16.09.2015 09:23 den SCHLEPPERN den Kampf angesagt

Was ist mit den "Schleppern" die Sunniten, Christen, Jesiten und Schiiten retten

SCHLEPPER ist eben nicht gleich SCHLEPPER

SCHLEPPER ist eben nicht gleich SCHLEPPER

Syrien - Der Westen ist schuldig

Syrien - Der Westen ist schuldig

Die Bundesregierung als Auftragsempfaengerin der Industrie

Die Bundesregierung als Auftragsempfaengerin der Industrie

Die Fluechtlinge werden politisch missbraucht

Die Fluechtlinge werden politisch missbraucht

Von: Rainer Kahni - Dr. Christian Weilmeier - Redaktion

Die Politiker haben den sogenannten SCHLEPPERN den Kampf angesagt. Das ist ein durchsichtiges Mannöver, um von ihrem eigenen Versagen abzulenken. Sie haben versagt, als die USA den Irak angegriffen haben. Sie haben versagt, als die NATO Afghanistan angegriffen haben. Sie haben versagt, als die USA die Ukraine destabilisiert haben.

Sie haben im Umgang mit den Diktatoren und Blutdespoten versagt. Sie haben im Umgang mit der Agrarmafia versagt. Sie haben beim Freihandelsabkommen versagt. Sie haben bei der Einhaltung der Menschenrechte in Afrika versagt. Und nun kommen die geschundenen Menschen zu uns, weil wir sie seit Jahrhunderten ausgebeutet und mit Sklaverei und Kriegen überzogen haben.

Der eigene Machterhalt ist wichtiger

Darauf haben die Politiker keine Antworten, weil sie nur an ihren eigenen Machterhalt denken. Da ist es billig, mit den eigenen schmutzigen Fingern auf die Schlepper zu zeigen. Dabei rede ich nicht von den Verbrechern, die Flüchtlinge aus schierer Geldgier in Lastwagen verrecken lassen, oder sie auf untauglichen Booten auf die gefährliche Reise über das Mittelmeer schleusen.

SCHLEPPER ist eben nicht gleich SCHLEPPER

Ich rede von den vielen "Schleppern", die sich unter Lebensgefahr in die Gebiete der IS trauen, um Sunniten, Christen, Jesiten, Schiiten zu retten. Um Männer vor dem sicheren Tod zu bewahren, um Frauen aus der Sklaverei zu befreien, um Kinder von den Fleischmärkten des "Kalifats" zu befreien.

Es ist ja so einfach für unsere Politiker, alles zu verallgemeinern, um von ihren eigenen Fehlern abzulenken. Aber SCHLEPPER ist eben nicht gleich SCHLEPPER. Das will keine Zeitung der Mainstreammedien drucken, also habe ich ein Buch geschrieben.

Lesen Sie dazu meine Reportage aus Syrien in meinem neuen Buch DER REPORTER

Aber hallo, jetzt will Merkel die Flüchtlinge versenken??? 

Bundeswehr soll Schlepper jagen - Stand: 16.09.2015 11:58 Uhr - Das Bundeskabinett hat die Teilnahme an der erweiterten EU-Mission gegen Schleuser im Mittelmeer beschlossen. Bis zu 950 deutsche Soldaten sollen künftig Schiffe von Schleppern stoppen und auch zerstören dürfen, meldet die "ARD"

Von Karin Bensch, ARD-Studio Brüssel

"Europa wird zersplittern, in viele kleine Einzelstaaten, wenn die Mitgliedsländer es nicht hinbekommen, endlich einen gemeinsamen Kompromiss zu finden. Wenn sie es nicht schaffen, den Flüchtlingsansturm zusammen in den Griff zu kriegen."

Die USA sind die Verursacher der Flüchtlingswelle

Hat der Westen den Tod von Hunderttausenden in Syrien wesentlich zu verantworten, weil er 2012 einen Friedensplan Russlands ablehnte?
"Der frühere finnische Präsident Martti Ahtisaari bedauerte im Rückblick, dass der Westen 2012 einen russischen Plan ignoriert habe, nach dem Assad nach Friedensgesprächen mit der Opposition die Macht abgeben sollte. Die USA, Frankreich und Großbritannien seien so überzeugt vom schnellen Sturz Assads gewesen, dass sie auf Moskaus Vorschlag nicht reagiert hätten, sagte der Friedensnobelpreisträger von 2008 dem "Guardian" (Dienstag). Im syrischen Bürgerkrieg sind seit 2011 etwa 250.000 Menschen getötet worden.

Am 18. Oktober 2014 schrieb die "FAZ"

"Amerikanische Rüstungsindustrie Die Hoffnung auf einen langen, profitablen Krieg"

Ein „perfekter Krieg“: Der Feldzug gegen den Islamischen Staat beschert Amerikas Rüstungsschmieden volle Auftragsbücher und satte Gewinne. Die Zeiten sinkender Rüstungsbudgets sind vorbei.

