16.04.2014 14:33 Nein danke. Also was tun?

Frankreich in Not - François Hollande war ohnehin nur zweite Wahl

Dominique Strauss - Kahn konnte den franzoesischen Praesidentschaftswahlen nicht antreten.

Dominique Strauss - Kahn trat 2011 nach seiner Festnahme in New York wegen des Vorwurfs der versuchten Vergewaltigung vom IWF zurück und konnte 2012 bei den französischen Präsidentschaftswahlen nicht antreten. Foto: (c) Wikipedia

Von: GFDk - Rainer Kahni

Die neuesten Umfragen sind für den französischen Präsidenten katastrophal. Nach dem Meinungsforschungs - Institut YPSOS käme François Hollande bei der nächsten Präsidentschaftswahl nicht einmal in die alles entscheidende Stichwahl.

Er war ohnehin nur zweite Wahl, denn sein haushoher Rivale Dominique Strauss - Kahn wurde durch eine wüste Intrige der USA aus dem Rennen geworfen. Die Hundelei vor den Amerikanern haben Hollande mehr geschadet, als sein völliges Versagen in der Wirtschafts - und Finanz - Politik. Seit Charles de Gaulle sind die Franzosen stolz darauf, eine eigenständige und von der USA unabhängige Aussenpolitik zu betreiben.

Doch Hollande ist auf den US - Pudel Merkel eingeschwenkt. Und das führt in Frankreich unweigerlich zum politischen Untergang. Doch Frankreich hat dasselbe Problem wie Deutschland: Es ist weit und breit keine Alternative in Sicht, will man der rechtsnationalen Front die Stimme verweigern, die von dem Tief des Präsidenten profitiert.

Frankreich in Not

Die reinen Gaullisten existieren praktisch nicht mehr, genausowenig wie in Deutschland die CDU eines Konrad Adenauer und Ludwig Erhard. Eine SPD im Sinne Willy Brandts existiert in Deutschland auch nicht mehr. Sie ist übergelaufen. Und aus lauter Verweiflung eine Neuauflage von Sarkozy? Nein danke. Also was tun?

Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit - und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print - Radio - und TV - Medien aus Krisengebieten.

Nachrichten, Stories, Meinungen und Unterhaltung

Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft