27.01.2015 18:10 Scham ist eine Tugend die Merkel nicht hat

Merkels bodenlose Heuchelei um Auschwitz- Putin wurde nicht eingeladen

Angela Merkel

Scham ist eine Tugend die Angela Merkel wohl nicht kennt. Foto: Tobias Koch CC BY-SA 3.0 - Wikipedia

Gedenkfeier in Auschwitz

70 Jahre nach der Befreiung - Gedenkfeier in Auschwitz

Von: Gottfried Böhmer und Rainer Kahni

„Verbrechen an der Menschheit verjähren nicht“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Gedenkstunde des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK) in Berlin am Vorabend des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

Merkel nannte den Holocaust einen fundamentalen Angriff auf den Kern dessen, was "unser Menschsein ausmacht — die Würde des Menschen". Was geschehen ist, "erfüllt uns Deutsche mit großer Scham", so die Kanzlerin.

Scham ist eine Tugend die Merkel wohl nicht kennt

Scham ist eine Tugend. Wenn sie aber zum Betroffenheits - Kitsch verkommt, dann ist die geheuchelte Scham eine Beleidigung der Toten. Die Russen haben Auschwitz befreit, wurden aber aus durchsichtigen geopolitischen Gründen zu der Feier nicht eingeladen.

Ich stosse angesichts dieser bodenlosen Heuchelei der von niemand gewählten Wendehälse langsam aber sicher an die Grenzen meiner sonst so berüchtigten und gefürchteten Sprachgewalt. Ohnmächtige Wut steigt in mir hoch, wenn ich solche Figuren sehe, die sich nicht schämen, ihre verlogenen Visagen in die Glotze zu halten, um einem unglaublichen und menschlich nicht fassbaren Verbrechen ein Gesicht zu geben.

Nichts ist zu profan, nichts ist zu abrundtief dumm, nichts ist zu schmutzig, nichts ist zu verlogen, um nicht von Politikern für ihre ekelerregenden Ziele missbraucht zu werden. Si tacuisses, philosophus mansisses! (Hättest du geschwiegen, wärest du (vielleicht, sic) ein Philosoph geblieben.)

Polen hat alles dafür getan damit der russische Präsident nicht nach Auschwitz kommt

Vor dem 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wurde darüber gestritten, wer an der Gedenkveranstaltung teilnehmen darf. Doch während der deutsche Präsident Joachim Gauck ein gerne gesehener Gast war, wollen die polnischen Gastgeber den Erben der Befreier - Russlands Präsidenten Wladimir Putin - nicht auf der Feier sehen. Ein schlechtes Signal sieht darin der Historiker Götz Aly:

An der Gedenkfeier in Polen waren 300 ehemalige Häftlinge und Politiker aus etwa 40 Ländern beteiligt, ohne Putin. Wladimir Putin sei in der Schmollecke schrieb Florian Gathmann, Redakteur im Parlamentsbüro von "SPIEGEL ONLINE" in Berlin. Dümmer geht es nicht mehr, sowas können nur unsere Leitmedien von sich geben.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Dienstag im Zusammenhang mit dem Holocaust-Gedenktag auf die Gefahr doppelter Standards und von Ansprüchen auf die Weltherrschaft hingewiesen.

Putin: „Natürlich wissen wir auch, wie gefährlich und verheerend doppelte Standards sein können", fügte Putin hinzu. Als Beispiel verwies er auf die gegenwärtige Entwicklung in der Südostukraine, wo "einen ganzen Monat lang die friedliche Bevölkerung von Donezk, Lugansk und anderen Städten und Wohnorten kaltblutig beschossen wurde“.

Griechen wollen keine weiteren Sanktionen gegen Russland

Eine erfreuliche Botschaft für Putin kam aus Europa. Der frisch gewählte griechische Ministerpräsident Tsipras hat sich von einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs der EU zu möglichen neuen Sanktionen gegen Russland distanziert. Er sei nicht gefragt worden. Hier stellt sich die Frage, werden die Regierungschefs europas tatsächlich jeder einzeln befragt?, oder entscheidet ein kleiner haufen in Brüssel, auf Anweisung von Merkel und Obama, über die Sanktionen gegen Russland.

Den Vogel schoß heute die "NZZ" ab. Sie titelte: Prorussische Regierung in Athen - Trojanisches Pferd Putins. "Die beiden Koalitionspartner Syriza und die Unabhängigen Griechen sind sich nicht nur in der Ablehnung der rigorosen Sparpolitik einig. Sie sind beide auch prorussisch".