Das meldete n.tv

Ein von Judical Watch in den USA veröffentlichtes 7 seitiges Geheimdienstdokument verdeutlicht, dass der IS von den USA im Kampf gegen Assad selber geschaffen wurde. Unterdessen hat der ehemalige CIA Chef und ehemalige Oberbefehlshaber der US-Truppen im Irak, Petraeus, sogar offiziell vorgeschlagen, mit Teilen des IS zu kooperieren.

Das freigegebene DIA-Dokument von 2012 bestätigt, dass der Hauptbestandteil der Anti-Assad Rebellen zu dieser Zeit islamistische Aufständische umfasste, die zur Entstehung von ISIS führen würden. Die Gruppierungen wurden dennoch weiterhin durch westliche Militärs und ihre regionalen Verbündeten unterstützt und mit Waffen beliefert.

Die Hauptrouten der Kriegsflüchtlinge sind jene aus Richtung Türkei und aus Libyen, wo es zuletzt gelang eine pro-westliche Regierungen durch strategische Kriegsführung an die Macht zu putschen. Das militärische Vorgehen der US-Regierung in den letzten 10 Jahren scheint der Blaupause eines renommierten US-Militär-Strategen zu entspringen:

Thomas Barnett hat in zwei Büchern – „The Pentagon’s New Map“ und „Blueprint for Action“ – die Strategie der Globalisierer zur Erreichung der Weltherrschaft dargelegt.

Was sagt Merkel dazu? NICHTS - Deutschland schweigt

Das konnte man am 4. September 2015 in der "FAZ" lesen

Syrien - Der Westen ist schuldig

"Wie hoch darf der Preis für eine demokratische Revolution sein? In Syrien sind Europa und die Vereinigten Staaten die Brandstifter einer Katastrophe. Es gibt keine Rechtfertigung für diesen Bürgerkrieg.

Der Westen, wenn diese etwas voluminöse Bezeichnung gestattet ist, hat in Syrien schwere Schuld auf sich geladen - nicht, wie oft gesagt wird, weil er mit seiner Unterstützung des Widerstands gegen eine tyrannische Herrschaft zu zögerlich gewesen wäre, sondern im Gegenteil: weil er die illegitime Wandlung dieses Widerstands zu einem mörderischen Bürgerkrieg ermöglicht, gefördert, betrieben hat."

Syrien - Und ihr denkt, es geht um einen Diktator

Hans-Christof Kraus schreibt in der FAZ

"Die Reaktionen auf den Syrien-Konflikt offenbaren die geopolitische Ahnungslosigkeit mancher deutscher Kommentatoren: Zehn Minuten Nachhilfe aus gegebenem Anlass können nicht schaden.
 
Ob die Syrer, in weltpolitischer Sicht gesehen, derzeit oder künftig von einem Diktator aus dem Hause Assad, von einer demokratischen oder sich als demokratisch inszenierenden Regierung oder auch von einem radikal muslimischen Regime regiert werden, ist aus der Perspektive geostrategischer Erwägungen zuerst einmal gleichgültig. Es geht nicht vorrangig darum, der syrischen Bevölkerung zu helfen."

“The Grand Chessboard”

Soviel zu unseren Freunden und Bündnispartnern. Man kann jetzt noch das Buch von Zbigniew Brzezinski “The Grand Chessboard” anführen, in dem er die Taktik und Strategie darlegt, wie die USA die Weltherrschaft sichern und behalten. Das Buch gibt es auf Englisch kostenlos im Netz zum herunterlanden als PDF. Da bleiben auch keine Fragen mehr zu den Absichten der USA offen. All das, was an unglaublichen Grausamkeiten, Kriegen, Interventionen, Umstürzen und Farbrevolutionen geschah und geschieht, folgt den PLänen, die in diesem Buch dargelegt werden.

Rainer Kahni meint: Hier sprechen viele über Syrien, wie die Blinden von der Farbe. Der Staat Syrien existiert nicht mehr, genauso wie der Irak. Alle staatlichen Institutionen sind in Auflösung begriffen. Die rudimentären Reste von Assad's Armee, verschiedene Milizen, der IS und einige Warlords kämpfen mit allen schmutzigen Mitteln gegeneinander.

Dieser Staat wird zerrieben zwischen den Interessen der Golfstaaten, zwischen dem Iran, zwischen Alawiten, Sunniten, Jesiten, Schiiten, den Kurden, dem Irak, den USA und Russland.

