit und Berliner-Schnauze Klischee gespielt. Wenn Wilhelm Gieseke und der „schöne“ Sigismund über Hemdhosen-Patente streiten, die Rössl-Wirtin ihrem Stammgast Dr. Siedler hinterherschmachtet, während dieser doch Ottilie sein Herz schenken will, und die Chefin nicht bemerkt, dass die „verliebten Kuhaugen“ des Zahlkellners Leopold nur ihr gelten, dann ist alles bereit für Verwirrung, Witz und beste Unterhaltung.

Theater in Mainz

Das Regieduo Peter Jordan und Leonhard Koppelmann, die sich mit „Pension Schöller" in Mainz vorgestellt haben, werden in dieser spartenübergreifenden Produktion beweisen, dass sie Meister der doppelbödigen Unterhaltung sind.

BESETZUNG
Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner,
Inszenierung: Peter Jordan und Leonhard Koppelmann,
Bühne: Christoph Schubiger, Kostüme: Barbara Aigner,
Dramaturgie: Lars Gebhardt, Malin Nagel
Josepha Vogelhuber: Anika Baumann
Leopold Brandmeyer: Rüdiger Hauffe
Wilhelm Giesecke: Clemens Dönicke / Ks. Jürgen Rust
Ottilie: Dorin Rahardja
Dr. Erich Siedler: Alexander Spemann
Sigismund Sülzheimer: Daniel Friedl
Prof. Dr. Hinzelmann: Erik Raskopf
Klärchen: Alexandra Samouilidou
Der Kaiser: Ks. Hans-Otto Weiß
Piccolo: Julian von Hansemann (Studierender in der
HTA-Praxiszeit)
Zenzi: Miriam Gadatsch (Junges Ensemble)

Ensemble der Musical Arts Academy Mainz
Mainzer Schülerblaskapelle
Chor des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Weitere Spieltermine: 29.11., 3., 5., 12., 17., 25. und
31.12.2016, 5. und 15.1., 7.2., 12.3., 4., 7., 9., 16. und 26.4.
sowie 21.5.2017

Staatstheater Mainz

Gutenbergplatz 7
55116 Mainz

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25.01.2017 Weltstars der Klassik

GFDK - Ilka von Bodungen

Mit dem Festspielsommer vom 17. Juni bis zum 15. September 2017 bringen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern wieder Musik in Scheunen, Kirchen, Schlossparks und Industriehallen von der Seenplatte bis zur Ostseeküste.

Zu erleben sind große Namen wie Janine Jansen, Julia Fischer, Mitsuko Uchida, Elisabeth Leonskaja, Herbert Blomstedt, Gustavo Dudamel, Till Brönner, Ute Lemper und Götz Alsmann, internationale Klangkörper wie die Berliner Philharmoniker, das NDR Elbphilharmonie Orchester, das Colombian Youth Philharmonic Orchestra und die Wiener Sängerknaben sowie Talente aus aller Welt. Preisträger in Residence ist der Schlagzeuger Alexej Gerassimez, der u. a. die Reihe „Unerhörte Orte“ und das Percussionfestival „360° Schlagzeug“ prägt. Spannende Premieren wie die „Inselmusik – Das Streichquartettfest auf Rügen“, ein Festival der Preisträger in Ulrichshusen und das Musik- und Seminarprogramm „Fokus Beethoven“ stehen ebenso auf dem Programm wie bewährte Formate, die sich neuen Aspekten widmen, darunter der „Pavillon Mittelalter“, die Reihe „Landpartie“ und das Fahrradkonzert in Schwerin.

Ab dem 30. November läuft der Vorverkauf für die rund 120 in der Programmvorschau veröffentlichten Veranstaltungen – unter www.festspiele-mv.de, über das Kartentelefon 0385 5918585 und an den Vorverkaufskassen. Angebote für hör-, seh- und gehbehinderte Menschen finden sich unter www.festspiele-mv.de/barrierefrei. Das Gesamtprogramm erscheint Ende Februar 2017.

Intendant Dr. Markus Fein: „Ob Beethoven-Seminar, ‚Pavillon Mittelalter‘ oder Fahrradkonzert – wir laden das Publikum ein, mittendrin zu sein im Konzertgeschehen und so die Musik, die Künstler und dieses facettenreiche Land immer wieder neu zu entdecken. Denn diese Entdeckerlust ist die Seele unseres Festivals. Besonders freue ich mich auf die Residenz von Alexej Gerassimez, der mit einem wahren Schlagzeugfeuerwerk die Vielfalt seines Instruments beweisen wird.“

Premieren im Festspielprogramm

Auch 2017 laden wieder spannende Premieren dazu ein, der Musik über die Konzerte hinaus – in Künstler-und Expertengesprächen, Seminaren und Führungen – auf den Grund zu gehen. So feiern die Festspiele mit dem Armida Quartett, dem Cecilia String und dem Tesla Quartet sowie Artemis-Quartett-Cellist Eckart Runge das spätsommerliche Streichquartettfest „Inselmusik“ auf Rügen (13.–15.09.) und mit dem Trio Karénine, Kit Armstrong, Gábor Boldoczki u. a. ein Festival der Preisträger in Ulrichshusen (22./23.07.). Beim „Fokus Beethoven“ im Schloss Schwiessel mit Prof. Dr. Christoph Stölzl, Veronika Eberle u. a. beleuchten nicht nur Konzerte, sondern auch Seminare den großen Komponisten (21./22.06.). Im Kornspeicher Landsdorf widmet sich ein Tag den Beziehungen zwischen Bildender Kunst – u. a. von Hanne Darboven, Günther Uecker und Paul Klee – und Musik des 20. Jahrhunderts (09.09.). Beim „Pavillon Mittelalter“ mit dem Vokalensemble amarcord bekommen die Besucher Einblicke in damalige Musikhandschriften, das Kloster- und Musikleben und die Einflüsse auf die nachfolgenden Epochen (18.08. Greifswald, 19.08. Güstrow, 20.08. Zarrentin). Seit 2001 zählt die heutige Konzertkirche Neubrandenburg zu den modernsten Konzertsälen Norddeutschlands, nun wird sie durch den Einbau einer von den Orgelbauern Philipp Klais/Bonn und Schuke/Berlin gefertigten Orgel komplettiert. Der Öffentlichkeit stellt die lettische Organistin Iveta Apkalna, begleitet von der Neubrandenburger Philharmonie, das Instrument vor (13.07.).

Weltstars der Klassik 

Längst hat sich die Reithalle auf dem Landgestüt Redefin als anerkannter Konzertsaal etabliert. 2017 gastieren hier die Berliner Philharmoniker und Gustavo Dudamel (25.06.), die holländische Geigerin Janine Jansen und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Leitung von Paavo Järvi (29.07.) sowie die Festspielpreisträger Cellist Daniel Müller-Schott und Pianistin Alice Sara Ott mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (02.09.). Zwei Mal gastiert das NDR Elbphilharmonie Orchester in der Konzertkirche Neubrandenburg: mit Herbert Blomstedt zum 90. Geburtstag des Maestros (15.07.) und mit Krzysztof Urbański zum Abschluss des Festspielsommers (15.09.). Nicht nur Die vier Jahreszeiten, sondern auch vier bisher unbekannte Violinkonzerte von Vivaldi präsentieren Daniel Hope und das Kammerorchester l’arte del mondo beim „Vivaldi-Projekt“ in Wismar (25.08.) und Neubrandenburg (27.08.), bei der „Langen Nacht“ in Ulrichshusen kommt noch Max Richters „The four seasons recomposed“ dazu (26.08.). In der Haferscheune Stolpe sind Daniel Müller-Schott mit dem Colombian Youth Philharmonic Orchestra unter Andrés Orozco-Estrada (02.07.) sowie die Festspielpreisträger Kit Armstrong und Alexej Gerassimez mit dem Konzerthausorchester Berlin zu hören (22.07.). Mit seinem Ehrendirigenten Kent Nagano und dem Klarinettisten Jörg Widmann kommt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin nach Ulrichshusen (15.07.).

Spannende Kammermusikkonstellationen versprechen ein Trioabend der Festspielpreisträger Julia Fischer und Daniel Müller-Schott mit dem Pianisten Herbert Schuch in Wismar (16.07.) und das Zusammentreffen der Pianistin Elisabeth Leonskaja mit den Festspielpreisträgern vom Doric String Quartet in Schwerin  (31.08.). Meisterpianistin Mitsuko Uchida kehrt für ein Klavierrezital nach Wismar zurück (13.08.), und der Mandolinist Avi Avital feiert sein Festspieldebüt mit Mahan Esfahani am Cembalo in Parchim (25.08.).

 

 

Preisträger in Residence Alexej Gerassimez

Als Preisträger in Residence ist der Schlagzeuger Alexej Gerassimez, NORDMETALL-Ensemblepreisträger 2006, mit 24 Konzerten (alle Konzerte, s. Anlage) zu erleben, die den Bogen spannen von der multimedialen Soloperformance „Rhytholution“ bis zur von ihm komponierten Festspiel-Ouvertüre. Und auch die Reihe „Unerhörte Orte“ gestaltet er mit eigens kreierten Programmen. Beim Percussionfestival „360° Schlagzeug“ in Ulrichshusen zeigt er mit Musikerkollegen aus aller Welt die Vielfalt seines Instrumentariums (08.–10.09.).

 

 

Konzertvergnügen vom Fahrradkonzert bis zum Sommerfest

Auch sommerlich-leichte Veranstaltungen und Ausflüge in Bereiche jenseits der Klassik gehören ins Festspielprogramm. Beim Fahrradkonzert in Schwerin fahren die Besucher mit dem Fahrrad zu den zahlreichen Bühnen – darunter auch eine Kinder- und Familienbühne – in der ganzen Stadt, auf denen die NDR Bigband, Django Deluxe, die Brüder Gerassimez und viele mehr kurzweilige Programme präsentieren (09.07.). Götz Alsmann nimmt das Publikum mit seiner neuen Show „Götz Alsmann … in Rom“ mit auf eine Reise in das Mutterland der Tarantella, der Canzone und des mediterranen Schlagers (28.06. Rostock, 29.06. Pasewalk, 30.06. Dargun). Und Ute Lemper geht mit Liedern aus dem Berlin der 1920er Jahre, französischen Chansons und argentinischen Tangos auf musikalische Weltreise (07.07. Stolpe). Nach dem Erfolg im letzten Jahr geht das Sommerfest in Ulrichshusen in die zweite Runde, bei der dieses Mal das Fauré Quartett, Bandoneonspieler Marcelo Nisinmann und weitere Musiker mit feurigen Tangos, Tanzmusik und mehr für sommerlichen Konzertgenuss sorgen, der von einer Park-Illumination und einem Feuerwerk abgerundet wird (01.07.).

