20.09.2012 07:13 die eigene politische Bankrotterklärung

Kommentar von Mukadder Bauer zu Heinz Buschkowskys Buch "Neukölln ist überall"

Mukadder Bauer

Von: Mukadder Bauer

Sehr geehrter Herr Buschkowsky, ich bin in Neukölln groß geworden und viele Freunde von mir leben noch immer dort. Ihr Buch ist eine Unverschämtheit, zumal Sie als politisch Verantwortlicher so tun, als ob sie nichts mit dem sozialen Abstieg des Bezirks zu tun haben.

Als Mitglied der SPD, die auch in Regierungsverantwortung steht, hatten Sie 10 Jahre Zeit vernünftige Konzepte zu entwickeln, um den Menschen eine Perspektive, ein gute Schulbildung und Teilhabe zu ermöglichen. Das Einzige das sie tun, ist, Ihre eigene politische Bankrotterklärung an die Menschen in Neukölln abzuwälzen und rassistische Unterstellungen und Lügen zu verbreiten, um von Ihrer Unfähigkeit abzulenken. Es ist Ihr politisches Armutszeugnis, dass Sie sich mit dem Buch erschreiben!

Die gleichen, die über korrupte und überbezahlte Politiker schimpfen, finden nichts dabei, dass ein Politiker so offensichtlich sein Amt ausnutzt, um sich gegen Ende seiner politischen Karriere mit diesem "Buch"(er geht nächstes Jahr in Pension) noch einmal gründlich die Taschen auffüllt..Und an wen dieses Buch gerichtet ist, merkt man daran, dass er Auszüge zuerst in der BILD veröffentlicht..

Und zu der debatte um Das Mohammed-Video und die Welle der inszenierten Erregung habe ich nur folgendes zu sagen:

 

Kann sich noch jemand am das Blätterrauschen erinnern, dass das Gedicht von Grass ausgelöst hat? Alle heulten auf und schrieben sich mit mehr als letzter Tinte an seinem vorgeblichen Antisemitismus die Finger wund, auf der anderen Seite dürfen Hetzseiten wie PI unbehelligt gegen Muslime hetzen und werden Hetzfilme eiligst als Kunst deklariert, um sich als offene Gesellschaft zu definieren, die die s aushalten müssen.

Ich glaube, die Empörung wäre nicht einmal halb so groß, wenn man jeglichen Rassismus gleich verurteilen würde, aber was würde dann z.B. Friedrich ohne sein Lieblingsthema machen, wie könnten dann Sarrazin und sein Bruder im Geiste Buschkowsky Bücher verkaufen? Fakt ist, dass die , die jetzt die Meinungsfreiheit auf Teufel komm raus verteidigen Teil des rassistischen Problems und nicht die Lösung sind..