Die Menschen spielen dort keine Rolle mehr, sie sind nur noch Flüchtlingszahlen in der Statistik der UNHCR. Wie dennoch unabhängige Journalisten in diesem Trümmerfeld unter Lebensgefahr arbeiten und überleben können, beschreibt Rainer Kahni in seinem Buch DER REPORTER

Sarah Wagenknecht fordert: USA sollen für Flüchtlinge in Europa zahlen, denn die USA hätten das Chaos geschaffen. Na, das ist doch ein Wort. Linke will US-Regierung für Flüchtlinge zur Kasse bitten. Linke-Politiker greifen die USA an. Das Land soll Regionen destabilisiert, den IS indirekt unterstützt und die Flüchtlingskrise mit ausgelöst haben. Daher fordern sie finanzielle Unterstützung.

USA lehnen Anti-Terrorkoalition mit Russland gegen ISIS ab

Wer glaubt, dass die USA ihr (inoffizielles) Ziehkind ISIS wirklich bekämpfen wollten, der glaubt auch dass ein Brandstifter Feuerwehr spielt. Selbstverständlich ist der radikale bzw. politische Islam ein Mittel zur Machtprojektion der USA und dient dem Zweck, Regierungen zu stürzen, die nicht dem Befehl Washingtons folgen. Spätestens seit Afghanistan 1979 besteht hier eine Kontinuität der US-Außenpolitik, bei der man sich massenmörderischer und faschistischer Kräfte bedient und diese fördert, um geopolitische Ziele zu verfolgen.

Die "FAZ" schreibt - Washington erteilt Putin eine Absage

"Die Kämpfe in Syrien gehen unvermindert weiter. Deshalb hat Russlands Präsident eine neue Anti-IS-Koalition vorgeschlagen. Doch die Vereinigten Staaten wollen von Wladimir Putins Idee nichts wissen." 

Dazu ein Kommentar von Dr. Christian Weilmeier

Kulturkampf – Die Flüchtlinge werden politisch missbraucht

Deutschland – ein Meer der selbstlosen Hilfe und Nächstenliebe. Bei einigen einfachen Bürgern mag das so sein, in der Politik sieht das aber anders aus. Kant sagte, der Mensch dürfe niemals nur als Mittel (zu einem Zweck) gesehen werden. Flüchtlinge werden bei uns aber als Mittel zu einem poitischen Zweck gebraucht und damit missbraucht.

Die Bundesregierung als Auftragsempfängerin der Industrie will billige Arbeitskräfte ins Land holen. Das deutsche “Wirtschaftswunder” der letzten Jahre beruhte vor allem auf dem Drücken von Löhnen. Das soll so weitergehen.

Eine Unzahl von Lobbygruppen, meistens linker oder linksliberaler Richtung, sieht die Flüchtlinge als Mittel zur gesellschaftlichen Umgestaltung, als revolutionäres Potenzial, um dieses gehasste Deutschland endlich klein zu machen. Der Hass macht sie blind dafür, dass sie willige Handlanger der kapitalistischen Führung dieses Landes sind.

Rede- und Denkverbote

Die Konzernbosse lachen sich kaputt über Linke, die ihre industrielle Ausbeutungspolitik unterstützen. Im Internet wird jetzt nach Wiederaufnahme der Grenzkontrollen dazu aufgerufen, Flüchtlinge in privat organisierten Trecks ins Land zu schmuggeln. Diese Unterstützung der Mächtigen nennen sie “zivilen Ungehorsam”.

Mainstream-Medien nutzen gern und fördern gern jegliche Hysterie, um die Auflage zu steigern. Es muss immer ein Kampf “Gut gegen Böse” sein, nur dadurch sammelt man Klicks und bringt sich ins Gespräch. Insofern ist die immer irrationalere Diskussion einer Medienlandschaft geschuldet, die stark unter Konkurrenzdruck steht.

Der Flüchtling dient auch zur Disziplinierung der nomalen Bürger. Es werden Rede- und Denkverbote verhängt. Wer das durchsetzen kann, der ist am Drücker. Redet der Bürger dann Flüchtlinge auf einer Veranstaltung ängstlich und eingeschüchtert als “MitbürgerInnen” an, dann ist das auch wieder nicht recht. Es wird den Zensoren nie recht sein, es tobt ein Machtkampf.

Man sieht, es geht um Vieles, nur kaum um das menschliche Schicksal des einzelnen Flüchtlings. Er ist nur Mittel zum Zweck in einem “Kulturkampf”, wie es die britische Presse nennt. Genau das ist das moralische Trauerspiel.

"Ich möchte in einer Gesellschaft leben, die von den Errungenschaften der Aufklärung nicht abrückt, die religiösen Fanatikern Einhalt gebietet, die Einwanderern klarmacht, dass wir diese Grundsätze nicht aufgeben und sie auch verteidigen. Das wird nur gelingen, wenn wir uns unsere Einwanderer aussuchen dürfen. Und ich wünsche mir, in meinem Land offen sagen zu dürfen, was ich denke, ohne von ahnungslosen Fernsehpredigern und überforderten Politikern darüber belehrt zu werden, was moralisch geboten ist und was nicht."

Humboldt-Universitäts-Professor Baberowski im FEU-Aufmacher der" FAZ"