 

 

Musik unter freiem Himmel für Klassikfreunde und Familien

Ein Festspielsommer ohne die Open Airs in den schönsten Schlossparks wäre undenkbar! Im Park von Schloss Bothmer in Klütz laden die sizilianische Sängerin Etta Scollo, Daniel Hope, das Deutsche Kammerorchester Berlin und der Ernst Senff Chor Berlin zur „Italienischen Nacht“ (08.07.). Stars im Doppelpack sind im Schlosspark Fleesensee mit dem Ukulele Orchestra of Great Britain sowie Till Brönner in Begleitung seines Orchesters zu erleben (24.06.). Im Park von Schloss Hasenwinkel präsentieren die junge norddeutsche philharmonie, Klarinettist David Orlowsky und Sopranistin Olena Tokar unter dem Titel „Figaros Hochzeiten“ Hochzeitsmusiken von Mozart bis Klezmer (13.08.), außerdem lädt hier bereits zum vierten Mal das Kinder- und Familienfest, moderiert von Willi Weitzel, zum musikalischen Vergnügen für Groß und Klein (18.06.). Das größte Open Air der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ist das Kleine Fest im großen Park, das mit Artistik, Akrobatik, Comedy und Puppenspiel aus aller Welt in den malerischen Park von Schloss Ludwigslust lockt (11./12.08.).

 

 

Das Land musikalisch entdecken

Vier neue „Unerhörte Orte“ locken mit spannenden Entdeckungsreisen, allesamt gestaltet vom Preisträger in Residence Alexej Gerassimez: der ehemalige volkseigene Betrieb Reparaturwerk Neubrandenburg (21.06.), die Produktionshalle des Liebherr-Werks Rostock (10.08.), der Flugzeugshelter in Laage (24.08.) sowie der Forsthof und Wald in Jasnitz (06.09.). In der Reihe „Landpartie“ können die Besucher in Gesprächen die jungen Musiker und in Führungen die Spielstätten und ihre Umgebung näher kennenlernen – bei einer Bootsfahrt in der Feldberger Seenlandschaft und einem Besuch des Hans-Fallada-Museums in Carwitz vor dem Konzert in Fürstenhagen (07.09.), einer Radtour zum Skulpturenpark Wesenberg vor dem Konzert in Neu Drosedow (30.06.) und vielen mehr. Schloss Bothmer und die gesamte barocke Anlage werden wieder zur Bühne für die „Bothmer-Musik – Kammermusikfest der Jungen Elite“, bei dem internationale Nachwuchsorganisationen ihre Talente in Konzerten, Gesprächen, Proben und Parkmusiken präsentieren (02.–04.08.). Wie lebendig die musikalische Tradition des Landes ist, zeigen das „Fest für die Musik aus MV“ in Ludwigslust mit dem Oboisten Albrecht Mayer, dem NDR Chor u. a. (08.09.), Auftritte von Ensembles wie der jungen norddeutschen philharmonie mit dem Klarinettisten David Orlowsky (09.08. Rostock, 10.08. Niendorf/Poel, 13.08. Hasenwinkel), dem Rostocker Motettenchor mit dem Ensemble amarcord (06.09. Rostock) und vieles mehr.

 

 

Neue Preisträger stellen sich vor

Sie ist das Fundament des Festivalprogramms: die stetig wachsende Preisträgerfamilie. Und so stellen sich im Festspielsommer 2017 auch die 2016 gekürten Preisträger mit vielfältigen Programmen vor. Erstmalig wird der von der Klaus-Michael Kühne Stiftung ermöglichte Christine Kühne-Preis vergeben – an die Sopranistin Olena Tokar im Rahmen einer Operngala in der Heiligen-Geist-Kirche Wismar mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin (03.09.). Die junge Ukrainerin gestaltet auch das Preisträger-Projekt (16.–20.08.) und das Open Air „Figaros Hochzeiten“ im Schlosspark Hasenwinkel mit (13.08.). Im Rahmen des Kammermusikfestes der Jungen Elite „Bothmer-Musik“ nimmt die russische Cellistin Anastasia Kobekina den WEMAG-Solistenpreis entgegen (03.08.). In der Orangerie von Groß Siemen wird das deutsche vision string quartet mit dem BMW-Publikumspreis ausgezeichnet (06.07.), außerdem sind die vier Streicher beim Fahrradkonzert in Schwerin (09.07.) und beim Friends-Projekt (02.–06.08.) dabei. Den NORDMETALL-Ensemblepreis bekommt in der „Alten Gießerei“ in Neubrandenburg das SIGNUM saxophone quartet verliehen (26.08.). Die vier Saxofonisten aus Deutschland, Italien und Slowenien treten auch beim Fahrradkonzert in Schwerin (09.07.) sowie mit Festspielpreisträger Martynas Levickis am Akkordeon im Kulturhaus Mestlin auf (14.07.).

Unterstützer

Partner der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ist die Sparkassen-Finanzgruppe Mecklenburg-Vorpommern. Hauptsponsoren sind die BMW Group als Mobilitätspartner, AIDA Cruises, die Radeberger Exportbierbrauerei, arcona Hotels&Resorts und die NORDMETALL-Stiftung. Ein wichtiger Förderer ist der NDR, der darüber hinaus neben der Ostsee-Zeitung, dem Nordkurier und der Schweriner Volkszeitung Medienpartner ist. Öffentliche Geldgeber sind das Land Mecklenburg-Vorpommern sowie Landkreise, Städte und Kommunen. Ministerpräsident Erwin Sellering ist Schirmherr. Außerdem wird das Festival von mehr als 1.600 Festspielfreunden sowie ca. 300 Zustiftern für die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern-Stiftung unterstützt, deren Kapital bei rund 2,9 Mio. Euro liegt. Weitere Förderer werden im Februar 2017 im Gesamtprogramm bekannt gegeben.

