28.02.2014 10:13 es gab darauf keine einzige reaktion

Heinz-Josef Mess erinnert sich an die Kunstbanausen - „Das kann ich auch“ ?

Der Kuenstler Heinz-Josef Mess erinnert sich an ein Kunstwerk von 1997

Der Künstler Heinz-Josef Mess erinnert sich an ein Kunstwerk von 1997, Foto: Heinz-Josef Mess

Von: GFDK - Heinz-Josef Mess

Das waren noch strenge Zeiten, jaja, das war eine geile Geschichte , hatte 100 aus Blattgold bestehende Kerzenbilder gemacht und komplett an einen Sammler verkauft, diese wurden (kein scheiß) als Weihnnachtsgeschenk vom Sammler an seine Kunden verschenkt.

Und wie es in Germany nun um die Kunst bestellt ist, gab es darauf keine einzige Reaktion. So wurde ein außergewöhnliches Unterfangen einfach ignoriert. Das muß so 1997 gewesen sein.

"Das hätte ich auch machen können"

Kunstbanause oder Kulturbanause ist ein Vorwurf von fehlendem Kunstverständnis. Die Banausie ist das rein handwerksmäßige Betreiben einer Kunst oder Wissenschaft.

"Ist das Kunst oder kann das weg"

Heinz-Josef Mess wurde 1955 im Münsterland, in Legden, geboren. Nach der Schulausbildung, die er mit Abitur beendete, studierte er an der Fachhochschule für Grafik und Design in Münster Freie Malerei und Fotografie. An der Hochschule für bildende Künste in Hamburg folgten bei Prof. Franz E. Walther weitere drei Jahre Studium der Malerei.

Seit 1985 arbeitet Heinz-Josef Mess freischaffend in Köln, Düsseldorf und auf Teneriffa. Im gleichen Jahr gründete er in Köln die Künstlergruppe »Köln 1« mit L. Grossmann, R. Schmilorz und M. Niepel. Mit Ausstellungen im »Klapperhof« wurde die Gruppe rasch über die Grenzen Kölns hinaus bekannt. Es folgten sehr schnell Einzelausstellungen. In den ersten Jahren fand er in Hans-Jürgen Müller und seiner Galerie in Stuttgart einen Förderer. Bis heute unterstützt Heinz-Josef Mess seinerseits das Projekt »Mariposa«.

Daran möchte unsere Redaktion noch einmal erinnern

Kultur kostet Geld. Sie kostet vor allem deshalb, weil der Zugang zu ihr nicht in erster Linie durch einen privat gefüllten Geldbeutel bestimmt sein darf. (…)

Substantiell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe des öffentlichen Haushalts zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. Es ist grotesk, dass wir Ausgaben im kulturellen Bereich “Subventionen” nennen, während kein Mensch auf die Idee käme, die Ausgaben für ein Bahnhofsgebäude oder einen Spielplatz als Subventionen zu bezeichnen.

Der Ausdruck lenkt uns in eine falsche Richtung. Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns entweder leisten oder nach Belieben auch streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere innere Überlebensfähigkeit sichert.

Und Kultur hängt auch von Personen ab, die sie ins Werk setzen sollen. Es ist ein zentrales öffentliches Interesse, dass Leute, die das können und die schon in Berlin leben, die notwendigen Entfaltungsmöglichkeiten behalten oder bekommen. Und darüber hinaus auch, dass in möglichst großer Dichte und Qualität solche Menschen für Berlin gewonnen werden, wenn sie bereit sind, sich zu engagieren, damit sie hier ihre Kreativität und ihre Kenntnisse wie ihre Weltläufigkeit in den Dienst der Kultur der Stadt und des ganzen Landes stellen.

Richard von Weizsäcker

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