17.10.2015 14:04 TTIP Aktivisten seien dumpfe Nationalisten

TTIP ist und bleibt BÖSE - Widerstand gegen TTIP, CETA, und TISA

Die alte FDP ist die neue FDP

Noch platter geht es wohl nicht. Für die italienische Pizza, den brasilianischen Kaffee und den Urlaub in der Türkei hat kein Mensch TTIP gebraucht. Warum sollte das in Zukunft anders sein? Die alte FDP ist die neue FDP.

Politiker, hoert die Signale der Buerger oder verschwindet

Politiker, hört die Signale der Bürger oder verschwindet von der Bühne.

TTIP ist und bleibt BOESE

TTIP ist und bleibt BÖSE.

TTIP ist nicht Volkes Wille

Wir müssen den Politikern solange auf die Nerven gehen, bis sie kapieren, dass TTIP nicht im Volkes Willen ist.

TTIP Aktivisten sind Nazis

Die TTIP Aktivisten seien im Kern dumpfe Nationalisten schreibt der Spiegel.

Von: Rainer Kahni - Gottfried Böhmer

Globalisierung ist nicht für die Industrie da. Globalisierung ohne Menschen ist wertlos. Schon im Jahr 2013 haben TTIP-Kritiker vor den geopolitisch-strategischen Auswirkungen einer sogenannten "Wirtschafts-NATO" gewarnt - heute sind diese Aspekte - dank einer hervorragenden Regierungspropaganda - in den Hintergrund geraten.

Ich möchte noch mal daran erinnern, dass es beim Widerstand gegen TTIP/CETA/TISA nicht um das unsägliche Chlorhühnchen geht und auch nicht um eine standardisierte Blinkerfarbe. Es geht um die geopolitische Weltherrschaft der westlichen Welt unter der Führung der USA, um die Abschottung der BRICS-Länder (insbesondere Russlands und Chinas, aber auch Ländern wie Venezuela).

Es geht um das exakte Gegenteil von "Freihandel", es geht um radikalen Imperialismus. Passend dazu haben die USA nicht nur via TIPP die asiatischen Länder rund um China strategisch an sich gefesselt, sondern verstärken auch massiv ihre Kriegsflotte im asiatisch pazifischen Raum. http://www.taz.de/!5092484/

Lasst Euch bloß nicht darauf ein den Freihandelsabkommen zuzustimmen, bloß weil die Bundesregierung bzw. die EU-Kommission das Chlorhühnchen aus den Abkommen streichen lässt. TTIP ist und bleibt BÖSE.

Politiker, hört die Signale der Bürger oder verschwindet von der Bühne

Ein Kommentar von Rainer Kahni

Am letzten Samstag haben nach inoffiziellen Angaben der Berliner Polizei cirka 250.000 bis 300.000 ehrbare Bürger gegen das geplante Freihandelsabkommen mit den USA demonstriert. Die Strassen und Alleen Berlins waren bis zur Siegessäule schwarz vor Menschen. Es gab keine Randalierer und keine Zwischenfälle. Warum wohl?

Weil die sonst so "besorgten Bürger", die kein anderes Thema haben als den Untergang des Abendlandes, gar nicht begriffen haben, dass es in Deutschland wichtigere Themen gibt, als ihren dumpfen und restlos verblödeten Rassismus. Das Freihandelsabkommen mit den USA ist für Pegida zu komplex und erfordert ein Mindestmass an Intelligenz und Bürgersinn, also passt es nicht in ihr Schema. Und das war gut so.

Das gab dem Bildungsbürgertum die Gelegenheit, sich friedlich und offensiv, aber ohne lästige Störung durch Dummköpfe, zu positionieren und zu manifestieren. Die Mainstreammedien brachten die Meldung an vierter Stelle und sprachen von cirka 100.000 Demonstranten, wohl wissend dass es eine solche machtvolle Manifestation seit der Demonstration gegen den NATO - Doppelbeschluss in Bonn nie mehr in Deutschland gegeben hat.