Ilka von Bodungen

Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

______________________________________

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern gGmbH
Lindenstraße 1
19055 Schwerin
Tel.: +49(385)5918544
Fax: +49(385)5918510
www.festspiele-mv.de

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25.01.2017 Pionier einer jungen Künstlergeneration

GFDK - MMK

Im Rahmen der Frankfurter Positionen zeigt das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main die erste institutionelle Einzelausstellung von Ed Atkins (*1982 in Oxford, GB) in Deutschland.

Unter dem programmatischen Titel "Ich Reloaded - Das Subjekt im digitalen Zeitalter" widmen sich die Frankfurter Positionen 2017 der Frage, inwiefern sich die Definition und Konstruktion des Selbstbildes im digitalen Zeitalter verändert und welche Rolle dabei der zunehmend unreflektierte Umgang mit, beziehungsweise die Preisgabe persönlicher Daten im Internet spielt.

Ed Atkins gilt als Pionier einer jungen Künstlergeneration, die mittels digitaler Bildtechnik, eine immersive und hyperreale Bildwelt erschafft und in dieser artifiziellen Parallelwelt über existentielle Fragen des Menschseins im digitalen Zeitalter reflektiert. Seine Arbeiten beleuchten damit eine allgemeine gesellschaftliche Entwicklung, die das etablierte Selbstverständnis des Subjekts grundlegend in Frage stellt.

Ed Atkins und das digitale Zeitalter

Atkins hat in den letzten Jahren einen einzigartigen Werkkomplex aus textbasierten, performativen und installativen Videoarbeiten geschaffen. Er kreiert einen virtuellen Protagonisten - eine Art Alter Ego -, der in seinen Werken immer wieder auftaucht und dessen Profil er kontinuierlich weiterentwickelt. Diese digital generierte Figur pendelt zwischen Hyperrealität und radikaler Künstlichkeit und erlebt existentielle Zustände wie Einsamkeit, Entfremdung, Tod oder Erkrankung. Pseudorealistisch konstruiert und dynamisch geschnitten wirken die computergenerierten high definition Bilder mit ihrer intensiven Visualität als umfassendes emotionales Raum- und Klangerlebnis auf die Besucher ein.

Auf einer Metaebene beschäftigen sich seine Werke mit der Frage, welchen Einfluss Automatisierung, Technologisierung und Digitalisierung auf unsere individuelle Lebenswirklichkeit, unser Bewusstsein, unser Selbstverständnis und die damit verbundene Konstruktion zeitgenössischer Identitätskonzepte ausüben. Die Ausstellung im MMK 1 präsentiert eine Auswahl der neuesten Arbeiten des Künstlers.

Ausstellung in Frankfurt

Im Wintersemester 2016/2017 ist Ed Atkins im Rahmen der Frankfurter Positionen 2017 Gastprofessor an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste - Städelschule. Gemeinsam mit den Studierenden erarbeitet er ein eigenständiges Format zum Thema der Ausstellung.

Ein Werkauftrag für die Frankfurter Positionen 2017 - Eine Initiative der BHF-BANK-Stiftung.

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24.01.2017 Der Verlust einer geliebten Person

GFDK - Redaktion

Trauer ist ein sehr starkes und zugleich negativ behaftetes Gefühl. Dabei ist es ein Unterschied, ob man einfach nur traurig ist, weil die Welt sich nicht so dreht wie man es gerne hätte oder ob man wirklich in tiefer Trauer ist, weil man ein geliebtes Familienmitglied oder einen Freund verloren hat. Beide Situationen lassen uns niedergeschlagen sein, weinen gehört ebenso dazu wie das allein sein.

In diesen Momenten wünscht man sich die geliebte Person wäre immer noch da oder denkt an gemeinsame Erlebnisse zurück. Wenn man einfach nur traurig ist, hilft es einem manchmal an schöne Dinge zu denken oder sich von der miesen Stimmung abzulenken. Viele bleiben für sich, andere wiederum treffen sich mit Freunden und kommen so auf andere Gedanken. Es gibt dabei kein Richtig und kein Falsch.

Jeder Weg ist ein guter Weg, denn es bleibt jedem selbst überlassen wie er mit seiner traurigen Stimmung oder seiner Trauer umgeht. Bei einigen verfliegt diese Laune bereits nach kurzer Zeit, manch andere haben recht lange an diesem Gefühl zu knabbern.

Insbesondere bei der Trauerbewältigung eines verstorbenen Freundes oder Verwandten, ist es wichtig, dass die Trauerphase so lange dauert, wie sie nun einmal dauert. Da sollte man sich nicht reinreden lassen, sondern immer auf das persönliche Gefühl hören. Sicher ist allerdings, dass nach den meisten regnerischen Tagen auch wieder die Sonne lacht!

Trauer vereint die Familie

Ein Todesfall, der die Familie oder auch den Freundeskreis betrifft, kann einen entweder plötzlich treffen oder aber aufgrund von Krankheiten oder einem hohen Lebensalter absehbar sein und dennoch ist es nicht leicht mit dieser Situation umzugehen.

Wut, Einsamkeit, Sehnsucht, Unverständnis und Trauer sind nur einige Gefühle, die auf einen in dieser Zeit niederprasseln. In den meisten Fällen ist man mit seiner Trauer jedoch nicht allein. Insbesondere die Familie bietet hierbei viel Halt und unterstützt sich gegenseitig. Auch das gemeinsame organisieren der Beerdigung kann zusammen schweißen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Trauerkarten und können Ihre Trauer so zum Ausdruck bringen. Beileidsbekundungen in Form von Zitaten, netten Worten oder Psalmen aus der Bibel unterstützen Trauernde in der schweren Zeit. Bei so einem Verlust sollten Familien und Freunde besonders fest zusammenhalten.

