12.07.2016 12:37 Die Totengräber Europas

Volksabstimmungen sind Zeitgeist und die Huren der Gesellschaft

Joachim Gauck haelt die Deutschen für zu BLOED

Nicht nur Joachim Gauck hält die Deutschen für zu BLÖD für Volksabstimmungen. Es ist vielmehr die gesamte Elite und die die sich dafür halten.

Niederlage oder Sieg fuer die Demokratie

Niederlage oder Sieg für die Demokratie? Es kommt wohl auf den Blickwinkel an.

Von: Rainer Kahni und Gottfried Böhmer

Von 46 Millionen wahlberechtigten Briten sind mehr als 33 Millionen zur Wahl gegangen, und somit gibt es an der Wahl nichts zu beanstanden. Sie war demokratisch. Das Misstrauen vieler Bürger gegen Brüssel ist mit dem Brexit nicht ausgestanden. Die Steuergeld-absaugenden, heiße Luft produzierenden EU-Politiker haben den Schuß noch immer nicht gehört.

Volksentscheide sind, wenn nicht das "richtige Ergeignis" dabei rauskommt, so oder so dann Populismus. Nur wenn das Volk für die "richtige" Sache stimmt, und die "richtige" Sache ist nur das, was die Elite gerne hätte, darf gejubelt werden.

Jacques Schuster Chefkommentator von "WELT-Online" schreibt sogar: Das Volk ist unfähig zu komplexen Entscheidungen. Die Art, wie "das Volk" in Großbritannien befragt wurde, lehrt: Hände weg von der direkten Demokratie!

Das Volk ist einfach zu Blöd und zu doof

Volksabstimmungen sind für die "Springer-WELT" und Herrn Schuster sowas wie Zeitgeist, und so schreibt er: "Ach, der Zeitgeist, diese große Hure der Gesellschaft. Schluss mit der (Selbst-)Betrügerei! Hört endlich auf, den Irrsinn der direkten Demokratie für eine ernsthafte demokratische Alternative zu halten. Er ist es nicht. Er war es nie. Das Volk kann keine vielschichtigen Entscheidungen fällen." Fehlte noch, BASTA.

Das Propagandakarussel der Medien

Ein FB-User schrieb trefflich: Auffällig ist der mediale Gegendruck der erzeugt wird. Zeitgleich heute in der "Zeit", wo sich Herausgeber Josef Joffe auf der Titelseite die Zeit und den Platz nimmt, sich zu erblöden, dem deutschen Wahlvolk die Mündigkeit in wichtigen Fragen abzuerkennen. Dieses Propagandakarussel in bester diktatorischer Tradition, schlimm in der Tugendrobe verschleiert, enttarnt die pseudointellektuelle Brownnoserschar. Peinlich. Erschreckend.

Beschlüsse hinter verschlossenen Türen und Gesetze aus der Blackbox

Alexander Graf Lambsdorff meinte gestern auf Spiegel-Online "Der Brexit geht auch auf Merkels Konto". Na ja, sagen wir mal..... Mit einer Aussage hat er aber recht: "das eigentliche Problem ist die fehlende parlamentarische Kontrolle des Europäischen Rats. Hier liegt das wahre Demokratiedefizit. Die europäischen Staats- und Regierungschefs fällen weitreichende Beschlüsse hinter verschlossenen Türen. Im Rat werden Gesetze wie aus einer Blackbox heraus produziert, die dann den Parlamenten als alternativlos präsentiert werden."

Der Brexit, oder besser gesagt, die EU Verdrossenheit hat eine lange Vorgeschichte. Wir könnten hier hunderte solcher Geschichten erzählen.

Das ist eine davon: Der "Spiegel" schreibt 2015 - "Wolfgang Schäuble betreibt die Spaltung Europas mit derselben Verve, mit der er vor 25 Jahren die deutsche Einheit voranbrachte. Damals spielten die Kosten keine Rolle, heute geriert er sich als Zuchtmeister. Er verrät so die Idee der EU."

