14.05.2017 07:51 Macron ist kein netter Kerl

Frankreich wählt, Macron ist nicht der Retter des Abendlandes

Von: Gottfried Böhmer - Jens Berger Profil bei Google+

Wer sind die vermögenden Sponsoren seines Wahlkampfes? Wer hat den Mann vorbereitet? Ausgebildet wurde Macron an der französischen Eliteakademie École Nationale d'Administration (ENA). 2008 landete der 30-Jährige bei der Investmenbank Rothschild einer der mächtigsten der Welt und machte eine steile Karriere.

Macron ist gefährlicher als Donald Trump

Nach nur zwei Jahren (2010) wurde Macron mit 32 Jahren sogar zum Partner bei Rothschild, sowas hatte es noch nie gegeben. 2012 wurde Macron in die Politik geschleust und nahm 2014 an der Bilderberg-Konferenz teil. Im gleichem Jahr machte Hollande ihn dann zum Wirtschaftsminister. Was für ein Zufall? Und nun soll der Kandidat der Rothschilds, des weltweiten Finanzkapitals und der Bilderberger, Präsident von Frankreich werden.

Frankreich bekommt, was es verdient hat, die Deutschen auch

Donald Trump hat sich selber, gegen den Willen des gesamten Establishments, an die Macht gebracht. Macron ist eine installierte Marionette von dem niemand weiß, was für Aufgaben er zu erfüllen hat. Wenn er seine Maske fallen läßt, wird es für alle zu spät sein.

Beängstigend ist, dass alle Macron an der Macht sehen wollen, allen voran die "klugen Deutschen", wie man bei Maybrit Illner liedvoll erfahren konnte. In der Sendung sprachen alle von der ""Gefahrenabwehr" ohne zu ahnen wo und wer die Gefahr ist.

Es gäbe nur ein Ziel, Le Pen um jeden Preis zu verhindern. Wenn Macron in Deutschland zur Wahl stände, würde das ganze Land aufschreien. Der Deutsche Außenminister, Sigmar der Große, warnt vor der „Rattenfängerin“ Le Pen und weiß nicht mal, wer die Ratte ist.

Die dummen Liberalen und alle, die sich dafür halten

Linksliberale Verharmloser des Neokapitalismus und Lifestyle-Linke verkennen die Lage in Frankreich. Der französische Historiker Emmanuel Todd im "WELT" Interview „Wir haben“, so Todd, „nur die Wahl zwischen Knechtschaft und Rassismus. Aber man kann sich nicht freiwillig für die Knechtschaft entscheiden“. Macron würde als Präsident dafür sorgen, dass Frankreich „durch die eigene Elite zerstört“ wird.

Der französische Soziologe Didier Eribon schrieb zum Erfolg der Rechten. "Der Wechsel so vieler abgehängter Wähler vom linken ins rechtsextreme Lager sei eine Art „politische Notwehr der unteren Schichten“. Wenn Sie nach einer Erklärung für den Höhenflug des Front National suchen – hier haben Sie sie".

Unser linksliberales Establishment verblödet zusehends schreibt Jens Berger von den "nachdenkseiten"

Le Pen soll mit allen Mitteln verhindert werden

Vollkommen absurd. Was heißt es Macron zu wählen? Erst mal sei das alternativlos und deshalb muß man den Neoliberalismus wählen, um die Rechtspopulisten zu verhindern.

Und dann? Fragt Jens Berger: Dann erzeugt die Überdosis Neoliberalismus eine Überdosis Rechtspopulismus und wir sitzen in genau der Patsche, in die uns unsere linksliberalen Eliten zielsicher manövriert haben. Zuerst unterwerfen wir uns freiwillig der Knechtschaft und laufen dann den Faschisten hinterher, die uns „befreien“ wollen.

Macron ist kein netter Kerl mit kleinen Fehlerchen

"Wenn Frankreich am Sonntag seinen neuen Präsidenten wählt, so haben die Wähler die Wahl zwischen Pest und … stopp. Hätte ich diesen Satz ausgeschrieben, wäre ich für den linksliberalen Publizisten Robert Misik bereits ein „unterschlauer“ Teil der „dummen Linken“. Misik weiß zwar nicht, was an Macron nun löblich sein soll – aber keine Wahlempfehlung für den Kandidaten der extremen Mitte zu geben, sei für ihn eine „kriminelle Dummheit“.

Ganz ähnlich argumentiert – ebenfalls via taz – sein Bruder im salonlinken Geiste: Neoliberalismus hin, Austeritätswahnsinn her – für Daniel Cohn-Bendit liegt der „eigentliche Skandal“ der Wahlen in Frankreich darin, dass die politische Linke sich weigert, eine klare Wahlempfehlung für Macron auszugeben.

Robert Misiks Motto für Frankreich ist klar: Le Pen soll mit allen Mitteln verhindert werden. Dass ein Wahlsieg Le Pens eine Katastrophe wäre, ist ja auch unstrittig. Die interessantere Frage ist da schon, warum ein Sieg Macrons kein großes Problem sein sollte.

Und auf diese Frage hat ein Robert Misik auch keine Antworten. Selbst nach mühevoller journalistischer Schweißarbeit findet der österreichische Publizist als Pluspunkte für Macron nur den lauwarmen Satz: „Innenpolitisch ist sein Weltbild eher gemäßigt blairistisch, europapolitisch aber eher keynesianisch.

Man mag da nur noch mit dem Kopf schütteln. Deutschland, wo sind nur Deine Intellektuellen geblieben? Von Jens Berger".

Letztes Jahr haben wir geschrieben: Wo immer sich Widerstand regt, wird „ausgeputzt“

Gottfried Böhmer


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Weiterführende Links:
"Illner" zur Frankreich-Wahl "Das Beste an Macron ist, dass er nicht Le Pen ist"
http://www.spiegel.de/kultur/tv/maybrit-illner-das-beste-an-macron-ist-dass-er-nicht-le-pen-ist-a-1146188.html