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24.01.2017 Auch ein Büro muß gut organisiert sein

GFDK - Redaktion

Die Ausstattung für das eigene Büro ist heute sehr vielseitig möglich, sodass man das ein oder anderen Utensil im Internet kaufen sollte. Gerade wenn es um einen Neueinzug in einem Büro geht, sind es oftmals nicht nur die Möbel, die einem dort fehlen, sondern auch andere Kleinigkeiten, wie unter anderem Prospektständer oder andere Ständer, mit denen man etwas präsentieren kann.

In dem Fall gibt es einfach viele Angebote, die auch das Internet zu bieten hat. Unter anderem kann man dort mehr erfahren und auch nachlesen, welche Kosten in dem Fall auf einen zukommen werden.

Angebote einholen durch Vergleiche

Wer sich daher im Internet umschaut und nachliest, welche Unternehmen diese Produkte anbieten, wird merken, dass man auch dort einige Vergleiche ziehen muss. Diese helfen einem dabei, die Kosten im Blick zu haben und zu schauen, was man einsparen kann.

Es ist schließlich sehr wichtig, dass man bei einer Büro Ausstattung nicht nur die hochwertigen Möbel mit einbezieht, sondern auch alle weiteren Kleinigkeiten, die man braucht. Von der reinen Dekoration bis hin zu Kleinigkeiten, die das Büro weiterhin verschönern sollen.

Mittlerweile kann man besonders im Internet sehr viele Angebote hierbei erhalten. Die Unterschiede werden daher bereits in einem Vergleich deutlich, sodass man genau schauen muss, wie man die besten Angebote bekommt.

Das es auch hierbei preisliche Unterschiede gibt, ist weiterhin klar. Schließlich gibt es Unternehmen, bei denen einfach deutlich mehr Angebote vorhanden sind und andere wiederum, bei denen es nicht der Fall ist. Dementsprechend sollte man sich auch dort allemal ein eigenes Bild machen und die Vergleiche für sich entdecken. Fakt ist einfach, dass man sich in dem Fall informieren muss, wo man die besten Angebote bekommen kann.

Extra Preisangebote für selbstständige Kunden

Die ein oder anderen Unternehmen bieten dahingehend auch einige Angebote für Selbstständige an. Das bedeutet, dass man in dem Fall einige Prozente bekommt, sodass man ebenfalls sparen kann.  

Des Weiteren kann man die eigenen Utensilien für das Büro immer von der Steuer absetzen. Dies zeigt ebenfalls, dass man somit die besten Möglichkeiten bekommt, um das eigene Büro einzurichten und das auch so, wie man es sich gerne wünscht.

Danach kann man immer noch entscheiden, ob man das Büro weiter ausbaut oder einfach lässt. Die vielen verschiedenen Vorteile sind einfach sehr interessant, sodass Ersparnisse in allen Bereichen möglich sind. Man sollte daher hin und wieder schauen, wie man die vielen Angebote findet und auch vergleichen kann.

 

Weitere Nachrichten und Artikel über Mode, Fashion-Shows, Top-Events und Geschichten die das Leben schöner machen finden sie in der Rubrik: LEBENSART - Stil und Lifestyle

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23.01.2017 Skitour oder Bähnli-Safari?

GFDK - Redaktion

Engelberg in der Zentralschweiz ist bekannt für den 3.239 Meter hohen Titlis-Gletscher und das umliegende Freeride-Gebiet. Doch auch Tourengeher, die lieber eigene Spuren ziehen, finden jede Menge unberührtes Gelände vor – und eine lokale Besonderheit: die so genannten „Buiräbähnlis“.

Dahinter verbergen sich fast schon historische Seilbahnen, mit denen die Almbauern ab den 1920er-Jahren ihre Vorräte auf die hoch gelegenen Höfe transportierten. Auch im Winter schaukeln einige der urtümlichen Gondeln (Brändlen, Bannalp oder Rugisbalm) in drei verschiedene Skitouren-Areale im Engelbergertal.

Abenteuerlustige Wintersportler sind hier richtig

Liebevoll umgerüstet, stehen die einstigen Materialkisten ab sofort auch abenteuerlustigen Wintersportlern auf Anfrage zur Verfügung. Oben angekommen, stehen zwei- bis dreieinhalbstündige Skitouren zum Salistock, Brisen oder Ruchstock zur Wahl.

Wer Kondition für einen ganzen Tag hat, sollte die große Titlis-Rundtour nicht verpassen. Mit langen Abfahrten, kurzen Abseilpassagen und einem aussichtsreichen Aufstieg zählt sie zu den Klassikern im Alpenraum.

Noch ambitionierter ist die fünftägige Urner Haute Route in den Zentralschweizer Alpen. Die imposante Durchquerung führt von Andermatt nach Engelberg mit rund 5.500 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Alle Varianten setzen gutes bis sehr gutes Fahren im freien Gelände voraus.

 

Hier haben wir noch weitere Reiseangebote - Reisen und Urlaub mit den Freunden der Künste

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23.01.2017 Bio-Hundefutter auf dem Vormarsch

GFDK - Redaktion

Na das ist ja mal eine gute Neuigkeit für alle Hundebesitzer. Denn warum sollten unsere Tiere nicht auch gesunde Nahrung erhalten, statt gepresste Schlachtabfälle, die von Tieren stammen, die mit verseuchtem Tiermehl gefüttert wurden oder mit Antibiotika und sonstigen Medikamenten behandelt wurden.

Bio-Hundefutter ist immer mehr auf dem Vormarsch und gehört in jeden Hundenapf genauso wie frisches Gemüse und Obst. Und wer behauptet, Hunde hätten keinen Geschmacksnerv, der hat sich gewaltig geirrt, unsere Mopsdame Adele und ihr Mopsfreund Eddie sind wahre Gourmets und sehr wählerisch, das erleben wir jeden Tag.

Bio-Hundefutter auf dem Vormarsch

Erst 2014 von Hundeernährungsexpertin Katharina Walleczek gegründet, feiert das österreichische Start-Up und Innovationsunternehmen DOG'S LOVE zum Jahresende einen beachtlichen internationalen Erfolg: In der soeben veröffentlichten Bewertung der deutschen Konsumentenzeitschrift ÖKO-Test wird das biologische Hundefutter aus Österreich als einziges aus 15 bewerteten Nassfuttern mit der Bestnote "Sehr gut" bewertet.

Das getestete Produkt "DOG'S LOVE Bio Rind mit Naturreis, Apfel und Zucchini" wird zur Gänze in Österreich aus nachhaltiger Erzeugung mit bevorzugt regionalen hergestellt. Es enthält durch seine artgerechte und ideal zusammengestellte Rezeptur die ausgewogenen Mengen an Eiweiß, Calcium, Phosphor, Mineralstoffen und den Vitaminen A, B1, E und D, mit denen der beste Freund des Menschen sich bewusst ernährt und damit ein gesundes Leben führen kann.

DOG'S LOVE-Gründerin Katharina Walleczek: "Nur durch gesunde, artgerechte Ernährung können wir unsere liebsten Vierbeiner zu langjährigen Begleitern machen, mit denen wir Freude, Aktivität und Glücksmomente erleben.

Die Bestnote im internationalen Vergleich zeigt, dass DOG'S LOVE noch viele Herzen und Mägen von Hunden und stolzen Besitzern erobern kann. Mit exzellenter Qualität setzen wir einen neuen Standard für nachhaltige Hundeernährung!".

Das Rezpet für ein erfülltes Hundeleben

Eine artgerechte und ausgewogene Ernährung ist für ein gesundes und langes Hundeleben entscheidend. Die Produkte von DOG'S LOVE, die gänzlich als Alleinfuttermittel zu sehen sind, zeichnen sich durch die sorgfältig zusammengestellten, veterinärmedizinisch entwickelten Rezepturen aus, die ideal an den Nährstoffbedarf eines Hundes jeder Altersgruppe und Rasse angepasst sind.

Über DOG'S LOVE

DOG'S LOVE ist eine Marke der PetCo GmbH. Das österreichische, erst im Jahr 2014 gegründete Unternehmen mit Firmensitz in Wien verfolgt das Ziel, Hunden und Katzen eine artgerechte und nachhaltige Ernährung aus bevorzugt regionalen österreichischen Rohstoffen zu ermöglichen. DOG'S LOVE ist derzeit Marktführer bei in Österreich produziertem Premium-Hundefutter, das flächendeckend in Österreich im ausgewählten Fachhandel sowie bei INTERSPAR gelistet ist.

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23.01.2017 SO EIN DING MUSS ICH AUCH HABEN

GFDK - Lenbachhaus

Schon die letzte Ausstellung "Kunst nach 1945" im Lenbachhaus war ein echtes Highlight. Die aktuelle Ausstellung läuft noch bis April 2017 und zeigt Kunst von Hans-Peter Feldmann, Annette Kelm, Judith Hopf und vielen mehr. Wir von der Redaktion freunde der künste können Euch diese Ausstellung nur wärmstens empfehlen.

Echte Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald, schwule Hochzeitspaare aus Plastik, knall-bunte Nippes-Highheels, rote Porsche 911 im Miniformat neben der quietsch-gelben Plastikente und der Londoner Telefonzelle – dies alles und noch tausend kleine Objekte mehr werden ab Mai 2015 im Lenbachhaus zu sehen sein. Wir freuen uns, dass das Werk „Laden 1975–2015“ von Hans-Peter Feldmann bei uns ein neues Zuhause gefunden hat.

Zwei Jahre nach der Wiedereröffnung des Lenbachhauses wurde der Bereich „Kunst nach 1945“ komplett neu konzipiert. Aus unserer umfangreichen Sammlung sollen im Wechsel von zwei Jahren neue Werke gezeigt werden, die dem Publikum bislang weitgehend unbekannt sind.

Im Zentrum der neuen Präsentation steht die raumgreifende Installation „Laden 1975–2015“ des Künstlers Hans-Peter Feldmann (*1941) .. Während Feldmann in seinem 1975 in der Düsseldorfer Altstadt eröffneten Laden anfangs vor allem technische Antiquitäten wie Nautica, Photographica, Geodätica und altes Spielzeug angeboten hat, erweiterte er ihn in den achtziger Jahren um Sammlerartikel und Souvenirs, die man oft nur dort erhalten konnte. Da der Laden sehr erfolgreich war, gab Feldmann sein Dasein in der Kunstwelt sogar für zehn Jahre auf, um sich ganz dem Geschäft zu widmen. Feldmann beendet nun nach vierzig Jahren den Betrieb seines Ladens, um ihn im Lenbachhaus als Kunstwerk in einen Museumszusammenhang zu überführen.

