20.02.2017 09:49 Junge Künstler auf der art Karlsruhe

Messesplitter - Die art Karlsruhe mit einem frischen Gesicht

Die art Karlsruhe mit einem frischen Gesicht und jungen Kuenstlern

Die art Karlsruhe mit einem frischen Gesicht und jungen Künstlern. Foto. (c) Michael Schultz

Von: GFDK - Herwig Nowak

Wer glaubt, die diesjährige art karlsruhe mit einem besonderen Label auszeichnen zu wollen, der könnte die gewisse Hinwendung der Messe zum schön gemalten, gegenständlichen, durchweg grossflächigen Bild herausstellen. Sie gilt, bezogen auf das gemalte Sujet, wie auf die Malweise.

Junge Künstler auf der art Karlsruhe

Nicht wenige dieser Bilder haben die Wiedergabe klassischen Interieurs zum Inhalt: die detailgetreue, fast schon fotografische Darstellung einer alten Bibliothek, einer Parklandschaft, einer grossbürgerlichen Einrichtung. Sie werden mit jedweder Liebe zum Detail dargestellt. Es sind durchweg junge Künstlerinnen, die sich dieser Malweise verschreiben.

Jung ist die Messe auch in anderer, organisatorischer Hinsicht. Von den 211 Galerien, die sich dieses Jahr auf der art karlsruhe zeigen, stellen 30 Galerien erstmals auf der Messe aus, sind also jung. Das ist die Auswahl, die der Beirat der Messe insoweit getroffen hat.

Die art Karlsruhe mit einem frischen Gesicht

Sicherlich in doppelter Hinsicht eine gute Methodik. Zum einen verhilft sie neuen Galerien zu ihrem - oftmals lang ersehnten - Messeaufritt und zum anderen sorgt sie für ein frisches Gesicht der Messe.

Weniger klar gelingt der Auftritt des Nachbarlandes Frankreich auf der Messe. Obwohl nicht weniger als 13 französische Galerien auf der Messe vertreten sind und zwei Sonderausstellungen Frankreich-bezug aufweisen, bleibt der Messeauftritt wenig überzeugend und ohne grossen Nachhaltigkeitseffekt. Schade. Vielleicht sollte man den Gedanken, jede Messe einem Schwerpunktland zu widmen, mit mehr Liebe zum Detail nachgehen.

Und was ist noch passiert?

Jonathan Meese erhielt den zehnten Hans Platschek Preises für Kunst und Schrift auf der art Karlsruhe.

Evolution, keine Revolution

Jonatan Meese sprach über 90 Minuten über die Notwendigkeit des Endes aller Ideologien. „Wir brauchen Evolution, keine Revolution" – war ein Kernsatz Meeses. Mache die Menschheit ernst mit seiner Diktatur der Kunst, flösse kein Blut mehr.

Meese redete an gegen jede Ideologie und Vereinnahmung, sei sie nun religiös oder politisch motiviert. Es ist ihm ernst mit der Aussage, dass er für eine lebenswertere, menschlichere Welt schreibt und malt.

Den art KARLSRUHE-Preis des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe bekam die Galerie SMUDAJESCHECK aus München mit der litauischen Künstlerin Neringa Vasiliauskaite.

Herwig Nowak

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