13.06.2018 12:56 Unsterblichkeit und Ruhm

Künstlerinnen, die die Welt verändert haben

Heute haben es die Kuenstlerinen etwas leichter, wie die Kuenstlerin Dorothea Schuele beweist

Heute haben es die Künstlerinen etwas leichter, wie die Künstlerin Dorothea Schüle beweist.

Die Malerin Dorothea Schuele ist heute schon eine gefragte Kuenstlerin

Die Malerin Dorothea Schüle ist heute schon eine gefragte Künstlerin. Fotos: GFDK

Von: GFDK - Reden ist Silber

Unsterblichkeit und Ruhm, davon konnten und können die meisten Künstler nur träumen. Auf jeden renommierten Namen kommen zigtausende, die niemand kennt. Und Frauen haben es seit jeher noch ungleich schwerer, ernst genommen zu werden.

Unsterblichkeit und Ruhm

Wer kennt schon Edouard Manets Schwägerin Berthe Morisot außer in ihrer Rolle als sein Modell? Die 1841 geborene Französin malte impressionistische Gemälde, die im Laufe der Zeit auch die Anerkennung ihrer männlichen Kollegen, darunter Auguste Renoir, erfuhren. Ruhm und Lob der (männlichen) Kritik und Kunstgeschichte blieben ihr dennoch verwehrt.

Im Schatten der Männer

Die Mexikanerin Frida Kahlo ist heutzutage die lateinamerikanische Malerin schlechthin. Ihre farbenprächtigen, symbolhaften Bilder, mit denen sie ihr von Kindesbeinen an durch Unfall und Krankheit geprägtes Dasein verarbeitet hat, und ihr skandalöser Lebensstil mit bisexuellen Affären haben sie zum Haushaltsnamen gemacht.

Ihre Bilder sind inzwischen in Mexiko zum nationalen Kulturgut erklärt worden. Dennoch stand sie selbst in ihrem Heimatland jahrelang im Schatten ihres Ehemannes, dem Maler Diego Rivera.

Ähnlich wie in der Malerei geht es auch im Sport zu. Die Fußballerinnen lehnen sich allerdings mehr und mehr gegen die Ungleichbehandlung im Profisport auf. Wo die männlichen Kicker millionenschwere Verträge bekommen, müssen laut einer FIFPro-Studie von 2017 rund 60 Prozent der Profi-Fußballerinnen weltweit noch einen Nebenjob ausüben, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Häufig bleibt ihnen keine andere Wahl, als den Sport als Beruf aufzugeben. Doch in immer mehr Ländern schließen sich die Kickerinnen zusammen um gerechtere Bedingungen durchzusetzen.

Die Idee, gemeinsam für gleiche Ziele zu arbeiten, ist nicht neu. Der Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e. V. ist aus dem Verein der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen zu Berlin hervorgegangen. Da Frauen vor 150 Jahren nicht rechtsfähig waren, mussten männliche Gründungsmitglieder aushelfen.

Die Herren bekamen die Ehrenmitgliedschaft, ohne ordnungsgemäße Mitglieder zu sein. Dadurch bekamen die Künstlerinnen und Kunstfreundinnen einen Platz im Bürgertum, Respektabilität – und eine finanzielle Basis.

Und an der zum Verein gehörigen Damenakademie wurden Künstlerinnen ausgebildet. Zu den Schülerinnen gehörte die Grafikerin, Bildhauerin und Malerin Käthe Kollwitz, eine der einflussreichsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Lithografien, Radierungen, Kupferstiche, Holzschnitte und Plastiken wurden von persönlichen Erfahrungen geprägt und verbanden häufig Realismus und Expressionismus. Käthe Kollwitz blieb später der Damenakademie als Lehrerin verbunden.

Auch Paula Modersohn-Becker studierte an der Akademie – ein echtes Kunststudium an einer regulären Akademie war Frauen damals noch verweigert. Doch auch ohne die gleichen Privilegien wie männliche Künstler zu genießen, setzte ihr Talent sich durch.

In den rund 14 Jahren ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitete sie fast unermüdlich. Rund 750 Gemälde, etwa 1000 Zeichnungen und 13 Radierungen machten die Norddeutsche zu einer der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus.

Das allgemeine Frauenstudium wurde in den einzelnen deutschen Ländern verschiedentlich geregelt, aber erst nach dem Ersten Weltkrieg hatten die Frauen überall mit ihrer Forderung nach Zulassung Erfolg – Männerbastionen mögen standhaft sein, aber wo Frauen an einem Strang ziehen, lässt sich vieles bewegen, von der Staffelei bis zum Fußballtor.

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