Ausstellung in München

„Laden 1975–2015“ knüpft in zweifacher Weise an die Sammeltradition des Lenbachhauses an. Einerseits führt er die Geschichte des Environments und der Installation fort, die im Lenbachhaus mit Joseph Beuys beginnt und sich über Anna Oppermann und Ilya Kabakov bis hin zu Gerhard Richters Raum für Blinky Palermo spannt. Zum anderen gibt es einen inhaltlichen Bezug zum Topos des künstlerischen Kosmos und der künstlerischen Enzyklopädie durch das Sammeln von biographisch ausschlaggebenden Gegenständen oder visuellen Eindrücken. Feldmann führt mit „Laden 1975–2015“ diese Richtung weiter, die in unserer Sammlung mit Richters „Atlas“ begonnen wurde und einen wichtigen Schwerpunkt in der Sammlung Gegenwartskunst des Lenbachhauses bildet.

Die Neupräsentation der Kunst nach 1945 setzt aber noch weitere Schwerpunkte: Die Münchner Malereigeschichte von der Nachkriegszeit bis in die unmittelbare Gegenwart wird in maßgeblichen Beispielen ausgestellt, angefangen bei der Gruppe SPUR, von der das Lenbachhaus ein wichtiges Werkkonvolut besitzt, und die politisch wie ästhetisch so wichtige Impulse für die Kunstgeschichte der Stadt München, aber auch international gegeben hat. Flankiert wird die SPUR von Malerinnen und Malern wie Jacqueline de Jong und Asger Jorn, die zur gleichen Zeit in München aktiv waren, und mit denen gemeinsam der Film „So ein Ding muss ich auch haben“ (Regie: Albert Mertz) entstand, der unserer Sammlungspräsentation den Titel gibt. Die Münchner Malerei setzt sich fort bis zu jüngsten Positionen wie etwa Hedwig Eberle oder Andy Hope 1930.

Unsere Sammlung wurde in jüngster Zeit signifikant erweitert durch neueste konzeptuelle Positionen unter anderem von Andrea Büttner, aber auch von Charlotte Posenenske, womit das Lenbachhaus zwei prominente Neuzugänge im zeitgenössischen Bereich erhielt. Demgegenüber stehen sowohl Klassiker der US-amerikanischen Concept Art wie Robert Morris' großformatige Filzarbeit, die viele Jahre nicht zu sehen war, als auch der Münchner Land Art gewidmete Räume, in denen wir eine jüngste Schenkung von Hannsjörg Voth zeigen sowie Werke von Michael Heizer, die während seines Münchenaufenthalts in den siebziger Jahren entstanden.

Kunst der Gegenwart

Die Neupräsentation fußt somit auch auf der Sammlungshistorie des Lenbachhauses, in der es immer wichtig war, das Werk einzelner herausragender Künstler eingehend zu verfolgen und deren Schaffen in Werkgruppen darzustellen. Ebenso ist es unsere gängige Praxis, junge Künstler in Dialog mit den älteren Positionen zu bringen und somit inhaltliche Rückbezüge und Möglichkeiten der Auseinandersetzung innerhalb der Sammlung herzustellen.

Das große Werkkonvolut der Gruppe SPUR, das nach langer Zeit wieder zu sehen sein wird, war Anlass, die Edition Lenbachhaus Nr. 2 den Manifesten und Programmschriften dieser für München so wichtigen Künstlergruppe der späten fünfziger und frühen sechziger Jahre zu widmen. Die Texte werden erstmals zweisprachig deutsch-englisch publiziert, so dass sie auch einem internationalen Publikum zugänglich gemacht werden, wobei wir mit großem Gespür für den revolutionären Ton der Künstler darauf geachtet haben, dessen Duktus im Englischen zu erhalten.

Eine Kooperation der Städtischen Galerie im Lenbachhaus mit Munich Re        
munichre.com/corporateart

Kuratorin: Eva Huttenlauch, Sammlungsleiterin Kunst nach 1945,
Lenbachhaus München

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19.01.2017 für Moks und Junge Akteure

GFDK - Dorothee Gerlach

"Eins zu Eins" beim "Augenblick mal! 2017"-Festival Das Tanzduett "Eins zu Eins" gehört zu den zehn Inszenierungen, die zum "Augenblick mal! 2017"-Festival eingeladen wurden.

Toller Erfolg für Moks und Junge Akteure: Das Tanzduett "Eins zu Eins" von der Bremer Choreografin Birgit Freitag ist in der Stückeauswahl für das renommierte "Augenblick mal! 2017"-Festival in Berlin. Das Festival "Augenblick mal!" macht die künstlerische und gesellschaftliche Bedeutung des Theaters für junges Publikum sichtbar. Es hat internationales Renommee als Schaufenster des deutschen Kinder-und Jugendtheaters sowie als Hotspot künstlerischer Begegnung und fachlichen Austauschs mit TheatermacherInnen aus ganz Deutschland.

Augenblick mal! 2017-Festival in Berlin

Aus den 217 Vorschlägen der Theater hat das fünfköpfige Auswahlgremium zehn künstlerisch herausragende Inszenierungen für das nationale Programm des Festivals ausgewählt. Diese werden von 25. bis 30. April
2017 in verschiedenen Berliner Spielstätten gezeigt. "Die Einladung zum Festival ist eine wichtige Bestätigung unserer Arbeit", freut sich Rebecca Hohmann, Leiterin JUNGES.THEATERBRMEN.
"Wir sind nun bereits zum vierten Mal in Folge zu diesem Festival eingeladen, was eine kleine Sensation ist. Es zeigt, dass wir mit unseren Produktionen sowohl künstlerisch/ästhetisch, als auch inhaltlich ganz nah am Puls der Zeit sind."

