14.07.2018 07:06 empörte Moralisten

Moralisten der SPD, der linken und Grünen gegen Seehofer

Die Gruenen Polikterin Claudia Roth sagte, Seehofer sei sichtlich vergnuegt gewesen als er verkuendete, dass ausgerechnet an seinem 69. Geburtstag 69 Asylbewerber in ein Land abgeschoben worden seien, in dem weiterer Krieg und Terror wueteten

Die Grünen Polikterin Claudia Roth sagte, Seehofer sei sichtlich vergnügt gewesen als er verkündete, dass ausgerechnet an seinem 69. Geburtstag 69 Asylbewerber in ein Land abgeschoben worden seien, in dem weiterer Krieg und Terror wüteten. Foto: screenshot

Von: GFDK - Reden ist Silber - Gottfried Böhmer

Seehofer hatte am Dienstag, dem 11. Juli verkündet, dass am 4. Juli - dem Tag seines 69. Geburtstages 69 Flüchtlinge nach Afghanistan abgeschoben wurden. "Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sagte er, 69 - das war von mir nicht so bestellt. "Das liegt weit über dem, was bisher üblich war," meinte der CSU Chef.

Nun schlagen die empörten Moralisten zurück

Was Seehofer nicht umgehend wusste, einer der Afgahnen, ein 23 jähriger mehrfach wegen Diebstahls, Drogenbesitz und Körperverletzung rechtskräftig verurteilt nahm sich in Kabul das Leben. Darüber hinaus liegen auch Strafanzeigen wegen Raubs vor.

Diese Nachricht wurde sogleich genutzt, um Seehofer anzugreifen. Das Bundesinnenministerium von Seehofer teilte mit: „Das ist ein zutiefst bedauerlicher Vorfall.“

Seehofer ist Schuld an allen Toten?

Der ist nun auch für alle Toten im Mittelmeer, nach Darstellung der SPD, der Linken, und erst recht der Grünen, verantwortlich. Seehofer trage die Mitschuld am Tod von Migranten im Mittelmeer, und die 1400 Toten wären nun seine Toten. Dümmer geht es nicht mehr.

Ich hatte ja schon geschrieben: "Uns erwarten, Eskalationen, Entgleisungen, Kulturbrüche am laufenden Band, auf beiden Seiten, mit Schaum vor dem Mund".

Erbärmlicher Zyniker, meint die Rotznase

Nach dem Suizid eines aus Deutschland abgeschobenen Afghanen werden Forderungen nach einem Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer laut. Juso-Chef Kevin Kühnert schrieb bei Twitter, Seehofer sei ein "erbärmlicher Zyniker und dem Amt charakterlich nicht gewachsen". Sein Rücktritt sei überfällig.

Auch SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel übte Kritik und erklärte via Twitter, Zynismus verbiete sich, das hätten die letzten Stunden wieder einmal bewiesen.

Opposition mit Schaum vor dem Mund

Rücktrittsforderungen kamen auch von der Opposition: "Ein Innenminister, der sich öffentlich darüber freut, dass Menschen in ein Kriegsland zurückgeschickt werden, hat offensichtlich nicht nur ein eklatantes Defizit an Mitmenschlichkeit, sondern auch an Qualifikation für sein Amt", sagte die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, in Berlin.

"Aus meiner Sicht gehört Seehofer entlassen." Linken-Fraktionsvize Jan Korte sagte, das Lachen bleibe Seehofer hoffentlich im Halse stecken. "Es ist höchste Zeit, dass Seehofer geht."

Die Grünen-Politikerin Claudia Roth erklärte, Seehofer sei sichtlich vergnügt gewesen, als er verkündete, dass ausgerechnet an seinem 69. Geburtstag 69 Asylbewerber in ein Land abgeschoben worden seien, in dem weiter Krieg und Terror wüteten, Zivilisten stürben und in dem derartige Perspektivlosigkeit herrsche, dass sich einer der Abgeschobenen nun erhängt habe. Genau sagen wir: Ein Krimineller ohne Perspektiven.

Seehofer müsse endlich klar werden, "dass angesichts der weiterhin desaströsen Sicherheitslage Abschiebungen nach Afghanistan nicht zu verantworten sind".

Die frühere Bundesministerin und Bundestags-Vizepräsidentin Ulla Schmidt (SPD) schrieb in einem Brief an Seehofer, bei ihm sei offenbar "jeder Anflug von Humanität auf der Strecke geblieben".

Das Unglück anderer Menschen könne niemals ein Geschenk oder Glück sein. Sie gab ihm eine Mitschuld am Tod von Migranten im Mittelmeer: "Ab sofort sind die bisher 1400 Toten im Mittelmeer auch ihre Toten", schrieb sie.

Die hat einen an der Klatsche.

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