08.11.2015 08:41 Der Kreis der Unterdrücker?

Neue Staatsführung - Joachim Gauck tritt dem toten Günter Schabowski nach

Bundespraesident Joachim Gauck

Bundespräsident Joachim Gauck hat eine neue Form der Herabwürdigung gefunden.

Von: GFDK - Rainer Kahni

Stefan Berg schrieb auf "Spiegel-Online" Bundespräsident Joachim Gauck hat eine ganz neue Form der Ehrung eingeführt: Der verstorbene frühere SED-Funktionär Günter Schabowski gehört jetzt ganz offiziell zum "Kreis seiner Unterdrücker".

Eine neue Form der Herabwürdigung

"Seine Majestät Joachim Gauck hat nun eine neue Form der Ehrung eingeführt, eine, die allerdings nicht gerade zur Ehre gereicht: die Aufnahme Verstorbener in den "Kreis seiner Unterdrücker", eine Art Un-Ehrenlegion also. Dem früheren SED-Funktionär Günter Schabowski wurde als erstem diese bislang unbekannte Form der Herabwürdigung zuteil, postum.

Unser Bundesgauckler - Herabwürdigung von Toten ist die neue Staatsraison für Deutschland

Joachim Gauck hat Schabowskis Witwe dies schriftlich wissen lassen. Ihr verstorbener Mann habe zum - Gauck wörtlich "Kreis meiner Unterdrücker" - gehört. Das ist zum einen nicht gerade sehr mitfühlend für einen Pastor. Andererseits: ein Brief vom Staatsoberhaupt ist besser als nix oder nur gewöhnliche Nachrufe in der Zeitung".

Dazu schreibt Rainer Kahni kurz, aber auf den Punkt

De mortuis nil nisi bene? Erstens sollte sich ein Staatsoberhaupt an die alten römischen Gepflogenheiten halten und einem Toten niemals etwas Schlechtes hinterherrufen. Wenn er schon schlechten Stil zur neuen Staatsraison erklärt, dann könnte er doch wenigstens einfach nur den Mund halten, wie dies weiland die alten Römer in solchen Fällen empfohlen haben:

Si tacuisses, philosophus mansisses, (wenn du geschwiegen hättest, wärest du ein Philosoph geblieben) Da er beide Stilarten offensichtlich nicht kennt, lautet mein Urteil über diesen Pastor nur: PEINLICH, Herr Bundespräsident!

Der Herr ist ein Wendehals, der sich nie bei den mutigen Menschen der ehemaligen DDR gezeigt hat, um seine Solidarität mit den Demonstranten zu manifestieren. Er wurde als Verlegenheitskandidat von einem absurden angeblich demokratischen Instrument einer "Bundesversammlung" gewählt und repräsentiert nicht Volkes Stimme.

Angesichts dieser Karriere ist er nur den Parteien verpflichtet, aber nicht dem ganzen deutschen Volk. Nur so sind seine Ansprachen und Äusserungen zu verstehen! Es gab wenige Präsidenten der BRD, die mir dermassen auf die Nerven gingen, wie dieser Weihrauch - Pastor, der nichts von Deutschland, Europa und der Welt weiss, der nichts von Demokratie versteht, der nicht einmal begriffen hat, dass es im Grundgesetz den Artikel 146 gibt, der ihn verpflichtet, eine Versammlung einzuberufen, die eine vom Volk bestimmte Verfassung erarbeiten muss. Und so ein "Jenachdemer" (Kurt Tucholsky) will uns Moral blasen?

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Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

 

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Weiterführende Links:
Rainer Kahnis erste Reportage im Spiegel 2010
http://www.spiegel.de/einestages/deutsche-in-frankreich-a-950078.html