Zuletzt haben wir geschrieben:

Arseni Jazenjuk durfte in Deutschland sogar die Geschichte umdrehen. Laut Meinung des ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk hat Russland im 2. Weltkrieg die Ukraine und dann Deutschland überfallen. Jazenjuk erinnert in den Tagesthemen an die schreckliche Expansion Russlands Richtung Westen "Wir können uns", so Jazenjuk zu Moderatorin Pinar Atalay, "alle sehr gut an den sowjetischen Einmarsch in die Ukraine und nach Deutschland erinnern. "Und in der Tat, waren doch ab 1942 sowjetische Truppen gnadenlos nach Westen vorgerückt.

Russen erwarten eine klare Distanzierung von der Bundesregierung und Deutschland

Die Nachrichtenagentur Itar-Tass bestätigt, dass das Russische Außenministerium eine offizielle Note an die deutsche Bundesregierung gesendet hat - bezüglich der rechtsradikalen und geschichtsverdrehenden Eskapade Jazenujks in Berlin. Das russische Außenamt erwartet eine eindeutige und öffentliche Stellungnahme der deutschen Bundesregierung zu ihrem "Gast" und seinen geschichtsverletzenden Aussagen - sowie eine Distanzierung Deutschlands zu dessen rechtsradikalen Ansichten.

Bundesregierung schweigt

Die Bundesregierung wollte sich von Äußerungen des ukrainischen Ministerpräsidenten Arseni Jazenjuk zum Zweiten Weltkrieg nicht distanzieren. Man habe keine "Auslegung" abzugeben, betont Martin Schäfer, Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Jazenjuk könne "wie jeder Andere" in Deutschland sagen, was er für angemessen halte, so Schäfer. Auch die ARD Verantwortlichen wollten keine Stellungnahme dazu abgeben.

Was uns daran irritiert, ist das die gesamten deutschen "Leitmedien", die sonst jeden auch noch so kleinen revsionistischen Spruch mit einem großen Geheul begleiten, kein einziges Wort darüber verloren haben. So wie es aussieht, gibt es in den Medien mit der Bundesregierung eine Absprache, keine auch nur leiseste Kritik, an dem vom Westen installierten Regime in der Ukraine zu äussern.

Nach dem spektakulären ARD-Interview des ukrainischen Regierungschefs Arsenij Jazenjuk machen Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges aus Wolgograd (früher Stalingrad) die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Brief auf eine Zunahme des Nazismus in der Ukraine aufmerksam und bitten um eine klare Stellungnahme.

Geschichtsfälschung wird neuer EU Standard

Am 21. Januar 2015 kommt es aber noch dicker. Geschichtsverfälschung wird bei unseren östlischen NATO und EU Partnern zum neuen Standard. Eine Woche vor dem 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee hat der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna mitgeteilt, dass das berüchtigtste deutsche Vernichtungslager der NS-Zeit durch ukrainische Soldaten befreit worden sei.

„Es waren die ukrainischen Soldaten, die das Tor des Lagers öffneten und das Lager befreiten“, sagte Schetyna auf die Frage des polnischen Rundfunks, warum Polen den ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko zu den Gedenkfeierlichkeiten am 27. Januar eingeladen habe, jedoch nicht den russischen Staatschef Wladimir Putin. Auch in diesem Fall gab es keinen Widerspruch in unseren bundesweiten Leitmedien. Das ist der neue EU Standard zur Geschichte des zweiten Weltkrieg.

Vieleicht sollten wir die deutsche Politik, die Medien, Polen und die Ukraine  daran erinnern das am 27. Januar 1945 die sowjetischen Truppen unter dem Kommando von Marschall Iwan Konew das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit haben, und nicht die Ukrainer. Russlands Präsident Wladimir Putin wurde von den Polen zum 70 Jahrestag der Befreiung nicht eingeladen. Wie unverschämt die Polen und die Ukrainer sind sehen sie am folgendem.

Noch im Januar 2014 hat Russland eine Millionen US-Dollar an die polnische Stiftung Auschwitz-Birkenau überwiesen.

Die Russen sind empört und schockiert. "Moskau hat westliche Politiker aufgerufen, mit der Verhöhnung der Geschichte aufzuhören. „In ihrer antirussischen Hysterie versteigt manch einer zur Verunglimpfung des Andenkens an jene, die Europa während des Zweiten Weltkrieges vom Faschismus befreit haben“, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar des russischen Außenamtes". Aber auch in diesem Fall hat sich die Bundesregierung nicht von den Polen distanziert. Was ist mit Merkel los?

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, die russische Botschaft in Warschau habe einen Brief erhalten, in dem gestanden habe: „Sie können kommen, wenn Sie wollen. Wenn Sie wollen, sagen Sie uns, wer erscheinen wird.“ Auf „diese Art Einladung“ müsse man nicht antworten, sagte Lawrow. ... "

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

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