Birgit Freitags Tanzduett "Eins zu Eins" ist eine choreografische Begegnung des 32-jährigen Schauspielers Walter Schmuck und des 11-jährigen Jungen Akteurs Mika Nowotny. Dabei treffen nicht nur verschiedenen Männlichkeitsbegriffe, Erfahrungshorizonte und Entwicklungsstufen aufeinander, sondern auch ein durch Alltag, Umfeld und Persönlichkeit unterschiedlich konditioniertes Bewegungsvokabular.
"Eins zu Eins" ist eine tänzerische Erkundung zweier Bewegungsformen, zwischen denen 21 Jahre, 2 Monate und 39 Zentimeter liegen.

Birgit Freitag ist freischaffende Choreografin und Performerin aus Bremen. Sie studierte Sozialwesen mit Schwerpunkt Theaterpädagogik in Emden. Es folgten Schauspielausbildung und Tanzfortbildungen u.a.
in Bremen, Hamburg, Berlin und New York. Als Tänzerin und Choreografin arbeitete sie in verschiedenen Konstellationen an der Schnittstelle von Tanz, Theater und anderen Künsten. Von 1993 bis 2002 war sie Teil der künstlerischen Leitung des internationalen Tanzfestivals TANZ Bremen und ist seit 2012 als Choreografin am
Theater Bremen bei den Jungen Akteuren und am Moks tätig, wo sie unter anderem an "Warum das Kind in der Polenta kocht", "Verschwende deine Jugend" und "Seymour" mitwirkte. Mit "Eins zu Eins" präsentierte sie ihre erste abendfüllende Produktion für das Moks.

In Bremen ist die Produktion wieder im März 2017 im Rahmen des internationalen Festivals TANZ Bremen zu sehen.

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19.01.2017 Premiere 28. November

GFDK - Bayerische Staatsoper

Kirill Petrenko erarbeitet zusammen mit Regisseur Harry Kupfer die zweite Neuproduktion der Saison: Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk. Der Aufführung liegt die rekonstruierte früheste Fassung der Oper zugrunde. Anja Kampe gibt als Katerina Ismailowa ihr Rollendebüt. Premiere ist am Montag, 28. November.

Harry Kupfer und Kirill Petrenko


Für die Neuinszenierung von Lady Macbeth von Mzensk kehrt Harry Kupfer nach über 15 Jahren an die Bayerische Staatsoper zurück. Zuletzt inszenierte er hier die Uraufführung von Aribert Reimanns Bernarda Albas Haus (2000). Dies ist die zweite Zusammenarbeit zwischen Kirill Petrenko und dem Regie-Altmeister nach Palestrina in Frankfurt (2009).

Harry Kupfer inszeniert Lady Macbeth von Mzensk im Geist der Dialektik: Es stehen tiefgründige Monologe neben satirischen Genreszenen, emotionale Offenbarung neben Heuchelei, niederträchtiges Verhalten neben humanistischer Hoffnung. Und oft wechselt das eine sekundenschnell ins andere, oder zwei gegensätzliche Dinge schieben sich direkt übereinander. Das ist also einerseits abwechslungsreiche Vielfalt, aber andererseits auch in sich widersprüchlich – und zwar ganz bewusst. „Wir werden das Stück in die vorrevolutionäre Zeit verlegen, wo chaotische Zustände und Korruption in Russland herrschten … Die Bühne zeigt ein industrielles Umfeld mit Schrott, Dreck und Verwüstung – als Symbol für den Zustand der einzelnen Figuren“, so Harry Kupfer.

Oper in München

Anja Kampe singt erstmals die Titelpartie in diesem „Frauenstück“ (Kupfer). Zuletzt war die Sopranistin in der Neuinszenierung von Andreas Kriegenburgs Die Walküre zu erleben. Des Weiteren singen Anatoli Kotscherga, Sergey Skorokhodov, Misha Didyk, und Alexander Tsymbalyuk.

Oper Lady Macbeth von Mzensk


Die Oper schildert den Versuch der Selbstverwirklichung einer jungen Frau, der im Verbrechen endet und vier Menschen das Leben kostet. Der von Nikolai Leskow entworfene Stoff spielt in der Zarenzeit, aber er hat nicht nur fürs mittlere und späte 19. Jahrhundert Gültigkeit. Das Thema Frauenunterdrückung in der russischen Gesellschaft zieht sich bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Die Geschichte um Katerina ist ein Abbild der Gesellschaft: Sie zeigt die Despotie bis in die kleinste Zelle, bis in die Familie hinein.

Die Uraufführung von Lady Macbeth von Mzensk fand in Leningrad am 22. Januar 1934 statt. Es folgte kurz darauf eine Inszenierung in Moskau unter dem alternativen Titel Katerina Ismailowa. Diese beiden Interpretationen wurden innerhalb von nur zwei Jahren 177 Mal gegeben und zudem in Amerika und mehreren europäischen Städten gezeigt.

Am 26. Januar 1936 besuchte Josef Stalin eine Vorstellung im Bolschoi-Theater. Aus ungeklärten Gründen verließ er das Theater noch vor dem 4. Akt. Der Schmähartikel „Chaos statt Musik“ unterband kurz darauf alle weiteren Aufführungen der Oper. Mehrere Monate schlief Schostakowitsch angezogen neben dem gepackten Koffer, aus Angst, in der Nacht abgeholt zu werden. In den 1950er Jahren begann Schostakowitsch mit einer Umarbeitung der Oper, wobei er die anstößigsten Stellen in Text und Musik glättete, strich oder ersetzte. Die Neufassung wurde 1963 erstmals wieder offiziell aufgeführt. 2010 wurde im Rahmen der Kritischen Gesamtausgabe von Schostakowitschs Werken die rekonstruierte früheste Fassung publiziert, die unserer Neuinszenierung zugrunde liegt.

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