28.04.2015 09:26 glückserfahrung mit kunst

Kunst ist Lebensfreude: Ein Stimmungsbild von der ART GOLOGNE 2015

Art Cologne 2015

Art Cologne 2015 vermittelt wahre Lebensfreude, schade, dass es schon vorbei ist, Bild: Koelnmesse GmbH

Von: GFDK - Herwig Nowak

Kunst ist Lebensfreude, Wohlergehen, ja wellness in einem weiteren Sinne. Und nichts anderes vermittelte die ART COLOGNE 2015. Zu Recht kann man sagen: Schade, dass sie schon zu Ende ist.

Natürlich waren es zunächst günstige äussere Umstände, die zu einem erheiternden Ergebnis führten: das frühlingshafte Wetter mit angenehmen Temperaturen, das klare „saubere“ nachvollziehbar-verständliche, also besucherfreundliche  Messekonzept „alles unter dem einen Dach“ der Halle 11 mit einer Dreiteilung der Exponate in klassische Moderne, Nachkriegskunst und ausgewählte zeitgenössische Werke in der Ebene 1 der Halle 11,der zeitgenössischen Kunst generell in der Ebene 2 der Halle11 und schliesslich jüngster Kunst, Sektionen,“Collaborations“ und “New Contemporaries“ in der Ebene 3 der genannten Halle.Und sogar die Gestaltung der Stände selbst vermittelte immer wieder den Eindruck der Übersichtlichkeit.

Art Cologne - Schwemme von Farben und Formen

Aber natürlich sind diese genannten Äusserlichkeiten nur Beiwerk eines positiven Gesamteindrucks.Die Kunst selbst vermittelt ihn. Mit der erfreulich gestiegenen Anzahl bedeutender Galerien wird bei eigentlich allen genannten Disziplinen grosse Kunst geboten, die den - auch mehrfachen- Besuch zum Erlebnis werden liess. Unvergessen einzelne Galerien, ihre Kojen und ihre Exponate. Die Kunst lässt den Kopf des Besuchers nach einer zweistündigen Visite - mehr ist eigentlich nicht möglich - schwirren von freudigen Eindrücken  und seine Augen überquellen von Farben und Formen.

Der Zufall will es, dass die Kunst dem Besucher der Stadt zum gleichen Zeitpunkt nochmals Anlass zu Freude bietet. Das bemerkenswerte Kolumba - Museum in Köln - eine Einrichtung des Erzbistums Köln - stellt seine Jahresausstellung 2014/15 unter das Motto “playing by heart“ und will den Menschen damit “gaudium et spes“ darbringen, indem sie sich mit  der Kunst beschäftigen, sich die Kunst aneignen und auf diese Weise eine grosse Glückserfahrung machen.

Um im religiösen Kontext zu bleiben, könnte man die ART COLOGENE 2015 auch als die Vermittlerin einer christlichen Osterfreude werten. Damit wäre sie ein herausragender Bestandteil unseres kulturellen abendländischen Lebens.

Herwig Nowak