Zensur sind wir in der Zwischenzeit gewohnt, doch ob wir uns das weiter gefallen lassen, dass eine solche Manifestation folgenlos an den Politikern vorbeigeht, das wird die entscheidende Frage sein. Diese Demonstration kann also nur der Anfang gewesen sein, wenn sie nicht verpuffen soll. Wir müssen den Politikern solange auf die Nerven gehen, bis sie kapieren, dass TTIP nicht im Volkes Willen ist.

Lasst nicht nach - WEHRT EUCH

Rainer Kahni

Zuspruch für TTIP gibt es unverblümt aus der Bundesregierung und der Wirtschaft: In einem am Samstag 10. Oktober in mehreren Zeitungsanzeigen veröffentlichten offenen Brief warb der SPD-Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel für das Freihandelsabkommen. Wir hätten jetzt gerne gewust wer die Anzeigen bezahlt hat. Der Steuerzahler? Die SPD-Parteikasse? Die Wirtschaftsverbände? Egal, Gabriel sollte uns das beantworten.

Auch der Präsident der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, warnte vor einem "Scheitern" des Freihandelsabkommens TTIP. Er appellierte an die Gewerkschaften, "zu Sachlichkeit, Differenziertheit und Weitblick zurückzufinden". Der geforderte Verhandlungsstopp sei "mit Sicherheit der falsche Weg", sagte Kramer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Ein Scheitern von TTIP wäre nicht nur an unsere amerikanischen Partner, sondern an alle unsere Partner in der Weltwirtschaft ein fatales Signal."

Die Botschaft von Kramer ist unmißverständlich und lautet: Gebt den Widerstand auf, beugt euch, unterwerft euch

Die "Süddeutsche" machte am 12.Oktober munter weiter Propaganda für TTIP und die Amis 

Gewagtes Projekt, gewaltiges Potenzial, titelt das US-Propaganda Blatt

"Das Vorhaben ist äußerst ehrgeizig: EU und USA sollen zu einem großen Wirtschaftsblock zusammenwachsen. US-Präsident Obama forciert in seiner Rede zur Lage der Nation eine Freihandelszone. Wird sie Wirklichkeit, könnte sie Wachstum bringen - und gerade für die Europäer von unschätzbarem Vorteil sein".

"Das Projekt ist äußerst ehrgeizig. Manche Transatlantiker sprechen bereits von einer "Wirtschafts-Nato".

FDP-Chef Christian Lindner schrieb am 9. Oktober in einem Gastbeitrag für die "Saarbrücker Zeitung" "Freihandel ist eine Bereicherung". Alle klar, die neue FDP ist die alte FDP, und die brauch kein Mensch. Lasst euch also nicht von den "neuen jungen Gesichtern" blenden mit denen die FDP punkten will.

Den Vogel schoß aber "Spiegel-Online" ab

Die TTIP Aktivisten seien im Kern dumpfe Nationalisten

"Bei den TTIP-Protesten sind die Rechten nicht Mitläufer, sondern heimliche Anführer. Die Geisteshaltung vieler Anti-TTIP-Aktivisten ist im Kern eine dumpf nationalistische. Offene Grenzen sind ihnen einen Gräuel, ob es nun um Menschen oder um Handelsbeziehungen geht". Und weiter: "Die Kampagne gegen den Freihandel ist wie auf dem braunen Mist gewachsen".

250 000 Nazis in Berlin

Dazu schreibt Timor Kodal, der persöhnlich vor Ort dabei war:- Wer "TTIP Demo" bei Google eintippt, bekommt als ersten Eintrag einen Artikel von Alexander Neubacher mit der Überschrift "Stoppt TTIP-Demo: Schauermärchen vom rechten Rand". Ich habe auf der Demonstration unter den geschätzt 200.000 Teilnehmern keine einzige rechte Protestgruppe ausmachen können, aber Spiegel Online (einst als "das Sturmgeschütz der deutschen Demokratie" bekannt) weiß es offensichtlich besser.