Darauf hat Rainer Kahni geantwortet:

Was habt Ihr nur gegen den alten Mann? Er hat nach seinem Juraexamen als Finanzbeamter begonnen, war in die CDU eingetreten und bekam einen Listenplatz der Partei im badischen Schwarzwald. Den hat er bis heute, obwohl ihn dort viele Einheimische gar nicht leiden können. Aber wer in Baden eben konservativ wählt, hat automatisch Wolfgang Schäuble an der Backe.

So ist eben das deutsche Wahlsystem und niemand will das ändern. Dass der Mann nun auch noch in verschiedenen Positionen seit ewigen Legislaturperioden im Bundestag herumhockt, ist ebenfalls dem alten Wahlsystem geschuldet, dass, nicht wie in anderen Ländern üblich, nach zwei Wahlperioden eben Schluss ist. Auch dagegen erhebt sich in der Bevölkerung kaum Widerspruch.

Es ist den Bürgern offensichtlich egal, ob ewig die selben Platzhirsche mit samt ihren Seilschaften Jahrzehntelang den selben Bockmist verzapfen und ihre Wahlkreise bedienen. Sie sind nicht abwählbar. Dass sie in den langen Jahren unter ewig ihresgleichen den Bezug zur Realität völlig verloren haben, zeigt das Beispiel Schäuble.

Der politische Schrebergarten von Dr. Schäuble

Er war Finanzbeamter und blieb ein Finanzbeamter sein ganzes Leben lang. Nur einmal ist es wirklich um seine politische Karriere eng geworden. KOHL wollte die politische Einheit mit der DDR um jeden Preis, widersprach gegen jede ökonomische Vernunft allen Schverständigen und wechselte das bankrotte Ranschpapier namens DDR - Geld eins zu eins in DM um, was zum Bankrott der DDR, Verlust des DDR - Aussenhandels und zu einem unsagbaren Elend unter den DDR - Bürgern führte.

Das kostete zwar die BRD 3 Billionen DM, aber das war dem Unterzeichner des Einigungsvertrages, ein gewisser Herr Dr. Schäuble, Finanzbeamter aus Freiburg, wurscht. Es ging um seine Karriere als zukünftiger Bundeskanzler. Die ist nun futsch, also zieht er sich wieder in seinen politischen Schrebergarten zurück und drangsaliert andere mit seinem kleinbürgerlichen Wissen über die Führung eines orgendtlichen Haushaltes.

So führt man eine Milchkasse

Da kommen die Griechen gerade recht. Denen will er es mal richtig zeigen, wie eine badische Hausfrau ihre Milchkasse führt. Ob dabei in Griechenland hunderttausende von Menschen in Not und Elend geraten, ist ihm wurscht. Er will sich nur vor der erneuten Blamage zu Hause schützen, wieder die Bürger angelogen zu haben, dass die Wiedervereinigung Deutschlands und die Bürgschaften für Griechenland den deutschen Bürger nichts kosten.

Herr Dr. Schäuble, dass Sie ein eher mittelmässig begabter Lügner sind, ist seit der Schreiber - Affaire bekannt, aber dass Sie nun Europa zu Grunde richten, das nehme ich Ihnen persönlich übel, denn Sie haben gänzlich vergessen was im Maastrichtvertrag steht:

Darin heisst es: "historischen Bedeutung der Überwindung der Teilung des europäischen Kontinents entschlossen, den Prozess der europäischen Integration auf eine neue Stufe zu heben. Es gelte der Wunsch, die Solidarität zwischen ihren Völkern unter Achtung ihrer Geschichte, ihrer Kultur & ihrer Traditionen zu stärken".

Die unfassbare Aussage von Schäuble nach dem Brexit: Man müsse nun eine "gemeinsame Rüstungspolitk" machen. So stellt sich Schäuble die Rettung der EU vor. Ist der Mann noch normal?

