12.12.2013 09:43 „WOELFE“, die zweite Singleauskopplung von Martin Goett

Stefanie Tendler sprach mit Martin Goett über Zeitverschwendung im Positiven, wie im Negativen

WOELFE von Martin Goett ist keine Zeitverschwendung.

WOELFE von Martin Goett ist keine Zeitverschwendung. Stefanie Tendler sprach mit dem Künstler (c) Stefanie Tendler

Marin Goett.

Marin Goett.

WOELFE, so heißt die zweite Singleauskopplung.

„WOELFE“, so heißt die zweite Singleauskopplung.

Alte Familienaufnahmen des Großvaters.

Alte Familienaufnahmen des Großvaters.

Kinder verschwenden sich und ihre Zeit nicht.

Kinder verschwenden sich und ihre Zeit nicht.

Von: GFDK - Stefanie Tendler

„WOELFE“, so heißt die zweite Singleauskopplung des Singer-Songwriters Martin Goett.

Mit diesem Titel möchte der gebürtige Heidelberger auf sein geplantes Album einstimmen und greift mit ihr die Kehrseiten der Zeitverschwendung auf.

S.T.: Nach „Leinen Los“ veröffentlichst du nun mit „WOELFE“ deinen zweiten Song. Warum ausgerechnet dieser Titel und worum geht es dir thematisch?

Martin Goett: Nach meiner ersten VÖ mit Leinen Los im September habe ich „WOELFE“ ganz bewusst als 2ten Song ausgewählt. Das Lied bringt die Stimmung des kommenden Albums noch stärker zum Ausdruck. Bevorzugt arbeite ich mit einer möglichst kleinen Instrumentierung, die Reduzierung auf Gitarre und/oder Klavier intensiviert häufig die Emotionen, destilliert den Song.

Keine belanglosen Spielereien

Inhaltlich geht es natürlich nicht um Tiere, die Wölfe sind wir. Die Idee kam mir nach einer durchzechten Nacht mit Freunden. Wir haben praktisch alle den nächsten Tag verschlafen um nachts wieder um die Häuser zu ziehen. Es geht also um Zeitverschwendung im Positiven, wie im Negativen. Das gemeinsame, hungrige, rastlose Umherziehen in der Gruppe hat bei mir damals das Bild eines Wolfsrudels geweckt.

S.T.: Wie ist dir die Idee für das zugehörige Video gekommen?

Martin Goett: Es ging mir nicht darum einen qualitativ hochwertigen Performancevideo abzuliefern, sondern die leicht düstere Stimmung einzufangen und dieser visuelle Ausdrucksstärke zu verleihen.

Die Idee für die Umsetzung war schnell geboren.

Ich habe mich durch alte Familienaufnahmen meines Großvaters gegraben und entsprechende Szenen ausgewählt. Herausgekommen sind Aufnahmen, die belanglose Spielereien zeigen. Kinder verschwenden sich und ihre Zeit nicht. Sie spielen, erleben und können sich lange an einer Sache erfreuen und sich mit dieser begeistert beschäftigen. Was beim Ersteindruck vielleicht unverständlich oder morbide wirkt, erschließt sich hoffentlich beim mehrmaligen Ansehen.

Was Verschwendung ist, liegt im Auge des Betrachters. Falls mein Konzept nicht aufgeht kann man alternativ immer noch Wegsehen und sich ein paar Wölfe vorstellen, die den Mond anheulen...

S.T.: Welche persönlichen Emotionen hast du bei diesem Song?

Für mich ist WOELFE ein sehr intensives Lied, mit einem noch persönlicheren Videoclip. Er zeigt, wo meine musikalische Reise hingeht und was die Zuhörer zukünftig in Etwa erwartet.

Außerdem unterstreicht der Song meiner Meinung nach wunderbar in die kaltgräuliche Winterzeit. In Decken mümmeln, Kopfhörer auf und Abtauchen. Ein bisschen Zeit in das Lied zu investieren kann nicht schaden und wenn es für den Einen oder Anderen verschwendete Zeit war, kann ich immer noch behaupten, es sei Absicht gewesen.

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