Die bösen rechten TTIP Aktivisten haben einen Namen: Jan Ziegler und Joseph Stiglitz

Jean Ziegleram 18. April 2015:

"TTIP ist das Armageddon, der Endkampf"

"Massaker, Mord und Diktatur: Der prominente Globalisierungsgegner Jean Ziegler spart in seinem neuen Buch nicht mit harscher Kritik an der globalen Finanzoligarchie: "Die großen Konzerne haben heute mehr Macht als es Kaiser oder Päpste je hatten." Und: "Wenn TTIP in dieser Form durchkommt, ist die entscheidende Schlacht verloren."

Das Freihandelsabkommen TTIP und TPP ist ein Schwindel der USA

Der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Joseph Stiglitz warnt die Unterzeichner der Freihandelsabkommen TPP und TTIP. Bei den beiden Deals würde es nicht um Freihandel gehen. Stattdessen wollen die USA den weltweiten Handel dominieren und bestimmen. Die Parlamente – und damit die Bürger – sollen entmachtet werden.

Nicht der freie Handel soll gefördert, sondern die Unterzeichner der Abkommen sollen im Sinne „der mächtigsten Wirtschaftslobbys jedes Landes“ gesteuert und kontrolliert werden. „Neuseeland hat gedroht, wegen der Art und Weise, wie Kanada und die USA den Handel mit Milchprodukten steuern, aus der Vereinbarung auszusteigen. Australien ist unzufrieden darüber, wie die USA und Mexiko den Zuckerhandel steuern“, schreibt Stiglitz in einem Gastbeitrag für die Schweizer Handelszeitung.

Ist Albrecht Müller von den "nachdenkseiten.de" schon verzweifelt? 

Die herrschenden Meinungsmacher sind um Welten überlegen und obendrein skrupellos. Macht Aufklärung da überhaupt noch Sinn?

"Diese Frage muss man sich ehrlicherweise immer wieder stellen. Die NachDenkSeiten sind am 30. November 2003, also vor zwölf Jahren ins Netz gegangen. Sie haben viele und engagierte Leserrinnen und Leser. Und dennoch muss man fragen, ob der tägliche und anstrengende Kampf nicht sinn- und zwecklos ist. Weil die Propaganda der etablierten Medien zur Unterstützung der etablierten Politik massiv ist und skrupellos".

Die Antwort darauf: wir müssen ihre massive Überlegenheit und ihre Skrupellosigkeit zum Thema machen.

Bemerkenswert ist übrigens der Erfolg der Gegenseite mit dem Trick, aufklärende Kritik mit Rechtsradikalen zu verbinden, und für diesen Schmäh vermeintlich Linke einspannen zu können.
Albrecht Müller.

Wie perfide die Berichterstattung der Medien zu TTIP ist zeigt ein Artikel auf "WDR Online"

(Herangekarrte Massen? - verdutzte Berliner? - Loveparade der Wutbürgerlichen? - Pegidahaftes?)

 

Reportage – Stop TTIP und CETA: Verlabelt

Von Matthias Finger

"Hunderttausende Demonstranten haben am Wochenende gegen das transatlantische Freihandelsabkommen protestiert – unter dem knackigen Slogan „Stop TTIP“. Eine klare Handlungsanweisung, die jedem sofort einleuchtet. Allerdings greift das Motto zu kurz.

Herangekarrte Massen aus ganz Deutschland marschieren zielstrebig durch die herbstliche Hauptstadt. Gegen Mittag. Die verdutzten Berliner reiben ihre noch verschlafenen Augen. Wo kommt die Wut der Demonstranten her?

„TTIP“ – das ist eine großformatige Projektionsfläche für diffuse Ängste und Kapitalismuskritik. Über das Stopp-Schild, das er in der Hand hält, denkt der „einfache Bürger“ offenbar keinen Schritt hinaus. Die in der Flüchtlingskrise vielgepriesene Offenheit der Deutschen: Auf der TTIP-Demo marschiert sie nicht mit. Vom „Ausverkauf deutscher Interessen an die Amerikaner“ ist da die Rede. Das hat schon was Pegidahaftes".

"Die Demo ist eine Loveparade der Wutbürgerchen". Quelle: WDR5

 

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

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