Die Diktatur der etablierten Parteien ist bankrott

Sie hat das Vertrauen der Bürger verspielt. Das Volk hat die korrupten Politiker satt bis oben hin. Wir brauchen keine Neuwahlen, denn was danach kommt, ist auch nicht besser. Wir wollen zuerst unseren Staat zurück, den sich die Politiker untertan gemacht haben. Wir wollen einen totalen Systemwechsel. Der Bürger muss wieder das erste und das letzte Wort im Staat haben. Versammelt Euch.

Herr Dr. Schäuble, Sie und Ihre Komplizen sind die Totengräber Europas.

Am 9. Juli 2016 schreibt "ZEIT-Online" Sigmar Gabriel: "Seine Politik hat die Europäer auseinandergetrieben"
SPD-Chef Sigmar Gabriel hat Wolfgang Schäubles Sparpolitik für die EU-Krise mitverantwortlich gemacht.

Siggi meint:

"Die soziale Frage ist für viele wieder da."
War die schon mal weg?
Von wann bis wann?
Vor der Wahl? Nach der Wahl?

Die Totengräber haben eine neue Idee:

So will die EU die Sozialsysteme retten

Die Europäer müssen in Zukunft arbeiten bis sie 75 Jahre alt sind. Das sagt Schwedens ehemaliger Staatsminister Fredrik Reinfeldt. Dass die Schweden in Zukunft zehn Jahre länger arbeiten müssen, sei notwendig, um "die Finanzierung der Sozialsysteme sicherzustellen", so Reinfeldt. Die Idee einer deutlichen Anhebung des Rentenalters möchte der einflussreiche Top-Politiker nun in ganz Europa verankern.

Die durchschnittliche Lebenserwartung deutscher Männer beträgt 78 Jahre.

Die „Wir-haben-verstanden“-Sonntagsreden der EU-Granden

Jens Berger von den "nachdenkseiten.de" schreibt: "Erst wenige Tage sind seit dem historischen Brexit-Referendum in Großbritannien vergangen. Während auf der Insel die Hauptdarsteller dieser Tragödie die Flucht ergriffen haben, lautet für die Verantwortlichen in Brüssel die Devise der Stunde „Vorwärtsverteidigung“!

Als die „Wir-haben-verstanden“-Sonntagsreden der EU-Granden noch nicht einmal verklungen waren, kündigte EU-Kommissionspräsident Juncker flugs an, das CETA-Abkommen lieber an den nationalen Parlamenten vorbei zu verabschieden. Sein Sidekick, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, meinte in der FAZ gar, er habe „den Schuss gehört“ und fordere daher eine „echte europäische Regierung“.

Das erinnert ganz an die alte Apothekerweisheit, „wenn das Mittel nicht wirkt, muss man nur die Dosis erhöhen“. Nein, Herr Schulz, Sie und Ihr Freund Juncker haben den Schuss nicht gehört."

Droht eine Revolution? NÖ

Jakob Augstein fast es so zusammen: "Die Linken sind dafür zu friedlich, zu nett und zu vernünftig. Sahra Wagenknecht sieht zwar aus, als hätte sich Rosa Luxemburg auf der Flucht vor der Polizei eine Nacht bei Peek & Cloppenburg versteckt. Aber ihr revolutionäres Potenzial passt in ein Make-up-Döschen. Und ihr Mann Oskar zettelt höchstens noch im Altersheim eine Revolution an, aber auch nur, wenn der Brokkoli zu fest gekocht ist."

Die Linken machen niemandem mehr Angst.

AM RANDE NOTIERT

Mario Draghi war ja zwischen 2002 und 2005 Vize Präsident bei Goldman Sachs.
Nun engagiert Goldman Sachs den ehemaligen EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso als Berater. Auf Nachfragen soll Barroso gesagt haben: Es war ALTERNATIVLOS

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Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

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