29.12.2014 13:08 Es geht um Geld, Macht und Rohstoffe

Mediale Hetzjad - Die Griechen als faulstes und unfähigstes Pack der EU denunziert

Der Autor Rainer Kahni

Rainer Kahni " Nie wieder soll mir ein Poltitiker diesen Schwachsinn von Völkerrecht und Menschenrecht erzählen, für das man angeblich kämpfen will".

Von: GFDK - Rainer Kahni

Geldgeber in Sorge. - Neuwahlen in Griechenland - Liebe Griechen, passt bloß auf, wen ihr wählt: EU-Politiker fürchten einen Sieg der Linken und stoßen schon mal Drohungen aus.  Ein HOCH auf die Griechen. Jagd sie vom Hof, diese korrupten Marionetten der EZB und GOLDMANN SACHS. Sie haben das wunderschöne Griechenland in einen sozialen Friedhof verwandelt, sie haben den unermesslichen Reichtum der Griechen an Bodenschätzen an die raffgierigen Magnaten dieser Welt verschenkt, nur um ihres eigenen Vorteils Willen.

Sie haben das reiche Griechenland in den Ruin getrieben und an die EU verschleudert! Not, Leid und Elend haben die Europäer über die griechischen Bürger gebracht und sie auch noch als faules Pack denunziert.

Mein Rat an die Griechen:

Fordert eure Gasfelder im Mittelmeer zurück, zahlt keinen Cent mehr an euren angeblichen Schulden ab und löst euch von der EU. Ihr seid so unermesslich reich an Kultur und Rohstoffen, also könnt ihr selbstbewusst und erhobenen Hauptes über euer Schicksal selbst bestimmen.

Griechenland ist das reichste Land Europas. Nur für nicht Eingeweihte ist diese Feststellung eine Überraschung. Wie das? Griechenland besitzt die grössten Erdgasvorkommen Europas in seinen Hoheitsgewässern zwischen Zypern und dem griechischen Festland. Der ehemalige griechische Präsident Karamanlis folgte dem Rat seiner Prospektoren und suchte einen seriösen Partner für die Exploration dieser riesigen Lache aus Erdgas.

Die Russen wollten einsteigen

Die USA waren als unersättlicher Verbraucher von Rohstoffen hochinteressiert, boten aber Griechenland keine angemessene Perspektive und wollten das Land nicht für die Ausbeutung der Ressourcen angemessen entschädigen. Daraufhin beschloss Karamanlis, in Verhandlungen mit Russland einzutreten.

Mordkomplott? Aber keine Beweise

Das sollte sich bitter rächen. Irgendwelche Geheimdienste wollten Karamanlis ermorden. Für die Beteiligung der USA an diesem Mordkomplott gibt es jedoch keine belastbaren Beweise. Richtig ist aber, dass nach dem Scheitern der Verhandlungen mit den USA die amerkanischen Ratingagenturen die griechische Währung abgegradet haben und die Papiere als Ramsch einstuften.

Hetzjagd der Europäer

Es kam, wie es kommen musste, Griechenland war pleite. Was dann folgte war eine beispiellose Hetzjagd der Europäer in unseliger Verbindung mit den Amerikanern und den Medien. Die Griechen wurden weltweit als das faulste und unfähigste Pack der EU denunziert. Heute bezahlen die Menschen in Griechenland die Rechnung für diese Hetzjagd:

Das waren die Schlagzeilen

"Griechenland, Urlaubsparadies der Deutschen – das Bild ist passé, abgelöst vom Bild des faulen und korrupten Griechen. Zeitung, Radio und Fernsehen berichten von der wirtschaftlichen Notlage des Landes und seiner Bevölkerung in Bildern ständig streikender und auf Kosten anderer lebender Griechen".

Mediale Hetze

Ob nun der Spiegel, die Zeit oder die Bildzeitung, sie alle behaupten frech und frei, dass “die Griechen” nicht arbeiten würden und zuviel Urlaub machen. Auch diese Behauptung hatte mit der Wirklichkeit nichts zu tun. In den Köpfen der Bevölkerung hat sich dieses Bild aber dank der Medien festgesetzt. Die Bild, die leider meistgelesene Tageszeitung in Deutschland, behauptete am 5.3.2010:

“Deutschland hat zwar auch hohe Schulden- aber wir können sie auch begleichen. Weil wir morgens ziemlich früh aufstehen und den ganzen Tag arbeiten.” Andere Zeitungen und PolitikerInnen behaupten, dass die Arbeitszeiten zu kurz sein".

Die Mär von zuviel Urlaub

“Wir können nicht eine Währung haben, und der eine kriegt ganz viel Urlaub und der andere ganz wenig", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel Mitte Mai 2011. Zu diesem Zeitpungt wußte man schon lange, das die Griechen sogar mehr Arbeiten als die Deutschen. Aber es wurde noch einer draufgesetzt. Die Medien kolportierten nun, das die Griechen Luxusrenten bekämen, und so wurde weiter Stimmung gegen Griechenland gemacht.

Es geht um Geld, Macht und Rohstoffe

Die Grichen sind nun verarmt, das Gesundheits - und Sozial - System ist bankrott, Menschen sterben, weil sie nicht mehr medizinisch versorgt werden können. Die griechischen Milliardäre haben das Weite gesucht und das Land verlassen.

So funktioniert die Welt. Nie wieder soll mir ein Poltitiker diesen Schwachsinn von Völkerrecht und Menschenrecht erzählen, für das man angeblich kämpfen will. Es geht um Geld, Macht und Rohstoffe und sonst um gar nichts. Diese Erkenntnis und die vielen Recherchen zu meinen Büchern haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ein alter, kranker und teilweise zynischer Mann, der an dieser Welt verzweifelt.

Kredite an Hedge - Fonds verkauft

Die deutsche Bundeskanzlerin hat neue Anweisungen der Banken erhalten. Die deutschen Banken haben nichts zu befürchten, wenn Griechenland aus dem EURO - Raum ausscheidet, denn erstens sind die Kredite durch Staatsbürgschaften, also durch den Steuerzahler, verbürgt und zweitens haben die Banken längst die Reissleine gezogen und ihre Kredite an Hedge - Fonds verkauft.

Was nun zu besichtigen ist, ist die deutsche Einflussnahme in die griechische Innenpolitik. Man will die Griechen einschüchtern, ja nicht für Alexis Tsipras zu stimmen, da man sonst die Griechen ihrem Schicksal überlassen will, nachdem man Griechenland mit Hilfe der EZB und der Banken zum sozialen Friedhof Europas gemacht hat.

Gebt den Griechen ihre riesigen Rohstoffvorkommen zurück und aus Griechenland wird das reichste Land Europas. Oder habt ihr deren Erdgas auch schon gestohlen? Na dann kann es den Europäer ja auch egal sein, was mit Griechenland geschieht. Das Land wurde ausgeplündert bis ins Essfach.

Reiner Hoffmann, Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) am 7. Januar 2015 auf "Spiegel-Online".

"Der Glaube, die Südeuropäer hätten über ihre Verhältnisse gelebt, ist das Ergebnis einer Gehirnwäsche. Das Lohnniveau in den Krisenländern liegt bis heute unter dem deutschen, die Arbeitszeiten sind zum Teil deutlich länger. Die Ursache der Krise ist, dass die Länder und die Menschen dort für die Fehler eines unregulierten Finanzmarktes haften müssen, während die Verursacher sich zum Nulltarif davon stehlen".

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.