15.09.2017 15:00 Eulen nach Athen tragen

Prof. Bazon Brock fand die Documenta und deren Kuratoren unter aller Sau

Auch unser Redaktions Mops Adele stimmt den Aussagen von Bazon Brock zu der diesjährigen Documenta zu. Flucht, Unterdrückung, Unsicherheit und Gewalt waren 2017 die Hauptthemen der Ducumenta, und man fragt sich, ist das Kunst oder Politik

Auch unser Redaktions Mops Adele stimmt den Aussagen von Bazon Brock zu der diesjährigen Documenta zu. Flucht, Unterdrückung, Unsicherheit und Gewalt waren 2017 die Hauptthemen der Ducumenta, und man fragt sich, ist das Kunst oder Politik? Foto: GFDK

Von: GFDK - Gottfried Böhmer

Es ist schon eine Weile her. 2008 führten die Journalisten Andreas Wildhagen, und Christopher Schwarz ein Interview mit Professor Bazon Brock das Exklusiv auf GFDK veröffentlicht wurde. Der streitbare Bazon Brock hat noch nie ein Blatt vor dem Mund genommen wie er nun unter Beweis stellte.

Documenta unter aller Sau

Prof. Bazon Brock, ließ kein gutes Haar an der diesjährigen Documenta und die Kuratoren kamen bei ihm ganz schlecht weg. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk Kultur polterte Brock: „Das, was in Kassel geboten wird, ist unter aller Sau und hat keinerlei Profil. Die Kuratoren haben auf der gesamten Bandbreite versagt und sind noch absurder organisiert als der Markt.“

Kuratoren haben sich blamiert

Er, glaube er auch nicht daran, dass der Kunstbetrieb in einen Bereich der Kuratorenkunst und in einen der Marktkunst auseinanderfalle. Es würden sich immer Künstler durchsetzen, so Brock, denen es um eine „Unabhängigkeit im Sinne von Freidenkertum“ ginge, was letztlich bedeutet: solche Künstler lassen sich weder von den Kuratoren noch vom Kunsthandel diktieren, was sie künstlerisch machen.

Das Unbehagen an den Kuratoren und an ihrer Deutungsmacht, das in Diskussionen häufig geäussert wird, sieht Bazon Brock am d14-Team bestätigt: die documenta-Kuratoren hätten sich „am meisten blamiert“.

Damit relativiert Brock die Kritik, die in den Feuilletons an der d 14 geübt wird: fragwürdig ist wohl nicht primär die ausgestellte Kunst, sondern in erster Linie der Anspruch und das Vorgehen der Kuratoren. Bazon Brock: „Wer Eulen nach Athen tragen will, hat ja sowieso nicht alle Tassen im Schrank...“ Der künstlerische Leiter der documenta ist der polnische Kurator Adam Szymczyk. Flucht, Unterdrückung, Unsicherheit und Gewalt waren 2017 die Hauptthemen der Ducumenta, und man fragt sich, ist das Kunst oder Politik?

Auch ein schöner Spruch von ihm

"Der Tod muß abgeschafft
werden, diese verdammte
Schweinerei muß aufhören.
Wer ein Wort des Trostes
spricht, ist ein Verräter."


Bazon Brock

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